Wenn eines Tages…

ein Lied gesucht würde, um es mir hinterher zu singen, so könnte man dieses nehmen:

 

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Endlich wieder Revolutionäre!

„Gerade an der Spitze der altehrwürdigen Unternehmungen werden jetzt keine Manager gebraucht, sondern Revolutionäre.“

Das schreibt und zwar original mit dieser Fett- und Farbschrift der Revolutionsberater Gabor Steingart. (Und wo? Mein altertümliches wissenschaftliches Gewissen verlangt, die Quelle anzugeben. Es ist sein „Morgenbriefing“; leicht zu finden. Sicher kann Herr Steingart auf meine Werbung in Form eines Links verzichten.) Und weiter mit großem Geschütz:

Die großen Familienunternehmer des Landes, die Familien von Siemens, Henkel, Haniel, von Holtzbrinck, Merck, Quandt und Albrecht, die Schaefflers, die Porsches und die Wackers sollten ihre Denkroutinen durchbrechen, bevor die ihnen anvertrauten Unternehmungen von der Moderne geflutet werden.

Peter Sloterdijk hat in „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“ präzise beschrieben, was die Selbstgewissen und Schläfrigen erwartet: „Vergangenheit und Gegenwart bilden die Inkubationszeit eines Ungeheuers, das unter einem trügerisch harmlosen Namen am Horizont auftaucht: das Neue.“‘

Ich weise in aller Bescheidenheit darauf hin, dass der Begriff „Revolution von oben“ hier im Blog mehrfach auftaucht. „Revolution von oben“ ist eine uralte Wendung, die in alten Klassenkampfzeiten nicht nur von Lenin oft verwendet wurde. Heutige denkarme Linke scheinen damit wenig anfangen zu können. Sie stutzen und grübeln: „Jeht sowat überhaupt?“

Gestern trafen sich linksparteinahe marxistische (verdienstvolle) Historiker (meist reiferen Alters). Einer war des Lobes voll über das entschlossene hartnäckige Aufbegehren der Mädchen von FfF. Mein Einwand, dass es sich hier um eine Fußtruppe einer „Revolution von oben“ handele, stieß auf völliges Unverständnis.

Heilige Einfalt!

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In welcher Epoche leben wir? – Weltherrschaftsstreben.

Überarbeitete Textfassung vom 16.1.2020, 12 Uhr

Fragen dieser Art haben sich die Menschen schon früh gestellt. Man befragte Orakel, Priester, Weise. Die Antworten konnten große mobilisierende Wirkung entfalten.

MarxEngels richteten den Blick auf die Triebkräfte der Gesellschaft (Basis; Produktivkräfte, Produktionsverhältnisse, zu Tage tretend in den historisch bestimmten  materiellen Interessen von Klassen; Überbau). Damit lösten sie eine geistige Revolution aus, die die Selbsterkenntnis der Menschheit einen großen Schritt voran brachte. Lenin identifizierte sich uneingeschränkt mit Leistung und Geist von MarxEngels und füllte bestehende Lücken der materialistischen Gesellschaftstheorie – immer den neuesten Entwicklungen des Kapitalismus auf der Spur – mit eigenen theoretischen Arbeiten, mit Verallgemeinerungen der revolutionären Praxis sowie mit seiner revolutionären radikalhumanistischen Intuition. So konnten bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein bedeutende gesellschaftliche Kräfte/Klassenkräfte ein grundsätzlich zutreffendes Epochenbewusstsein entwickeln  – „Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution.“

Nach dem Ableben von MarxEngels und Lenin bemühten sich die ihnen folgenden Revolutionäre und reflektierenden Theoretiker die neuen Fragen der Klassenkämpfe zu beantworten, auch die Fragen des Charakters der Epoche. Dabei gab es Erfolge (Zu Leistungen der Kommunistischen Internationale vergl. Heinz Karl in: „Geschichtskorrespondenz“ Juli 2019). Erinnert sei besonders an die mit Dimitroffs (aber auch Zetkins) Namen verbundene Faschismusdefinition. Sie ist bis heute ideologisch umstritten – weil sie eine gültige Erkenntnis ist.

