Fundstück – 3.3.2019 – nicht nur Thunberg

Weshalb das «Anthropozän» nicht «Klimawandel» ist

Beachtlich auch dies:

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25647

Und ganz böse und direkt der Politplatschquatsch!

(Mein Posting liegt nicht zufällig auch unter der Kategorie „Faschismus“.)

Dieser Beitrag wurde unter ökologisch, Bewußtheit, Blödmaschine, Demokratie, Faschismus alt neu, Krieg, Krise, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

48 Antworten zu Fundstück – 3.3.2019 – nicht nur Thunberg

  1. Jo Bode schreibt:

    z.B.: „Von einem Konsens in der Wissenschaft zum Thema Klimawandel und Erderwärmung, der stets behauptet wird, kann übrigens überhaupt keine Rede sein.“
    Endlich.

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    • Albrecht Schmiedel schreibt:

      Das Zitat „Von einem Konsens …“ habe ich in den verlinkten Texten nicht gefunden. Bist du mit dem Zitat einverstanden? Ich jedenfalls nicht. Selbstverständlich gibt es einen Konsens in der Wissenschaft über folgendes:
      1. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre ist seit der Industrialisierung erheblich angestiegen.
      2. Die Ursache dafür ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe.
      3. Die Folge des angestiegenen CO2-Gehalts ist die globale Erwärmung.
      4. Wenn die Erwärmung so weiter geht wie bisher, d.h. ohne eine radikale Senkung des CO2-Eintrags, ist diese Erwärmung für die Menschheit tendenziell katastrophal.
      Wenn du einen dieser Punkte in irgendeiner Form in Frage stellen wolltest, müsstest du sehr, sehr gute Argumente haben. Bisher gibt es solche Argumente nicht, du hast wohlweislich auch auf keine verwiesen oder selber genannt. Im übrigen nennen die verlinkten Texte auch keine.

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      • kranich05 schreibt:

        Der Text zum Anthropozän bestreitet nicht den Klimawandel. Er wendet sich aber gegen eine Reduktion der vieldimensionalen Weltprobleme auf Klimawandel und ihre weitere Reduktion auf die CO2-Problematik.
        Der Anthropozän-Ansatz wendet sich gegen JEDE Engführung. Dem stimme ich voll und ganz zu.
        Oder anders gesagt: Keinerlei CO2-Reduktion wird die Existenzkrise der Menschheit lösen.
        Thunberg ist eine Figur zur Etablierung einer Klimareligion als auch zugleich ihrer aktivistischen Übung.
        Eines der offensichtlichsten Tabus übrigens der Weltkrisendiskussion ist die Rolle von Krieg und Militär.

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        • Albrecht Schmiedel schreibt:

          Ohne radikale(!) CO2-Reduktion werden wir nicht mehr den Luxus haben, Krisen zu durchleben oder gar zu lösen. „Klimareligion“ ist vielleicht die Kunst, sich als was besseres zu fühlen als die doofen Leugner, aber gleichzeitig nicht wirklich das Notwendige zu tun, ja nicht einmal zu benennen, was nötig wäre. Real findet ja keine Reduktion des CO2-Eintrags statt, geschweige denn eine radikale. Notwendig wäre beispielsweise eine so starke weltweite Verteuerung von fossilen Energien, dass tatsächlich Jahr für Jahr ein sehr deutlicher Rückgang festzustellen ist. Die „Engführung“ auf die CO2-Problematik ist in höchstem Maß geboten, weil die Klimaerwärmung die Existenz der Menschheit, so wie wir sie kennen, in wenigen hundert Jahren aufs Spiel setzt. (Vergleichbar ist nur der globale nukleare Krieg, der dasselbe in wenigen Tagen schafft.) Sollte sich eines Tages herausstellen, dass die universelle Verbreitung von Plastikmüll oder das militärische Geoengineering (was auch immer das sein soll, Chemtrails vielleicht 🙂 ebenso bedrohlich sein sollte, umso schlimmer.
          Die Unfähigkeit, die globale Erwärmung durch weltweites kooperatives Handeln wirksam aufzuhalten, ist die existenzielle Krise der Menschheit!

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          • kranich05 schreibt:

            Religion ist, wenn Du gesagt kriegst: „Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.“ Diese Zumutung habe ich schon im zarten Alter von 10, 11 Jahren abgelehnt. Wie sich inzwischen herausgestellt hat – ein- für allemal.
            Die Zurückweisung der christlichen Religion habe ich natürlich auf alle Religionen ausgedehnt und auch auf alle Quasireligionen, auch wenn sie mit wissenschaftlicher oder gar endzeitgewisser Verbissenheit angeboten werden.
            Soviel zur „Kunst, sich als was Besseres zu fühlen“.
            Meinen dezenten Hinweis auf die Kriegsdrohung haben Sie vermutlich überlesen. Sonst wäre Ihnen nicht entgangen, dass wir (völlig unbeeindruckt von jeglichen CO2-Konzentrationsgraden) seit einiger Zeit im „Luxus“ einer Krise leben, die Mancher für blanke Normalität hält. Ich meine die Krise der x-fach garantierten gegenseitigen Vernichtung der beiden Menschheitshälften.
            Darauf zu verweisen scheint allzu vordergründig zu sein und vom einzig Nötigen abzulenken – der in wenigen Jahrhunderten existenzbedrohenden Klimakatastrophe.
            Ihre an etlichen Stellen Ihrer Kommentare ausgedrückte „absolute CO2-Gewissheit“, lädt nicht eben zum Argumentieren ein, zum Argumentieren über die wahre Breite und Tiefe der vielen existenzbedrohenden Krisenerscheinungen. Vielleicht lässt sich aber an Ihren letzten Satz (indirekt) anknüpfen:
            „Die Unfähigkeit, die globale Erwärmung durch weltweites kooperatives Handeln wirksam aufzuhalten, ist die existenzielle Krise der Menschheit!“
            Mit dieser Drehung würde ich diesen Satz unterschreiben: Die Unfähigkeit der dem Klasseninteresse unterworfenen Menschen, ihren „historisch bewährten“ Antagonismus zu überwinden und zur kooperativen Problemlösung überzugehen, bewirkt angesichts der aufgetürmten menschlichen Destruktivkräfte die menschliche Existenzkrise.
            Ich neige dazu, den Eintritt in diese Existenzkrise vor ungefähr hundert Jahren anzunehmen (Karl Kraus: „Die letzten Tage der Menschheit“). Wir genießen also diesen Luxus schon eine ganze Weile, und er nimmt immer weiter zu, wird größer und komplexer. Die großindustriell und privatkapitalistisch hergestellte Klimaerwärmung, soweit sie Tatsache ist, gehört dazu.
            Und um noch das vermutlich einem Machtmissbrauch unterworfene Mädchen Thunberg zu erwähnen: Keinerlei noch so ehrlicher oder faktisch erpresserischer Aktivismus wird die Menschen zur Einsicht des kooperativen Miteinanders führen. Dieser Weg wird anders gefunden. Oder gar nicht.

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  2. Joachim Bode schreibt:

    Unter der o.a. Seite
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=25647
    gibt es eine weitere Fußnote, wo man den bezogenen Text finden kann:
    „Vertiefende Betrachtung zur KenFM-Tagesdosis vom 10.11.2017 zum so genannten Klimawandel
    Was auf und mit der Erde geschieht, ist erschreckend, hat aber nichts mit CO2 zu tun
    Von Claudia von Werlhof
    NRhZ 640 vom 06.12.2017
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24408

    Nach kurzer Sichtung der Klimaproblematik (zwei oder drei Klicks in google…) ergibt sich folgendes Bild:
    Die Zunahme der Erwärmung ist unbestritten, ebenso der Anstieg des co2-Anteils in der Atmosphäre von 0,028% auf gut 0,038% während der letzten 150 Jahre.
    Streit gibt es über die Ursachen der genannten Zunahme und besonders über den durch menschliches Verhalten veranlassten Anteil. Dabei wird einerseits auf den sich ständig verändernden Einfluß der Sonnenflecken, andererseits auf den industriellen co2-Ausstoß verwiesen: Verursacht co2 wärmeres Klima, oder erzeugt sonnenfleckenbedingte Wärme den Anstieg von co2? Die nicht wenigen Vertreter der letztgenannten Position kommen zu einem ziemlich geringen Verursachungsanteil der menschen-veranlassten Wärmezunahme, was den Vertretern der anderen Position natürlich nicht gefällt.

