Imperialismus – die Erfindung und Vernichtung des „Untermenschen“

W. I. Lenins nunmehr hundertjährige Schrift „Der Imperialismus als neueste Etappe des Kapitalismus“ hat kürzlich eine Neuauflage erlebt.

Obwohl als „Kritische Neuausgabe“ bezeichnet, behält sie den zwar bekannten, doch keineswegs originalen, sondern stalinistisch verfälschenden Titel bei: „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“.

Interesse für Lenin ist keineswegs selbstverständlich in unserer Zeit des fast lückenlosen Schweigens über den großen kommunistischen Führer. Des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution wird gedacht, der 150. Jahrestag der Erscheinens von Marx‘ Hauptwerk löst gar eine Flut kluger Reflexionen aus… aber Lenin? Was soll Lenin mit alldem zu tun haben? Ist das nicht dieser querliegende Russe mit den halbasiatischen Gesichtszügen, der „Vorgänger Stalins“?

Nicht alle marxistischen Erneuerer schließen sich solchem Extremismus an. Lieber halten sie sich ‚raus. Beispielsweise widmen sie ein komplettes Heft ihrer Zeitschrift dem „Erscheinen eines Weltbestsellers“, des „Kapitals“. Rund 30 Autoren kommen zu Wort, auf knapp 250 Seiten. Der Name „Lenin“ aber taucht in diesem ganzen Kompendium 1 x (in Worten: EINMAL) auf; zufällig.

Lenin konzentriert sich in seiner Untersuchung auf’s Politökonomische. (Man kann sich bei Wikipedia darüber leichter orientieren als bei manchem Marxisten.) Das Nicht-Politökonomische, das, was Ideologie, „Geist“, „Kultur“ des Imperialismus charakterisiert (vielleicht gesetzmäßig determiniert?) steht nicht im Zentrum seiner Aufmerksamkeit.

Sei es, dass Lenin nicht Selbstverständlichkeiten ausbreiten wollte (nach drei Jahren Weltkrieg, den nicht nur Karl Kraus als einzigartigen Kulturbruch erlebte und gestaltete) sei es, dass der kapitalistische Imperialismus einfach noch zu jung war, als dass sein „barbarisches Wesen“ bereits in Detail und Totalität umfassend ausgeprägt und somit der Analyse zugänglich gewesen wäre.

Heute sind wir 100 Jahre weiter und der „parasitäre Kapitalismus“ hat Türme menschenfeindlicher Gewalt errichtet (und gefeiert), in jede Pore der Gesellschaft hat er das Gift der mörderischen Mißachtung des Menschen gepresst.

Umfangreiche Arbeiten sind geleistet worden, um die ideologische Welt des Imperialismus zu begreifen. Ich erinnere (im Bewusstsein meiner lückenhaften Kenntnisse) an Lukacs, an Wolfgang Heise. Doch scheint mir, dass das geschichtliche Drama von mehr als einem Jahrhundert kapitalistisch-imperialistischer Ideologie nach weiterer Verallgemeinerung schreit. Ich frage: Ist es nicht an der Zeit und möglich und notwendig, den Ungeist, die „Idee“ des Imperialismus auf EINEN Begriff zu bringen?

Imperialismus erklärt und praktiziert den Unwert von Menschen und Menschengruppen; bis zum Bestreiten ihres Existenzrechts. Fragliche Individuen (in beliebiger Anzahl) werden als „Untermenschen“ bezeichnet und behandelt oder einfach als Nichtmenschen.

Im Unterschied zu geschichtlich früheren Ausprägungen von Imperialismus und Massenmord/Völkermord erklärt sich diese Eigenschaft des kapitalistischen Imperialismus daraus, so meine ich, dass er Maximalprofit abgehoben und relativ unabhängig von jedem konkreten Ausbeutungsprozess (kapitalistische Mehrwertproduktion), also ausschließlich parasitär, realisiert. Diesen Weg hatte vor mehr als 100 Jahren das Finanzkapital, wie es Lenin untersuchte, eingeschlagen, und dieser Weg wurde und wird vom „Kasinokapital“, wie es verharmlosend genannt wird, ohne innere Grenze weiter beschritten.

