Klimadiskussion dreifach bis vierfach – Update 27.8.2019

  1. Die Klimadiskussion als naturwissenschaftlicher Austausch bis Streit
  2. Die Klimadiskussion als strategische Frage der Reproduktion des kapitalistischen Gesellschaftssystems
  3. Die Klimadiskussion als Formierung der politischer Gewalt des Tages

Ich halte es für erforderlich, zumindest günstig, diese drei Arten oder Ebenen der Klimadiskussion zu verstehen, um sie (die Klimadiskussion) –

ganz anders bzw. überhaupt nicht zu führen. 

 

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Update 27.8.2019:

Zu 1: Die Klimadiskussion als Form des seriösen wissenschaftlichen Austausches.

Es gibt wissenschaftlich-seriöse Wortmeldungen zur Klimadiskussion. Erinnert sei an ein Statement von Physikern der Uni Heidelberg (Link) oder an diesen Vortrag von Prof. Dr. Jörn Thiede, Uni Kiel:

Ungeachtet dieser herausgegriffenen Beispiele (weitere wären zu ergänzen), meine ich, dass eine große, öffentliche, wissenschaftliche Debatte fehlt. Die Wissenschaftlichkeit, die eine wirklich demokratische Gesellschaft dringend braucht, ist der politischen interessengeleiteten Aufladung untergeordnet bzw geopfert worden.

Der wissenschaftliche Streit ist gekennzeichnet durch Differenzierung von gesichertem Wissen und offenen Fragen, was zu einer weitgehenden Ergebnisoffenheit sowie der Herausarbeitung verschiedener Handlungsalternativen führt.

Wissenschaft ist nicht vereinbar mit einer vorgegebenen Einengung/Engführung des Gegenstandes, also nicht Ersetzung der Umweltproblematik durch die Klimaproblematik.

Die Umwelt-/Klimadiskussion ist über weite Strecken von Naturwissenschaftlern zu führen aber keineswegs ausschließlich. Es geht immer um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur. Deshalb müssen Sozialwissenschaftler, namentlich politische Ökonomen aber auch Ethiker und weitere an der wissenschaftlichen Diskussion gleichberechtigt teilnehmen. Auch Laien?

Die wissenschaftliche Durchdringung des Verhältnisses Mensch-Natur ist absolutes Lebensinteresse der modernen Gesellschaft, d. h. aller Menschen. Dieser Erkenntnisgewinn ist Bedingung, um katastrophale Entwicklungen der menschlichen Gesellschaft zu vermeiden.

Zu 2: Klimadiskussion als Frage der kapitalistischen Reproduktion

Die tiefsten Wurzeln der Klimadebatten liegen in der kapitalistischen Reproduktion. Die kapitalistischen Produktivkräfte haben sich in wachsendem Tempo zur angewandten Wissenschaft entwickelt (markanter Anzeiger war die Atombombe). Sie wurden in ungeahntem Ausmaß räumlich globalisiert und qualitativ liberalisiert, sind aber jetzt in einem gordischen Knoten gefangen. All das bei striktester Einzwängung in die private Aneignung. Dadurch wird die gesamte (anhaltende) Dynamik zur Höllenfahrt. Oder wissenschaftlich ausgedrückt: Die Produktivkräfte sind in höchstem Grade zugleich  Destruktivkräfte geworden.

Die Systemgrenzen der wenigstens zweihundertjährigen kapitalistischen Reproduktion sind in gewissem Sinne offenkundig. Wieso die Einschränkung in gewissem Sinne ?