    Die von Albrecht Schmiedel aufgezählten Punkte können in der Folge ergänzt werden:
    zu 1.: Der co2-Gehalt der Luft hat sich schon immer verändert, regelmäßig in der Folge von Temperaturänderungen, wie sie auch(!) seit dem Beginn der Industrialisierung zu beobachten sind
    zu 2.: Ist die Erwärmung Folge von industriellen Prozessen oder Folge der vermehrt auftretenden Sonnenflecken?
    zu 3.: So oder anders herum….?
    zu 4.: Seit einigen Jahren gibt es Anzeichen/Messungen, die für einen Stillstand der Erwärmung sprechen

    Hierüber wird in der Wissenschaft heftig gestritten, was jedoch in den Mainstreammedien und bei den meisten Politikern keine oder nur kaum Resonanz findet, weil sie aus welchen Gründen auch immer den menschenverursachten Anteil der co2-Zunahme für sehr hoch und allein entscheidend halten.

    Weiterführend ein Vortrag des langjährigen Leiters des meteorologischen und klimatologischen Instituts der Freien Universität Berlin:

    aus dem sich zwanglos ergibt, dass von einem Konsens der Wissenschaft keine Rede sein kann.
    Die Behauptung des Gegenteils könnte man als Fake-News bezeichnen.

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  3. Albrecht Schmiedel schreibt:

    Du hast meine 4 Punkte, die Konsens sind innerhalb der weltweiten Klimawissenschaft, nicht ergänzt, sondern du stellst sie in Frage. Das ist mutig.
    Natürlich kann auch eine Erwärmung, die aus anderen Gründen erfolgt, zu einer Erhöhung des CO2-Gehalts führen, und das hat es auch schon gegeben. Aber es ist nun mal erwiesen, dass es in den letzten 200 Jahren primär die fossilen Brennstoffe waren, die das CO2 erhöht haben. Die beobachtete Erwärmung ist darauf zurückführen und nicht auf Änderungen der Sonnenaktivität oder andere
    Änderungen im Strahlungsantrieb. Auch das ist gut erforscht.
    Malberg ist kein guter Kronzeuge. Bitte, bitte, mache dich kundig. Malberg ist ein
    notorischer und unbelehrbarer Klimaskeptiker. Und nein, „zwei oder drei Klicks in google“ genügen nicht, um sich ein Bild von der Klimawissenschaft zu machen. Ein guter Anfang wäre
    https://www.skepticalscience.com/argument.php
    Da nehmen wirkliche Klimawissenschaftler die Pseudoargumente der Klimaskeptiker gründlich auseinander. Viele Artikel sind auch ins Deutsche
    übersetzt.
    https://www.skepticalscience.com/translation.php?lang=6
    Interessant ist auch der Blog von Stefan Rahmstorf,
    der sich ebenso mit den Klimaskeptikern auseinandersetzt:
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/
    Man sollte vielleicht mal auch einen Blick in eine Einführung zum
    Klimawandel gemacht haben, wie z.B. „Rahmstorf und Schellnhuber: Der Klimawandel: Diagnose, Prognose, Therapie“, ehe man mal locker den Konsens der Klimawissenschaft in Frage stellt.

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      • fidelpoludo schreibt:

        Privatisierung der Gewinne aus der Schadenserzeugung – Sozialisierung der Verantwortung für die Schäden
        (Kommt das keinem bekannt vor?)
        Danke Joachim,
        dieser Artikel bringt es auf den Punkt. Besonders diese Ausschnitte:

        „Die öffentliche Darstellung, die weitgehend vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), dem Weltklimarat, ausgegeben wird, ist und bleibt einseitig und es wird deutlich, dass kein Interesse an einer breitgefächerten Betrachtung und Diskussion des Themas besteht. (…)

        Die Story vom Klimawandel ist eine sehr praktische Erklärung für die Folgen der Ausbeutung von Land und Menschen, da sich hierfür nicht ein Individuum, ein Konzern öffentlich rechtfertigen muss, sondern die Gemeinschaft wird, mit dem Vorwurf ihrer eigenen Gier konfrontiert, als Ganzes verantwortlich gemacht.

        Jeder muss sich an seinem ökologischen Fußabdruck messen lassen. Die Gewinne aus der Ausbeutung streichen die Konzerne schamlos ein, doch die moralische Verantwortung wird kollektiviert und an die Konsumenten abgetreten.

        Der Kapitalismus, dem dieses Handeln entspringt, unterliegt einer Steigerungslogik. Ohne Steigerung geht er zugrunde. Das, was dem Konsumenten als pure Verbrauchsgier, durch die er sich auch an der erhöhten CO2-Entstehung schuldig macht, zugeschrieben wird, ist genau das Verbrauchssteigerungsverhalten, das der Kapitalismus, seiner Logik folgend, einzufordern und zu befeuern gezwungen ist, damit er sein eigenes Fortbestehen sichern kann. (…)

        Ginge es den Bedenkenträgern des menschengemachten Klimawandels tatsächlich um eine bessere und gesündere Welt, würde als Hauptziel nicht eine in erster Linie wirtschaftsfördernde Maßnahme, wie das langfristige Herumspielen der Industrie mit CO2-Werten und ökologischen Fußabdrücken im Vordergrund stehen. An Stelle dessen wären die Eindämmung von rücksichtslosen, ökonomischen Übergriffen auf die gesamte Ökologie, sprich die Eindämmung der Ausbeutung in jeglicher Art und Form das angestrebte Ziel!“

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      • Lutz Lippke schreibt:

        Ein stückweit würde ich Albrecht Schmiedel beipflichten. Es gibt in Forschung und Politik eigentlich Klarheit darin, dass menschengemachte Umwelteinflüsse die Umwelt belasten und das zu nichtlinearen Folgen führt. Ob die Kriterien dieser Funktion in Vorhersagen exakt und vollständig abgebildet sind, sei dahingestellt. Wissenschaftlich ist jedenfalls erwiesen, dass sich nichtlineare Vorgänge der mentalen Vorstellungskraft entziehen und daher die verbleibende Zeit für Korrekturen regelmäßig überschätzt wird. Eine Möglichkeit der Kompensation ist bewusst frühzeitiges und entschiedenes Gegensteuern. Gegen dieses Vorgehen spricht solange nichts, wie keine Kollateralschäden oder blinder Aktionismus überhand nehmen. Umweltbewusstsein und Kapitalismuskritik lassen sich verbinden, die Gewichtungen sind Ansichtssache und mindestens genauso wissenschaftlich fixierbar. Es gibt keinen Grund für wissenschaftlichen Absolutismus, aber allen Grund für individuelles Engagement in der einen, der anderen und bestenfalls in der gesamten Sache.
        Wenn 100 Lungenärzte die NO-Grenzwerte beklagen, die den milliardenschweren Dieselbetrügern ein Dorn im Geschäft sind, dann ist Skepsis zum Motiv der Ärzte Pflicht.

        Natürlich ist es legitim und notwendig zu schauen, ob mit Verbalkeulen, Aktionismus und Dramatik in einer Sache nicht von anderen wichtigen Problemen abgelenkt wird. Nur geht das doch auch ohne schwammigen Gegenangriff. Viel besser funktioniert doch eine erweiternde Fokussierung, z.B. in dem Argumente aufgegriffen, konkretisiert und um die „vergessenen“ Problemfelder ergänzt werden. So werden Widersprüche in der Sache sichtbar und das Ganze nicht nur von unversöhnlich er Gegnerschaft, gar Feindschaften dominiert. Bisher hat noch jede aktive Umarmung des Schaumschlägers mehr gewirkt, als das Zurückschlagen.
        Nur in den Medien machen sich Pseudo-Diskurse vortrefflich, nicht nur bei den Etablierten.