Es ist dringend erforderlich, die MENSCHENVERNICHTUNG als das Wesen JEDER imperialistischen Ideologie und ihr entsprechenden Politik herauszuarbeiten. Denn einer der wirksamsten Tricks der imperialistischen Massenmanipulation besteht darin, den Kampf gegen die Verbrechen der einen imperialistischen Macht zur Rechtfertigung der Verbrechen einer anderen imperialistischen Macht zu benutzen. Ja, nicht nur verharmlosend zu benutzen, sondern damit die eigenen Verbrechen völlig aus der Wahrnehmung zu löschen.

Das klassische Beispiel dieses Tricks ist die Erhebung der mit dem Begriff „Holocaust“ umschriebenen Verbrechen des deutschen Faschismus zu einer unhinterfragbaren Einmaligkeit der menschlichen Geschichte, die sich somit der begrifflichen Durchdringung entzieht und einen quasi religiösen Anspruch der Opfer und aller ihrer Nachkommen an die Welt (bzw. „den Rest der Menschheit“) begründet. Die unvermeidliche dialektische Konsequenz dieses Verfahrens ist die Rechtfertigung einer erneuten bzw. weiteren Menschenvernichtung.

In Zeiten einer erneuten, manipulativen, regierungsoffiziellen Definition von Antisemitismus ist es nicht überflüssig zu erwähnen, dass natürlich die konkreten imperialistischen Verbrechen gegen das Existenzrecht von Menschen konkret untersucht werden müssen. Die massenhafte Vernichtung von Juden durch die deutschen Faschisten, die massenhafte Vernichtung von Slawen durch die deutschen Faschisten, die massenhafte Vernichtung von politischen Gegnern durch die deutschen Faschisten, die massenhafte Vernichtung von Einwohnern Hiroshimas und Nagasakis durch die amerikanischen Imperialisten, die massenhafte Vernichtung und Vertreibung von Arabern durch die Zionisten, die massenhafte Vernichtung und Vertreibung von Menschen des Irak, Libyens, Syriens, des Jemen durch US-amerikanisch und islamistisch geführte Terroristen, die tausendfache Vernichtung von Afghanen, Pakistanis, Jemeniten durch Drohnenangriffe der US-Imperialisten, sekundiert durch deutsche Imperialisten, die massenhafte Vernichtung irakischer Kinder durch von der US-Politikerin Albright befürwortete Sanktionen (sekundiert durch BRD-Politiker), die Ermordung tausender New-Yorker Bürger am 11.9.2001 – diese und viele, viele weitere imperialistische Verbrechen verlangen eine jeweils eigene, differenzierte aber gleichermaßen rückhaltlose Aufklärung und Ahndung.

Bringen die Menschen nicht die Fähigkeit in Selbstorganisation auf, dieser letztgenannten Notwendigkeit nachzukommen, bleiben sie dem System des Imperialismus als System der Menschenvernichtung (und seinen Wachstums- und Beschleunigungstendenzen) ausgeliefert, was zu einem Bruch der Entwicklungskontinuität der menschlichen Gesellschaft führen muss.

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Fundstück – 21.9.2017 – Panikmache

„Permanente Panikmache erzeugt eine dauerhafte Anspannung, die den Kopf nicht ruhig denken lässt.“

(Quelle)

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Fundstück – 18.9.2017 – Willy Wimmer: „Letzte Chance“

„Die letzten Jahre haben das Grunddilemma unseres Staates offenbart. Es wird an vielem deutlich, auch an den Äußerungen aus den Kirchen oder Gewerkschaften*. Wer hat einmal aus dem Mund von Vertretern dieser Organisationen ein durchgehaltenes und machtvolles Wort gegen die NATO-Dauerkriege gehört, die eine Wurzel des heutigen Übels ausmachen? Stattdessen bläst man sich bei den Folgewirkungen auf und schaltet das Licht aus.“

*Die Friedensbewegung hat Willy Wimmer nicht ausdrücklich erwähnt.

„Und die bisherigen Parteien*, die zwar im Bundestag saßen, aber nur ein Interesse hatten: alles zu unternehmen, um der kommenden Bundesregierung angehören zu können. Dadurch wurde erst die Grundlage dafür geschaffen, einen Bundestag zu erleben, der sich im politischen Sinne „verdrückt“ hatte, als es am 4./5. September 2015 durch eine einsame Entscheidung der Frau Bundeskanzlerin an die Substanz der rechtsstaatlichen Ordnung unseres Staates ging.“

*Die Linke hat Willy Wimmer nicht ausdrücklich erwähnt.

