Marktkonforme und marktradikale Psychiatrie im Mollathskandal

Folgen nun die Herren Richter,

Götzendiener, Geistvernichter,

fordern, daß man ihnen bringe

einen Mollath für die Zwinge.

*

Paar Gelehrte cool und heiter

rufen stolz als Anstaltsleiter

für die Zwangspsychiatrie

Freiheit und Democracy!

(nach Brecht)

*

Das Beste vom Besten, die „Creme de la Creme“ der deutschen Psychiatrie, habe man Herrn Mollath gegönnt, loben sich die Ministerinnen Merk (wortreich) und Haderthauer (wortkarg). Wenn Solches ein ministerieller Mund verkündet, dann ist Friede und Wohlgefallen angesagt. Der Beneidenswerte, so denkt mensch, ist behütet im Schoß wertfreier, subtiler, verantwortungsvoller Humanwissenschaft.

Auch auf die Gefahr der Wiederholung, werfe ich einen Blick zurück auf das viele gute Psychiatrische, das Gustl Mollath widerfuhr und wie es sich zum Besten entwickelte. Dabei werden die Quellen nicht im Detail nachgewiesen, Quelle generell ist die gustl-for-help-Seite.

1. Phase, in der man noch ohne „Creme“ auskam: Die scheidungswillige Noch-Ehe-Frau kontaktiert eine Psychiaterin Dr. Krach, worauf diese den Noch-Ehe-Mann für vermutlich geisteskrank erklärt. Ein Gericht zeigt sich alarmiert, beauftragt einen Psychiater Lippert, der sich über das abweisende Verhalten des Mannes ärgert und – auf Basis der Schreibens Dr. Krach („Aktenlage“) + immerhin Blickkontakt – einen Wahn vorläufig diagnostiziert. Das Gericht ist stärker alarmiert und leitet über zur

2. Phase, nunmehr mit gehoben Psychiatern (wenn man so will, „Creme“): Dr. Wörthmüller (zufällig aus dem gleichen Stall, wie Dr. Krach) verfügt über die „Aktenlage“ KrachLippert + über Mollath. Letzteres ist mehr unzutreffend als zutreffend, denn Dr. W. verfügt, wie alle system-/marktkonformen Psychiater nach ihm, zwar über die physische Existenz Mollaths, nicht aber über dessen Willen. Aus diesem Dilemma findet Dr. W. eine frappierende Lösung. Er erklärt sich für befangen und als so Qualifizierter hält er Mollath nicht nur tagelang unter Verschluß (Freiheitsberaubung), sondern sucht auch den nächsten gehobenen Psychiater für ihn aus. Und er produziert natürlich Akten. Das Gericht (Richter Eberl) ist stärker alarmiert denn je und beauftragt den vorgeschlagenen gehoben Psychiater Dr. Leipziger. Der verfügt über die „Aktenlage“ KrachLippertWörthmüller + über Mollath. Letzteres ist mehr unzutreffend als… usw. Die Kette der Deja-vu-Situationen reißt nicht ab; wir sind im Horrorfilm. Richter Eberl und Dr. Leipziger stecken Mollath für Wochen ins Gefängnis. Am Menschen Mollath kann Dr. Leipziger zwar nichts ausrichten. Aber bereitwillig produziert er Akten (unter Mitwirkung von Richter Eberl).