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  4. Albrecht Schmiedel schreibt:
    • kranich05 schreibt:

      Prof Massarrat hat irgendwo eine Stelle im kritisierten Beitrag gefunden, einer „von … Wissenschaftlichkeit um Lichtjahre entfernten Art“, worauf eigentlich „die Beschäftigung damit zu beenden“ wäre.
      Das hinderte ihn nicht, weiter Gegenargument auf Gegenargument folgen zu lassen (den „Klimaskeptikern“, vermute ich, zumeist bekannt), um schließlich zu den „schwerwiegenden Fragen“ zu kommen: „Ich frage mich aber an dieser Stelle, warum Rubikon einen solchen Text, der eher zur Verwirrung als zur Aufklärung beiträgt, überhaupt veröffentlicht hat.“ Und: „Sollte die Rubikon-Redaktion für sich den Anspruch erheben, als alternatives Medium ernst genommen zu werden und langfristig zu einer Quelle der Aufklärung zu werden, dann sollte sie ihren Autorinnen und Autoren einen Mindeststandard von Wissenschaftlichkeit abverlangen und dazu bei Zweifeln den Rat von einem oder mehreren Beiratsmitgliedern einholen.“
      Ich sehe nicht, dass solch ein Fazit der wissenschaftlichen Kontroverse dient. Genau diese halte ich aber für notwendig. Und sie wird auch nicht dadurch obsolet, dass eine Seite vorbrachte, dass man gegen hohe CO2-Konzentration im Zimmer lüften könne.
      Ich empfehle erneut, die systemische, kapitalismuskritische Herangehensweise der Ökologischen Plattform der Linkspartei ernst zu nehmen (mein Kommentar von heute 18.00 Uhr).
      Den Charme des Thunberg-Day findet man dort nicht. Statt der „Me too, me too-Leier“ kommt man im rauhen politischen Alltag an.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Über die „rationale Verrücktheit“ – nur religiös oder ideologisch zu rechtfertigende – Nichtbeachtung des Prinzips der Verhältnismäßigkeit:

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      • Theresa Bruckmann schreibt:

        Danke fidelpoludo.
        Ab Min. 14:46 Wir müssen 2 Dinge tun:
        1. die Klimaschädlichkeit feststellen, wobei alle Klimaexperten zusammenkommen sollten.
        2. über die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen nachdenken.

        Dieses passt nun zu 100 % zu dem Beitrag von Prof. Julia Adeney Thomas,
        den ich unter der Überschrift „Weshalb das „Anthropozän“ nicht „Klimawandel“ ist.‘
        Anthropozän als „Erdsystem“
        „bezieht sich auf die Gesamtheit der physikalischen, chemischen, biologischen und menschlichen Prozesse auf unserem Planeten. Ermöglicht durch neue Datenerfassungstechnologien wie Satelliten und immer leistungsfähigere Computermodelle, stellt die Erdsystemwisenschaft (Prof. Thomas gehört ihr an)
        dar, wie wir unseren Planeten verstehen (müssen).
        Das Klima ist EIN Element dieses Systems. Der Begriff „Umwelt“ hilft, uns selbst als
        Teil von Ökosystemen zu verstehen, erfasst aber nicht die Neuartigkeit unserer aktuellen Situation. Wir haben immer in der Umwelt gelebt; erste kürlich, als Asien seine rasante
        Entwicklung begann, begannen wir im veränderten Erdsystem als Anthropozäns zu leben. Das Anthropozän erfordert eine neue Art des Denkens… ist eine mehrdimensionale Herausforderung.“
        Andere Aspekte neben dem Klima seien:
        Die Lithospäre 193.000 vom Menschen hergestellte „anorganische kristalline
        Verbindungen!, gegenüber nur 5.000 natürlichen Mineralien der Erde.
        dazu 8,3 Mrd. Tonnen Kunststoffe, verbreitet im Boden, Wasser in unseren inneren
        Organen.
        Die Biosphäre wird ebenfalls verändert.97 % vom Menschen domestizierte Tiere
        gegenüber nur 3 % wilder Tiere. Dazu wird auch die Entwicklung der Erdbevölkerung
        gezählt.
        Die Hydrosphäre Das Süßwasser erneuert sich mit einer Rate von etwa 1 % pro Jahr, aber derzeit weden 21 von 37 der weltweit größten Grundwasserleiter schneller abgebaut, als sie wieder aufgefüllt werden können.
        Die Chemie des Planeten hat sich verändert.
        Wärmere Ozeane stören die Sauerstofproduktion durch Phytoplankton.
        Die Stickstoffproduktion ist 5 mal so hoch wie vor 60 Jahren.
        Seit dem 2. Weltkrieg hat sich die Produktion synthetischer Chemikalien mehr als
        verdreifacht.
        Hier steht jeder Faktor für sich alleine, das KONZEPT DES ANTHROPOZÄNS ringt aber darum, all diese und andere Rückkopplungsschleifen und Kipppunkte zu verstehen, die wir noch nicht vorhersagen können.
        Es geht also nicht darum, ein Problem zu lösen, sondern eine komplexe Situation erst einmal zu verstehen, um dann nachzudenken. Noch einmal wörtlich: ‚Wir brauchen „signifikante Veränderungen in Politik, Institutionen und Praktiken, die derzeit nicht in Gang sind“.‘
        Es geht also um die GEFAHR DES EINDIMENSIONALEN DENKENS über den Klimawandel. Es ist nicht so, „Der Status quo ist in Ordnung, wenn wir ein paar Schrauben und Muttern anziehen…“
        „Die Reduzierung unseres Problems auf den Klimawandel, dann auf CO2 und schließlich auf die Messung der Emissionen nur an der Stelle der Energieerzeugung ist eine dramatische Fehldarstellung unseres Dilemmas. Eine anthropozäne Perspektive ist notwendig, um die Gesamtheit der Situation im Blick zu behalten. Die VERLANGSAMUNG des Klimawandels ist entscheidend, aber die Bewältigung seiner Herausforderungen ist nur möglich, wenn sie als eine Facette der planetarischen Überschreitung verstanden wird. Die Herausforderungen unseres veränderten, unvorhersehbaren Erdsystems (des Anthropozäns) können nicht durch technologisches Bastelen in den Systemen bewältigt werden, die es überhaupt überfordert haben. Es gibt nichts anderes, als die Ärmel hochzukrempeln und die harte Arbeit zu beginnen, UNSERE POLITISCHEN UND WIRTSCHAFTLICHEN SYSTEME MIT DEN ZIELEN VON ANSTAND UND WIDERSTANSFÄHIGKEIT ZU TRANSFORMIEREN“ (eigene Hervorhebungen).
        Ich habe das sehr gerne wiedergegeben, weil es im Grunde die Kurzfassung von
        ‚Laudato Si‘ sein könnte. Der Inhalt sowieso, aber selbst Redewendungen stimmen
        erstaunlich überein.
        An ‚Laudato Si‘ arbeite ich mich seit 6 Tagen ab, angeregt durch diesen Text von
        Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, der mich aufhorchen ließ.

        https://www.rubikon.news/autoren/ernst-ulrich-von-weizsacker

        Was soll ich viel drumrumreden. Der Text gefiel mir nicht aus den verschiedensten Gründen.
        Vor allem soll eine neue Aufklärung kommen für eine „Volle Welt“.

        Weil er aber Laudato Si zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen macht, interessierte mich dieses Papier brennend und ich fand es im Voltaire Netzwerk.
        https://www.voltairenet.org/article188012.html

        Wenn ich von Systemänderungen höre, denke ich immer spontan an Prof. Wallerstein

        http://www.kontext-tv.de/de/sendungen/immanuel-wallerstein-die-globale-systemkrise-und-der-kampf-um-eine-postkapitalistische

        Nach seiner Systematik – hier Davos, dort Porto Alegre – ist sofort zu erkennen, dass das Papier von Papst Franziskus eindeutig das Denken ‚Porto Alegre‘ verkörpert.
        Es ist zudem ein Horizontalismus, im Gegensatz zur vertikalen Struktur, bei der es um
        Hierarchien und Befehlsstrukturen geht, einhergehend mit Verführung und Druck für
        die Menschen.
        Auf den ersten Blick also, ist ‚Laudato Si‘ ist ganz klar eine Option für die Armen, Schwachen, Ausgeschlossenen dieser Welt. Es ist aber weit mehr!
        Während Hans Küngs ‚Weltethos‘ einen gemeinsamen Nenner für alle Völker und
        Religionen fand, nämlich im ‚Du sollst nicht töten‘,
        ging Franziskus im Frühjahr 2015 mit ‚Laudato Si‘ an die Weltenführer mit einer Option für
        ‚das Leben‘, also viel weiter gefasst, nämlich die Weltökologie mit all ihren Unterökologien,
        z.B. Kulturökologie, Wirtschaftsökologie. Gemeinwohl ist eines der häufigsten Begriffe.
        Vorrang des Seins vor dem Nützlichsein, Solidarität, Menschheitsfamilie, Achtsamkeit gegen
        alle Mitgeschöpfe, sind Teil seines großen Anliegens nämlich für das Leben, den Frieden, die
        Freiheit und die Gerechtigkeit, und das Ganze gefasst in eine Poesie und Spiritualität, die mich schon bei den brasilianischen Befreiungstheologen faszinierte. Als Bsp. die Abschnitte
        17-19 seines Textes:

        17-18 Die ständige Beschleunigung in den Veränderungen der Menschheit und des
        Planeten verbindet sich heute mit einer Intensivierung der Lebens- und
        Arbeitsrhythmen zu einem Phänomen, das einige als „rapidación“ bezeichnen.
        Wenn auch die Veränderung ein Teil der Dynamik der komplexen Systeme ist, steht
        doch die Geschwindigkeit, die das menschliche Handeln ihr heute aufzwingt, im
        Gegensatz zu der natürlichen Langsamkeit der biologischen Evolution. Hinzu
        kommt das Problem, dass die Ziele dieser schnellen und unablässigen Veränderung
        nicht unbedingt auf das Gemeinwohl und eine nachhaltige und ganzheitliche
        menschliche Entwicklung ausgerichtet sind. Die Veränderung ist etwas
        Wünschenswertes, wird aber beunruhigend, wenn sie sich in eine Verschlechterung
        der Welt und der Lebensqualität eines großen Teils der Menschheit verwandelt.

