Schluss mit der NATO-Kriegspolitik! Ehrliche Kooperation mit Russland und China!

Leben in Frieden braucht

EntNATOfizierung!

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Fundstücke: Türkei – NATO – USA

Der Terroranschlag in Istanbul, die Reaktionen der Türkei und die (Nicht-)Reaktion der USA darauf. Beachtlich analysiert beim Saker und dokumentiert von rt.

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Sterblichkeit in Deutschland in Zeiten von Corona

Das Bundesamt für Statistik stellt die Daten bereit. Sie werden laufend aktualisiert.

Hier Tabelle 1 mit den Daten (Rohdaten) der Jahre 2013 bis 2022*, wobei ich die Daten für 2022 auf der Basis der z. Z. bis 13.11.2022 vorliegenden Daten geschätzt/extrapoliert habe.

*Eine Erläuterung:
Diese Daten der Sterbefälle differieren mit den Daten, die ich am 16.11.22 verwendet habe. Die Differenz kommt dadurch zustande, dass die oben verlinkte Tabelle von destatis unterschiedliche Werte für die Jahressummen liefert, je nachdem ob diese auf Basis der Tages-, der Wochen- oder der Monatsangaben ermittelt werden. Ich kann diese Differenzen nicht erklären. Am meisten plausibel erscheinen mir die Summen auf Tagesbasis, weshalb ich diese ab jetzt verwende.

JahrSterbefälle
20221.049.483
20211.023.687
2020985.572
2019939.520
2018954.874
2017932.263
2016910.899
2015925 200
2014868 356
2013893 825

Meinen Überlegungen vom 16.11.22 folgend (Posting: „Über Sterblichkeit“) lege ich den Analysen der Jahre 2020 bis 2022 den Mittelwert der Jahre 2017 bis 2019 als Basiswert zugrunde. Er beträgt 942.219 Fälle. Diesen Mittelwert gleich 100% gesetzt, ergeben die Rohdaten die folgenden Prozentwerte der Sterblichkeitsentwicklung:
2020 – 104,60
2021 – 108,65
2022 – 111,38.

Ausgewiesen wird eine wachsende Übersterblichkeit … als Ergebnis einer Milchmädchenrechnung.
Der Fehler besteht darin, dass die Sterbefälle nicht auf die sich verändernde Bevölkerungszahl bezogen wurden. Wachsende Bevölkerung führt zu mehr Sterbefällen. In der folgenden Tabelle 2 wird den Sterbefällen die Bevölkerungszahl gegenübergestellt und daraus der vergleichbare Wert „Sterbefälle je 100.000 Menschen“ berechnet:

JahrSterbefälleBevölkerungSterbef. je 100.000
20221.049.48384.100.0001.247,90
20211.023.68783.237.1241.229,84
2020985.57283.155.0311.185,22
2019939.52083.166.7111.129,68
2018954.87483.019.2131.150,18
2017932.26382.792.3511.126,03
2016910.89982.521.6531.103,83
2015925 20082.175.6841.125,88
2014868 35681.197.5371.069,44
2013893 82580.767.4631.106,66

In gleicher Weise wie bei Tabelle 1 wird der Mittelwert aus 2017-2019 als 100% gesetzt. Er beträgt 1135,3 Sterbefälle je 100.000 Einwohner. Aus den so korrigierten Rohdaten ergeben sich die folgenden Prozentwerte der Sterblichkeitsentwicklung:
2020 – 104,40
2021 – 108,33
2022 – 109,92.

Auch die so korrigierte Analyse weist eine wachsende Übersterblichkeit in den Jahren 2020 bis 2022 aus, wobei sich zumindest für die Jahre 2020 und 2021 nur minimale Korrekturen ergeben. (Das ist plausibel, weil sich die Bevölkerungszahl 2020 und 2021 nur geringfügig verändert hat.)