Das auf fast wundersame Weise (jetzt aber von Dr. Strate detailliert rekonstruiert) zuständig gewordene Ober-Gericht (Richter Brixner), das buchstäblich in einen Alarmhype versetzt wird, verfügt über die nunmehr reichhaltige „Aktenlage“ KrachLippertWörthmüllerLeipziger, die es kritisch würdigt und räumt den Fall endgültig, wie Richter Brixner meint, aus der Welt. Mollath wird der unendlichen Güte des Dr. Leipziger zugeordnet, der sich auf wackere Mitpsychiater = Aktenproduzenten stützt, etwa Dr. Zappe und offenbar mit der totalen Entmündigung seines Opfers befaßt ist. Das Amtsgericht Bayreuth hat jetzt eine „Aktenlage“ vor sich, die treffender als „Aktengebirge“ zu bezeichnen wäre, nämlich  KrachLippertWörthmüllerLeipzigerkritischwürdigenderBrixnerZappe, die es selbstverständlich kritisch würdigt, um Mollath danach (zunächst befristet) auf eine Endstation zu schicken, in den Hochsicherheitstrakt des BKH Straubing. Die Befristung wird bald aufgehoben. Weil die „Aktenlage“ es so will. Selbige hat jetzt dieses Aussehen: KrachLippertWörthmüllerLeipzigerkritischwürdigenderBrixnerZappekritischwürdigendesAmtsgerichtBayreuthunbekannterPsychiaterBKHBayreuth..

Die 2. Phase mit all der Psychiater- und Richtercreme ist schier endlos lang, doch plötzlich – man schreibt September/Oktober 2007 – scheint sie abzubrechen. Eine Richterin Fleischmann, ein Gutachter Simmerl treten auf den Plan. Geht der (viel zu reale) Spuk vorüber? Tritt eine Wende zum praktizierten Rechtsstaat ein? Spielt der Markt mit? Was will der Markt, der Markt, der bisher auf geheimnisvolle Weise die befassten Gerichte zu alarmieren und immer heftiger zu alarmieren vermochte?

Der Markt. Einkünfte sollen maximiert werden. Einfluß und Macht sollen maximiert werden. Seit 2007 wird offenkundig, daß der Markt die HRE auffrißt. Was Martin Maske in dieser Zeit treibt, ist unbekannt. Am 29.9.2008 gibt „der Steuerzahler“ der HRE Bürgschaft. (Am Ende werden es mehr als 100 Mrd. sein.) Ministerpräsident seit Oktober 2007 ist Günther Beckstein (bis Oktober 2008), Brixner ist noch nicht in Rente. Justizministerin ist Beate Merk, seit 2003. Im September 2008 sind Landtagswahlen in Bayern. Führende Funktionen in der CSU bekleiden in dieser Zeit Söder und Haderthauer. Haderthauer ist ab 30.9.2008 Ministerin. Eine turbulente Zeit für alle „öffentlich bekannten Personen“. Der CSU droht (und tritt ein) ihr schlechtestes Wahlergebnis. Die Steuerbetrügereien von 2002, 2003 sind noch nicht verjährt. Mindestens die 19 Wackeren, die 2013 mit einer Selbstanzeige überraschen werden, sind dringend interessiert, daß der Markt reibungslos funktioniere. Ein jetzt öffentlich auftretender Mollath, widerspenstiger denn je und mit brandheißen Skandalinformationen aus der Psychiatrie muß unbedingt verhindert werden. Da muß man gegen die WackelkandidatInnen Fleischmann und Simmerl klotzen. (Apropos „Wackelkandidaten“, weil Ironie manchmal nicht verstanden wird. Dies ist die Bezeichnung von der anderen Seite. Ich habe die größte Hochachtung vor den Menschen aus Justiz und Psychiatrie (etliche Namen werden kaum genannt), die gegen diesen Skandal aufgetreten sind!) Wer hat die Idee? Wer macht den Job? Wer holt die Creme de la Creme ins Geschäft? (Wie man das im Einzelnen juristisch bewerkstelligt hat, sollte mal jemand erzählen.)

3. Phase. Creme de la Creme. Juni 2008, Auftritt Psychiater Prof. Dr. Kröber aus Berlin; November 2011, Auftritt Psychiater Prof. Dr. Pfäfflin, Ulm. Das sind Herren mit Mega-Qualitäten:

1. Sie haben das sicherste Gespür für den Markt.

2. Sie gehören deutschlandweit zu den gefragtesten Fachleuten für psychiatrische Gutachten.

3. Sie können die Arroganz der Macht.

Diese Kapazitäten hecheln nicht dem Markt hinterher. Natürlich dienen sie ihm. Aber noch mehr: Sie bestimmen ihn mit.