        Nr. 19 Nach einer Zeit irrationalen Vertrauens auf den Fortschritt und das menschliche
        Können … wächst eine ehrliche, schmerzliche Besorgnis um das, was mit unserem
        Planeten geschieht. Wir geben einen – wenn auch sicherlich unvollständigen –
        Überblick über jene Fragen, die uns heute beunruhigen und die wir jetzt nicht
        mehr unter den Teppich kehren können. Das Ziel ist nicht, Informationen zu
        sammeln oder unsere Neugier zu befriedigen, sondern das, was der Welt widerfährt,
        schmerzlich zur Kenntnis zu nehmen, zu wagen, es in persönliches Leiden zu
        verwandeln, und so zu erkennen, welches der Beitrag ist, den jeder Einzelne leisten
        kann.

        Jetzt begegnete mir im Netz noch dieses:
        es ist eine pdf-Datei und als solche kann ich wohl den LINK nicht einstellen,
        deshalb der Textanfang:

        In jedem Laut dieser Welt ein Geheimnis“ (Al Khawwas)
        Ein dialogfähiger Papst hat den richtigen Ton gefunden
        Hermann Häring
        Was für ein Dokument! 1968 schrieb Walter Jens zu einem aufsehenerregenden Arti-kel von Hans Küng: „Dieser Glücksfall! … Kühn in die Lüfte steigend eine Rakete, abgefeuert in helvetischen Marken, nun über Tübingen kreisend … und die Frage auslösend: sollte der Papst kein Leser von ATTEMPTO sein – wie können wir ihm unsere Zeitschrift zugänglich machen?“ Jetzt haben sich die Zeiten geändert. Der Papst selbst feuert eine weithin leuchtende Rakete ab, die über der ganzen Welt kreist und mich fragen lässt: Sollte nicht alle Welt diese Enzyklika lesen? Wie können wir den Regierenden diesen Text zugänglich machen? Doch keine Angst, sie werden ihn lesen. Barack Obama und Kofi Annan haben ihn schon positiv gewürdigt, ebenso Repräsentanten anderer Kirchen und der Club of Rome.

        Das war also 2015.
        Inzwischen ist viel passiert:
        Franziskus und Kyrill I treffen sich auf Kuba und verbreiten
        diesen gemeinsamen Appell vom 12. Februar 2016
        https://www.voltairenet.org/article190276.html

        17.04.2018
        Auf Initiative des Patriarchen Kirill von Moskau (Orthodox) und in Zusammenarbeit mit dem Papst Franziskus von Rom (katholisch) versucht man ein Bündnis mit dem Patriarchen Bartholomäus I von Konstantinopel, Theophilus III. von Jerusalem, Théodore II. von Alexandria und John X von Antiochien zu schließen, um dem Krieg in Syrien zu entgegnen
        https://www.voltairenet.org/article200870.html

        Washington bereit, die orthodoxe Kirche zu sprengen 26.09.2018
        https://www.voltairenet.org/article203139.html

        Bartholomäus I, den Franziskus in den Abschnitten 7 und 8 seines Papiers ausdrücklich lobend erwähnt und zitiert, ist ein Hauptakteur in dieser Kirchenspaltung in der Ukraine.
        Warum also finden die Texte nicht zu uns (ich wusste jedenfalls von dem
        ‚Laudato Si‘ nichts, obwohl ich gelegentlich zur Kirche gehe).
        Nun hat dieser schlimme Mißbrauchsskandal der Kirchenleute den Vatikan und die
        Institution Kirche in ein Licht gestellt, dass man schon zusammenzuckt, wenn man ‚Kirche‘ oder ‚Papst‘ hört. Ich bin auch für die Aufarbeitung, unbedingt sogar!
        Aber ich springe nicht auf den Zug auf; denn jetzt unterhalb des Radars der Öffentlichkeit,
        können diese Dinge in der Ukraine leicht geschehen.
        Die alternativen Medien sind sich einig, bilden also auch einen Art Mainstream in ihrer
        Blase und scheinen nicht zu merken, wie sie instrumentalisiert werden und also nicht
        mehr zur Kenntnis nehmen, was sie auch nicht zur Kenntnis nehmen sollen.
        (Man kann es auch am Bsp. Michael Jackson erkennen:
        Vor mehr als 20 Jahren, als seine Babys geboren wurden, gab es schon die Gerüchte.
        Michael Jackson wurde dennoch auf allen Kanälen gespielt. Es gab auch ein riesiges
        Event in Frankfurt/Main am 28. August 1992.)
        Aber jetzt, warum jetzt?

        In wessen Oberstübchen es da nicht klingelt, der hat das folgerichtige Denken entweder nie gelernt oder wieder verlernt.

        Noch etwas zu den 3 großen Beiträgen von Thierry Meyssan
        1970-1982 die Ökologie des Krieges
        1982-1996 die Ökologie des Marktes
        1997-2010 die Ökologie der Finanz

        Meyssan sagt, dass die Ökologie instrumentalisiert wurde, um zuerst die Protestbewegung der Jugend gegen den Vietnam-Krieg von diesem Weg auf die Mühlen der „Rettet den Planeten“-
        Bewegung zu lenken. Margaret Thatcher hat dann versucht aus der Ökologie einen großen,
        möglichst weltweiten Absatzmarkt zu generieren, bis schließlich ab 1997 die Finanzwelt
        entdeckte, dass sich mit Verschmutzungszertifikaten Geschäfte machen lassen.

        Das heißt aber nicht, dass man heutzutage denken kann, dass wieder alles nur der
        Instrumentalisierung dient.
        Was damals als übertrieben dargestellt wurde, z.B. die Sache mit dem Meeres-
        spiegel, kann heute vielleicht zutreffen.
        Wenn sich ein Clown auf der Bühne 7 mal fallen lässt und sich totstellt, kann es beim 8.
        Mal tödlich für ihn enden, weil niemand erkennen kann, dass es mit ihm zu Ende geht,
        weil auch dies ein Spiel zu sein scheint.
        Wobei wir wieder beim Ausgangspunkt sind, nämlich diesem Video, bei dem gesagt
        wird, dass zunächst die Wirkung festgestellt werden muss und dann Gedanken zur
        Verhältnismäßigkeit folgen müssen.

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        • kranich05 schreibt:

          Weizsäcker ignoriert völlig, dass es einen materialistischen Ausgang der Aufklärung gab. Er wurde Marxismus, später Marxismus-Leninismus genannt.
          Soviel Ignoranz macht auch philosophisch hilflos.
          Wallerstein führt einfach bestimmte Grunderkenntnisse und -annahmen von Marx durch, was zu recht sinnvollen Interpretationen der Systemkrise führt.
          Schwer scheint er sich damit zu tun, wenn ich es richtig verstehe, Ideen zur humanen Lösung der Systemkrise zu entwickeln.
          Damit tun wir uns alle schwer.
          Ich glaube, dass eine gangbare Orientierung nicht entwickelt werden kann, ohne eine geistige Bewältigung, dialektische Aufhebung der sozialistischen Revolution und der realsozialistischen Praxis.
          Diese sieben Jahrzehnte waren alles andere als vergeblich.