Weitere mehr oder weniger bedeutende Korrekturfaktoren sind zu beachten, etwa höhere Sterblichkeit an Hitzetagen oder ein zusätzlicher Tag im Schaltjahr 2020.
Von bedeutendem Einfluss ist der Faktor Altersstruktur der Bevölkerung. Das verdeutlicht Tabelle 3. Sie weist am Beispiel des Jahres 2021 die Sterbefälle je 100.000 differenziert nach Altersstufen aus.

Jahr 2021
AltersstufenSterbefälleBevölkerungSterbef. je 100.000
0-307.30225.891.58228,20
30-352 6705.606.17547,63
35-404 1425.302.78578,11
40-456 1755.039.686122,53
45-509 9205.030.154197,21
50-5521 1466.463.921327,14
55-6038 2046.772.802564,08
60-6554 7815.755.329951,83
65-7072 0004.819.1671.494,03
70-7589 0313.874.4532.297,90
75-80115 8083.338.6803.468,68
80-85203 8872.716.9467.504,27
85-90194 1542.625.444**15.182,99
90-95143 076
95 u. mehr61 391
gesamt1 023 68783 237 124
** 85 und mehr

Die Tabelle veranschaulicht, dass in der Altersstufe 0-30 Jahre (Sie zählt knapp 26 Mio Menschen.) nur etwas mehr als 28 Personen pro 100.000 Personen starben, also weniger als 0,03%. Umgekehrt starben in der Gruppe der Menschen, die im Jahr 2021 85 Jahre oder älter waren, mehr als 15.000 Personen von 100.000, also mehr als 15%.
Auch die Gruppe der 80- bis 85-jährigen trug mit 7,5% weit überdurchschnittlich zur Sterblichkeit bei.

Dass alte und sehr alte Menschen weit häufiger sterben als junge, ist nicht überraschend. Überraschend und unerwartet scheint aber für manche Betrachter zu sein, wie stark sich die jährliche Dynamik der Altersstruktur der Bevölkerung in den Sterblichkeitszahlen niederschlägt.
Erhöht sich der Anteil der über 85-jährigen an der Bevölkerung um 100.000 Personen sind unter sonst gleichen Bedingungen rund 15.000 Sterbefälle mehr zu erwarten.
Auch in der Gruppe der 8o- bis 85-jährigen würde ein Zuwachs um 100.000 Personen mit etwa 7500 zusätzlichen Sterbefällen in der Statistik erscheinen.

Die Frage ist also, ob und wenn ja in welchem Maße die in den Tabellen 1 und 2 ausgewiesene Übersterblichkeit durch eine Zunahme der Altersgruppen 80 Jahre und älter verursacht ist. Dazu einige Angaben in den Tabellen 4a und 4b. Tab 4a enthält die Altersgruppe der 80-85-jährigen, 4b die über 85-jährigen:

Tab 4a, Altersstufe 80-85-jährige
JahrAnzahl der PersonenSterbefälleSterbef. je 100.000
2022
20212.716.946203.8877.504,27
20202.612.043194.7957.457,57
20192.479.935181.4397.316,28
20182.350.367176.6887.517,46
20172.171.412165.3427.614,49
Mw. 17-192.333.905174.4907.476,30

Gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2017 bis 2019 hat sich die Anzahl der 80-85-jährigen im Jahr 2020 um 278.138 erhöht. Diese Erhöhung steht für eine Erhöhung der Sterbefälle von
7.457*2,78=20.7332 Personen. Die weiter um mehr als 100.000 gestiegene Personenzahl im Jahr 2021 erklärt weitere rund 7500 Sterbefälle.
Somit erklärt die zahlenmäßige Zunahme der 80- bis 85-jährigen zu einem erheblichen Teil die in den Tabellen 1 und 2 ausgewiesene Übersterblichkeit.