Manches kluge Wort, manchen ethischen Grundsatz haben sie in ihre Werke geschrieben. Sie loben den Genuß kristallklaren Wassers. Aber natürlich gehören sie nicht zu den Trauerklößen, die dem Wein das Wasser vorziehen (auf der verlinkten Seite nach „Kröber“ suchen).

Mit Inbrunst sind sie Christen, kasteien sich vielleicht, ob der gefühlten Erbsünde. Nur den Kirchenfürsten zur Hand zu gehen ist schöner, z. B., wenn die katholische Kirche ein Problem mit sexuellem Mißbrauch hat. Dann sind unsere beiden Spitzenforensiker zur Stelle und erstellen zusammen mit Prof. Dr. Leygraf als Dritten im exclusiven Bunde eine Forschungsarbeit „Sexuelle Übergriffe durch katholische Geistliche in Deutschland“. Darin wird so ungeniert die Kirche entlastet und der Schulterschluß von Forensik und Kirchenleitungen geübt, daß dem Leser beim kritischen Blick auf die angewandte Methodik, insbesondere Zustandekommen und Größe der Stichprobe, die Augen übergehen. So sieht gepriesene Wissenschaft aus.

Ein moderner Star der Kriminalpsychiatrie, wie Prof. Kröber, tut sich hervor, den Geltungsbereich seines Faches und erst recht seines persönlichen Lehrstuhls maximal auszudehnen. Das ist aktuell an einer Sachverständigen Stellungnahme Kröbers zum Berliner Sicherungsverwahrungsvollzugsgesetz (SVVollzG Bln) abzulesen, brandneu vom 13.2.2013. Wie geduldig ist die Sprache. Wie vernünftig klingen die dort formulierten Sätze, aber wie eiskalt überläuft es mich, wenn ich ihnen die von Kröber mitzementierte Realität Gustl Mollaths gegenüberstelle.

Wo die Realität dem gutachterlichen Wahn widerspricht, wird sie unkenntlich gemacht. Plausibel finde ich die durchgesickerten Informationen, daß Prof. Kröber an den irreführenden Stellungnahmen zum Mollathskandal, mit denen „SPON“, „Zeit“ und „Tagesspiegel“ Mitte Dezember 2012 hervortraten, unmittelbar beteiligt war.

Vom Markt und den Mächtigen mit Geld und Ehren überhäuft, zu schlimmen Fehlurteilen gelangt, unfähig zur Selbstkorrektur oder gar Reue – das sind die marktradikalen Helden von Wissenschaft und Medizin. Gustl Mollath haben sie Jahre seines Lebens gestohlen. Am Ende werden sie unterliegen.

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15 Antworten zu Marktkonforme und marktradikale Psychiatrie im Mollathskandal

  1. broesel@odn.de schreibt:

    Bravo, opa, das finde ich mittels dem Dreiklang sehr gut geschrieben, und einige wichtige, bisher losen Fden sind wieder mal verknpft!

    Gre vom Reiner

    PS. der aufrichtige Gutachter aus Mainkofen heit Simmerl.

  2. Peter schreibt:

    da fällt mir sofort Gert Postel ein..http://www.youtube.com/watch?v=D1l2RUXpUM4

  3. Es lohnt sich auch mal den CIA-Agenten Robert Baer anzuhören…denn man könnte meinen, es spricht G. Mollath, wenn Bob Baer seine Erfahrungen schildert, was die US-Justiz aus seinen investigativen Recherchen gemacht hatte:

  4. Übrigens: Prof. Kröber hat am 17.03.2013 im Schweizer Fernsehen über „Das Böse im Menschen“ referiert, hier noch zu schauen: http://tinyurl.com/d94ghl7
    Wer das 48-Minütige Video schaut, sollte Eimer bereitstellen !!

