Handschlag ja oder nein?…

und verwandte Fragen brachten meinem Gastautor Joachim Bode eine kleine Schlafstörung

Handschlag ja oder nein? Und kühl-bemühte Stimmung…..

Das sind die meist-gebrauchten Begriffe, wenn es in den deutschen Qualitätsmedien (Verzeihung, ich vergaß die dazugehörigen Gänsefüßchen, hier sind sie: „ „) darum geht, über den Besuch der Bundeskanzlerin in Washington zu „berichten“…

Während Kanzlerin Merkel demgegenüber – jetzt wird es endlich inhaltlich! – tapfer behauptet,

sie sei freundschaftlich und sehr warmherzig“

empfangen worden, sie erlaube sich, für die Wiederaufnahme der Gespräche über TTIP zu werben, hört man von Präsident Trump denkwürdige Worte:

„Millionen von US-Bürger wurden durch die internationale Kommerzialisierung zurückgelassen“,

womit er offensichtlich die Auswirkungen der Globalisierung meint, dabei jedoch vergisst, dass Milliarden von Erdenbürgern von ebensolchen Folgen der „Kommerzialisierung“ gebeutelt sind.

Auch in Europa sind verstärkte Tendenzen zu erkennen, eines der wohl größten Probleme dieser Zeit unter vorrangig nationalem Etikett einzuordnen. Ähnliche Ansätze dienten doch schon mal dazu, den Deutschen eine Lösung ihrer Probleme vorzugaukeln, mit bekannten Folgen.

Dessen ungeachtet, jenseits des Atlantik, eine zunächst verbale Abkehr von dem sogenannten Allheilmittel der Globalisierung, das uns täglich von interessierten Kreisen als „goldener Weg“ in die Zukunft angepriesen und verkauft wird.

Gold ja, nur: Für wen? Und auf wessen Kosten?

Immerhin: Das Thema schiebt sich weiter in den Vordergrund.

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Ein spaßiger Videobeweis der grassierenden, selbstzerstörerischen Verblödung

Eine Szene nach dem letzten Schneesturm im Staat New York. Der einfahrende Zug schleudert die Schneemassen von den Gleisen auf die am Bahnsteig Wartenden.

Dass das Mädel im Vordergrund offenbar vor seinem Handy träumt und den einfahrenden Zug erst bemerkt, als sie von den Schneemassen bereits zugeschüttet wird – na ja, kann passieren. Beachtlicher finde ich etliche andere Wartende (ich zähle drei), die das nahende Unheil kommen sehen, es aber unbedingt filmen müssen, anstatt sich in Sicherheit zu bringen (Letzteres machen anscheinend nur zwei).

Man mag einwenden, dass das ganze unter „Riesenspaß“ zu buchen sei. Opa soll es nicht so bierernst nehmen. – Ich weiß nicht, liebe Leute, ganz mag ich solcher Beschwichtigung nicht folgen.

Etwas Anderes ist auch noch interessant:

Dieses Video ist nach anderthalb Tagen bereits viereinhalb Millionen mal angeklickt worden. Es gibt zur Stunde (9 Uhr MEZ) über 5200 Kommentare.  Und es gibt unter „Amtrak Snow-mo Collision“ bei youtube unzählige (bei 40 habe ich aufgehört zu zählen) Versionen.

Welche Mühe macht es demgegenüber nur tausend Klicks zu erreichen für einen wohlüberlegten Beitrag! Und selbst Ken Jebsen, der natürlich die Möglichkeiten der neuen Medien viel besser ausschöpft als Opa, generiert oft nur Zehntausende, seltener Hunderttausende Besucher in längeren Zeiträumen. Mühen der Aufklärung.

(via Sputnik)

Zu all dem passt auch dieses.

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Glyphosat – wie ein Gesundheitsrisiko von Amts wegen geleugnet wird

Am 15.3.2017 wird in Brüssel ein Gutachten der Europäischen Chemikalienagentur ECHA vorgelegt, das für die Entscheidung über Verbot oder Weiteranwendung von Glyphosat von großer Bedeutung sein soll.

Im folgenden Gastbeitrag (für den ich herzlich danke) legt Freidenker Ulf Rassmann die mit Glyphosat (und Monsanto) verbundenen Risiken dar

Glyphosat (Handelsname für N-Phosphonomethylglycin) ist ein Breitbandherbizid, entwickelt und patentiert durch die Firma Monsanto und seit 1974 auf dem Markt. Inzwischen sind die Patente abgelaufen und die Chemikalie wird von zahlreichen Unternehmen produziert und als Unkrautvernichtungsmittel verkauft. Mit der zunehmenden Anwendung gentechnisch veränderter Pflanzen mit Glyphosat-Resistenz in der Landwirtschaft hat sich die ausgebrachte Menge enorm vergrößert.

