Was beim Ostermarsch in Berlin kein Redner, keine Rednerin gesagt hat!

Mit meinem kleinen Bericht vom Berliner Ostermarsch „Traurig in Sevilla“ (So heißt eine CD von Hans-Eckardt Wenzel, auf der sich ab Minute 23 das gleichnamige Lied befindet.)

habe ich nicht zuletzt mein Gefühl der Frustration ausgedrückt.

Nur vordergründig ist das Enttäuschung darüber, dass so Wenige kommen. Es ist auch Verärgerung darüber, dass diejenigen, die auf der Kundgebung reden „Zuspitzung vermeiden“. Was meine ich damit?

Böse und direkt gesagt: Sie sind Friedenswünscher, die konkrete, zielgenaue politische Forderungen vermeiden. Sie reden Friedensworte, die schon längst, wie sie selbst sagen, „Asche in ihren Mündern“ sind. Ist es befriedigend, sich mit einem solchen friedenswünschenden Ritual zu begnügen? Und ist diese Genügsamkeit Zufall?

Nein, es ist kein Zufall! Sie, etablierte Friedensbewegte, wehren sich mit Händen und Füßen dagegen, den notwendigen politischen Stoß auszuführen. Welchen politischen Stoß? Das erläutert Fee Strieffler von „Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein“:

Liebe Freunde, 

Will man eine  in der Sache  korrekte Forderung stellen,  die  den  vertraglichen Möglichkeiten  entspricht,  dann muss es heißen :

NATO raus aus Deutschland  –  Deutschland raus aus der NATO 

Selbst bei einem Austritt Deutschlands aus der NATO…. wären die  US-Truppen immer noch in Deutschland! Es wäre nichts gewonnen. 

Die haben einen von der NATO unabhängigen,  einen separaten  Stationierungsvertrag mit der Bundesrepublik Deutschland. 

Step 1:   Stationierungsvertrag kündigen.  Kann von jedem Vertragspartner  gekündigt werden.  Kündigungsfrist 2 Jahre. 

Step 2:   Austritt aus der NATO  erklären. Kann jedes Mitglied  der NATO  schriftlich der NATO mitteilen.

Sinnvoll  wäre  die Kündigung  bei der Kündigungsfrist von  1 Jahr,  ein Jahr nach  Kündigung des Stationierungsvertrages. Wer die US- Truppen  daran hindern will, weiter über ihre Basen in Deutschland IHRE Kriege zu führen, hat nur diese Möglichkeit

Raus aus der NATO  …… nutzt für Deutschland gar nichts. Selbst wenn, wie in der Konfernz von Florenz gefordert, noch mehr  Mitglieder in der EU aus der NATO austreten würden, blieben  den US-Militärs IHRE  Basen in Deutschland immer noch für IHRE strategischen Interessen  erhalten.  

Denn Deutschland hat einen separaten Stationierungsvertrag mit den USA. 

Seit wir uns getroffen haben, verbreite ich diese  abgesprochene Zwei-Schritt- Forderung offensiv  im Netz. Sehr viele Leute verstehen die Logik DIESER  Forderung. Denn: Beide  Forderungen sind laut den  Verträgen möglich  und umsetzbar. 

Alles andere ist  leider  nur  Zeit- und  Energieverschwendung. Überlegt doch bitte noch mal.  Danke.   

Friedliche Grüße, 

Fee Strieffler 

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Vor 149 Jahren wurde Wladimir Iljitsch Lenin geboren.

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Sri Lanka

Wie viel hundert Millionen werden die Oligarchen jetzt spenden?

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Traurig in Sevilla (Wenzel)