  • Dem spontanen Bewusstsein sind die Systemgrenzen wie eh und je nicht offenbar.
  • Dem linken (realsozialistischen) Bewusstsein, das sich in der Revolutionierung des Kapitalismus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert verausgabt hat, sind diese Systemgrenzen ebenfalls (noch) verstellt (obwohl geniale Thesen von Marx, etwa zum gesetzmäßigen Fall der Profitrate oder zur Verelendung, der absoluten, Leitlinien darstellen könnten).
  • Die Systemgrenzen sind den strategischen Denkern/Ideologen, auch Praktikern des Kapitalismus, kurz: den Inhabern des Superreichtums, des GGG (Ganz Großen Geldes), klar geworden. Die Reproduktion stagniert. Deshalb haben sie sich seit langer Zeit (und zunehmend bewusst, ja kühn) der Aufgabe der Transformation ihres so profitablen Systems gestellt. Sie schrecken nicht vor seiner Revolutionierung zurück!

In diese Dimension der Klimadiskussion angemessen einzusteigen, erfordert es, wieder die Revolution zu denken. (Natürlich muss die sehr neu gedacht werden.)

Es fängt damit an, sich wirklich  klar zu machen, wie umfassend die Transformationskonzeptionen der Mächtigen sind (keineswegs nur „Klima“, genauso auch „Massenmigration“). Zwar wird da Vieles im dunkel gehalten, jedoch sei das keine Entschuldigung. Gründliches Studium und Radikalkritik der vorliegenden Dokumente! Hier erwähne ich einmal mehr den WBGU der Bundesregierung mit seinem umfangreichen Transformationsdokument und seinen vielen weiteren Ausarbeitungen. 

Eine marxistische Fundamentalkritik der erwähnten „revolutionären“ Reproduktionsstrategien des Realkapitalismus sehe ich nur in geringen Ansätzen. Erwähnenswert in diesem Sinne finde ich die Webseite „Regenbogenkrieger“. Dort hat man (noch grundsätzlicher als meine z. Z. etwas WBGU-zentrierte Betrachtungsweise) die gesamte seit vielen Jahrzehnten vorangetriebene Wachstums- und Klimadiskussion sowie besonders auch die Rolle der UN im Blick (Link1, Link2)

Bei der Analyse des Zusammenhangs zwischen den Grundinteressen der Mächtigen und ihrer „Ummünzung“ in Tagespolitik liefert immer wieder Norbert Häring erhellende Beiträge, z. B. hier (und weitere Links dort am Ende des Textes). Ebenfalls beachtlich Werner Rügemer.

Zu 3: Die Klimadiskussion als Formierung der politischer Gewalt des Tages

Natürlich geht es hier um die „Phänomene“ „Greta“, „FFF“ oder „XR“. Es geht um das, was uns täglich als Hysterie, Wahn oder einfach Idiotie entgegenkommt. („XR“ hat doch tatsächlich gerade dies auf seiner Webseite):

Mittlerweile gibt es eine rege Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen. Auch Linke positionieren sich. Allerdings sind nach wie vor viele kritische Informationen und Argumentationen nur auf konservativen und AfD-nahen Webseiten zu finden (Beispiel). Wer Sachargumente ignoriert, weil sie „von rechts“ kommen, ist selber schuld. Opa hat sich von solchem „Tunnelblick des guten Genossen“ schon sehr lange (nämlich mehr als vierzig Jahre) schrittweise frei gemacht. Ich gedenke auch nicht, auf diese Freiheit zu verzichten, selbst wenn mich jetzt manche Freunde im Kindes- und Enkelalter als „AfD“ oder „rechts“ bezeichnen.

Der tägliche Meinungsstreit ist zu führen. Doch es besteht die Gefahr, dem hinterher zu hecheln, was die Trendsetter mit ihrer Medienmacht vorgeben.

Notwendig ist die gründlichere Reflektion dessen, WELCHE Ummodelung unserer BRD-Demokratie und speziell des Rechtsstaates gerade stattfindet. (Es stellt sich leicht die Vokabel „Faschisierung“ ein. Daran ist zwar etwas Wahres  aber es ist absolut nicht genau treffend.) Und ebenso muss aufgedeckt werden, WIE das funktioniert. Die sogenannte Zivilgesellschaft, die sogenannten Sozialen Medien, Big Data spielen eine überragende Rolle. Eine wirklich intelligente, zu Neuem vorstoßende, linke Fundamentalkritik gerade daran fehlt. (Für mich ist der Schlüssel, eine völlig neue Qualität politischer Transparenz zu fordern UND SELBST VORZULEBEN.)