Die biologische Wirkung von Glyphosat besteht in der Blockade des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS). Dieses Enzym brauchen Pflanzen und eine Vielzahl an Mikroorganismen, um die Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan zu synthetisieren. Da in Wirbeltieren dieses Enzym nicht vorkommt, meinen die Hersteller, es sei eine für diese Lebewesen unkritische Substanz.

Den resistenten Pflanzen wird anstelle von EPSPS als Ersatzenzym beispielsweise eine Phosphinothricin-Acetyltransferase aus dem Bakterium Streptomyces viridochromogenes eingebaut.

Als am 6. November 1996 das Frachtschiff „Ideal Progress“ mit der ersten Ladung gentechnisch veränderter Soja im Hamburger Hafen eintrifft, projizieren Greenpeace-Aktivisten „Kein Gen-Soja in unsere Lebensmittel“ an die Bordwand. In einer begleitenden Presseerklärung [1] wird auf Studien verwiesen, die zeigen, daß Glyphosat beim Backen nicht abgebaut wird und, daß Glyphosat den Hormonhaushalt beeinflußt. Die von Monsanto vorgelegten Studien werden als wertlos eingeschätzt und die EU wird aufgefordert, vor einer Zulassung, eigene Studien durchzuführen, die auch die Möglichkeit einer allergenen Wirkung mit einschließen sollen.

In der Zwischenzeit sind einige tausende akute Vergiftungsfälle (Lungenödem, Herz-Kreislauf-Probleme, Nierenversagen) dokumentiert [2]. Obwohl nach §16 Chemikaliengesetz auch in Deutschland diese Fälle erfaßt werden, gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) diese Zahlen nach 2007 nicht mehr heraus. Darüber hinaus ist eine Vielzahl chronischer Leiden im Zusammenhang mit Glyphosat dokumentiert. Beispielsweise konnte der Arzt Jayasumana die Ursache einer epidemischen Nierenerkrankung auf Sri Lanka mit 400.000 Betroffenen und 20.000 Todesfällen aufklären. Er zeigt die Wirkung von Glyphosat im Grundwasser auf. Glyphosat und sein Abbauprodukt Aminomethylphosphorsäure (AMPA) lösen Schwermetalle aus dem Boden. Diese Schwermetallkomplexe können von der Leber nicht entgiftet werden, da durch die Verwandtschaft mit der Aminosäure Glycin die üblichen Reaktionswege nicht ablaufen können. Erst in der Niere werden die Schwermetallkomplexe zersetzt und die Metallionen entfalten im Nierengewebe ihre toxische Wirkung [3].

Ergebnisse aus EU-initiierten Studien gibt es bis heute nicht. Viel zu spät sind inzwischen europäische Studienprojekte auf den Weg gebracht worden. Aber allein bis 2014 verzeichnet die US-amerikanische Datenbank PubMed 243 toxikologische Studien von denen 146 toxische Effekte durch Glyphosat aufzeigen [2].

Eine Aufmerksamkeit in den Medien erreichte der französische Forscher Séralini. Seine 2012 publizierten Fütterungsstudien an Ratten ergaben neben toxikologischen Effekten auch Nachweise für die Induktion von Krebs [4]. Kurz nachdem ein ehemaliger Monsanto-Mitarbeiter als Ressortchef für Biotechnologie bei der publizierenden Zeitschrift Food an Chemical Toxicology wurde, kam der Rückruf. Begründet wurde dieser mit einer Verfehlung der OECD-Richtlinien für Carzinogenitätsstudien. Séralini hatte die Studie ursprünglich auch nur zur Untersuchung der Toxizität geplant [5]. Gleichzeitig mußten Studien des Monsanto-Mitarbeiters Hammond [6], bei denen die Tiere nur über einen kürzeren Zeitraum beobachtet wurden aber er zu dem Resultat kam, daß es keine negativen Einflüsse gibt, nicht zurückgezogen werden. Séralinis Studie wurde dann 2014 von Environmental Sciences Europe erneut publiziert.

Während man einzelnen renommierten Wissenschaftsjournalen wohl eine interessengeleitete Publikationspraxis vorwerfen darf, werden Tierzüchter und Bauern mit Realitäten konfrontiert. Rinder magern ab, die Fruchtbarkeit sinkt und es kommt vermehrt zu Aborten. Bei Schweinen steigt die Zahl von Mißbildungen, z.B. offenes Neuralrohr und verstümmelte Gliedmaßen. Die selben Symptome treten auch bei der Landbevölkerung in Argentinien auf [7].

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Kein Persilschein für Glyphosat! Helfen Sie mit!