    • kranich05 schreibt:

      Ich hab‘ mir Herrn Kröber angeschaut. Die ganze Zeit hatte ich den Eindruck, daß es ihm eigentlich nur um die Medienpräsenz ging.
      Allein daß Mollath sich erlaubt hat, den Herrn nicht zu empfangen, dürfte als solche Sünde gelten, für die er 100 Jahre ins Fegefeuer gehört.

  5. Rosel schreibt:

    Sehr geehrter, lieber „kranich05“, ganz herzlichen Dank für Ihre vielen hervorragenden Stellungnahmen, unter denen dieser über die marktkonforme Psychiatrie mir ganz besonders aus der Seele spricht. Danke – auch allen anderen Foristen und Anteilnehmenden am Schicksal von Herrn Mollath.
    Rosel

  6. Menschenrechtler schreibt:

    Etwas zum Lachen: Prof. Kröber wurde bekanntlich im Vatikan als Experte für Pädophilie angehört
    und hielt vor Priestern einen Vortrag über dieses Thema. Später zeigte sich Prof. Kröber sehr positiv überrascht und angetan, über die für ihn einmalig empfundene Aufmerksamkeit der Zuhörer! In seiner offensichtlichen unkritischen, unrealistischen Sichtweise ist diese angebliche
    Koryphäe nicht in der Lage zu realisieren, weshalb er von den Geistlichen diese große Aufmerksamkeit erhält……………..Weil er exakt das existenziell Lebensthema der Homosexualität
    und Pädophilie vieler verklemmter Geistlicher und Würdenträger angesprochen hat…………

  7. Breitenbach schreibt:

    Na gut, das mit der »Markt­kon­for­mi­tät« bzw. »‑ra­di­ka­li­tät« se­he ich an­ders (ein Markt setz­t[e] freie Kon­kur­renz vo­raus, und die ha­ben die Mo­no­po­le »ge­fres­sen«, so wie die großen Geld­haie es mit den klei­nen An­le­gern ta­ten; sie­he F. E. Hoevels, »Der Bankenschwindel: Folge imperialistischer Erpressung, nicht Marktphänomen«: http://ahriman.com/ketzerbriefe/kb151.htm). Doch zu­rück zum Fall (das Wort »Cau­sa« hängt mir übri­gens bis zu den Oh­ren raus) …
    Im neue­sten ›Te­le­po­lis‹-Ar­ti­kel zur ak­tuel­len Ent­wick­lung des­sel­ben (http://www.heise.de/tp/blogs/8/print/154010) be­merkt – wie ich fin­de, sehr tref­fend – ein Kom­men­ta­tor:

    »Ge­nau das ist ja die vor al­lem an­de­ren in­te­res­san­te Fra­ge: Wa­rum wur­de und *wird!* mit solch gros­ser kri­mi­nel­ler Ener­gie, und bis ins De­tail ge­plant, auf Teu­fel komm raus im­mer noch ver­sucht, den Deckel auf die­ser Af­färe zu hal­ten?
    – Doch ganz si­cher nicht, um ei­ne ver­hält­nis­mäs­sig klei­ne Steu­er­hin­ter­zie­hung zu ver­tu­schen. Auch dann nicht, wenn ei­ne „be­kann­te“ Fa­mi­lie da­rin ver­wickelt war.
    Zu­dem wä­re das ja al­les be­reits ver­jährt, man könn­te den Mol­lath jetzt lau­fen las­sen, und müss­te sich nicht wei­ter da­rum sche­ren, was der noch an In­si­der­wis­sen preis­gibt.
    Es ist und bleibt also span­nend, die wirk­lich gros­sen Saue­rei­en lie­gen noch im Ver­bor­ge­nen.
    Wo sie aber, nach Stand der Din­ge, wohl auf Dau­er nicht blei­ben wer­den… :-)« http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Re-Wieviele-Leute/forum-252535/msg-23323217/read/

    Nur den letz­ten Satz mit Smi­ley tei­le ich nicht. Es ist ein Stein ins Rol­len ge­kommen, mehr nicht. Da müß­te schon ei­ne gan­ze Stein-La­wi­ne los­bre­chen, be­vor sie ihn lau­fen las­sen wer­den – eben weil die Haupt­sa­che frag­los noch im Ver­bor­ge­nen liegt. Und die mit kri­mi­nel­ler Ener­gie Han­deln­den spie­len frag­los auf Zeit.