Die noch geringen linken Kräfte müssten zusammenrücken, auch organisatorisch. Es ist nicht böser Wille, wenn sie das bisher nicht tun. Auch nicht bloße Unfähigkeit. (Jüngste Erfahrungen habe ich mit „Aufstehen“ gemacht.) Noch will es die Zeit nicht anders. Doch die Zeiten ändern sich.

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8 Antworten zu Klimadiskussion dreifach bis vierfach – Update 27.8.2019

  1. fidelpoludo schreibt:

    Strafanzeige wegen Schäden und Mord durch Klimakontrolle! und Geo-Engeneering
    Auf dem Dudewebblog werden die deutschen Bürger aufgefordert, Strafanzeige wegen Schäden und Mord durch Klimakontrolle und Geophysische Kriegsführung zu stellen. Das wird ausführlich und mit vielen Belegen und unzähligen Links dadurch begründet, dass
    „der europäsiche Luftraum täglich mit Feinstaub verseucht“ werde, „damit mehr Wasser nach Arabien verschoben und dort für das Fracking von Erdöl und Erdgas und die industrielle Landwirtschaft verwendet wird“. (…) „Es wird Zeit, dem Spuk der „Geophysischen Kriegsführung“ ein Ende zu setzen.“ (…)
    „Seit spätestens 1960 wird systematisch für militärische und kommerzielle Zwecke Klimakontrolle ausgeübt. Ebenso systematisch wird seit 1965 gelogen!
    Militärisch geht es um die „Zerstörung der feindlichen Infrastruktur“ und „Behinderung der Feindlichen Truppen“.
    Kommerziell dient es der Kontrolle, Steuerung und dem Handel mit dem globalen Wasserkreislauf und Kohlenstoffkreislauf. (…)
    Seit 1990, als mit der Wende weite Lufträume über Europa, Afrika und Asien verfügbar wurden, begann die imperiale Klimakontroll-Industrie, ihre Maßnahmen zu globalisieren. Dies, liebe Mitbürger, ist die Essenz der Globalisierung! (…)
    Wir in Deutschland sollten nicht die Deppen der Klimakontroll-Mafia sein, und eine „Vorreiterrolle“ bei Opferung unserer Industrie für die falschen Versprechen der Klimatisten spielen. Stattdessen sollten wir damit beginnen, diese Verbrecher zu verurteilen und zu bestrafen. (…)
    Geehrte Mitbürger, schaut Euche bitte die folgenden Ereignisse an und meldet Euch mit eigenen Beobachtungen, damit diese Liste erweitert werden kann. Berichtet anderen darüber und denkt den Prozess durch. Alle aufkommenden Fragen werden in diesem Blog beantwortet.“
    https://dudeweblog.wordpress.com/2019/08/24/strafanzeige-wegen-schaeden-und-mord-durch-klimakontrolle/

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  2. kranich05 schreibt:

    Dieses Posting gehört schon längst geupdatet.
    Eigentlich ist es ja gar kein Posting, sondern nur ein „Platzhalter“, eine Notiz, dass ein solches Posting fällig und überfällig ist.
    Jetzt gehe ich aber erstmal in den Garten….

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    • fidelpoludo schreibt:

      Lieber Kranich,
      wenn Du in den Garten gehst, vergiß die Peitsche nicht!

      Denn:

      „Für fast alle Lebensformen dieses Planeten ist Kohlendioxid unentbehrlich und das obwohl die Zusammensetzung der Luft nur einen relativ geringen Prozentsatz Kohlendioxid enthält.

