Fundstück – 25.5.2017 – Trump in Riad

„Wir sind nicht hier um zu konferieren, wir sind nicht hier um anderen zu sagen, wie sie zu leben, zu handeln, zu lernen oder anzubeten haben. Stattdessen sind wir hier um eine Partnerschaft anzubieten – gegründet auf gemeinsamen Interessen und Werten – mit dem Ziel eine für uns alle bessere Zukunft zu erreichen.

(…) Das ist eine Wahl zwischen zwei Zukunftsperspektiven – und das ist eine Wahl, welche Amerika nicht für Euch treffen kann. Eine bessere Zukunft für uns alle ist nur möglich, wenn Eure Staaten die Terroristen und Extremisten ausgrenzen. Vertreibt sie aus euren Kultstätten. Vertreibt sie aus euren Gemeinschaften. Vertreibt sie von eurem heiligen Boden. Vertreibt sie von unserer Erde.

Von unserer Seite aus, ist Amerika entschlossen seine Strategien anzupassen, um der Entwicklung der Bedrohung und den neuen Fakten entgegen zu treten. Wir werden die Strategien, die nicht funktioniert haben, eliminieren, und wir werden neue, durch Erfahrung und Begutachtung erleuchtete Vorgehensweisen einsetzen. Wir werden prinzipiell einen in gemeinsamen Werten und gemeinsam geteilten Interessen verankerten Realismus anwenden.

(…) Die religösen Verantwortlichen müssen dies absolut klarstellen: Die Barbarei wird euch keinerlei Ruhm bringen – die Devotion gegenüber dem Bösen wird euch keinerlei Würde bringen. Wenn Ihr den Weg des Terrors wählt, wird euer Leben leer sein, euer leben wird kurz sein, und eure Seele wird verdammt sein.“

(Quelle)

Dazu diese weitere Information.

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„Mutti Merkel“ landet einen Brüller!

Ich hatte auch gehört, was die Dame gesagt hatte und wollte mich gerade an ein passendes Posting machen. Da sehe ich, dass das Andreas Schlüter – WiPoKuLi – schon bestens erledigt hat. Dankbar übernehme ich seinen kompletten Beitrag (zur besseren Kenntlichkeit in Kursivschrift gesetzt; mit besonderem Dank auch deshalb, weil Andreas nicht nur die heutigen und damaligen christlichen Menschenverächter und Menschenschinder anprangert, sondern dabei zugleich den Dominikanermönch und kämpferischen Humanisten Bartolomé de Las Casas (1484-1566) würdigt).

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Heute auf dem Evangelischen Kirchentag: die Kanzlerin sitzt mit Obama (I have a drone) auf dem Podium und schlägt “eine historische Brücke” davon berichtend, dass nicht nur die Reformation 500 Jahre her sei, sondern ja auch kurz vorher Kolumbus nach Amerika gelangt sei. Dann landet sie den Kracher: “damals begannen unsere guten Beziehungen mit Amerika”. Was wohl die indigenen Völker Amerikas dazu sagen? Auf einem Bild aus de_Las_Casas´Werk werden ihre Vorfahren gerade „geräuchert“ und ihre Kinder an der Wand zerschmettert!gemetzel-2

Da war der Drohnen-Präsident (um nicht zu sagen “Drohnen-Mörder”) sowie Libyen- und Syrien-Zerstörer bei seinem Geschwafel von Verantwortung doch noch eine winzige Nuance subtiler! Ich muss die Frage stellen: hat Merkel sich schon auf „Trump-Niveau“ eingestellt, oder werden wir von einer geschichtsvergessenen Idiotin regiert?

Zu Andreas Schlussfrage: Ich halte Merkel für machtrational genug, dass sie – kalkulierend, dass ihr kaum jemand mit historischem Bewusstsein zuhört – auf den „originellen Scherz“ nicht verzichten wollte.

Ebenso wahrscheinlich aber könnte eine andere Erklärung sein: Merkel hat einen christlich-protestantischen Bildungshintergrund, der bekanntlich ein Halbbildungshintergrund ist, und mit „dem besten Gewissen“ das reproduziert, was als struktureller Zynismus der christlichen Großkirchen bezeichnet werden kann.

Jenseits der hier berührten „Merkelfrage“ halte ich noch die folgende Feststellung für angebracht: Hier wird ein weiteres Mal sichtbar (blitzt im Bruchteil einer historischen Sekunde auf) die intime Nähe der „modernen“, „wertebasierten“, „postfaktischen“ usw. bürgerlich-imperialistischen Demokratie zum Faschismus. Die „bewundernswerte“ Frau Merkel gesellt sich damit als dritte Heroine zu Albright (500’000 Tote Kinder waren den Preis wert) und Clinton („We Came, We Saw, He Died“). Willkommen im Klub!

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Feuerlinien

Als Putin seine Idee einer multipolaren Welt vorstellte, wurden Hoffnungen geweckt. Nicht mehr das Diktat der einen Macht, die borniert genug ist, sich zur exzeptionellen zu erklären! Die Mächte würden ihre wechselseitigen Interessen benennen, abwägen und schrittweise allseits förderliche, von Anerkennung und Achtung geprägte  Kooperationsbeziehungen aufbauen.

Seitdem ist etwa ein Jahrzehnt vergangen. Die Erosion der Macht des atlantischen Imperialismus mit dem Kern USA vollzieht sich vor unseren Augen, und zugleich haben sich mehrere Pole in der Welt herausgebildet und festigen sich.

Es scheint, dass wir uns in der Epoche des Übergangs zu einer multipolaren Welt verschiedener Ausprägungen der kapitalistischen Produktionsweise befinden. Dass diese Epoche durch volle Geltung des Völkerrechts, durch mehr Humanität und umfassend verwirklichte Menschenrechte charakterisiert wird, hoffe ich; mit wenig Glauben.

