Brauchbare Informationen (6) – aus Dilmas Büro

Mit „Dilma“ meine ich, etwas burschikos benannt, die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff. Aus ihrem Präsidialamt erging die folgende Pressemitteilung, die die „junge Welt“ heute dankenswerterweise in wesentlichen Teilen dokumentiert.

Hier der jW-Text und einige wenige Nachbemerkungen von mir:

„Das Präsidialamt Brasiliens veröffentlichte am Sonnabend folgende »Pressemitteilung über das informelle Treffen der führenden Repräsentanten der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) aus Anlass des G-20-Gipfels in Brisbane«. An dem Treffen nahm auch der laut deutschen Medien auf dem Gipfel »isolierte« russische Präsident und Gastgeber des nächsten BRICS-Gipfels, Wladimir Putin, teil (siehe »Nachschlag« Seite 14):

Sie (die führenden Repräsentanten der BRICS-Staaten – d. Red.) unterstrichen, dass die Unterzeichnung der Vereinbarungen zur Errichtung der Neuen Entwicklungsbank (NDB) und des Reservekontingentabkommens (CRA), d. h. die Schaffung von Instrumenten, die zur Stabilität des internationalen Finanzsystems beitragen, die BRICS-Zusammenarbeit auf ein grundlegend neues Niveau gehoben hat. (…)

Sie forderten ihre Finanzminister auf, den Präsidenten und die Vizepräsidenten der NDB rechtzeitig vor dem nächsten BRICS-Gipfel in Russland zu nominieren. Die Repräsentanten kündigten außerdem die Einsetzung eines Vorläufigen Direktoriums an, das die nächste Phase der NDB-Errichtung leiten soll.

Die Repräsentanten forderten ihre Finanzminister und Chefs der Zentralbanken auf abzusichern, dass die CRA-Arbeitsgruppe beim nächsten BRICS-Gipfel die Verfahrensregeln und Handlungsrichtlinien des Verwaltungsrates und des Ständigen CRA-Komitees verabschiedet. Sie forderten außerdem ihre Zentralbankchefs auf abzusichern, dass das Interzentralbankabkommen, das für das CRA vorgesehen ist, beim Gipfel in Russland verabschiedet wird.

Die Repräsentanten tauschten ihre Ansichten aus und sprachen über ihre Auffassungen zu den Hauptgegenständen des G-20-Gipfel sowie zu dessen erwarteten Ergebnissen, eingeschlossen Maßnahmen, um Wachstum und Arbeitsplatzbeschaffung zu fördern; (…)

Sechs Jahre nach Beginn der internationalen Finanzkrise stellten die Repräsentanten in bezug auf die Weltwirtschaft fest, dass eine starke und langfristige Erholung erst noch konkrete Formen annehmen muss. Die Schwellenländer trugen zur weltwirtschaftlichen Aktivität bei, indem sie hohe Wachstumsraten aufrechterhielten – trotz widriger Umstände und der Auswirkung von Strategien hochentwickelter Länder, insbesondere in bezug auf Währungen. Die Repräsentanten nahmen die Anstrengungen der G 20 zur Kenntnis, unterstrichen aber, dass mehr getan werden muss, um kurzfristig die weltweite Nachfrage zu stützen, insbesondere durch hochentwickelte Volkswirtschaften, sowie um Investments und langfristig Wachstumspotential zu fördern. (…)

Die Repräsentanten brachten erneut ihre Enttäuschung und ernste Sorge über die Nichtumsetzung der Reformen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 2010 zum Ausdruck sowie über die Auswirkungen auf Rechtmäßigkeit und Glaubwürdigkeit des IWF. Unangemessene Verzögerungen bei der Ratifizierung des Abkommens von 2010 stehen im Widerspruch mit den vereinten Bemühungen der G-20-Repräsentanten seit 2009. Für den Fall, dass es den USA bis Jahresende nicht gelingt, die Reformen von 2010 zu ratifizieren, riefen sie die G 20 auf, eine Diskussion über alternative nächste Schritte zu führen, zu deren Vorstellung im Januar 2015 der IWF verpflichtet werden muss. (…)“

Von den deutschen MSM (Oligarchenmedien) auf „Klein-Fritzchen-Niveau“ über den G-20-Gipfel (des)informiert, ist es für mich hochinformativ zu erfahren, mit welcher Entschlossenheit und Systematik die BRICS-Welt konkrete Schritte der Gestaltung ihres Gegenmodells zur atlantisch-zionistischen Weltordnung unternimmt.

Die folgende Meldung, gefunden via „junge Welt“, unterstreicht die Dringlichkeit des BRICS-Vorgehens:

„Für das Gesamtjahr 2014 deuten die Ergebnisse des Henderson Global Dividend Index darauf hin, dass die weltweiten Dividenden etwa USD 1,19 Billionen erreichen könnten. Das entspräche einem Dividendenwachstum von 12,6% (beziehungsweise 10,6% auf Basis der zugrunde liegenden Dividenden).“ (Hervorhebungen vom Opa.)