Tab 4b, Altersstufe 85-jährige und mehr
JahrAnzahl der PersonenSterbefälleSterbef. je 100.000
2022
20212.625.444398.62115.182,99
20202.505.932383.70415.311,83
20192.386.854354.05514.833,54
20182.277.509360.20715.815,83
20172.265.473352.46615.558,16
Mw 17-192.309.945355.57615.393,26

Gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2017 bis 2019 hat sich die Anzahl der 85-jährigen und noch Älteren im Jahr 2020 um 195.987 erhöht. Diese Erhöhung steht für eine Erhöhung der Sterbefälle von
15.311*1,96=30.011 Personen. Die weiter um 120.000 gestiegene Personenzahl im Jahr 2021 erklärt weitere rund 18.000 Sterbefälle.
Somit erklärt die zahlenmäßige Zunahme der 85-jährigen und Älteren zu einem erheblichen Teil die in den Tabellen 1 und 2 ausgewiesene Übersterblichkeit.

Zusammenfassend stelle ich fest, dass gegenüber dem Mittelwert der Sterbefälle aus den Jahren 2017 bis 2019 von 942.219 die Zunahme der Menschen über 80 Jahre, die im Jahr 2020 rund 470.000 Personen erreicht, etwa 50.000 zusätzliche Sterbefälle im Jahr 2020 erklärt. Tatsächlich nahmen die Sterbefälle 2020 aber nur um 42.000 zu.

Das Coronajahr 2020 ist in Deutschland nicht durch Übersterblichkeit, sondern durch eine leichte Untersterblichkeit gekennzeichnet.

Soviel für heute.
Die aufbereiteten Daten erlauben auch Aussagen für 2021 und in Kürze auch für 2022.

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MICHAEL BALLWEG!

ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG

Du bist an einem dunklen Ort
Und doch erreicht Dich jedes Wort
All das, was wir Dir wünschen, sag mal, spürst Du‘s?
Wir stehen zu Dir, egal, was ist
Sei sicher, Du wirst sehr vermisst
Wir wünschen Dir von Herzen Alles Gute

Alles Gute zum Geburtstag
Alles Gute, Alles Gute

Bestimmt ist da eine Kraft im Feld
Die irgendwann Deinen Tag erhellt
Bis dahin mußt Du stark sein und das tust Du
Dein Ehrentag – nun ist er da
In diesem ganz besonderen Jahr
Wir wünschen Dir von Herzen Alles Gute

Alles Gute zum Geburtstag
Alles Gute, Alles Gute
Alles Gute zum Geburtstag
Alles Gute, Alles Gute

Originalsong: Hallelujah von Leonard Cohen
Text: Nathalie Brink von Alien’s Best Friend (Nathalie Brink und Christian Lotte)

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Hitzefaktor Mensch

Dass der Mensch die Erderhitzung betreibt, wissen alle Kinder der bedauernswerten letzten Generation.

Da auch die Mond-Klimatologie unerbittlich voranschreitet, ist jetzt klar geworden, dass auch die Monderhitzung menschengemacht ist (Quelle: Fachpublikation via: Focus).

Die Mars-Klimatologie hängt mit Studien und überzeugenden Computermodellen noch hinterher. Aber Vieles spricht dafür, dass sich auch die Marserhitzung als menschengemacht erweisen wird.

Der Mensch als Hitzefaktor ist überlebt. Bietet der Transhumanismus die Lösung?

Nur kalt ist der Mensch gut!

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Dunkelflaute

So sieht der deutsche Strommix heute aus (Quelle).

Den Strom, den wir heute bei „konsequenter Dekarbonisierung“ (Habeck), also ohne Kohle, Erdöl und Gas gehabt hätten, kann man mit der Lupe suchen.

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Ein weggeworfenes Leben

Der 21-jährige Trent Davis aus Kansas war Spezialist für Chemieoperationen in der US-Armee. Seinen Dienstvertrag als Gefreiter ohne Einsätze beendete er im vergangenen Dezember, wie Madison Bonzo, Sprecherin der US-Armee, mitteilte.