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  5. Albrecht Schmiedel schreibt:

    Über die vier Punkte, die ich anfangs nannte, gibt es keine wissenschaftliche Kontroverse. Das einzige sinnvolle, was man tun kann, ist zu studieren, warum es darüber keine Kontroverse mehr gibt. Jemand kommt zu Ihnen, und sagt Ihnen im Brustton der Überzeugung, die Erde ist rund. Endzeitgewisse Verbissenheit? Quasireligion? Auch das ist eine naturwissenschaftliche Erkenntnis, etwas was der Einzelne nicht aus persönlicher Erfahrung wissen oder erkennen kann. Dazu ist wissenschaftliche Forschung nötig, die sich über Generationen hinzieht und wo das eine auf das andere aufbaut. Ich weiß auch, dass es im August 2091 durchschnittlich wärmer sein wird als im Januar 2089. Das ist ein völlig unkontroverse gesicherte Erkenntnis. Aber kein Mensch kann vorhersagen, wie hier in Berlin das Wetter in 30 Tagen aussehen wird. Regen? 20°C? -3°C? Es ist nicht vorhersehbar. Das ist der Stand der Kunst. Auch darüber gibt es keine Kontroversen. Warum es diese Kontroversen nicht gibt ist kompliziert. Ich weiß nur die Stichworte Astronomie, Astrophysik und Meteorologie. Wenn man es genau wissen will, muss man sich in das jeweilige Fach vertiefen. Normalerweise werden gesicherte Erkenntnisse der Naturwissenschaften nicht in Frage gestellt, wie die Beispiele zeigen. Erst wenn konkrete Interessen bzw. Ideologien durch solche Erkenntnisse bedroht werden, entwickelt sich ein buntes Bild der Abwehr, des Nichtwahrhabenwollens. Evolutionstheorie, Rauchen und Lungenkrebs und eben auch die fossilen Brennstoffe und die Klimaerwärmung bieten dafür reichhaltiges Illustrationsmaterial.
    Das Nichtwahrhabenwollen der physikalischen Unerbittlichkeit der globalen Erwärmung durch Verbrennung fossiler Brennstoffe ist die Verweigerung der Erkenntnis, das die Menschheit gerade mit Vollgas gegen die Wand fährt und nur eine sofortige Vollbremsung eventuell noch das schlimmste verhindern kann. In Ihren Augen vermutlich endzeitgewisse Verbissenheit, Quasireligion, in meinen Augen naturwissenschaftliche Wahrheit. Und daran ändert sich auch nichts dadurch, dass die Menschheit sofort durch einein Nuklearkrieg Suizid begehen könnte. Denn ob sie das tut oder nicht, ist immerhin noch eine offene Frage, auch wenn die Gefahr groß ist und größer wird. Die globale Erwärmung ist real und ungebremst im Gange, auch wenn wir natürlich in den Auswirkungen erst ganz am Anfang stehen. Noch gibt es die Serengeti, noch werden Fische gefangen, noch gibt es das grönländische Eisschild, noch ist Venedig nicht untergegangen, noch wächst die Weltbevölkerung.
    Wer Wissenschaftler, die ihre Erkenntnisse vortragen und Menschen, die diese Erkenntnisse verbreiten, als Klimakirche desavouiert, wer die globale Erwärmung in Folge der Verbrennung fossiler Brennstoff als irgendwie umstrittene These hinstellt anstatt als naturwissenschaftliche Gewissheit, und wer die möglichen Folgen der Erwärmung für die menschliche Gesellschaft herunterspielt, ist in meinen Augen Teil des Problems. Er oder sie befindet sich in Kollusion mit den Herrschenden, die den notwendigen weltweiten Ausstieg aus den fossilen Energien sabotieren.

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  6. kranich05 schreibt:

    Ich erlaube mir mal darauf hinzuweisen, dass die 4 Punkte, die Sie anfangs nannten, messerscharf an der Intention meines Postings vorbeigingen, für die ich erneut auf den Begriff „Anthropozän“ verweise.
    Zwar habe ich nichts dagegen, wenn Kommentatoren neue Gedanken/Schwerpunkte einfügen. Sie führen aber nicht zum anregenden Austausch, wenn damit konsequent am angerissenen Thema vorbeigeredet wird und man sogar unterhalb des Themas bleibt. „Unterhalb“ in dem Sinne, dass im Rahmen des Themas Klimaerwärmung keineswegs rundheraus bestritten wurde. Vielmehr wurde ihr ein bestimmter Platz zugewiesen.
    Ihre Art „wissenschaftliche Kontroverse“ zu definieren, finde ich ziemlich selbstherrlich. Sie scheinen zu wissen, welcher Professor Wissenschaftler ist und welcher nicht.
    Ich bekenne, die vorgebrachten gegensätzlichen Argumente nicht abschließend beurteilen zu können. Anregendes hier, Anregendes dort. Dass mir die „zweifellos wahren Erkenntnisse“ mit mächtigem Nachdruck verordnet werden, steigert eher meine Skepsis.
    Wenn Sie es mir allerdings als „naturwissenschaftliche Wahrheit“ verkaufen wollen, „das die Menschheit gerade mit Vollgas gegen die Wand fährt und nur eine sofortige Vollbremsung eventuell noch das schlimmste verhindern kann“, dann sehe ich Sie (ja, mit dem demonstrativ erhobenen Banner der exakten Wissenschaft) sehr leichtfüßig das Feld der Naturwissenschaft verlassen und sich in Niederungen begeben, in denen es nicht ohne Gesellschaftstheorie geht.
    In deren Dunstkreis erklären Sie mir dann flott, dass ja der Atomkrieg „immerhin noch eine offene Frage“ sei, „während die Klimaerwärmung die Existenz der Menschheit,…, in wenigen hundert Jahren aufs Spiel setzt.“
    Gratulation! Damit haben Sie mich (fast) matt gesetzt. :-))

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  7. kranich05 schreibt:

    In einem anderen Diskussionsstrang (hier: https://opablog.net/2019/03/08/die-joeren-sind-einfach-zu-schwer/#comment-134950)
    verweist Theresa Bruckmann auf „Texte von Thierry Meyssan und von Papst Franziskus, Laudato si, 2015 geschrieben, Volltext ebenfalls im Voltaire Netzwerk zu finden.“
    Ich möchte diese Hinweise auch hier einstellen.
    Sowohl die päpstliche Enzyklika „Laudato Si’“ (hier: https://www.voltairenet.org/article188012.html) als auch eine Artikelfolge von Th. Meyssan „Der Klima-Vorwand“ (hier: https://www.voltairenet.org/article189615.html), sowie weitere Artikel von ihm,
    gehören zum Qualifiziertesten, was ich zum Thema kenne.

    Herzlichen Dank, Theresa Bruckmann!

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  8. kranich05 schreibt:

    WELT-DOKUMENT: Hamburger Schüler demonstrieren mit Greta Thunberg

    30 min lang habe ich mir alles angesehen, angehört.
    Was geschieht da eigentlich?
    De Abläufe sind professionell organisiert. Kinder, die in Hysterie versetzt werden. Die kleine Schwedin grimassiert. Rhythmik, jederzeit abrufbare Steigerungen, das Schrille ist das Normale, steht für Begeisterung, keine Menschenseele. Hauptbotschaft: Werdet mehr! Werdet mehr! Macht die Show größer. Aber eigentlich ist es öde, spannungslos. Laut und blind.
    14.500 Abrufe hat das Video der Springer-Welt nach 10 Tagen. Das ist nicht überwältigend. Kommentare gibt es nicht. Und dann der Satz:
    „In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen.“
    Perfekt: Man macht ’ne Doku und setzt die nicht zufriedenen kunden vor die Tür.

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  9. fidelpoludo schreibt:

    Prof. Gerlich & Dr. Teuschner (2009):

    (1.)
    Es gibt keinen Treibhauseffekt,
    insbesondere keinen atmosphärischen CO2-Treibhauseffekt,
    weder in der Theoretischen Physik,
    noch in der Ingenieursthermodynamik

    (2.)
    Klimaschutz ist ein infantiler Aberglaube
    und widerspricht der Physik

    (3.)
    Es ist zu untersuchen,
    inwieweit der Tatbestand eines
    »professionellen Betrugs«
    erfüllt ist.

    (4.)
    (Prof. Dr. Werner Kirstein)
    Es ist zu untersuchen,
    inwieweit die apokalyptische Drohung
    einer unbewiesenen, globalen Verbrennungskatastrophe
    den Tatbestand einer
    gezielten Volksverhetzung
    erfüllen könnte.