      Die meisten Gärtner unterschätzen den Einfluss von CO2 für das Gewächshaus oder die Klimakammer. Bei erhöhten CO² Werten wachsen die Pflanzen nämlich stärker und schneller, da die Photosynthese der Pflanzen effektiver stattfindet und die Pflanzen für das Wachstum weniger Wasser brauchen. Der geringere Wasserbedarf ist lediglich einer der vielen Vorteile einer erhöhten CO2-Konzentration im Gewächshaus. Hohe CO²-Werte erhöhen die Resistenz der Pflanzen bei Temperaturschwankungen, Extremtemperaturen und anderen Stressfaktoren, die das Wachstum beeinträchtigen können. Auch geringeren Lichtkonzentrationen können Pflanzen bei erhöhten CO²-Werten durch ein besseres Wachstum und ein gutes Wurzel-Spross-Verhältnis trotzen.

      In einer Umgebung mit einer erhöhten Kohlenstoffdioxidkonzentration wachsen Pflanzen in der gleichen Zeit annähernd doppelt so hoch, wie Neutralversuchspflanzen, da die Assimilation deutlich beschleunigt ist.

      Dies ist aber nur durch künstlich erhöhte CO² Konzentrationen möglich, da vor allem schnellwüchsige Pflanzen das gesamte CO² eines Gewächshauses in weniger als einer Stunde atmen können, wenn kein frisches CO² hinzugefügt wird. Fehlt es den Pflanzen an lebensnotwendigem Kohlenstoffdioxid, so macht sich dies durch ein langsames Wachstum sowie einer höherer Empfindlichkeit gegenüber Stressfaktoren bemerkbar.“

      https://u-farm.de/u-farm-magazin/tutorials/klima-umwelt/luft/co2-sauerstoff-der-pflanzen/kohlendioxid-der-sauerstoff-fuer-pflanzen

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  3. fidelpoludo schreibt:

    „Wissenschaft ist nicht vereinbar mit einer vorgegebenen Einengung/Engführung des Gegenstandes, also nicht Ersetzung der Umweltproblematik durch die Klimaproblematik.“

    Zu diesem sehr treffenden Satz und dazu, wie Wissenschaft vereinahmt wird, gibt es diesen hervorragenden Vortrag von Willie Soon mit dem Titel
    Global Warming: Fact or Fiction? Featuring Physicists Willie Soon and Elliott Bloom
    Ich setze den mir zentral entscheidenden Satz darin voran (und füge hinzu, dass am Ende des Diskussion die russische Wissenschaft zu dem Thema kurz thematisiert wird):

    „If the data don’t fit your theory,
    what do you do?
    You change the data!
    Be smart! Why not?“

    Soon zieht die folgenden vier Schlüsse als Resümee kurz vor Ende:

    1. Es existieren keine wissenschaftlich-experimenzell gewonnenen Daten, die die Behauptung stützen, dass das Erdklima zur Zeit ungewöhnlich ist oder sich in einer gefährlichen Weise verändert.
    2. CO2 hat nur einen geringen Anteil am Klimawandel. Die Vorstellung, man brauche nur am Klimakotrollknopf zu drehen, ist nichts anderes als eine Illusion.
    3. Die Sonne ist der wichtigste Faktor im Klimawandel und hat einen weit größeren Einfluss als Veränderungen des CO2-Anteils.
    4. Klimamodelle sind in weiten Bereichen nicht aussagekräftig, weil sie das Wasser (als Eis, als Flüssigkeit und als Gas) zu wenig berücksichtigen.>

    Seinen Vortrag schließt Soon mit einem Zitat von Prof. Lindzen:

    „Historiker werden sich in den kommenden Jahrhundert verwundert die Augen reiben und sich fragen, wie es einer abgründig fehlerhaften Logik, verdunkelt durch eine permanent betrügerische Propaganda, gelungen sein mochte, eine Verbindung mächtiger Sonderinteressen in den Stand zu versetzen, nahezu jeden davon zu überzeugen, dass das von der menschlichen Industrie erzeugte CO2 ein gefährlicher, den Planeten zerstörender Giftstoff sei. Es wird als die größte Irreführung der Massen in die Weltgeschichte eingehen, dass CO2, der Lebensspender der Pflanzenwelt, jemals eine Zeit lang als tödliches Gift angesehen wurde.“