Nachdem Davis das Militär verlassen hatte, suchte er Arbeit, fand aber nichts Befriedigendes, sagte seine Familie. Dann brach der Krieg in der Ukraine aus. Obwohl er seinen Job als CBRN-Spezialist während seines Dienstes genossen hatte, war er manchmal frustriert, dass er nie die Gelegenheit hatte, vieles von dem, was er gelernt hatte, in der realen Welt anzuwenden, sagte seine Freundin Seraphine Eyres.

Im März 2022 reiste er erstmals in die Ukraine. Er landete in der georgischen Legion, aber aufgrund mangelnder Kampferfahrung wurde der Amerikaner nach Hause geschickt und durfte nicht an die Front gehen.

Doch beim zweiten Versuch im Herbst konnte sich der Amerikaner in die Fremdenlegion der Streitkräfte der Ukraine einschreiben, worauf er laut seinem Vater sehr stolz war.

„Er sah mir direkt in die Augen und sagte, er sei unbesiegbar“, sagte sein Vater, Christopher Davis, über seinen verspielten, aber sturen Sohn. „Er hatte das Selbstvertrauen eines jungen Mannes. Er hat es geglaubt und er hat mich dazu gebracht, es zu glauben. Als Kriegsveteran, der 21 Jahre in der US-Armee verbracht hat, hätte ich es besser wissen müssen“, sagte Davis Sr. „Der Feind bekommt eine Stimme, egal was du vorhast.“

Am 4. November, ein paar Wochen nachdem er aus den USA in die Ukraine zurückgekehrt war, wo er einige Monate zu Hause mit seinen Lieben verbracht hatte, rief er seine Mutter an, um ihr die gute Nachricht zu überbringen – er unterzeichnete einen Vertrag und war nun offiziell Teil der Internationalen Legion. Davis sei überglücklich gewesen, sagte sie in einem Interview mit der Military Times. Er sagte ihr, dass er bald aufbrechen werde, um sich der Gegenoffensive im Süden der Ukraine anzuschließen.

„Er wollte seinen Teil dazu beitragen, Kinder in eine sicherere Welt zu bringen, selbst wenn er dafür sein Leben opfern könnte“, sagte Janie Broadbent, seine Mutter. „Er sagte, Russen seien ziemliche Tyrannen, und er wollte den Menschen nur helfen.“ Deshalb sei er in die Ukraine gegangen, nicht einmal, sondern zweimal.

Aber die romantischen Vorstellungen über den Krieg wurden von der harten Realität zerschlagen. Trent Davis wurde vier Tage nach dem 4. November 2022 in der ersten Schlacht schwer verletzt. Er starb, als er in ein Feldlazarett evakuiert wurde.

Quelle: Army Times via aftershock

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Игорь Растеряев. Рожок.

Text, maschinell übersetzt, leicht korrigiert:


Das Horn

Das Horn hat uns morgens geweckt
Nicht gut, nicht gut
Zu wissen, es ruft in eine andere Richtung
Vergiss Pflug und Egge
Kämpfe, kämpfe den deutschen Krieg.

Unsere Säbel allen deutschen Übeln
Hier gehen wir zwischen den Feldern,
Und hinter dem Pfad flattert eine Nachtigall.
Alles erzählt von zu Hause
Alles singt uns von Khoper, Medveditsa und Don.

Irgendwo trifft mich die Kugel
In einer Stunde, in einem Jahr,
Und niemand in der Umgebung wird es verstehen
Dass nicht ich in die Ähren gefallen bin
Nicht ich… die Welt ist in Stücke gerissen.

Ich werde auf einer Wolke sitzen
Ja, von dort schau ich aus
Wie unten Leben und Tod kämpfen
Wie eine andere Musik brennt
Wie auf freiem Feld das Horn von neuem schreit.

Das Horn hat uns morgens geweckt
Nicht gut, nicht gut
Zu wissen, es ruft in eine andere Richtung
Vergiss Pflug und Egge
Kämpfe, kämpfe den deutschen Krieg.

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Null-Covid ohne Ende

Wie soll aus der Kleinen in dieser Umgebung je ein normaler Mensch werden?