    „Seit über 30 Jahren wird uns eine Klimakatastrophe eingeredet von bestimmten Teilen der Wissenschaft, von der Politik und von vielen Medien. Der Mainstream berichtet regelmäßig über neue, vermeintliche Wärmerekorde. Mit selektiver Statistik wird versucht, eine andauernde Erwärmung „nachzuweisen“, für die anthropogene Emissionen verantwortlich sein sollen. Die Fakten sprechen allerdings eine andere Sprache. In Deutschland ist diese gezielte Panikmache besonders stark ausgeprägt. Wie eine heilige Kuh wird uns der angeblich menschengemachte Klimawandel als unantastbar und nicht angreifbar präsentiert. Ein stark übersteigertes Umweltbewusstsein hat den Schutz des Klimas zu einer Ersatzreligion werden lassen. Kritische Stimmen werden dagegen als „Klimaleugner“ diffamiert. Nach dem Wunsch unserer Politiker soll Deutschland eine Vorreiterrolle als Weltretter beim sogenannten Klimaschutz übernehmen. Im Vortrag wird gezeigt, dass Kohlendioxid alles andere als ein schädliches Spurengas ist und mit welchen Methoden durch eine „drohende Klimakatastrophe“ bei vielen Menschen Angst und Panik ausgelöst werden soll. Auch hier geht es wieder mal unter anderem um viel Geld. Die Politik hat schon oft im Gewand eines Gutmenschen ihre Ziele mit allen Mitteln durchzusetzen versucht, leider nicht selten mit wissenschaftlichen Helfern. Viele sachkundige Kritiker halten weltweit mit Fakten dagegen und entlarven die drohende Klimakatastrophe als politisch-ideologische Strategie.“

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  10. albert albern schreibt:

    Zitat: „Im Vortrag wird gezeigt, dass Kohlendioxid alles andere als ein schädliches Spurengas ist und mit welchen Methoden durch eine „drohende Klimakatastrophe“ bei vielen Menschen Angst und Panik ausgelöst werden soll. Auch hier geht es wieder mal unter anderem um viel Geld.“

    Viel Geld? Woher soll es kommen, das Geld? Das Geld kann man nur dort holen, wo es gehortet wird. Also bei den Reichen, den Supperreichen und den Banken. Die Menschen, die ihre Mete nicht bezahlen können, können auch gegen die „drohende Klimakatastrophe“ finanziell nichts tun…

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    • kranich05 schreibt:

      Hab gehört, dass Pippi Thunberg jetzt für Atomenergie ist.
      Machte meinen Tag (der so übel war, wie lange keiner).

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      • albert albern schreibt:

        Als ich nach Deutschland kam, war ich auch noch für die Atomenergie. „Schwerter zu Pflugscharen“ war ich der Meinung.
        Bin aber nicht der Meinung, dass sich Greta etwas einreden lässt. Das klappt bei Autisten einfach nicht. Also ist es GRETAS MEINUNG, falls es stimmt.
        Warum war der Tag so übel?

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  11. Theresa Bruckmann schreibt:

    Ja, wo bin ich denn hier hingeraten. Ich fass‘ es nicht.
    Statt sich mit den Jugendlichen zu solidarisieren, die berechtigt sind zu fragen,
    wo es doch um ihre Zukunft auf dem Planeten geht, so etwas!
    Dieses Leugnen der ökologischen Krise ist auch bei der AfD nicht zu ertragen.
    https://parentsforfuture.de/unterschreiben/
    https://www.rubikon.news/artikel/die-wiederkehr-der-jugendproteste
    https://kenfm.de/wider-den-gehorsam/
    https://www.heise.de/tp/features/Keine-Gnade-fuer-Klimaschaender-4337947.html

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    • fidelpoludo schreibt:

      Bei den Jugendlichen im Westen geht es um ihre Zukunft. In der Dritten Welt geht es um mehr, den Tod ihrer Eltern in der Vergangenheit, ihre Gegenwart, von ihrer Zukunft ganz zu schweigen.

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  12. Joachim Bode schreibt:

    Mein Ausgangs- bzw. Eingangsbeitrag vom 3.3. und die nachfolgende Diskussion scheinen immer noch nicht von einigen Kommentatoren verstanden zu sein.
    Es geht – ich wiederhole – um Streit in der Wissenschaft, also um ein nicht ganz seltenes Phänomen. Diesen Streit beim vorliegenden Thema (Verursachungsanteile bei der Klimaerwärmung) zu negieren, erscheint mir bereits im Hinblick auf die bisher geführte Diskussion im Forum und die dabei erwähnten Wissenschaftler als – zurückhaltend und positiv ausgedrückt – sehr mutig.

    Vernachlässigt wurde bisher ein nicht ganz unbedeutender Aspekt:
    Wieso sind – angeblich – alle Wissenschaftler der Welt und ihnen folgend die weit überwiegende Mehrheit der Politiker der Überzeugung, dass menschliches Verhalten die Klimakatastrophe abwenden könne, ohne ernst zu nehmende Anstrengungen in diese Richtung zu unternehmen?
    Wir erleben doch schon seit Jahren ein groteskes Auseinanderklaffen zwischen Mundbekenntnissen und tatsächlichem Verhalten der „Verantwortlichen“. Allein die auf Klimapropaganda beruhenden riesigen Geldbewegungen zeigen bisher keinerlei Wirkung in Richtung Temperaturabsenkung, sondern nur in Richtung Anfüllung einiger Geldbeutel.

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  13. Theresa Bruckmann schreibt:

    Ergänzung:
    https://www.heise.de/tp/news/Schulstreiks-Unterstuetzung-aus-der-Wissenschaft-4334666.html

    Erklärung der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ zu Scientists for Future und Fridays for Future

    Scientists for Future: Abrüstung für Klimaschutz – Frieden und Zukunftsfähigkeit gehören zusammen

    Seit Wochen demonstrieren und streiken weltweit hunderttausende junger Menschen für ihre Zukunft, den Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dieses Anliegen der Initiative Fridays for Future unterstützen inzwischen mehr 14.000 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Stellungnahme von Scientists for Future erklären sie: „Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen.“

    Die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ schließt sich diesen berechtigten Forderungen an. Diese sind umso dringlicher, als die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten zunehmend mit der Frage von Krieg und Frieden verbunden ist. Die Zerstörung der Umwelt und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen unseres Planeten gefährden den Frieden und werden einem Sicherheitsrisiko, besonders für Menschen in verwundbaren und fragilen Risikozonen. So sieht auch die Scientists for Future-Erklärung die Gefahr, dass durch unzureichenden Schutz der Böden, Ozeane, Süßwasserressourcen und Artenvielfalt – bei gleichzeitiger Erderwärmung als „Risikovervielfacher” – „Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern soziale und militärische Konflikte auslösen oder verschärfen und zur Migration größerer Bevölkerungsgruppen beitragen.“ Bei Überschreiten klimatischer Kipp-Punkte des Erdsystems werden sich selbst verstärkende Prozesse in Gang gesetzt, mit weltweit katastrophalen Folgen.

    Solche Umweltrisiken verbinden sich auf komplexe Weise mit anderen Krisenerscheinungen, von Armut, Hunger und Flucht über Globalisierung und Technikabhängigkeit, Nationalismus und Rechtsentwicklung bis zu Gewaltkonflikten und neuer Aufrüstung. Diese Entwicklungen sind brandgefährlich und untergraben die Grundlagen für Frieden und nachhaltige Entwicklung. So wie Umweltzerstörung den Frieden gefährdet, so stehen Gewalt und Krieg einer nachhaltigen Entwicklung im Wege. Ein nuklearer Winter durch einen Atomkrieg wäre nicht nur das Ende der menschlichen Zivilisation, sondern auch eine Bedrohung für das Leben auf der Erde.

    Dem negativen Teufelskreis muss eine positive Verbindung von Nachhaltigkeit, Entwicklung und Frieden entgegengesetzt werden. Dazu braucht es präventive und kooperative Governance-Strukturen und Institutionen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden, die Klimarisiken vermeiden und Krisenursachen angehen, durch Verteilungsgerechtigkeit, Transformation von der fossilen zu einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Energieversorgung sowie eine friedliche Konfliktlösung und Abrüstung.

    Um die notwendigen Veränderungen zu finanzieren und zu realisieren, muss der gefährliche und kostspielige Aufrüstungskurs beendet werden. Klimaschutz braucht Abrüstung!
    Twitter
    NaturwissenschaftlerInnen-Initiative für Frieden und Zukunftsfähigkeit

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    • kranich05 schreibt:

      „Der Beobachtr sieht nichts“ – ein alter Buchtitel, der mir immer wieder einfällt.
      https://www.amazon.de/Beobachter-sieht-nichts-Tagebuch-zweier/dp/3024108572
      Marienstr. 19/20 – Sitz von IALANA, NatWiss und anderen! Man sollte dort nicht nur vorbei gelaufen sein. Man sollte nicht nur die ehrwürdigen Namen von Beiratsmitgliedern dieser Organisationen kennen. Man sollte weiter blicken als nur bis zu den einzelnen integren Aktivisten.
      Eigentlich ist es nicht so schwer, dort hineinzugehen und ein Stück des Wegs mitzugehen. Zugang ist zu finden, denn sie arbeiten ja für die Öffentlichkeit.
      Ich hab’s getan.
      Eigentlich war es nicht schwer, das falsche Spiel zu durchschauen.
      Verblüfft hat mich, wie Wenige es durchschauen wollten.
      Die Lämmer schweigen, weil sie schweigende Lämmer sein wollen, lieber Herr Mausfeld.

