Superreichtum und Krieg sind zwei Seiten derselben Medaille

Über Krieg einerseits und Superreichtum andererseits wird oft gesprochen, leider nur selten in ihrer Wechselbeziehung, leider nur selten konkret. Die Kriegspolitik der USA/EU gegenüber Russland wird kritisiert, auch von gestandenen bürgerlichen Politikern. Aktive Politiker, wie bekannt, propagieren den Krieg. Geostrategen, wie bekannt, haben Kriergsszenarien entwickelt.

Wer aber will wirklich den Krieg? Welches sind die Kraftzentren, welche mächtigen Personen und Personengruppen sind es, die nur mittels Krieg ihre Macht erweitern können? Für wen ist der Krieg eine “Lebensfrage”?

Dass Kapitalismus mit Krieg einhergeht ist bekannt. Die in unerbittlicher Konkurrenz stehenden kapitalistischen Privateigentümer mit dem Zugriff zur politischen Macht haben sich unzählige Male ausgerechnet, durch Krieg ihre Macht und ihren Profit zu steigern. Sie haben für die entsprechende Politik gesorgt, und die Ergebnisse sind u. a. als “Zeitalter der Extreme” zu besichtigen. Das alles ist zwar gesetzmäßig erfolgt, doch kein gesellschaftliches Gesetz wirkt ohne menschlichen Willen, ohne bewusstes menschliches Tun.

Eine reale “Gesetzmäßigkeit des Atomkriegs” hat es bisher nicht gegeben. Die Gefahren, die oft groß waren, wurden bisher von den Menschen gebannt. Doch angesichts der heute täglich neuen Kriegsdrohungen muss die Frage beantwortet werden, ob es eine neue, so bisher nie dagewesene, schier übermächtige Kriegskaste gibt, die vielleicht sogar an einem solchen unvorstellbaren Krieg interessiert ist, der zur Vernichtung des größten Teils der Menschheit führt. Es liegt auf der Hand, dass es schwierig ist, diese Frage ernsthaft zu untersuchen und zufriedenstellend zu beantworten, wenn es Mächtige gibt, die geheim agieren.

Diese beiden Sachverhalte: 1. dass die erwähnte Fragestellung möglich ist und 2. das geheime, also völlig unkontrollierte und unkontrollierbare Agieren der Mächtigen, müssten, meine ich, ausreichen, Massen von Menschen zu alarmieren.

Das Gegenteil ist der Fall. Das tatsächliche Interesse der Masse der Menschen an der “Schicksalsfrage” Krieg/Frieden ist gering. Wahrscheinlich ist sie ihnen “zu hoch”. Beunruhigend ist, dass auch “die Aufgeklärten”, “die Wachen”, “die Systemkritischen” sich vergleichsweise wenig für die Geheimnisse interessieren, unter deren Mantel die menschlichen Super-Mächte – Wer sonst? – Kriege generieren. Von einige Außenseitern abgesehen – im deutschsprachigen Raum vielleicht Krysmanski, Rügemer, gfp(Krohnauer)IMI, für weitere Quellenangaben bin ich dankbar – ist Superreichtum und Krieg kein Gegenstand der Forschung und Debatte. (Das Geschreibsel etwa der FAZ über Finanzdynastien zähle ich nicht zu einer ernsthaften Debatte.)

Mir scheint, dass Superreichtum dringend einer stärker differenzierenden Untersuchung bedarf, nicht nur, weil dieses Thema unmittelbar in tagespolitische Kämpfe führt – erinnert sei hier an solche “Rote Tuch-Wörter”, wie Finanzdynastie Rothschild, FED, “struktureller Antisemitismus” – sondern, weil nur so eine realistische Positionierung der Menschen, die in Frieden leben wollen, denkbar ist. Genau herausgearbeitet werden muss,  welche Gefahren JEDER Superreichtum birgt, welche Superreichen-Netze der Kern der Weltgefahr sind (der Krebs der Menschheit), welche Superreichen eher als Proxys dieses Kerns wirken (Metastasen des Krebses), welche Superreichen unter welchen Bedingungen nicht an Krieg interessiert und welche schlicht belanglos sind. 

