„Nach unseren Begriffen ist es die Bewußtheit der Massen, die den Staat stark macht. Er ist dann stark, wenn die Massen alles wissen, über alles urteilen können und alles bewußt tun.“ 

(W. I. Lenin, 8. November 1917)

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Anstoß am „Linksmüll“

Die von mir geschätzten HaBe und Willi Übelherr haben meine Wortwahl und Wertung „Linksmüll“ zurückgewiesen.

Ich verstehe gut, glaube ich, was sie meinen, und ich streue ohne zu Zögern Asche auf mein Haupt und zeihe mich der ganz und gar kleinbürgerlichen Sünde der Ungeduld.

Ungeduld ist wirklich schlechtes politisches Benehmen. Bei Lenin hat man das nicht gelernt. Und erst Recht ist man damit Lichtjahre entfernt von dem „kulturvollen Dialog über Alles und Jedes“ (falls Sie wissen, was ich meine).

Leider ist es aber eine empirische Tatsache, ein „materieller Faktor“, dass ich schon eine ganze Weile im Zustand der Ungeduld bin. Es will mir nicht gelingen, die Galle, die mir hochsteigt, so lange zu schlürfen, bis sie süß schmeckt. Einschlägige aushelfende Psychopharmaka lehne ich ab. Die todsicheren Mediationstechniken machten mir Krätze.

Also wieder: „Was tun?“.

Zwar schrieb Lenin dieses Werk am Anfang seines politischen Lebens, während ich am Ende stehe. (Und er schrieb es in der Morgenröte des Kommunismus des XX. Jahrhunderts, während ich den endlosen Totentanz des Kommunismus des XX. Jahrhunderts erleben muss.) Aber Lenin antwortete auch am Ende seines Lebens immer wieder auf die Frage: „Was tun?“.

Folglich 1.) sollte auch ich mir dafür nicht zu schade sein, jedoch 2.) Bün ick Lenin?

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Fundstück – 19.6.2018 – Linksmüll

HaBe (Hartmut Barth-Engelbart) leitet seinen Beitrag, in dem es um einen Streit unter Linksparteilern geht (Und der ist natürlich so unglaublich wichtisch, dass alle Welt davon erfahren muss!), mit der Vorbemerkung ein, dass es nicht nur viele Meinungsäußerungen gebe, sondern auch:

„Die meisten Absender wollen nicht genannt werden. Das erinnert mich an die Kritik der RLS-Stipendiaten an der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die aus Angst um ihr Stipendium anonym bleiben wollten. Für Kritiker unter den Mitarbeiterinnen aus dem LINKEn Parteiapparat könnte es an der NORD-Front auch existentiell eng werden. Andere fürchten um ihre günstige Listenplatzierung bei den nächsten Wahlen. Diäten oder Nichtdiäten, das ist hier die Frage. Bedeutungsverlustängste …“

Dann sagt er das einzig Vernünftige und menschlich Selbstverständliche – „Da sollte man eigentlich die Beiträge nicht veröffentlichen, wenn da niemand namentlich dazu steht….“ – um dann genau das zu tun, was er eigentlich nicht tun wollte. Er veröffentlicht diesen anonymen Quark, weil der „eine ganze Reihe wesentlicher zusätzlicher Infos/Aspekte enthält“.

Was muss noch geschehen, damit auch der Letzte begreift, dass es Selbstbetrug ist (oder Betrug), in die Linkspartei auch nur ein Gramm Hoffnung zu setzen?

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Fundstück – 14.6.2018 – 85 Jahre Belomorkanal

Vor 85 Jahren, im August 1933,  wurde nach der Rekordbauzeit von knapp zwei Jahren der Belomorkanal („Weißmeer-Ostsee-Kanal“ oder „Stalinkanal“) fertig gestellt.

Beim Bau des Kanals wurden weit über 100.000 Strafgefangene eingesetzt, von denen mehr als 10.000 starben. Es werden auch viel höhere Zahlen genannt. Die Archive, die genaue Auskunft geben könnten, sind bis heute weitgehend verschlossen.

Viele sowjetische Schriftsteller unter Leitung Maxim Gorkis besuchten die Baustelle und feierten in einem Sammelband die menschenverändernde/menschenbefreiende Macht der Kanalarbeiten.

Der Kanal hat bis heute geringe wirtschaftliche Bedeutung.

Arkadi Sewerny singt das Lied der Zwangsarbeiter vom Bau des Belomorkanals. Die Aufnahme ist von 1973.

Siehe auch  „Solowezki-Inseln“.

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Der Moment

Ich träumte, dass wir darüber sprachen, wie der letzte Moment sein würde. Franz meinte, dass man ihn vielleicht gar nicht bemerkt. Kim, der gern mit Katzen kuschelt und sie mit ihm, sagte, dass er dann gern einem Hund ins Fell fassen möchte. Ich mutmaßte, dass einem vielleicht etwas Übel ist aber im Grunde doch hoffentlich ganz wohl.

Zuletzt waren viele sonnige, windige, trockene Tage. Ich war viel mit Gießen beschäftigt, ganz gemächlich. Kim war ins Dorf gegangen und kam mit einem Hundewelpen auf den Armen zurück. Er erzählte, dass das Hündchen anfangs gezittert habe aber dann habe es seinen Kopf an den tragenden Arm geschmiegt.

Franz sagte ernst (und man hörte ein bisschen Furcht): „Und wenn jetzt der Moment ist?“ Das Hündchen lehnte jetzt nicht mehr seinen Kopf an, sondern sah munter zu mir. Mir gefiel das, doch dann vergaß ich hinzuschauen. Ich tastete nach der Gießkanne. Sie war ziemlich schwer, wie ich spürte. Und dass sie gleich viel leichter sein würde, spürte ich auch. Mir war recht warm… und wohlig dabei… glaube ich… mich zu erinnern.

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Fundstück – 10.6.2018 – Hartmut fragt

Is die Linke Kipping?

„Und Netanjahu kriegt bei Gott

Jetzt auch in scheinbar tiefem Rot

Ein weiteres Atom-U-Boot

Als Mutti Merkels Kriegskredit

Und wer von links dagegen stimmt

Den trifft den Bann: „Antisemit!“

Weil das die echte, rechte LINKE

staatsraisonierend übel nimmt….“

Opa fragt zu dieser LINKEN schon lange nichts mehr.

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Fundstück – 7.6.2018 – Saker kryptisch?

Aber nein!

„…

Ich werde mich in Zukunft mit diesen Fragen befassen, da es keinen Zweifel gibt, dass Zeit und Ereignisse beweisen werden, wie unbegründet und politisch motiviert diese Leugnungen in Wirklichkeit sind.

…“

Quelle

(Und, beiseite gesprochen, allein für diesen Schlußsatz könnt‘ ich den Saker küssen:“Wenn die Neocons ihren gegenwärtigen Kurs fortsetzen und ich keinen Hinweis darauf sehe, dass sie es neu überdenken, dann ist die Frage nur, wann / wo dies zuerst zu einem umfassenden Krieg führen wird. Deine Vermutung ist genauso gut wie meine.„)

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