    Wenn ich es rich­tig ver­stan­den ha­be, be­deu­ten die Aus­las­sun­gen von RA Stra­te noch längst nicht, daß es trotz des gleich­ge­rich­te­ten An­trags der Staats­an­walt­schaft wirk­lich zu ei­nem Wie­der­auf­nah­me­ver­fah­ren kom­men wird. Oder? Erst das wä­re ein ech­ter »Etap­pen­sieg« (Mol­lath): »Vo­raus­set­zung ist al­ler­dings, dass das Re­gens­bur­ger Land­ge­richt die Wie­der­auf­nah­me des Ver­fah­rens an­ord­net« (http://www.br.de/nachrichten/mittelfranken/mollath-wiederaufnahmeantrag100.html).

    Al­so, wie sieht es aus? – Ak­ten­zei­chen: 101 Js 100614/13 [?] – wie lau­tet die Post­adres­se des zu­stän­di­gen Ge­richts? Wer schreibt ihm als er­ster ei­nen ent­spre­chen­den Pro­test­brief und for­dert die Teil­neh­mer der ver­schie­de­nen an­de­ren Blogs da­zu auf, sich ihm an­zu­schließen? Dann hät­te man zu­min­dest we­ni­ger das Ge­fühl, voll­kom­men hilf­los zu sein. Der Gang der Din­ge wür­de sich mit Si­cher­heit be­schleu­ni­gen. Und wä­re ein Er­folg die­sen klei­nen Mehr­auf­wand nicht un­be­dingt wert?

    • Dian schreibt:

      Wenn’s ein Aktenzeichen der Verfahren ist, die Strate vertritt, kann man nach der Gerichtsadresse hier suchen und wahrscheinlich finden: http://www.strate.net/de/dokumentation/index.html , vielleicht sogar darüber hinaus. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass Papier geduldig ist und zudem einen schlechten Heizwert hat.

      Irgendwie fällt mir dazu der Kracher von BAP ein: „Wenn et Bedde sich lohne däät“ (Wenn das Beten sich lohnen würde), dessen Text in wichtigen Teilen auch der Nicht-Kölner verstehen kann, z. B. hier: https://www.youtube.com/watch?v=u7BE6B8usng
      (mit einem ganz jungen Wolfgang Niedecken – 1986!)

      Ja, da schlägt mir das Herz höher und meine Gedanken überschlagen sich: Wie wär es mit einer Demo vor Mollaths Geschlossenen, vielleicht in der Nähe seines „Freiluftbereichs“ mit solcher Musik, aus dem Gettoblaster oder vielleicht sogar live …

      Kann man mit sochen spinnerten Gedanken gar hinter den Zaun kommen?

      • kranich05 schreibt:

        im Vertrauen gesagt: Ich finde eine schön laute Demo oder/und eine (z. B. monatliche) Mahnwache vor Mollaths Aufenthaltsort schon längst überfällig. Ich traue mich nur nicht, dafür zu trommeln, weil ich in Oranienburg sitze und sicher kaum daran teilnehmen kann (höchstens 1x im Jahr)
        Freiheit für Gustl Mollath jetzt!

      • Dian schreibt:

        Opa Kranich, wenn Du willst, fliegen wir zusammen auf meinen vier Rädern zu Bayerns gefährlichstem Whistleblower und pochen gemeinsam an seine Kerkertüren – wollen mal sehen, wie lange die uns standhalten! – Der freundlichen Worte sind unsererseits genug, jetzt muss Tacheles geredet werden, oder? Das Leben ist doch kein Ponyhof. Auf, auf, verdammte …

        … drei Plätze sind jetzt noch frei in meiner Benzinkutsche!