Also: Das Ausrauben der Menschheit durch die Barbaren des GGG, des Ganz Großen Geldes, funktioniert, auch wenn ernsthafte Gegenkräfte wachsen, immer noch prächtig. 

Bemerkenswert finde ich, am Rande gesagt, dass obige Information zu BRICS aus Brasilien und nicht aus Moskau oder Peking kommt.

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3 Antworten zu Brauchbare Informationen (6) – aus Dilmas Büro

  1. Pingback: “STOPPT DIE DROHNENKILLER!” ruft Jürgen Todenhöfer / auf Opas Blog | barth-engelbart.de

  2. eschff schreibt:

    Genau das ist meine persönliche Erfahrung: Das Ausrauben der Menschheit durch die Barbaren der Landesregierenden (mit Auswirkung auf die GGG,) des Ganz Großen Geldes, funktioniert, auch wenn ernsthafte Gegenkräfte evtl. wachsen sollten, (was ich noch nicht richtig erkenne) immer noch prächtig besonders in dem Bereich von elemenaren Grundbedürfnisen: wie Wohnen, gesunde Ernährung, Kulur. / Denn Lügen sind die Behauptungen 1/3 des Einkommens schluckt die Miete! In jungen Jahren während der Familienarbeit, 3 Ki. hatte ich bescheidenen Wohnraum, pro Person 20 m², aber unsere Miete lag stets bei mehr als die Hälfte des Einkommens pro Person! Wirft man einen Millionär und einen Arbeiter in einen Topf u. rechnet den Durchschnitt kommt man halt zu der Erkenntnis: Jeder ist ein halber Millionär! Deutschland ist ein reiches Land. Wir haben Riesenglück gegen andere arme Länder, aber unsere Poltiker sind auf dem besten Weg eine Unwucht zu erzeugen, die uns das Genick brechen wird. Beamte, Politiker, Gutverdiener gehören als Beitragszahler für die Sozialkassen herangezogen! Sparkassen und Landesbanken gehören unter echte Kontrolle! Es darf nicht sein: Dass sittenwidrige Folgegrundschulden Fremdeigentum ruiniert! So geschehen in der Dorotheenstr. 16 in 12557 Berlin! Da wurde ab 1997 das Ziel des Grundgesetzes in die Tonne getreten!

    • Elisabeth Schwabe schreibt:

      Zum Zeitpunkt des Kommentars, war mir noch unbekannt, dass zig sich in der Insolvenz befindliche Firmen mit unlauteren Methoden den Staat betrügen konnten über Schlafmützen in den Schnittstellen der Staatskontrolle und Schattenwirtschaft.
      Warten bis § 133 Wiederversteigerung eingetragen ist in einem Grundstück, was dem Eigentümer entzogen worden war mit Knebelverträgen! .
      Einen bekannten Notar finden und eine profitgeile neue Bank! Beiden verschweigen, dass das Grundstück wertlos gemacht worden ist für die naechsten 30 Jahre mit einer ! beschränkten persönlichen Dienstbarkeit für ein Sozialprojekt! Einfach auf eine Folgegrundschuld bestehen aufgrund des Zuschlags aus Zwangsversteigerung! Aus dem so ergaunerten Fremdgeld keine Grunderwerbsteuer überweisen, sodern den Fiskus um Niederschlagung bitten, weil es sich um eine Umwandlungsgeschäft handelt! Das ein Sozialprojekt in Eigentumswohnungen umgewandelt wird, wird die Gemeinde gut finden, Das bring der 14 Grundschuldner für Grunderwerbssteuer!!!
      Wird wunderbar klappen, weil die Sachbearbeitert in den Neuen Bundesländern die alte Methode fortführt! Die neuen alten Eigentümer werden einfach übergngen! Vorschriften wie 128 (2) ZVG und 1092 BGB werden ausgeschaltet!!!
      So geschehen mi tzqhlreichen Immobiloien, eines davon ist das auf dem Grundstück Flurstück 181 Blatt 5235N 12557 Berlin! Strafe ist keine zu befürchten! Denn Unfähigkeit im Amt ist kein Strafdelikt! Der geschädigte Eigentümer wird keinen Anwalt finden. Denn die Behörden und die Banken haben kein Interesse Eigenverschulden einzugestehen!
      Und das ergaunerte an Krediten kann ungehindert für weitere Plünderungen von Fremdeigentum verwendet werden, weil begünstigende Verwaltungsakte dürfen nicht zurückgefordert werden!
      Berlin, den 11. 11. 2016, 00:17

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