Dennoch setzte sich durch bzw. wurde durchgesetzt eine Dogmatisierung der „Marxismus-Leninismus“ genannten, jetzt gleichsam staatsoffiziellen materialistischen Gesellschaftstheorie. Das schädigte in einem längerem Prozess ihre Fruchtbarkeit zutiefst und führte schließlich zu ihrem politischen Bankrott in Europa und weiten Teilen der Welt. Das war das Ergebnis des Stalinismus, Praxis und Ideologie eines deformierten Roh-Sozialismus. Er wurde nach Stalins Tod nicht überwunden. Ein Markstein dieses Niedergangs war die Bestimmung der Epoche in der Moskauer Erklärung von 81 kommunistischen Parteien aus dem Jahr 1960 – „Epoche des Triumphes des Sozialismus und Kommunismus im Weltmaßstab“ (Vergl.: Afred Kosing, „Epochen und Epochenwechsel in der neueren Geschichte“, Berlin 2018).

Heute, inmitten akuter gesellschaftlicher Krisen- und Umbruchsprozesse, sind die Schicksalsfragen der Menschen: „Wer sind wir?“, „Wohin gehen wir?“ mit Wucht zurück gekommen. Die „Diskurse“ sind geflutet von „neuesten“ Antworten, nicht selten Wiedergänger der ältesten. Antworten auf der Basis des Historischen Materialismus sind rar. Sie sind aus dem Zentrum der ideologischen Kämpfe weitgehend verdrängt – ein Grund mehr für mich, paar Überlegungen zu diesem Thema zu äußern.

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Der Untergang des Realsozialismus als Weltsystem bedeutete den „vorläufigen Endsieg“ (Fülberth) des Kapitalismus. Es war insbesondere der Triumph der im anglo-amerikanisch-zionistischen Kapital („Superreichtum“) formierten Machtballung. Diese Macht ging sofort daran, die erreichte Dominanz zur uneingeschränkten, dauerhaften Weltherrschaft auszubauen. Der Prozess schien vordergründig ein ökonomischer zu sein und wurde unverfänglich „Gobalisierung“ genannt. Extraprofite erzielten die Urheber durch die „freiheitliche“, sich über den ganzen Globus erstreckende Marktausdehnung (Schwerpunkt China), sowie durch großzügige „Modernisierungshilfen“, d. h. die Privatisierung des Staatseigentums (Schwerpunkt Russland). Obwohl ökonomisch begründet war diese Globalisierung von Anfang an mit aggressiver politischer Expansion verbunden (1. Irakkrieg, Zerschlagung Jugoslawiens).

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Der Erfolg der ersten Etappe dieser Globalisierung (etwa 1990 bis 2000) produzierte ihre 1. Krise. In Russland kam Putin an die Macht, und bald sorgten die „Silowiki“ dafür, dass „westliche Hilfe und Unterstützung“, wesentlich Raub des russischen Volksvermögens, gestoppt wurden. Chodorkowski, Liebling der deutschen „Elite“ bis heute, wanderte in den Knast. Chinas Führer, souveräner als seinerzeit die russischen, hatten die fremden Globalisierungsgewinnler ohnehin nur auf Zeit profitieren lassen, und diese Zeit begann abzulaufen. 2000 kam es zur Dotcom-Krise, zugleich Menetekel der Finanzkrise von 2008. Im Gegensatz zu diesen Misserfolgen gebremsten Erfolgen standen die neuen Internet-Konzerne zur Weltverwaltung und -steuerung bereit – GAMFA (von Werner Rügemer porträtiert in: „Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts“, Köln 2018). Kurz, die Strategen der anglo-amerikanisch-zionistischen Weltherrschaft hatten einer möglichen Stagnation zu begegnen und zugleich neu geschaffene Potentiale zu nutzen. Man entschied sich für eine Strategie des Schocks (Naomi Klein:“Die Schockstrategie“, 2007), des Chaos und des Staatsterrors. Sollte man so die zweite Etappe der Globalisierung bezeichnen? Startschuss war 9/11. Als prägende Ereignisse folgten der 2. Irakkrieg, der „arabische Frühling“, die Rekrutierung islamistischer Terrortruppen im großen Stil, sowie die Finanzierung der Krise von 2008 durch die Völker.