Der „westliche“ Imperialismus erscheint mir weiterhin stark genug, auch in den neuartigen multipolaren Kräftebeziehungen ein Höchstmaß an Unterdrückung und Ausbeutung zu behaupten und zugleich sehe ich keine ausreichende Sicherheit, dass „neue Mächte“, wie Russland und China (die kapitalistische sind), niemals imperialistische Ambitionen entwickeln könnten.*

Vielleicht wird die genannte Epoche diejenige sein, die den modernen Krieg aller gegen alle führbar macht. Kündigen nicht diese Meldung oder diese solche großen Feuerlinien der Zukunft an?

Mit Sicherheit könnte das nur dadurch verhindert werden, dass die soziale Revolution wieder auf die Tagesordnung gesetzt wird. Doch dieser Gedanke schreckt mehr als das Weihwasser den Teufel. „Revolution ist das Allerschlimmste“, haben Massen von Menschen verinnerlicht. Dafür würden sie niemals eine Hand rühren. „Unser Realsozialismus war doch, trotz allem, eine historische Errungenschaft“, sagen die Anderen. „Nie lassen wir uns die Erinnerung an unseren Roh-Sozialismus beschmutzen“ -und so bleiben auch ihre Köpfe verschlossen und ihre Hände gefesselt, ohne die es keine neue Revolution geben kann.

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*Wie ich höre, haben kluge Menschen untersucht, wie insgeheim mächtig sozialistisch China doch sei. Dort einfach von Kapitalismus zu reden, sei abwegig. Ich freue mich schon darauf, diese Materialien kennen zu lernen. Ungeachtet dessen, stelle ich mir vor, wie ebenfalls hilfreich die andere Untersuchung wäre, diejenige, die aufdeckt, wie himmelweit vom Sozialismus entfernt China ist.

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Das gute Gefühl des Gärtners

Mehr als 100 verschiedene Pflanzen habe ich in den letzten Tagen ihrem Lebensraum anvertraut. Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini, Physalis, diverse Kohlarten, Stangenbohnen, Kartoffeln, sogar Topinambur. (Mrs. Tapirs Revier sind die Blumen.)  Dabei war etwas von – nein, nicht Gottesdienst aber etwas von einem „Dienst am Leben“. Befreundete Gärtnerinnen sagten, sie hätten in diesem Jahr schon die dritte Pflanzung vorgenommen. Das ist mir nicht passiert. „Entschleunigt“ habe ich keinen Termindruck. Warum sollte ich papiernen Pflanzempfehlungen folgen, wenn das Thermometer penetrant bei Nachttemperaturen von 1°C verharrt?

Pflanzen heißt nicht irgendwelche Gewächse in die Erde stopfen.

Die Beete sind, wo nötig (Vieles pflanze ich in große Töpfe.) vom Kartoffelanbau des Vorjahres gar. Kompost wird aufbereitet. Die Jungpflanzen durften noch einmal reichlich Wasser ziehen. Vorbereitete Pflanzlöcher. Hornspäne, Holzasche ins Umfeld eingearbeitet, Urgesteinsmehl dazu. Pflanzung in der Tiefe oder Höhe, wie die jeweilige Art es liebt. Ritual des Angießens (natürlich ist das Wasser temperiert). Schneckenkorn nicht vergessen. Mulchschicht. Dieses Jahr habe ich erstmals Gemüsefließ über Kohl und Kartoffeln ausgebreitet.

Jetzt, zwei Tage später, sehe ich, wie die Tomaten „durchstarten“. Könnte sein, dass ich wieder ein wenig überdüngt habe. Die ersten Geiztriebe muss ich aus den Blattachseln entfernen.

Sind alles nur kleine Pflänzchen. Doch sie spüren meine sorgende Hand. Und sie danken es mir. Ich habe Leben verstanden und kriege das bestätigt. Das wiegt viel. Und Vieles auf.

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Frage

Ist es möglich, aus unbekannten Gesichtern das Inferiore, eigentlich das Entsetzliche herauszulesen?

Begegnen uns Reptilien-Antlitze? Also: „Mir graut’s vor dir.“

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Trump

Wir erleben das erbitterte Ringen um die Entscheidung, ob die Strategie der „NWO“, also des Weltdiktats des US-amerikanischen Imperialismus (+ engste imperialistische Verbündete) oder ob die Strategie der „Multipolaren Weltordnung“, die vor allem von China und Russland vorangetrieben wird, die Zukunft der Welt bestimmt.

„Eigentlich“, „im Prinzip“, ist diese Entscheidung bereits gefallen. Aber sie ist noch nicht zur unangefochtenen Tatsache geworden.

Kernzone des Kampfes sind die USA. Den Kampf zu entscheiden, verlangt eine Art Revolution. Trumps Funktion ist es, diese historische Aufgabe, die „Revolution von oben“, durchzuführen. Es wird alles getan, um ihn zu vernichten.

Die Hauptkräfte des deutschen Imperialismus sind mit dem extrem reaktionären Flügel des USA-Imperialismus (dem USA-Allmachts-Flügel, der nichts anderes ist als eine zeitgemäße, poppige-antifa-Form des Faschismus) fest verbündet. Bei alldem hat der deutsche Imperialismus seine sogenannte deutsche Zivilgesellschaft (zu der viel linker Restmüll gehört) voll und ganz im Griff.

(Ergänzend mag mensch gern diesen Beitrag lesen.)

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Guten Appetit!

Anscheinend speisen sie genau das Gleiche. Oder gab es nur Einheitsessen? (Quelle)

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