Die exakte Identifizierung ist elementare Voraussetzung eines Kampfes dagegen, der diesen Namen verdient. Da der Kampf nur das Ziel der restlosen Beseitigung des Superreichtums haben kann, kann er insoweit nur revolutionär sein.

Witzig und allen ins Stammbuch, die genug haben von Revolution oder „roter Diktatur“ und dergleichen: Wir müssen eine Revolution (im o. g. Sinne) wollen, nur ums Überleben und ohne sicher zu wissen, wie das Leben danach weitergeht.

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Ein, zwei Seitenblicke – auf Germania

Bei der Betrachtung der Ukrainekrise kommen Viele zu dem Schluss, dass sie eigentlich nur den USA nütze. Die Ukraine selbst sei bloßer Spielball, großen Schaden erleide Russland, großen Schaden, womöglich noch größeren, erleide Europa.

Bei dieser Sicht der Dinge, der ich durchaus auch zuneige, bleibt unverständlich, warum Europa mit der BRD an der Spitze, treu und doof diese selbstschädigende Politik macht.

Vielleicht sollte mensch bedenken, dass nicht alle Europäer gleichermaßen betroffen sind. Vielleicht wird die BRD als mächtigstes europäisches Land dafür sorgen, dass die Schwächsten das meiste tragen und dass “wir”, BRD, “stärker aus der Krise herauskommen, als wir hineingegangen sind” (Merkel). Vielleicht geht dieses Kalkül auf: Europa gesamt erleidet einen Rückschlag aber BRD steigt zur absoluten Führungsmacht auf?

Und ein zweiter Gedanke: USA, der “große Bruder”, hat vielfältig und umfangreich faschistisches Instrumentarium in seine Innen- und Außenpolitik integriert. BRD gibt sich, bei allem eigenem Machtanspruch, als treuer Pudel der USA-Kriegspartei. Daraus entsteht ein Erfordernis, dem Berlin nur allzu gerne nachkommt, der systematischen Reintegration und auch Neuimplementierung (verteilt auf viele kleine Schritte!) faschistischen Instrumentariums und Gedankenguts in die BRD-Politik und -Gesellschaft.

Ein letzter kleiner Gedanke: Es ist auffällig, dass die neuen aggressiven Züge der BRD-Politik mit Merkel, Gauck, Steinmeier, Gabriel, v.d. Leyen, Schäuble usw. Politiker protestantischen Glaubens führend verantworten. Die besondere Nähe der evangelischen Kirche zum Faschismus ist bekannt, der Hass Luthers auf aufständische Bauern ebenfalls. Kann mir jemand einen Tip geben, wie ich kurz, knapp, kritisch mein Geschichtswissen über die evangelische Kirche auffrischen kann?

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Das Volk ist beunruhigt… und schweigt

Lange verhielt sich das Volk ruhig, teils, weil es depressiv ist, teils, weil es bestochen ist.

Im Jahr 2014 begann sich das zu ändern. Das Volk fing an, sich zu beunruhigen. Hauptgrund ist wohl der Krieg in der Ukraine und das überdeutliche Bestreben der Herrschenden, das Volk erneut für einen Krieg gegen Russland scharf zu machen. Ich hoffe, dass auch die (dosierte) Reintegration des Faschismus in die deutsche Herrschaftspraxis 2014 eine Anzahl Deutscher beunruhigt hat.

Ausdruck der Beunruhigung waren die ab März 2014 auftauchenden Montagsmahnwachen für den Frieden. Es ist bedeutsam, dass eine solche Form entstanden ist, spontan bzw. von einem sehr kleinen Kreis initiiert, während doch zugleich alle traditionellen Formen des Protestes existierten – und so gut wie völlig aktions- und wirkungslos waren.