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Diese zweite Etappe/Katastrophenetappe (etwa 2000 bis 2015) der unter dem Label „Globalisierung“ laufenden Weltherrschaftsstrategie des anglo-amerikanisch-zionistischen Machtkomplexes forderte unzählige Opfer und verlief bis Mitte 2015 im imperialistischen Sinne erfolgreich. Wer „Kipppunkte“ liebt, mag den Eintritt Russlands auf der Seite Syriens in den gegen das Land seit 2011 geführten imperialistischen Krieg als solchen bezeichnen. Mit diesem „Kipppunkt“ entbrannte der (halb-)offene Kampf zwischen Hauptkräften der Multipolarität einerseits und den Kräften der anglo-amerikanisch-zionistischen Weltherrschaftsstrategie andererseits. Die Letzteren wurden auf dem Kriegsschauplatz Syrien getoppt. Derzeit erleben wir, wie sich in der 2015 begonnenen Phase der Globalisierung (3. Etappe?) eine wachsende Zahl geopolitischer Pole herausbildet, die in engen, widersprüchlichen Wechselwirkungen stehen und dabei zugleich zunehmend selbstbestimmt agieren. Die jüngste USA-Iran-Krise hat bestätigt, dass auch zweitrangige (im Sinne von: „regional begrenzte“) Mächte der US- und Israel-Militärmacht erfolgreich entgegentreten können, wenn sie von hoher Kampfmoral getragen und in der Lage sind, dem Aggressor „inakzeptablen Schaden“ zuzufügen bzw. dies glaubhaft machen können. Mir scheint, dass die multipolare Weltordnung begonnen hat, sich, trotz der anhaltenden Gegenwehr der alten Weltherrschaftsmächte, schrittweise durchzusetzen. Diese Wendung ist unter Vermeidung eines großen Krieges erreicht worden.  Drückt sich hierin bereits eine tiefe Wandlung des Charakters unserer Epoche aus?

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Ich meine, dass seit geraumer Zeit innere Differenzierungen der anglo-amerikanisch-zionistischen Weltherrschaftskräfte auszumachen sind und dass diese Tendenzen große Zukunfstbedeutung haben können. Dazu und zu Fragen der inhaltlichen Ausgestaltung der Multipolarität, sollen in einem zweiten Teil einige Überlegungen folgen.

Schließlich soll sich ein dritter Teil der „emanzipatorischen Seite“ zuwenden, den „Grundfragen“: Muss der Kapitalismus überwunden werden? Wer wird das wie tun?

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Cory Morningstar: „Die Erzeugung der Marke Greta Thunberg zur Erzielung von Zustimmung: Der Grüne New Deal ist das Trojanische Pferd für die Finanzialisierung der Natur“ I/5

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„Was die Manipulationen durch den Non-Profit-Industriekomplex ärgerlich macht, ist, dass sie den guten Willen des Volkes, insbesondere der Jugendlichen, ausnutzen. Sie richten sich an diejenigen, denen keine Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt wurden, um wirklich für sich selbst zu denken, und zwar von Institutionen, die dazu bestimmt sind, der herrschenden Klasse zu dienen. Der Kapitalismus funktioniert systematisch und strukturell wie ein Käfig zur Aufzucht von Haustieren. Die Organisationen und ihre Projekte, die unter falschen humanistischen Slogans operieren, um die Hierarchie von Geld und Gewalt zu stützen, werden immer mehr zu einigen der wichtigsten Elemente des unsichtbaren Käfigs von Korporatismus, Kolonialismus und Militarismus.“ – Hiroyuki Hamada, Künstlerin

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Ich verweise auf meine einleitenden Bemerkungen zum ersten Posting dieser Serie. Zum zweiten Posting (I/2) geht es hier, zum dritten hier (I/3), zum vierten hier (I/4).