    Achtung! Trotz der Lebendigkeit seines Auftritts ist der Vortrag keine leichte Kost:

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  4. fidelpoludo schreibt:

    Bröckers im Chor mit Greta und Rezzo, dem Papst und den MSM: „There is no alternative!“
    Mathias Bröckers hat sich – wohl stellvertretend für das Pohlmann-, Fleischer-, Schickentanzlager – nicht entblödet, den Aufruf von Che Guevara „Schaffen wir zwei, drei, viele Vietnam“ seiner revolutionären anti-imperialistischen Würde dadurch zu berauben, dass er ihn auf Gretas „revolutionäres“ Weltritter- und rettertum anwenden zu müssen glaubt: „Wir brauchen zwei drei, viele Zopfgretels“. Die „linke“ Heiligsprechung Gretas erfolgt allerdings etwas reichlich verspätet der des Heiligen Vaters wie der Mainstream-Medien. Ich habe mich gleich zu einem Kommentar dieser polemischen Tagesdosis 27.8.2019 – Wir brauchen zwei drei, viele Zopfgretels (( https://kenfm.de/tagesdosis-27-8-2019-wir-brauchen-zwei-drei-viele-zopfgretels/#comment-168115 )) hinreissen lassen, ohne selber polemisch zu werden, wohl erkennend, das die im Titel angekündigte Zuspitzung im Laufe des Textes dann doch noch einige Relativierungen erfuhr. Hier mein Kommentar. Ich bitte zu entschuldigen, dass für den Blogleser manche Passagen aus dem Kommentar oben schon bekannt sein könnten:

    „Das ist es, was mich an Skeptikern wie meinem Freund S. so nervt – auch wenn sie von Geo-Chemie keine Ahnung haben halten sie nach drei gesehenen YouTube-Filmchen ausgefuchste Vorträge über CO-2. Alternativen haben sie keine zu bieten.“

    Lieber Mathias Bröckers,
    darüber wieviel Sie von Geo-Chemie eine Ahnung haben und wieviele „YouTube-Filmchen“ Sie sich selbst angesehen haben, erfahren wir von Ihnen nichts. Vielleicht besser so! Ich sebst habe mir außer einigen Texten und Büchern so etwa 5o „Filmchen“ angesehen und behaupte deshalb, zwei, drei tun es allemal, um das Problem zu erkennen. Es geht weder um die Verleugnung des Umweltproblems, noch um die Verleugnung des Klimawandels, auch nicht darum abzustreiten, dass CO2 etwas mit der Erderwärmung zu tun hat. Es geht einzig und allein um die Frage, wieviel und ob CO2 der entscheidende Faktor dabei ist; ob es sich also lohnt und auszahlt, dass der Mensch an der CO2-Klimakontrollschraube dreht und dabei auf Deindustrialisierungskurs geht, wie er sowohl in Großbritannien und den USA seit Jahrzehnten mit verheerenden Folgen schon eingeschlagen wurde. Der CO2-Frage im oben beschriebenen Sinne widmet sich z.B. seit über zehn Jahren die Website https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/tag/klimakritik/ mit dem dazugehörigen Youtube-Kanal (( https://www.youtube.com/channel/UCuJo77T0vKOmSyZ8csR1Mlg/playlists )), der sich in den „round about“ 200 Videos mit dem Klimaschwindel in Büchern, Lehr- und Schulbüchern, Filmen, Dokumentationen, Kommentaren, Tagesschau- und „heute“-Meldungen, Lesch, Rammsdorf und wie sie alle heißen, auseinandersetzt. Nehmen Sie sie sich vor und wiederlegen sie sie. Viel Spaß!
    Das neueste, das mir zu Gesicht gekommen ist, kann ich Ihnen auch empfehlen. Es handelt sich um den Vortrag von Willie Soon mit dem Titel:
    Global Warming: Fact or Fiction? Featuring Physicists Willie Soon and Elliott Bloom
    Ich setze den mir zentral erscheinenden Satz darin voran (und füge hinzu, dass am Ende des Diskussion die russische Wissenschaft zu dem Thema kurz thematisiert wird):