Quelle

„In den sozialen Medien verbreitete Videos zeigen Wanderarbeiter in der südchinesischen Stadt Guangzhou, die am 14. November 2022 inmitten anhaltender Sperren und eines starken Anstiegs der Covid-19-Fälle einen seltenen Protest veranstalten.“

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Zeitreise – das persönliche Geschichtsfenster

„Was ich besitze, seh ich wie im Weiten,
Und was verschwand, wird mir zu Wirklichkeiten.“
Goethe, Faust I, Zueignung

Der Mensch, über Erlebtes nachdenkend, hat selten mehr als 20 Jahre im Blick; 20 oder 25 Jahre zurück, ebenso viele voraus. Früher nannte man das den Zeitraum von Generationen. Als solcher bleibt er in gewissem Sinne gegenwärtig, dem Gedächtnis unmittelbar verfügbar. Was darüber hinaus reicht, verlangt Bemühung.

Natürlich vermag der Mensch auch längere Zeiträume zu bedenken. Namentlich der alte Mensch, wenn er an Kindheit und Jugend zurück denkt, geht 60, 70, ja 80 Jahre in die Vergangenheit. Je weiter zurück, umso persönlicher, begrenzter ist das Erinnerte. Komplexe unmittelbare Erinnerungen an das gesellschaftliche System sind eher die Ausnahme. Aber nachträglich können solche persönlich erlebten Einzelheiten durchaus in das damalige gesellschaftliche System eingeordnet werden. Das ist eine Form der bewussten Aneignung, die zu einem besonderen persönlich-geschichtlichen Wert führen kann. So kann eine Qualität entstehen, die Erfahrenes aus Sekundärquellen oft nicht erreicht.

Was ich feststelle, ist im Grunde ein Plädoyer für kleinfamiliär, großfamiliär und lokal vermitteltes lebendiges Leben als bedeutsamer Faktor der Persönlichkeitsentwicklung. In Deutschland mit seinen massiven Brüchen in allen familiären und intimen Lebenszusammenhängen seit etwa 1914, den letzten Tagen der Menschheit, herrscht ein Massendefizit dieser „Seite“ der Menschwerdung.

Man kann es als ein Defizit an Verwurzelung bezeichnen. Ich glaube, dass das manipulierbar macht.

Wer an Gedankenspielen interessiert ist, mag erwägen, dass die (denkbare) maximale Ausdehnung von persönlich erlebt Übermitteltem 220 Jahre und mehr betragen kann:
Mein Stief-Großvater war Jahrgang 1875. Er erzählte mir, dem etwa Achtjährigen, stolz, dass er am Viadukt Stadtilm (1892/93) mit gebaut hätte.

(Mein Vater (Bau-Ingenieur) musste natürlich Wasser in den Wein dieser Erzählung gießen, indem er mich aufklärte, dass „der Alte“ nur Kutscher war und nur Steine transportiert hatte.)

Gäbe es einen Anlass, dass ich diese Erzählung meinem Enkel, Urenkel oder dem sechsjährigen Nachbarsjungen heute weitergeben würde, so könnte sich dieser in 70, 80 Jahren daran erinnern (im Jahr 2100!), und so würde der Bogen gespannt vom letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bis zum ersten des 22. Jahrhunderts.
Nicht auszudenken, wenn mein Stief-Großvater davon berichtet hätte (ich konstruiere), dass sein Vater an der Niederschlagung der Pariser Kommune beteiligt war…

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Über Sterblichkeit

Übersterblichkeit beschäftigt uns.
Mir scheint es fast wichtiger, über Sterblichkeit mehr philosophisch nachzudenken. Unsere Zeit des radikalen neoliberalen Individualismus, der Neubelebung des Religiösen und der hybriden Kriege (einschließlich Eugenik?) gibt dazu reichlich Anlass.
Doch jetzt und hier soll es um Statistik und Sterblichkeit gehen, allenfalls noch um ein wenig Medizinsoziologie.