Alle folgenden Zitate (übersetzt von „Linke Zeitung“) aus Band I Teil 5 , den C. M. so einleitet:

„In Teil 5 schaue ich genauer auf den Green New Deal. Ich untersuche „Data for Progress“ und das Targeting von weiblichen Jugendlichen als Schlüssel zur „Femografie“. Ich verbinde den Hauptarchitekten und die Autoren der „Green New Deal“ -Daten mit dem World Resources Institute. Von dort aus führe ich Sie durch die vernetzte Business & Sustainable Development Commission, die Global Commission on the Economy and Climate und die New Climate Economy – ein Projekt des World Resources Institute. Ich offenbare den gemeinsamen Nenner zwischen diesen Gruppen und der Stellung von Geld zur Natur, vertreten durch die Natural Capital Coalition und den gemeinnützigen Industriekomplex als Einheit. Abschließend verrate ich, wie dies in der Umsetzung von Zahlungen für Ökosystemleistungen (die Finanzialisierung und Privatisierung der Natur, globaler Maßstab) gipfelt, die „voraussichtlich auf dem fünfzehnten Treffen in Peking im Jahr 2020 angenommen wird“.

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Ein grüner New Deal – für die Mobilisierung

„Am 27. Juni 2018 berichtete Democracy Now, ein populäres Sprachrohr für die Machthallen der heimischen Pseudo-Links-Bewegungen folgendes:

In einer atemberaubenden Aufregung und der größten Überraschung der diesjährigen Vorwahlen schlug die 28-jährige Demokratische Sozialistin Alexandria Ocasio-Cortez am Dienstag in New York den amtierenden Abgeordneten Joe Crowley, der 10 Jahre im Amt war… 

Alexandria Ocasio-Cortez: „Es war enorm wichtig. Ich würde nicht kandidieren, wenn es nicht die Unterstützung der Gerechtigkeitsdemokraten (Justice Democrats) und des brandneuen Kongresses (Brand New Congress) gäbe…“

Die meisten der Personen, die an der Gründung der Gerechtigkeitsdemokraten (im Januar 2017 gegründet) und des Brand New Congress (2016 gegründet) beteiligt waren, kamen aus der Zeit nach der Bernie 2016 Kampagne…“

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„Einen Tag nachdem Ocasio-Cortez am 27. Juni 2018 die demokratische Nominierung für ihren Kongressbezirk gewonnen hatte, wurde ein Grüner New Deal unter der Führung von Ocasio-Cortez von Grist zur Schlagzeile gemacht,…

„Was den Vorschlag von Ocasio-Cortez auszeichnet, ist ihr Plan, das Ziel zu erreichen, indem sie einen, wie sie es nannte, „Grünen New Deal“ umsetzt, einen Plan für die Regierung, der „die Investition von Billionen von Dollar und die Schaffung von Millionen von Hochlohnjobs“ anregen soll….

Der Grüne New Deal, den wir vorschlagen, wird ähnlich groß sein wie die Mobilisierungsbemühungen im Zweiten Weltkrieg oder der Marshallplan“, … „Wir müssen wieder in die Entwicklung, Herstellung, Bereitstellung und Verteilung von Energie investieren, aber diesmal in grüne Energie.“