    „If the data don’t fit your theory,
    what do you do?
    You change the data!
    Be smart! Why not?“

    Soon zieht die folgenden vier Schlüsse als Resümee kurz vor Ende:

    1. Es existieren keine wissenschaftlich-experimentell gewonnenen Daten, die die Behauptung stützen, dass das Erdklima zur Zeit ungewöhnlich ist oder sich in einer gefährlichen Weise verändert.
    2. CO2 hat nur einen geringen Anteil am Klimawandel. Die Vorstellung, man brauche nur am Klimakotrollknopf zu drehen, ist nichts anderes als eine Illusion.
    3. Die Sonne ist der wichtigste Faktor im Klimawandel und hat einen weit größeren Einfluss als Veränderungen des CO2-Anteils.
    4. Klimamodelle sind in weiten Bereichen nicht aussagekräftig, weil sie das Wasser (als Eis, als Flüssigkeit und als Gas) zu wenig berücksichtigen.

    Seinen Vortrag schließt Soon mit einem Zitat von Prof. Lindzen:

    „Historiker werden sich in den kommenden Jahrhundert verwundert die Augen reiben und sich fragen, wie es einer abgründig fehlerhaften Logik, verdunkelt durch eine permanent betrügerische Propaganda, gelungen sein mochte, eine Verbindung mächtiger Sonderinteressen in den Stand zu versetzen, nahezu jeden davon zu überzeugen, dass das von der menschlichen Industrie erzeugte CO2 ein gefährlicher, den Planeten zerstörender Giftstoff sei. Es wird als die größte Irreführung der Massen in die Weltgeschichte eingehen, dass CO2, der Lebensspender der Pflanzenwelt, jemals eine Zeit lang als tödliches Gift angesehen wurde.“

    Achtung! Trotz der Lebendigkeit seines Auftritts ist der Vortrag keine leichte Kost:

    Jedem, der sich das mit Verstand angesehen hat, sollte begriffen haben, dass es nicht – jedenfalls nicht zuerst – um eine Alternative geht, sondern darum diesen Weg jedenfalls abzubrechen und umzukehren: Wollen Sie uns allen Ernstes einreden, dass ein weiteres Mal gepredigt wird: „There is no alternativ!“? Wie Soon hervorragend herausarbeitet, geht es außerdem auch darum, wieder Wissenschaft zu betreiben und sie dem interessierten Zugriff sowohl der Politik wie der Konzerne zu entziehen. Und wieder deutlich zu machen, dass Wissenschaft nicht dadurch Bedeutung gewinnt, dass möglichst viele darüber abstimmen, sondern dass die systematische Verhinderung von Diskussion in und außerhalb der Wissenschaften unterbunden werden sollte. Dann können wir auch wieder über den Kapitalismus reden.

    Als Betthupferl empfehle ich Ihnen zuguterletzt den Dokumentarfilm „The Uncertainty Has Settled“ von Marijn Poels, der mit deutschen Untertiteln hier zu sehen ist: https://www.youtube.com/watch?v=GuoxLggqI_g&t=3272s

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    • kranich05 schreibt:

      Ich hab nun auch den Kommentar von Bröckers gelesen.
      Er ist leider ganze Strecken lang nur dümmlich.
      Warum schreibt er sowas und warum bringt KenFM solches? (In beiden Fällen ist es unterm eigentlich gewohnten Niveau.)