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  14. albert albern schreibt:

    Greta Thunberg am 17. März um 05:25 bei Facebook:

    „Am Freitag, dem 15. März 2019, stürmten weit über 1,5 Millionen Schüler die Schule an 2083 Orten in 125 Ländern auf allen Kontinenten.
    Das beliebteste Argument hier in Schweden (und überall sonst…) ist, dass es egal ist, was wir tun, weil wir alle zu klein sind, um einen Unterschied zu machen. Laut 350.org war die Manifestation am Freitag der größte Tag aller globalen Klimaschutzmaßnahmen . Dies geschah, weil einige Schüler aus kleinen Ländern wie Schweden, Belgien und der Schweiz beschlossen hatten, nicht zur Schule zu gehen, weil nichts gegen die Klimakrise unternommen wurde. Wir haben bewiesen, dass es egal ist, was Sie tun, und dass niemand zu klein ist, um einen Unterschied zu machen.

    Die Leute fragen mich immer wieder: „Was ist die Lösung der Klimakrise?“ Und wie „lösen wir dieses Problem“? Sie erwarten von mir, die Antwort zu kennen.
    Das ist absolut absurd, da es in unseren derzeitigen Systemen keine „Lösungen“ gibt. Niemand „weiß“ genau, was zu tun ist. Das ist der springende Punkt. Wir können nicht einfach einige Steuern senken oder erhöhen oder in „grüne“ Fonds investieren und so weitermachen wie bisher.

    Ja, es gibt viele Dinge, die sehr gut und notwendig sind und die Situation verbessern. Wie Solar- und Windkraft, Kreislaufwirtschaft, Veganismus, nachhaltige Landwirtschaft und so weiter. Aber auch das ist nur ein Teil eines größeren Bildes.

    Wir können uns nicht mehr nur auf einzelne und getrennte Themen wie Elektroautos, Atomkraft, Fleisch, Luftfahrt, Biokraftstoffe usw. konzentrieren. Wir brauchen dringend eine ganzheitliche Sichtweise, um die gesamte Nachhaltigkeitskrise und die anhaltende ökologische Katastrophe anzugehen. Deshalb sage ich immer wieder, dass wir die Krise als die Krise betrachten müssen. Denn nur dann – und nur geleitet von der besten verfügbaren Wissenschaft (wie im gesamten Pariser Abkommen klar dargelegt) können wir gemeinsam den globalen Weg nach vorne gestalten.
    Aber das kann niemals passieren, solange wir die „ja-aber-was-über-Atomkraft-damals-Debatte“ zulassen, dass es weitergeht. Das verschwendet unsere Zeit. Dies ist ein Klima-Verzögerer-Ismus. Wir müssen eine große Anzahl von Gedanken zur gleichen Zeit im Kopf behalten und dennoch mit den Änderungen in beispielloser Geschwindigkeit voranschreiten.“

    Und hier steht es:
    !!! „Ich persönlich bin gegen die Atomkraft“,!!! „aber laut IPCC kann dies ein kleiner Teil einer sehr großen neuen Lösung für kohlenstofffreie Energie sein, insbesondere in Ländern und Gebieten, in denen die Möglichkeit einer vollständigen Versorgung mit erneuerbaren Energien fehlt – auch wenn dies extrem ist gefährlich, teuer und zeitraubend. Aber lassen wir die Debatte, bis wir das ganze Bild sehen.

    Manche Menschen scheinen so verzweifelt mit dem Komfort und Luxus ihres Alltags fortzufahren, dass sie anderen sagen, dass sie keine Kinder haben sollen. Als Kinder, die für unsere kleinen Schwestern und Brüder sprechen, finden wir das nicht sehr ermutigend. Es sind nicht wir oder zukünftige Generationen, die dies geschaffen haben. Und noch einmal – Sie beschuldigen uns.

    Wenn nicht einmal Wissenschaftler, Politiker, Medien und die Vereinten Nationen derzeit darüber sprechen können, was genau getan werden muss, um die Klimakrise zu „lösen“ (mit anderen Worten, unsere Emissionen ab heute drastisch zu senken), wie könnten wir dann einige Schulkinder , kennt? Wie können Sie diese Belastung uns überlassen?

    Sobald Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben, stellen Sie fest, dass wir neue Politik brauchen. Wir brauchen eine neue Wirtschaft, in der alles auf unserem rapide sinkenden und extrem begrenzten Kohlenstoffhaushalt basiert.

    Das reicht aber nicht aus. Wir brauchen eine völlig neue Denkweise. In Ihrem politischen System geht es um Wettbewerb. Sie betrügen, wenn Sie können, denn alles, was zählt, ist zu gewinnen. Macht bekommen. Das muss ein Ende haben. Wir müssen aufhören, miteinander zu konkurrieren. Wir müssen anfangen zu kooperieren und die verbleibenden Ressourcen dieses Planeten auf faire Weise zu teilen. Wir müssen anfangen, innerhalb der Grenzen des Planeten zu leben, uns auf Gerechtigkeit konzentrieren und ein paar Schritte zurückgehen, um allen lebenden Arten zu helfen.
    Wir geben nur die Worte der Wissenschaft weiter. Unsere einzige Forderung ist, dass Sie anfangen, ihm zuzuhören. Und dann fange an zu schauspielern.

    Also hören Sie bitte auf, Ihre Kinder nach den Antworten auf Ihr eigenes Chaos zu fragen.“

    Da frage ich mich, wie gut wir Greta (Pippi) Thunberg kennen.

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    • albert albern schreibt:

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    • Theresa Bruckmann schreibt:

      Danke albert albern,
      stimme Ihnen begeistert zu.

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      • kranich05 schreibt:

        Ich bin auf ’ner kleinen Reise. Nehme meinen Klapprechner mit, um online reagieren zu können, bin aber nicht schlau genug, das Netzteil einzupacken!
        Somit kündige ich nur an, dass mein nächster Beitrag wohl die Überschrift hat:
        „Umrisse der Thunbergstrategie der Mächtigen“. In diesem Beitrag wird nicht die geringste Begeisterung zu finden sein.

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        • fidelpoludo schreibt:

          Seit mehreren Jahren gibt es unter Klimaskeptikern kein anderes Thema als „Climategate“. Hacker haben vertrauliche Mails und Daten des Klimaforschungszentrums CRU der Universität von East Anglia gestohlen und ins Internet gestellt. Die Mails zeichnen ein wenig schmeichelhaftes Bild der Klimaforschung, die Andersdenkende an den Rand zu drängen versucht.
          An diesem Versuch, der sich ins Gewand selbstherrlicher Wissenschaftlichkeit kleidet, beteiligt sich ein nicht geringer Teil der „Linken“ im sonst verpönten Schulterschluß mit den Mainstream-Medien.
          Paul Driessen: „Eco-imperialism: Green Power, Black Death“ nennt es – Theresa wird es hoffentlich nicht das Herz brechen:

          „unmitigated racism in the name of saving the environment, and maintaining impoverishment for those who are black or brown and living in the third world or European slums.“

          auf deutsch:

          „unermüdlicher Rassismus im Namen der Rettung der Umwelt und Aufrechterhaltung der Verarmung für diejenigen, die schwarz oder braun sind und in der Dritten Welt oder europäischen Slums leben.“

          Dabei geht es dem Autor keineswegs darum, die Bedeutung des Umweltschutzes zu bestreiten, sondern darum, dass andere Wege gefunden werden müssen, die das menschliche Leid, den Hunger und den Tod in der Dritten Welt verhindern. Denn für die Katastrophe, die die westliche Zuvilisation auf der Welt anrichtet, sind keineswegs pupsende Kühe, zuviel Haarspray oder böse Dieselautos verantwortlich, sondern ganz andere, viel größere Machenschaften und grundlegende Eigenschaften unserer derzeitigen Ziviilsation.
          Die Entwicklungsländer müssen die Freiheit haben, ihre eigenen Entscheidungen darüber zu treffen, wie sie das Leben ihrer Menschen verbessern können. Aktivisten, die sich nie um Hunger, Malaria und einfaches Überleben sorgen mussten, haben kein Recht, den Armen der Welt ihre Ängste, Vorurteile und Ideologien aufzuzwingen.

          Ich kann mir kaum vorstellen, dass des Kranichs „Umrisse der Thunbergstrategie der Mächtigen“ dazu im Widerspruch stehen.