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„Hier müssen wir für einen Moment innehalten, um das Obige zu dekonstruieren. Erstens spiegelt der obige Plan und die Sprache das im Strategiepapier „Die Öffentlichkeit in den Notfall-Modus führen“ wider: Eine neue Strategie für die Klimabewegung“ [dargelegt in Teil IV dieser Serie], das von Organisationen geführt wird, deren Zugehörigkeit zu den Demokraten, den Sanders und der Ocasio-Cortez-Kampagne öffentlich bekannt ist. Zweitens müssen wir erkennen, dass hinter großen Institutionen und Medien wie Grist, die als „links“ und „progressiv“ gebrandmarkt werden, Machtstrukturen stehen, die dem Kapital untergeordnet sind. Der CEO von Grist ist Brady Walkinshaw. Vor seiner Rolle als CEO im Jahr 2017 arbeitete Walkinshaw, ein ehemaliger Vertreter des US-Bundesstaates, als Programmverantwortlicher bei der Bill & Melinda Gates Foundation. Vor seiner Tätigkeit bei der Gates Foundation war Walkinshaw, ein Fulbright-Stipendiat des US-Außenministeriums, als Sonderassistent der Weltbank tätig. Im Vorstand von Grist sitzt der Gründer von 350.org, Bill McKibben – Defacto-Fußsoldat für Bernie Sanders und die Demokraten im Allgemeinen.“

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3 Würfe, 3 x die 6! – das hat eine Wahrscheinlichkeit von 1%

Der Iran hat eine Schlacht gewonnen. Der Krieg geht weiter (und sehr große Gefahren bleiben). Er wird enden, wenn die USA aus dem Nahen Osten vertrieben  sind. Eine plausible Analyse hier. (Weitere ernsthafte Überlegungen bereits vor einigen Tagen hier.)

 

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Putins Erklärungen

Mit besonderer Ungeduld wird dieser Tage die Erklärung Putins erwartet, des bedeutendsten Politikers (wohl im Tandem mit Xi) unserer Epoche.

Sie ist nicht ausgeblieben, vielleicht aber von manchem nicht bemerkt worden:

Putin (und Shoigu) begaben sich nach Damaskus und machten eine Stadtrundfahrt. Sie gaben zu Verstehen: Niemand, keine Macht der Welt wird es wagen, die Führer der Widerstandsachse anzugreifen; auch hier nicht, im Auge des Taifuns.

Putin betete in Damaskus. Sagte er etwa: Jetzt hilft nur noch beten!? Keineswegs – das hätte er in Moskaus Erlöserkirche auch haben können. Nein! Viel mehr appellierte er an die Menschen: Bei allem, was Euch heilig ist, lasst Überlegung und Verantwortung walten!

Putin besuchte zusammen mit Assad die Omayyaden-Moschee sowie die orthodoxe Kirche der Heiligen Jungfrau Maria. Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass beide Führer, sowohl die große islamische, als auch die christliche Glaubensstätte besuchten. Nicht „The Clash of Civilizations“ wird den Weg der Menschheit bestimmen!

Putin drückte seine Erwartung aus, dass in Syrien bald Frieden sein wird. Das heißt nicht nur: Idlib wird bald befreit sein. Ab heute bedeutet es mehr: US-Amerikaner und alle anglozionistischen Konsorten werden aus Syrien und Irak verschwinden!

Danach begab sich Putin an seinen nächsten Arbeitsplatz, auch der kein militärischer – Eröffnung einer Pipeline in Istanbul. Auch das ist ein Statement.

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Fundstück – 8.1.2020 – Ramin Mazaheri über Deutschland (gemeint ist das deutsche imperialistische Kapital)

Das ist aber das Hauptproblem: Auch nach Jahrzehnten im gesamteuropäischen Projekt weigert sich Deutschland, seinen Überschuss zu teilen. Von Bismarck zu Hitler Deutschland war ein mieser Nachbar – jetzt ist es ein mieser Partner.

Obwohl sie das schreckliche Leid des Zweiten Weltkriegs verursachten, machten sie die fast ebenso faschistischen USA zu ihrem Partner, und die Aktionen Deutschlands zeigen, dass sie weiterhin bestrebt sind, den Kontinent zum Wohle Deutschlands zu entkernen, um das US-Modell vollständig nachzuahmen. Wie ich im Jahr 2017 schrieb, ist das Ziel Deutschlands nicht ein geeintes Europa, sondern “ die Vereinigten Staaten von Europa“ mit Berlin als Washington DC, Frankfurt als New York City und allen anderen als Überflugland voller armer Missstände.“

Quelle: 10-teilige Serie beim Saker (Links auf alle 10 Teile am Ende des verlinkten Artikels).

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