(Quelle)

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Fundstück – 17.9.2017 – Steuerung (der Linken)

„Dass der aktuelle „Große Steuermann“ der Linken George Soros ist, kann jeder leicht ermitteln. Wesentlich leichter, als die Steuerung der Linken durch Israel, was man in erster Linie durch persönliche Erfahrung herausfindet, da darüber zu reden einem sofort das Brandzeichen „Antisemit“ einbringt! … Der schwarze Humor an der Sache ist die Biographie dieses aggressivsten Führers der globalistischen Linken, George Soros! Ein Mann, der seine Karriere als NAZI-Kollaborateur begonnen hat, nach dem Krieg vom britischen Geheimdienst mit Gold, das die NAZIs in KZs ermordeten Juden abgenommen haben, ausgestattet wurde, womit er die Basis seines Multimilliarden-Vermögens schuf, finanziert wichtige Teile der ANTIFA!“

 (Quelle)

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9/11 wurde 16 – gelebte „Dysfunktionalität“ – Update 16.9.2017

… und von den einflussreichen Medien hat sich allein KenFM des Themas in gebührender Weise angenommen. (Ist KenFM einflussreich? Ja. Seit 14 Stunden ist das Video auf youtube und wurde bereits 38 000 mal abgerufen. Von den bedeutenden Blogs sei hier zum Thema nur „Parteibuch“ erwähnt, wo auch seltene Links zu finden sind.)

Mit Bröckers, Davidsson, Ganser und Schreyer hatte Ken Jebsen vier der profiliertesten Aufklärer des deutschsprachigen Raums zur Live-Diskussion geladen.

Es lohnt sich, das gesamte Zweieinhalb-Stunden-Gespräch zu verfolgen. Zum Tathergang wurden nur wenige unverzichtbare Aussagen gemacht. Im Zentrum stand dagegen die politische, vor allem geostrategische Bedeutung des Ereignisses. Dabei wurden einige besonders wichtige Momente in seltener Schärfe herausgearbeitet:

Dass bis heute nicht nur eine umfassende Untersuchung der Ereignisse verhindert werden konnte, sondern sogar im Zuge des „Krieges gegen den Terror“ die außergerichtliche Tötung von Menschen zu einer Normalität in den Staaten der westlichen Welt geworden ist – wie besonders Elias Davidsson  hervorhob – ist Ausdruck einer elementaren und fundamentalen „Dysfunktionalität“ (dieser Ausdruck wurde verwendet) unserer Gesellschaft.

Dass für diese „Dysfunktionalität“ die Herrschenden sorgen, mit all ihren Machtmitteln, unter denen die Medien eine berüchtigte Rolle spielen, ist altbekannt. Weniger Beachtung findet, wurde in dieser Diskussion aber beim Namen genannt, dass auch ansonsten verdienstvolle Aufklärer, etwa Norman Paech, Rolf Gössner, Noam Chomski und viele, viele andere, durch dröhnendes Schweigen zu 9/11 ihren fragwürdigen Beitrag zu dieser „Dysfunktionalität“ leisten. In der Diskussion wurde sie nicht ausdrücklich genannt, deshalb füge ich es hier zu: Nicht nur die Systemmedien, auch die Linkspartei leistet keinen Beitrag zur Aufklärung von 9/11. Auch die Bundestagsabgeordneten der Linkspartei gehen über die außergerichtlichen Tötungen reaktionslos hinweg.

Welche Abgründe sich hier auftun, wurde in der Schlussrunde der Diskussion angedeutet, als Ken Jebsen die rhetorische Frage stellte: Was würde geschehen, wenn eine Untersuchung von 9/11 die Verantwortung der Inhaber der Staatsgewalt aufdecken würde?

Welche Revolution, frage ich, des Bewusstseins oder wessen auch immer, steht dann an?

Müssen wir etwa ernsthaft „Revolution“ denken?

 Gott behüte!   

Update 16.9.2017:

Voltairenet schreibt:

„Präsident Trump verbietet jegliche Bezugnahme auf die Bush-Version, während dem Gedenken an den 11. September“

V. führt für diese Trump zugewiesene Aussage keine Quellen an.

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Nein zum Krieg gegen Syrien!

