Kongo

Ich empfehle, wenn man die Sprache nicht versteht, das Video mit automatisch übersetzten Untertiteln anzuschauen.

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5 Antworten zu Kongo

  1. ChrizzChrozz schreibt:

    Diese Serie gibt es auf amazon als prime. Ich empfehle sie jedem, der seinen Horizont erweitern will
    Sie ist filmisch und dramaturgisch katastrophal/ aber hier hat jemand im Trojanischen Pferd des ToGear-Jargons amazon eine bemerkenswerte Dokumentation des Unrechts und Elends untergejubelt.

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  2. ChrizzChrozz schreibt:

    Nachtrag:
    1. Gemeint war „TopGear“-Jargon.

    2. Bemerkenswert ist der Unterschied der Beiträge aus dem Elend der Welt (am schlimmsten wirkte Indien auf mich, wo die Armen noch von den Ärmsten beklaut wurden) zu demjenigen aus China. Auch hier fanden die Autoren eine „gefährliche Route“ – aber hier ist eben kein existentielles Elend zu filmen. Das ist jederzeit eine philosophische Diskussion wert: „Totale Freiheit“ aber bittere Armut vs. „totale Überwachung“ aber relativer Wohlstand. Ich hätte gerne das beste von beiden Optionen….

    3. In Tadschikistan ist die Grenze zu Afghanistan ein interessantes Thema und die Investitionen aus Sowjetzeiten, welche seither halten müssen.

    Wie gesagt, handwerklich sehr amateurhaft, vordergründig geht es um „Straßen-Abenteuer“ – aber die eigentliche Erzählebene scheint mir tatsächlich die Ausbeutung von Mensch und Natur zu sein, die Bilder aus den 30m tiefen Edelstein“stollen“ waren für die Kinder verstörend – gut so!

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    • kranich05 schreibt:

      Für mich war dieser Film eine Zufallsentdeckung, so geht’s manchmal: Nach einem langen Tag am Computer zum Coronathema mit seinen deprimierenden Wirkungen wollte ich mich eigentlich nur mit exotisch-spektakulären Bildern von Trucks auf Urwaldpisten entspannen (dabei allerdings ’ne Menge Kongo-Historie im Hinterkopf). Dann haben mich die Bilder gepackt. Die waren wirklich nah dran! Und nachdem ich mehr als ein Viertel des Films gesehen hatte, aktivierte ich deutsche Untertitel und fing nochmal von vorne an. Die verbalen Informationen sind doch auch sehr wichtig.
      Offenbar gibt es von dem Team viele weitere sehenswerte Filme. China hautnah interessiert mich natürlich besonders.

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  3. ChrizzChrozz schreibt:

    Naja, nicht zu viel „hautnah China“ erwarten – dafür ist es zu oberflächlich zugegangen beim Dreh. Aber wo in Bolivien, Madagaskar etc. explizit auf die Ausbeutung hingewiesen wird (beim Paranuss-Abbau z.B.) muß man als Rezipient hier wachsam die Bilder studieren, denn in China ist keines der Probleme existentiell, der Fahrer macht es als Zusatz-Einkommen, nicht weil er „muss“, die Familie hat augenscheinlich sehr ausreichend zu Essen, er hat den LKW einfach so und muss diesen nicht bei einem Zwischenhändler abstottern bis zum Umfallen, etc.

    Aber wegen hautnah China – ich musste heute Daniele Ganser dann doch mal eine Mail schreiben, er verbreitet in seinem aktuellen Corona-Vortrag für meinen Geschmack zu oberflächlich die Rahmenerzählung vom Massaker 1989 – Peter Frey hat das m.E.n. hier https://peds-ansichten.de/2019/02/tiananmen-massaker-1989/ so gut aufgearbeitet, das steht einem Historiker wie Ganser, der zu Gladio und dem tiefen Staat forscht, nicht an, das Narrativ der westlichen Dienste über China einfach so unkritisch weiter zu verbreiten…

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    • kranich05 schreibt:

      Ich las gerade Wemheuers „Chinas grosse Umwälzung“ und finde, dass er eine ganz gute Orientierung bietet.
      Soweit ich mich erinnere, geht er auch von einer erheblichen Opferzahl auf dem Tienanmen aus, ohne sich allerdings exakt festzulegen.

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