          Wahrscheinlich und hoffentlich gelingt es ihm auch, ein paar klärende Worte über den Zusammenhang von IPCC, Club of Rome (1968 auf dem Gelände von David Rockefeller im italienischen Bellagio gegründet), der Trilateralen Kommission und dem Council on Foreign Relations anzuführen. Was haben letztere mit dem CoR gemeinsam? Sie wurden alle von Rockefeller gegründet. Die Chefs der jeweiligen Organisation sitzen im Verwaltungsrat des CoR. Die TLC und der CFR sind eigentlich nur die Public Relations-Einheit des CoR, denn der CoR ist der Ort, von dem die Initiative ausging.
          (Einige Namen gefälligst? Al Gore – Bill Clinton – David Rockefeller – Kofi Annan – Jimmy Carter – Bill Gates – George Soros – Tony Blair – Henry Kissinger – Queen Beatrix – Richard von Weizsäcker …)
          Angeschlossen ist ein weltweites Netzwerk einschlägiger Institutionen und Organisationen, deren Aufzählung (30 bis 40) ich mir hier erspare. Der Hinweis darauf aber sei noch erlaubt, dass dort die immergleichen Persönlichkeiten auftauchen und dass sie nicht nur mit UN und UNESCO verbandelt sind.

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          • albert albern schreibt:

            Anti-Brexit-Protest in London Demonstration mit historischem Ausmaß
            https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-protest-113.html

            Also auch Demonstrationen, um die sich Al Gore – Bill Clinton – David Rockefeller – Kofi Annan – Jimmy Carter – Bill Gates – George Soros – Tony Blair – Henry Kissinger – Queen Beatrix – Richard von Weizsäcker nicht zu kümmern scheinen. Und andere Kümmerer auch nicht…

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            • Joachim Bode schreibt:

              Nur nebenbei:
              17,4 Millionen Bürger haben für den Brexit gestimmt, 16,1 Millionen dagegen. Die Differenz übersteigt die heutige Demonstrantenzahl nicht unerheblich. Aber man kann ja so lange abstimmen lassen, bis das Ergebnis „stimmt“. Beispiele dafür gibt es mehr als genug.
              Abgesehen davon: Das zunehmende Chaos um den Brexit ist keins. Ich bin ziemlich sicher, dass Regie geführt wird, um die Leute dahin zu bringen: „Alles andere ist besser als das derzeitige Chaos“.
              Ziel erreicht…

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      • fidelpoludo schreibt:

        Liebe Theresa,
        Sie stimmen nicht albert albern zu, sondern Greta ganz im Ernst.

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  15. fidelpoludo schreibt:


    Hier wird nach Mainstreammedien-Talkshow-Manier (a la Plasberg, Anne Will, Lanz, Maischberger und Konsorten) erst einmal für eine tendenzielle Überzahl der Position gesorgt, der gefälligst zuzustimmen sei – mit der entsprechenden Verteilung der Redezeit. Wobei ich dem Diskussionsleiter zugestehe, dass ihm zeitweise ein schlechtes Gewissen über diese offensichtliche Übervorteilung des Herrn Kirstein durchaus anzumerken war.
    Argumentativ ging Kirstein als Sieger aus der Diskussion heraus. Sein Argument, dass zwischen „Klimawandel“ und „Umweltkatastrophe“ klar zu unterscheiden sei, konnte nicht widerlegt werden. Herrn Kirners scheinbar besserwisserische Arroganz war vollkommen unerträglich, auch wenn seine Hinweise auf den Neoliberalismus wichtig sind. Sie verfehlen eben nur das Thema der Frage, ob der Klimawandel menschengemacht ist oder nicht.
    Kirners emotionale Ereiferung schreckte auch vor persönlichen Angriffen nicht zurück. Einfach unerträglich! Und doch kann man sein Verhalten nicht als „Pseudo-Gutmenschengeflöte“ abtun. Fleck und er haben uns schon einiges zu sagen, aber eben nicht in diesem speziellen Punkt. Wenn einer ihrer Gesprächspartner nicht gleich auf die Geopolitik und die politisch-ökonomischen Verhältnisse abhebt, wittern sie Verrat, Lüge und „Gekauftsein“. Sie sollten lieber die Gelegenheit nutzen, ihre durchaus vertretbare allgemeinere Position zu schärfen und klarer zu umreißen. Keiner von ihnen ist in der Lage, zu erklären warum Greta von allen Mainstream-Medien derart in den Vordergrund gespielt und die „Friday-Future“-Initiative medienmäßig derart gehypt, gesponsert und beworben wird. Will mir jemand etwa erzählen, die MSM wären urplötzlich auf die richtige Seite umgeschwenkt? Rubikon im Schulterschluß mit den MSM und weiten Teilen von KenFM? Höchst erklärungsbedürftig. Dazu habe ich von entsprechender Seite noch nichts vernommen. Das klingt höchst verdächtig wie Antifa und Antideutsche, die die Bundesregierung wegen ihrer angeblich mangelnden Solidarität mit Israel kritisieren.

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  16. Joachim Bode schreibt:

    Die ganze Konstellation riecht nach Ablenkung, Verschleierung, Betrug.
    Die verantwortlichen Politiker säuseln uns von Konferenzort zu Konferenzort (einer schöner und mondäner als der andere) in regelmäßigen Zeitabständen die Ohren voll, es müßten riesige Anstrengungen zur Rettung der Erde unternommen werden. Gleichzeitig verhindern sie das nicht nur, sondern arbeiten mit Eifer am Gegenteil, was man leicht am sich ständig verschlechternden Zustand der Umwelt durch Verschmutzung, Ausplünderung und vor allem durch Rüstung und mörderische Kriege ablesen kann. Riesige Geldströme, angeblich dem Klimaschutz gewidmet, landen tatsächlich dort, wo die Umverteilung von unten nach oben schon immer gelandet ist.
    Die genannten Nutznießer sind gut beraten, nach altbewährtem Muster von den Verhältnissen abzulenken, die für die immer größer werdenden Probleme sorgen. Das garantiert weiterhin stabile Lenkung von Politik und Wirtschaft zum Wohle Weniger. Solange Greta das Lied von „Vertragen wir uns doch für einen guten Zweck…..“ singt, kann sie wie bisher mit der Unterstützung (fast) aller Leute rechnen – vornehmlich bei PR, Demos und Schul“frei“. Das geht aber an der Realität vorbei. Nennt sie aber Roß und Reiter, wird sie schneller abserviert sein, als man gucken kann.

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  17. Joachim Bode schreibt:

    Ich möchte nicht falsch verstanden werden:
    Grundsätzlich freue ich mich, wenn Leute, vor allem Jugendliche, beeinflußbare Unzulänglichkeiten erkennen und sich für Veränderungen einsetzen, selbst unter Inkaufnahme von Nachteilen. Jeder, der sich in den letzten 60 Jahren z.B. gegen Krieg, Atom und Berufsverbote engagiert hat, kann ein Lied davon singen. Kritisch wird es dann, wenn der Blick durch welche Umstände auch immer verengt wird, so dass die eigentlichen Drahtzieher, die grundlegenden Bedingungen der zu kritisierenden Umstände, nicht mehr erkennbar sind, besser: verborgen bzw. geschützt werden. Dann ist es nicht mehr weit zu ungewollter Komplizenschaft für die Stabilisierung der angegriffenen Verhältnisse.
    Die u.a. durch Erziehung, Schule, Medien und Politik erzeugten Wissens- und Denkschranken lassen sich nur schwer und langsam im Sinne von Aufklärung so überwinden, dass nicht Ablenkung, Verschleierung und vor allem Vereinzelung das Handeln bestimmen.

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  18. Joachim Bode schreibt:

    Nur nebenbei:
    17,4 Millionen Bürger haben für den Brexit gestimmt, 16,1 Millionen dagegen. Die Differenz übersteigt die heutige Demonstrantenzahl nicht unerheblich. Aber man kann ja so lange abstimmen lassen, bis das Ergebnis „stimmt“. Beispiele dafür gibt es mehr als genug.
    Abgesehen davon: Das zunehmende Chaos um den Brexit ist keins. Ich bin ziemlich sicher, dass Regie geführt wird, um die Leute dahin zu bringen: „Alles andere ist besser als das derzeitige Chaos“.
    Ziel erreicht…

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    • albert albern schreibt:

      Es gibt noch andere Demonstrationen:
      „Zehntausende demonstrieren bundesweit gegen Reform des EU-Urheberrechts…“
      Die „Regie“ des Chaos bedroht auch die „Macht“. Das hat schon Karl Marx erkannt…

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  19. albert albern schreibt:

    „Mitarbeiter von Heckler & Koch sollen auf Lohn verzichten“
    Hilf das vielleicht die Umwelt zu retten? Es geht ja ums Geld…

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