      Ich glaube, dass auch „unsere“ alternativen Medien (und Medienleute persönlich), sobald sie eine gewisse Reichweite erlangt haben, sich ebenfalls (wie die ganzen MSM) medientaktisch verhalten – Bedienung der unterschiedlichen Ausrichtung einzelner Richtungen des rel. komplex gewordenen Followerkreises.
      Taktik geht dann vor Wahrhaftigkeit. Man glaubt das bringt letztlich mehr.
      Beispiele für diese Beobachtung/Vermutung finde ich bei ihnen allen: KenFM, 3. Jahrtausend, Nachdenkseiten, Rubikon, Telepolis sowieso.
      Ein anderer Faktor mag sein, dass man in den Redaktionen tatsächlich Leute hat (bzw. stabile Connections), die qualitativ unterschiedlich ticken.
      Und der dritte Faktor mag sein, dass auch in diese „unsere“ alternativen Medien der Klassenfeind – ich benutze mal die alte allzu klare Sprache – seine U-Boote schickt. (Das also ist Verschwörungstheorie… jedenfalls weiss ich aus meiner nur geringen Erfahrung als Stasi-IM, dass natürlich genau solche Aufträge die Geheimdienste haben. Wer ist so töricht, daran zu zweifeln?… Naja, das Leben ist leichter, wenn man diese Dimension ausblendet.)

      Gegen all das wirkt zuverlässig die Waffe der politischen Transparenz!
      Dass wir diese Waffe weitgehend ignorieren, beweist, wie wenig ernst es uns Antikapitalisten und Systemkritikern ist.

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  5. Nordost schreibt:

    Lieber Kranich,
    bin neu hier, kam durch einen link auf Ihre Seite.

    Die drei Ebenen der Klimadiskussion ist die bisher kompakteste Zusammenfassung, die mir untergekommen ist. Ich beschäftige mich beruflich mit Biologie, der Gedanke, das CO2 als Gift zu bezeichnen ist aus meiner Sicht abstrus. Ich glaube, die Dämonisierung des in unserer Atmosphäre als Spurengas vorhandenen Stoffwechselendproduktes aller Organismen dient den Ebenen 2 und 3 (nach Ihrer geschätzten Definition).

    Derartige Bestrebungen, die Menschheit zu reglementieren, gibt es in dieser Form vermutlich seit dem Club of Rome. Ein langjähriges Mitglied in diesem exclusiven Verein ist Herr Hans Joachim Schellnhuber. Er ist Mitglied des Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, durfte auf der diesjährigen Münchener Sicherheitskonferenz vortragen und bestimmt stark den wahrgenommenen wissenschaftlichen Diskurs. (…)

    Ich habe große Probleme, wissenschaftliche Veröffentlichungen, die wie oben gefordert ergebnisoffen geforscht worden waren, zu lesen, da diese in den Massenmedien schlichtweg nicht vorkommen. Mir sind viele Veröffentlichungen geläufig, die sich mit der CO2-Klimagiftthese kritisch auseinandersetzen, diese sind aber Sekundär- oder Tertiärliteratur. Damit fällt es mir schwer, wissenschaftlich zu argumentieren, da mir schlichtweg der Überblick fehlt. Tiefgreifende Gesellschaftliche Änderungen aufgrund von Computermodellen zu fordern, wobei die Modellrechnung als wissenschaftlicher Beweis attributiert wird, halte ich für unseriös und gefährlich, noch dazu wo die Modellrechner das Wetter nicht einmal mit 80%iger Sicherheit für 4 Wochen angeben können, aber abschätzen wollen, wie sich der 30jährige Durchschnitt des Wetters (=Klima) in den nächsten 40 Jahren entwickeln soll.

    Seit den Tagen des Kongresses für kulturelle Freiheit sehe ich es als erwiesen an, daß Geheimdienste die gesellschaftliche Diskussion in allen Medien beeinflussen.

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  6. max schreibt:

    Catte Black hat auf OffGuardian Über die Panikmache in Bezug auf Amzonasbrände und die neue Greendeal Agenda geschrieben dabei sind auch ein paar sehr gute Leute auf Twitter verlinkt (alles Englisch)
    https://off-guardian.org/2019/08/23/amazon-burning-well-maybe-not-so-much/
    https://off-guardian.org/2019/08/28/blowing-smoke-over-the-amazon-a-strange-story/

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