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Der Krebs heißt Kapitalismus

Drei meiner letzten Postings haben mich noch einmal zum Überlegen gebracht.

Es scheint als hätten sie wenig miteinander zu tun: Der Jubelbericht aus einem der reichen Herzländer des Kapitalismus, der Bericht über die Sklavenarbeit marokkanischer Frauen, der Bericht über die menschenunwürdige Verfahrensweise mit Migranten aus Asien in Bosnien.

Geografisch liegen die Orte weit auseinander, und die geschilderten Ereignisse sind sehr unterschiedlich. Auch die Menschen sind davon verschieden betroffen: In Brandenburg/Berlin ist man erfreut. Die Sklavinnen von Marokko sind schwerst gedrückt aber dennoch erduldungsbereit, weil sie keinen anderen Weg sehen. Die Migranten von Bihac suchen, auch um den Preis von Lebensgefahr und jeder Demütigung, einen anderen Weg.

Den drei Ereignissen ist gemeinsam, dass sie einen „höheren Sinn“ haben, einen „Sinn“ oberhalb der Betroffenen: Dieser „Sinn“ liegt in der maximalen Verwertung von Kapital. Die Investition in eine Autofabrik, der Grenzhandel, die Entwurzelung von Millionen Menschen – sie alle „rechnen“ sich.

Einige wenige Eigentümer und Eigentümerinnen von großen Kapitalmassen sorgen dafür (mittels einer fetten Hierarchie von Hilfskräften), dass die geschilderten Ereignisse stattfinden und immer wieder stattfinden. Der einzige Zweck, der um JEDEN Preis erfüllt werden muss, ist die Vergrößerung des eingesetzten Kapitals. Wenn wir das Kapital „c“ nennen und seinen Zuwachs „x“, so reduziert sich das ganze Geschehen auf „c+x“.

„c“ ist eine Zahl, „x“ ebenso, und ihre Summe „c+x“ natürlich auch. Zahlen können endlos wachsen. Die gebauten E-Autos sind längst Schrott, die Sklavinnen jung gestorben, die Migranten verdorben, die Natur ist Wüste geworden – die Summe „c+x“ aber wächst und wächst und wächst.

Der Privateigentümer (und genauso die Privateigentümerin!) sind die einzigen Lebewesen im Universum, die ALLES opfern für eine unendlich wachsende Zahl. In diesem Sinne: Sei Privateigentümer! Oder sei Opfer!

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Oder holt Euch Euer Eigentum zurück!

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„Die Hölle von Bihac“ – an Europas Grenze

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Sklavenarbeit an Europas Grenze

Fatima trägt jede Woche bis zu 400 Kilo über die Grenze, so wie Zehntausende von Frauen in Nordmarokko

Eine Reportage von Susanne Kaiser, Melilla, in der NZZ

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Fundstück – 15.11.2019 – Die fossile Befreiung

„Verzichten müsste die Menschheit vor allem auf eines – auf die Klasse der Oligarchen, die sich an ihr mästen und sie mit Kriegen überziehen.“

Quelle: Dagmar Henn hier.

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Jubel in Brandenburg, Old-Germany

Der weltbekannte Weihnachtsmann Elon Musk besuchte Springer und zauberte prompt „Giga Berlin“ aus dem Sack. 

  1. Endlich werden mehr Autos gebaut! Hurra!
  2. Quatsch! Wir wollen nicht mehr Autos, sondern mehr nachhaltige. Es gibt also mehr amerikanische Autos aber weniger deutsche. Hurra!
  3. Quatsch! Wenn Tesla Autos baut, bauen deutsche Firmen noch mehr Autos. Hurra!
  4. Tesla schafft 10.000 Arbeitsplätze und deutsche Autobauer schaffen noch mehr Arbeitsplätze. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Hurra!
  5. Tesla wird gefördert. Mit vielen hundert Millionen. Die werden wenigstens nicht für den Wohnungsbau verschleudert. Hurra!
  6. Elon Musk zahlt Steuern, wenn er welche zahlt. Hurra! (Leider nicht in Brandenburg.)
  7. Eine Brache bei Berlin wird endlich kultiviert. Hurra! Schluss mit dem trübsinnigen Brandenburger Einerlei aus Seen, Wäldern und Industriebrachen. Gigafactory Grünheide zu BER. Hurra!

Kapitalismus ist geil. Aber Grüner Kapitalismus ist oberaffengeil.

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Fundstück – 12.11.2019 – „Marginal Violence“

„Marginal Violence“ ist ein bestimmtes taktisches Vorgehen von „Aktivisten“, wenn die üblichen Methoden von Farbrevolutionen nicht zum Erfolg führen. Ein instruktiver Bericht dazu aus Hongkong von MoA. Ich meine, dass wir solche Tendenzen im Auge behalten sollten. Mit der „gewaltlosen Bewegung“ XR (dabei die „Ikone“ Carola Rackete) sind auch hierzulande Voraussetzungen geschaffen.

„Eine wichtige Idee, die in Online-Foren verbreitet wurde, ist jetzt fest in meinem Kopf verankert. Es heißt Marginal Violence Theory (暴力 暴力 邊緣), und es besagt, dass Demonstranten Gewalt nicht aktiv anwenden oder befürworten sollten, sondern die aggressivsten gewaltfreien Maßnahmen ergreifen sollten, um die Polizei und die Regierung an ihre Grenzen zu bringen.

Die Demonstranten sollten nachdenklich die Gewaltfreiheit verschärfen, vielleicht sogar zu milder Gewalt greifen, um die Regierung an den Rand zu drängen.(maschinell übersetzt)

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Sprachregelung in sog. freiheitlichen Medien: „Aktivisten“

„Aktivisten in Hongkong“

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