Rede von Sebastian Bahlo, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes im Rahmen des Weltfriedenstags, Frankfurt/Main, 2.9.2017:

„Liebe Friedensfreunde, Syrienverteidiger, geehrte Frankfurter Bürger, gestern gab es aus dem Umfeld der DGB-Gewerkschaften zum ersten Mal seit 40 Jahren in Frankfurt wieder eine Kundgebung zum Antikriegstag unter freiem Himmel. In allen Jahren zuvor wurden nur Saalveranstaltungen gemacht. Das ist sehr anerkennenswert. Es wurde auch ein sehr passender Ort gewählt. In der Gallusanlage gibt es das so genannte Opferdenkmal. Eine Skulptur mit einer interessanten Geschichte, die an alle Opfer, also nicht nur die deutschen, des Ersten Weltkriegs erinnert.

Das zentrale Thema fast aller Redebeiträge bei dieser gestrigen Gewerkschaftskundgebung war Rüstung. Man sprach sich gegen Rüstungsproduktion und vor allem gegen Waffenexporte aus. Ich will nicht schlecht über die Kollegen sprechen, die haben natürlich die besten Absichten, und jeder Mensch, der gegen Krieg auf die Straße geht, verdient unseren Respekt.

Aber es fällt doch auf, dass diese Rüstungskritik immer sehr an der Oberfläche bleibt. Man sagt: Krieg ist schlimm, ohne Waffen gäbe es keinen Krieg, deshalb müssen die Waffen weg. Aber das ist leider eine Illusion. Krieg ist eine Sache zwischen Menschen, die Waffen schießen nicht von selbst. Und wenn es keine Drohnen und keine Atomraketen, keine Panzer, Mörser, Handfeuerwaffen usw. mehr gäbe, dann gäbe es immer noch Äxte und Messer, und die gesellschaftliche Ursache des Kriegs wäre immer noch nicht beseitigt.

Die Rüstungskritiker scheuen sich auch, zwischen Aggression und Verteidigung zu unterscheiden. Ich war gestern sehr erstaunt, als in Bezug auf die Koreakrise sowohl Donald Trump als auch Kim Jong Un aufgerufen wurden, die Waffen schweigen zu lassen. Sehen deutsche Kriegsgegner denn nicht den fundamentalen Unterschied zwischen der größten Atommacht der Welt, der einzigen, die jemals Atombomben eingesetzt hat, und zwar gegen bewohnte Großstädte, an deren Händen das Blut von dutzenden Millionen Menschen klebt, die seit Jahrzehnten Nordkorea bedroht und mehrmals jährlich Militärmanöver dicht vor der nordkoreanischen Grenze abhält, einerseits und andererseits einem Land, das zur Sicherung seiner friedlichen Entwicklung ein atomares Abschreckungspotential entwickelt hat, um nicht mehr erpressbar zu sein? Haben sich die deutschen Kriegsgegner noch nie überlegt, dass diese kluge Politik Nordkoreas einen Krieg vielleicht schon seit Jahren verhindert?

Ein anderer erstaunlicher Satz fiel gestern, und der führt mich zu unserem eigentlichen Thema: Es wurde gesagt, man könne den „IS“ nicht mit Waffen besiegen. Alle hier Anwesenden wissen, dass die Syrische Armee gerade dabei ist, unterstützt von ihren Verbündeten Russland, Iran und Hisbollah, den „IS“ mit Waffen zu besiegen!

Ich sage das alles nicht, um die Kollegen schlecht zu machen. Ich sage es, um zu verdeutlichen, wie wichtig unsere Demonstration ist, die mit ihren Aussagen und Forderungen nicht an der Oberfläche bleibt, sondern konkret wird.

Denn auch diese Fehleinschätzung, dass der „IS“ nicht mit Waffen besiegt werden könne, hat ihren Grund darin, dass der Krieg in Syrien von diesen Kriegsgegnern überhaupt nicht richtig analysiert worden ist. Wer ist der Aggressor, und wer verteidigt die Souveränität des angegriffenen Landes und damit den Frieden? Leider haben sich viele Menschen, auch wenn sie beste Absichten haben, nicht von den Einflüssen der unsäglichen Lügenhetze befreit, die seit sechs Jahren von den Massenmedien gegen die syrische Regierung betrieben wird. Sie denken dann, in Syrien sind alle Seiten böse, und das einzig Gute, was man den Menschen dort tun kann, ist, sie erstens als Flüchtlinge bei uns aufzunehmen, und zweitens keine Waffen nach Syrien, egal an welche Seite zu liefern.