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Verantwortliche Behörden weisen den Betroffenen auch noch die Schuld zu; sie würden die Anwendungshinweise für Glyphosat mißachten und in ihren Ställen nicht ausreichend für Hygiene sorgen. Es ist eine zähe Arbeit für Nichtregierungsorganisationen, engagierte Wissenschaftler, Dokumentarfilmer u.a., die Zusammenhänge aufzuklären und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat in einer Studie mit 2011 freiwilligen Probanden, die die Untersuchung auch selbst bezahlt haben, nachgewiesen, daß ca. 70% der Bevölkerung in Deutschland erheblich mit Glyphosat belastet sind [8].

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Dringend! – Frau Merkel sucht Reiseberater – Dringend!

Bitte nicht Washington! (Schneesturm)!

Bitte nicht Moskau (russischer Winter)!

Bitte nicht Peking (Smog)!

Vielleicht Ankara? (Oh Allah!)

Oder doch lieber Templin in der schönen Uckermark?

(Heißer Insider-Tipp: Alt Placht bei Templin, das „Kirchlein im Grünen“, wo schon Horst Kasner die Meisen fütterte.)

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Analitik mit ein paar Gedanken zum Geschehen. 

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Wikileak

Ein oder zwei Gedanken von Joachim Bode:

Vault 7, die jüngste Bekanntmachung mehrerer Tausend Dokumente über die Grundlagen geplanter und durchgeführter CIA-Straftaten, kann uns am „A…“ vorbei gehen.

In Deutschland ist zwar fast alles, was da zu lesen ist, strafbar, zwar nicht sehr, nämlich nur mit Höchststrafen von bis zu 3 Jahren. Aber so weit – zu Strafen – wird es nicht kommen.

In Frankfurt im amerikanischen Konsulat, vertreten durch den mit vor allem militärischem Hintergrund glänzenden Konsul


arbeiten immerhin fast 1000 Leute, und davon eine nicht unbeträchtlicher Teil an der Umsetzung der CIA-Vorhaben.

Da das entsprechende Personal diplomatischen Schutz genießt, dürfen sie bei uns ungehindert Straftaten begehen und sich ebenso ungehindert am Frankfurter Flughafen vordrängeln, um sich ins gelobte „God´s Own Country“ bringen zu lassen.

Es hat also große Vorteile, wenn sich die Bundesregierung oder auch der BND die gewünschten Daten von der CIA geben lässt. Das ist wahrscheinlich straffrei.

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Hier ein oder zwei weiter ergänzende Gedanken.

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Ist die „junger Welt“ verrückt geworden?

Spontan stelle ich mir die Frage, wenn ein Artikel, in dem es um die Militarisierungsgeilheit des deutschen Imperialismus geht, unter die Überschrift gestellt wird:

„Selbst zum Töten zu geizig“

Ich glaube nicht, dass die jW-Redakteure aus Dummheit solches verkünden.

Hier wird wieder einmal ein Schräubchen gedreht, damit sich unsere sogenannten Linken recht bald als die allerqualifiziertesten, allerzuverlässigsten, allerbesten „Verteidiger unserer Werte“ präsentieren können. Es pressiert, damit sie ab September endlich an die Fleischtöpfe kommen. –

Die „junge Welt“, in deren Genossenschaft auch mein Geld „arbeitet“, als Blödmaschine?

***

Freidenker HaBE sagt es so:

Eigentlich zum Kotzen-

Wir legen offen, 
wohin sie uns drücken, 
wohin sie drängen 
und hoffen
sie bleiben hängen
und steuern das Schiff
im Mainstream
nicht auf das nächste Riff
no paseran 
und beten, 
dass die Proleten 
den Möchte-so-gern 
einmal neuen Herrn 
sich nicht beugen 
und sich nicht vor ihnen bücken
ob Stiefel links
oder Stiefel rechts
am Tritt-oder Standfuß
des Herrschergeschlechts
des Kaputt-Baal
das ist egal

es ist nicht so leicht
ihn zu begreifen
den linksgewendeten Nadelstreifen

wir können & müssen sie enthüllen
nicht um Gottes -nein
um der Kinderwillen
und gemeinsam können wir das schaffen
wir wolln unter uns keine Slaven
sehen und über uns
keine Herrn
und keine Stiefel im Gesicht
auch sogenannte Linke nicht
egal unter welchem Stern
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Fundstück – 8.3.2017 – Mao tse tung

„Die Russen machten die Oktoberrevolution … und die revolutionäre Energie … der arbeitenden Menschen Russlands, bis dato verborgen und ungesehen vom Ausland, brach aus wie ein Vulkan, und die Chinesen und die gesamte Menschheit fingen an, die Russen in einem neuen Licht zu sehen. Dann, und erst dann traten die Chinesen in eine völlig neue Ära in ihrem Denken und ihrem Leben ein.“

(Quelle)

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