Wir gingen zum Ostermarsch. Zu dritt. Wir fuhren von Oranienburg nach Berlin. Es würden nicht viele kommen. Obwohl doch viele, viele Zehntausend, eigentlich Hunderttausende für den bedrohten Frieden eintreten müssten. Vor dem traditionsreichen Theater hatte sich eine überschaubare Menge versammelt. 1000 Leute? Ein großes Sammelsurium von Organisationszeichen war zu sehen, auch etliche von Aufstehen. Es wurde geredet. Die Verstärkeranlage war schwach. Auch wer in der Nähe stand, konnte nicht alles verstehen. Die Redner sagten, dass ihnen die Worte wie Asche im Mund seien. Ein alt gewordener Liedermacher sang sein altes Lied. Ich traf einige Freunde und viele Bekannte. Ich erwarte mit Schrecken den Tag einer berlinweiten Demo, bei der ich nur noch Bekannte treffe. Ich teilte Informationszettel aus und nahm Informationszettel entgegen. Dann gingen wir durch die Straßen. Teils bildeten sich sehr große Abstände, so dass der Zug imponierend lang aber irritierend dünn wurde. An etlichen Straßenkaffees vorbeikommend, legte ich den Leuten Informationszettel – „Ostergeschenke“ – auf ihre Tische. Viele bedankten sich. Wir trugen unser Transparent und achteten darauf, dass der Stoff nicht schlapp durchhing. Es wurde unglaublich viel fotografiert und gefilmt. Manche Demoteilnehmer beeindruckten mich. Eine junge Frau, an deren Seite ein Blinder ging (offenbar ein Migrant), hielt die ganze Zeit mit schlanken, nackten Armen ein handgemaltes Schild hoch erhoben, dass auf die verderbliche Rolle der Geheimdienste aufmerksam machte. Wäre ein Diogenes aufgetaucht, mit der Laterne in der Hand, ich hätte mich nicht gewundert. Auch der Satz von Brecht von den Unverzichtbaren fiel mir wieder ein. Die Abschlusskundgebung empfand ich als zwiespältig. Ein Chilene, vorgestellt als in Viktor Jaras Tradition stehend, spielte auf der Gitarre und sang; natürlich auf spanisch, in der Solidaritätssprache meiner jungen Jahre.  Er spiele ein längeres, ziemlich kompliziertes, meditatives Stück. Es war wohl gute Musik, passte dort aber überhaupt nicht. Die Abschlussrede erschien mir als unerträglich lang. Vielen Anderen wohl auch. Die Menge wurde unaufhaltsam zum Häuflein. Die Rednerin sagte, dass sie immer wieder die Asche in ihrem Mund verspüre. Sie wiederholte, in wohlgesetzten Worten, was alle wussten und teilten. Zuspitzungen wusste sie zu vermeiden. Sie war blond und von Kopf bis Fuß rot gekleidet. Ich wunderte mich, dass die Leute um mich herum, obwohl kaum zuhörend, immer an den richtigen Stellen klatschten. Mich hat der Abschluss ermüdet und etwas ärgerlich gemacht. Mein Mit-Transparentträger wollte das nicht teilen. So stritten wir uns zum Schluss. Zu Hause verkündete ich, dass ich nach meinem 80. Geburtstag endgültig zu keiner Demo mehr gehen würde. Danach aber schränkte ich ein, dass aus besonderem Anlass vielleicht nochmal ’ne Ausnahme möglich wäre. Dann also definitiv nach dem 90.?

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Gelbwesten Akt XXIII. Kämpferische Stimmung in Paris.

Das Volk macht die Frontlinie zwischen Volksprotest und staatlicher Gewalt sichtbar.

Die Realität wird kenntlich.

EIN Medium informiert.

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„Klima retten! – Ich bin dabei!“ sagte die Salzgitter AG – Update

und stellte eine imposante (virtuelle) Anlage auf die Hannover Messe.

Stahl kochen ohne Koks, ohne Kohle, ohne Öl, ohne Gas!

Alles kein Problem mit Sonne, Wind und Wasserstoff.

Dem deutschen Ingenieur ist nichts zu schwör. Hauptsache Michel zahlt. 1,3 Mrd bis 2025, dann nochmal 2, 3, 4 Mrd Forschung und Entwicklung.

Klimakrise  = Goldgrube – lautet die Formel die Bosse.

———————-Update 20.4.:

„Wir retten mit!“ – sagt die Flugzeugindustrie.

Fliegen ohne Kohle, ohne Gas. „Wir müssen an Wasserstoff denken.“ Wieviel Mrd sie haben wollen, verschweigen sie diskret. Keinesfalls Flugbenzin besteuern!

 

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Ist das Vernünftige schlimm, weil es ein AfD-Politiker sagt?

Was er sagt, ist vernünftig.

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