Mich interessiert primär Deutschland, und also stütze ich mich auf die Daten des Bundesamtes für Statistik. Wöchentlich wird über die Sterbefallzahlen berichtet und erscheint eine vorläufige Sonderauswertung mit den „Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen, Geschlecht und Bundesländern für Deutschland 2016 – 2022“.
Die vorläufigen Daten (ab 1. Januar 2022) werden laufend präzisiert und haben etwa sechs Wochen nach erstmaliger Nennung einen so hohen Genauigkeitsgrad, dass sie sich nur noch wenig ändern..
Die endgültigen Daten zu Sterbefallzahlen sind in der gleichen Form für die Berichtsjahre 2000 bis 2015 ebenfalls verfügbar.

Die oben bereits verlinkte Seite „Sterbefallzahlen“ enthält außerdem Links auf die offiziellen Zahlen von 16 europäischen Ländern, sowie auf die Seiten von Euromomo und Eurostat. Insbesondere Euromomo unterliegt nach meinem Verständnis mehreren Einschränkungen der Repräsentativität der Daten (besonders Deutschland betreffend), weshalb ich (zumal ich mich auf Deutschland beschränken will) auf diese Auswertungen verzichte.

In meine Betrachtung der Sterbedynamik werden weitere statistischen Quellen eingehen (u. a. Bevölkerungsentwicklung, Impfstatistik, Todesursachenstatistik, Geburtenstatistik), wobei exakte Vergleichbarkeit der Daten oft nicht gegeben ist und ich mit Annäherungen hantieren muss.

Mein Hauptinteresse richtet sich auf die Jahre 2020 (Coronajahr ohne Impfung) und 2021 und 2022 (Coronajahre mit Impfung).
Mit welchen Werten sollen diese Jahre verglichen werden? Wie werden die Basiswerte eines Vergleichs ermittelt? Es bietet sich an, den Mittelwert mehrerer Vorjahre zu bilden. Das deutsche Statistikamt nimmt den Mittelwert der Jahre 2016-2019 und berücksichtigt zudem Minima und Maxima. Aber warum diese Jahre und warum vier? Könnten nicht drei oder fünf Jahre ausgewählt werden? Oder gleich 20, wie es der Youtuber Alexander Raue macht bei seiner „Entdeckung“ einer Übersterblichkeit von 25%?
Wie verschiedene Basisjahre und damit Mittelwerte den Ausgangspunkt aller weiteren Berechnungen und damit letztlich die Ergebnisse beeinflussen können, veranschaulicht dies folgende Tabelle. Sie zeigt die Sterbezahlen der Jahre 2012 bis 2019 und aus ihnen errechnete Mittelwerte unterschiedlicher Jahresgruppen.

JahrGestorbeneMittelwertM. der Jahre
2019936772
2018952295
201792935193947317-19
201690630993118216-19
201592520092998515-19
201486835691971414-19
201389382591601513-19
201286958291021112-19

Je mehr weiter zurückliegende Jahre in die Mittelwertrechnung einbezogen werden, umso niedriger sind diese und, als Basiswert genommen, umso höher wird eine potentielle Übersterblichkeit der Jahre 2020 bis 2022 erscheinen. Das leistet Fehldeutungen Vorschub, denn je weiter die Jahre zurückliegen, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Zahlen durch dritte, unbekannte Faktoren bedingt sind.
Es ist deshalb wünschenswert, die Vergleichsbasis möglichst zeitnah an den zu vergleichenden Zeiträumen zu halten. Zugleich verbietet es sich, einfach das Jahr 2019 zum alleinigen Vergleichsjahr zu erheben, weil damit Zufälle genau dieses einen Jahres übergewichtig würden. Aus all diesen Überlegungen heraus habe ich mich entschieden, den Mittelwert der drei Jahre 2017 bis 2019 als Basiswert allen folgenden Vergleichen zugrunde zu legen.

In den nächsten Postings werde ich mich notwendigen Korrekturfaktoren zuwenden sowie der wenig beachteten Frage, welche Zeitperioden der bzw. des Jahre(s) betrachtet werden sollen.

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