  8. fassungsloser Durchschnittsbürger schreibt:

    Herr Kröber hat es doch geschafft. Er ist dort, wo er hinwollte, auch wenn das nur mit maximaler Anpassung möglich war. Früher hat er noch für den Kommunistischen Bund Westdeutschland Wahlkampfstände aufgebaut.

    Bei solchen Gummimenschen ist damit zu rechnen, dass sie selbst ihre eigene Mutter verkaufen.

    Ludwig Kröber – ein Mann für die schwierigen Fälle. Prädestiniert für die Zusammenarbeit mit den höchsten staatlichen Stellen.

  9. Menschenrechtler schreibt:

    Strafvollstreckungskammer und Dr. Leipziger haben sich selbst selbst in die Zwickmühle (double-bind) gebracht und tragen dafür die Verantwortung!

    Herr Gustl Mollath wurde als Opfer in den Machtbereich des Täters gebracht!!! Dr. Leipziger ist der inkompetente Falschgutachter und g l e i c h z e i t i g Chefarzt der Forensik! Würde die Öffentlichkeit nicht entsetzt sein,wenn ein Bankräuber sein Opfer dreieinhalb Jahre in
    Geiselhaft nimmt und die Polizei zuschaut? Diese unglaubliche Unterbringungssituation wird öffentlich n i c h t wahrgenommen! Entsetzlich, deswegen wird weggesehen!
    Von Anfang an musste Herr Mollath ein lebenserhaltendes Misstrauen berechtigterweise haben. Daraus entwickelte sich nicht nur eine völlig negativ besetzte Interaktion,sondern eine verhängnisvolle schwer destruktive Gruppendynamik zwischen Dr. Leipziger und Herrn Mollath, die m.E. sadomasochistischen Charakter hat. Es hat sich eine Opfer-Täter- Beziehung entwickelt, die Dr. Leipziger bewusst und wider besseren Wissens aufrechterhält, wie aktuell sein völlig irrationales Festhalten an seiner Stellungnahme an das Gericht beweist.

    Die Strafvollstreckungskammer und auch Dr. Leipziger hat die Verantwortung zu tragen, dass es zu dieser unhaltbaren Doppelfunktion gekommen ist und w e i t e r h i n k e i n e Einsicht und Bereitschaft zeigen, diese „double-bind-Situation“für die Justiz, das unschuldige Opfer Herrn Mollath und auch in gesellschaftlicher, politischer Verantwortung aufzulösen. Es wäre unmenschlich, wenn das Landgericht Regensburg im Rahmen des Wideraufnahmeverfahrens die unhaltbare, diese absurde Stellungnahme des nicht neutralen Dr. Leipziger zum Anlaß nimmt, Herrn Mollath wider besseren Wissens nicht sofort freizulassen.
    Herr Dr. Leipziger hat nachweislich das Interesse, dass sein Falschgutachten aufrechterhalten bleibt ( hat u.a. angebliche Symptome selbst zu verantworten „Kernseifen-Geschichte“) und ist auch aufgrund dieser Interessenskollision eindeutigbefangen. Verantwortlicher Arbeitgeber des Chefarztes ist der Bezirk Oberfranken,Bayreuth, die fachliche Aufsicht über die Unterbringung in der Forensik hat der Bezirkstagspräsident von Oberfranken, Herr Dr. Denzler und hauptverantwortlich ist die Staatsministerin Frau Haderthauer. Es ist nachdrücklich zu fordern, dass Herr Dr. Leipziger jeglicher Einflussnahme bezüglich Herrn Mollath entbunden wird.
    Solange dies nicht realisiert wird, ist davon auszugehen, dass die Verantwortlichen Herrn Dr. Leipziger decken,bzw gewährenlassen und sich ebenfalls schuldig machen.
    Dass die menschenverachtende, zerstörerischeStörung des Schlafes, des Tiefschlafes durch die offeneTür und durch nicht notwendige mehrmalige Zimmer-kontrollen trotz vielfacher Eingaben nicht beendet wurde ,legt dies nahe.
    Freiheit für Herrn Gustl Mollath !

  10. Pingback: Post von Dr. Weinberger | opablog

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