Die Tatsache ist, dass feindliche Mächte, allen voran die USA und andere führende NATO-Länder, in enger Kollaboration mit dem NATO-Land Türkei, aber auch Saudi-Arabien und Katar eine so genannte Regime-Change-Strategie in Syrien verfolgt haben. Dabei wird ein Land unter Ausnutzung innerer Widersprüche, die es natürlich immer gibt, destabilisiert, indem eine so genannte „Oppositionsbewegung“ aufgebaut wird, die sich zwar mit ein paar politischen Forderungen bemäntelt, aber hauptsächlich Terror gegen Staat, Bevölkerung und Infrastruktur verübt. Die notwendige und rechtmäßige Gegenwehr des Staates wird dann auf internationaler Ebene als „Unterdrückung der Opposition“ verleumdet und als Rechtfertigung für aggressive Maßnahmen von außen, von Sanktionen bis zu direkten militärischen Angriffen, benutzt.

Gegen die Regime-Change-Strategie

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Kotzen erleichtert kaum

Seit geraumer Zeit bemerke ich das Vordringen intellektueller Nazis im öffentlichen Gespräch. (Ich weiß, dass das eine Begriffsbildung der Art „weißer Schornsteinfeger“ ist.)

In welchem öffentlichen Gespräch? In ihren Nischenpublikationen und auf ihren Nischenwebseiten publizierten sie doch ungestört seit Jahr und Tag.

Das öffentliche Gespräch hat sich offenkundig seit 2013/2014 schrittweise verändert. Im Februar 2013 gründete sich die AfD; Oktober 2013 DM; August 2014 „Wiederkehr der Hasardeure“ (Effenberger/Wimmer); Oktober 2014 Pegida; August 2015 Merkel: „Wir schaffen das„.

Was hat sich eigentlich geändert? Wer vermag eine Summe zu ziehen? („Aufklären heißt, die Summe aus Allem zu ziehen“ – sagte, sinngemäß zitiert, Lenin.)

Rückkehr des Nationalen. Das ist, wie ich meine, eine objektive Tendenz. (Weil die „Regime Change-Politik“=Installation der NWO allmählich an ihre Grenzen gekommen ist? – Die Entwicklungen in Syrien und in der Ukraine könnten so interpretiert werden.)

Nicht aber Rückkehr der Sozialen Frage. („Soziale Frage“ meint nicht sozialdemokratisches Genöle a la Wagenknecht oder „Kommunalismus“ und dergleichen, sondern Soziale Revolution.) „Soziale Revolution“ ist DAS  TABUTHEMA der letzten drei Jahrzehnte.

Am Nationalen kühlen sie alle ihr Mütchen.

Nur die meisten Linken kriegen dazu kaum ein vernünftiges Wort heraus. Nationaler Nihilismus hat bei ihnen Tradition – eine Blindheit, mit der die viel gescholtene DDR (alles in allem) nicht geschlagen war.

Nationale Demokraten im besten Sinne erheben ihre Stimme. Ich zähle mal Wimmer und Hörstel dazu (ohne besonders genau hinzuschauen). Werden sie wieder tendenziell an den Rand gedrängt?

Denn lauter und beängstigend zahlreich und vielgestaltig und „intellektuell aufgebaut“ (fast schon ein „Mini-Furor-Teutonicus“) sind die Stimmen der Geschichtsrevisionisten und Immer-mehr-und-offener-Nazi-Verherrlicher. Sie sind im „Gelben Forum“ zu finden und breiten sich auch in den Kommentarspalten von Blogs aus, die erkenntnis- und aufklärungsfördernd wirken (bzw., wie Saker 2.0, dies zumindest vorgeben) mal eher wenig gestört, wie im Blog Saker 2.0, (Hier mal ein Beispiel, einer solchen gegen den aggressiven Nationalismus gerichteten Störung, die es auch dort gab, die aber in den Folgekommentaren und durch das Eingreifen des Blogpolizisten zum Schweigen gebracht wurde.) mal konsequenter gestört, wie im Blog „Analitik“.

Im Blog „Parteibuch“– meine Hochachtung – kriegen sie bisher kein Bein auf den Boden.

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