Dass die Montagsmahnwachen für den Frieden ein originärer Ausdruck eines Volksstrebens sind, ist zweifelsfrei daran ablesbar, dass die Herrschaftsmedien/Verblödungsindustrie sofort und konsequent mit einer Doppelstrategie antworteten: Totschweigen und punktuell aber massiv Denunzieren! Die Mahnwachen für den Frieden breiteten sich trotzdem aus, existieren bis heute und entwickelten sich weiter. Dabei kam es zu der Bewegung “Friedenswinter 2014/2015″. Sie sind (und bleiben vorerst) ein Zeichen der Beunruhigung und Wachheit der besten Kräfte des Volkes. Eine Volksbewegung sind sie noch nicht.

Die erfahrenen Herrscher Deutschlands, mit ihren derzeitigen operativen Beauftragten Heuchelmerkel und Heuchelmeier an der Spitze, reagierten intensiv auf die Gefahr einer Volksbewegung für Frieden (der auch darüber hinausgehende systemkritische Töne nicht fehlen). Zunächst wurden sowohl sog. radikale Linke (Beispiel Ditfurth), als auch sog Linke (Gysi und Co) in Stellung gebracht, jedoch mit ungenügendem Erfolg. Im Gegenteil: Es kam zu einigen kräftigen Diskussionsimpulsen gegen die zunehmend reaktionäre Rolle von Teilen der Traditionslinken.

Als sich in der zweiten Jahreshälfte die Weiterentwicklung der Mahnwachenbewegung hin zur Zusammenarbeit mit Teilen der traditionellen Friedensbewegung und Linken abzeichnete, startete das Herrschaftssystem ein komplexes Programm der Ruhigstellung durch Verblendung. Es läuft heute auf vollen Touren. Mir scheint, sein Wesen besteht in der Einrichtung eines gigantischen Spiegelkabinetts bzw. eines Irrgartens aus Spiegeln, Andere sagen “Matrix”. Konkret geht es um die Installierung von Protestformen “des einfachen Volkes”, die ständig zwischen offenkundiger Irrationalität und Elementen von Rationalität pendeln. Namen sind “HoGeSa” (in gewisser Hinsicht die Generalprobe), PEGIDA, viele *GIDAs, Anti-PEGIDAS (mit sowohl tobenden Antifas als auch olivgrünen Bonzen an der Spitze), PEGADA oder EnDGAmE, seit jüngstem diejenigen, die NICHTS wollen. Alle diese “Bewegungen” werden zugleich gepusht und demontiert. Das Ergebnis soll ein Zustand völliger Verwirrung des verzweifelt suchenden Bürgers sein. Eine “politische Kultur” ist das Ziel, in der “unten” nur noch gestammelt wird, während “oben” einige Politikerinnen ALLER Deutschen mit exorbitanten Zustimmungswerten souverän die Fäden ziehen.

Dass die Herrschaftsmedien ihre PEGIDA-Themen setzen, ist nicht zu verhindern. Dass sie es damit schaffen, alle lebenswichtigen Themen zu verdrängen, ist nicht ausgemacht. Die demokratische Gegenöffentlichkeit, vor allem gestützt auf das Internet, wird laut und lauter. Mir scheint es ein wichtiges Ergebnis zu sein, dass aller Propagandaaufwand bisher nur wenige zehntausend Menschen mobilisiert hat. Das Volk in seiner Masse registriert Vieles. Seine Beunruhigung ist nicht verschwunden.  Warum müssen Tausende in der Ostukraine sterben? Werden tausende Polen sterben müssen und dann tausende Deutsche? Noch schweigt das Volk.

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Wieder ein politisch bedeutsames Statement von Ken Jebsen!

Hier, “Verlängerte Pubertät”, auf seiner Facebook-Seite, der 185.900 Menschen folgen! 

Der Text ist zwar nicht überlang, jedoch nicht ganz kurz. Das steht seiner Verbreitung in einer Gesellschaft von Analphabeten und Halbanalphabeten entgegen.

Der Mann ist einfach überragend…. Zu diesem Satz stehe ich, doch lasse ich ihn nicht allein stehen. Denn ein bloß emotionales Bekenntnis wäre zu wenig.

Jebsen analysiert die politischen Auseinandersetzungen des letzten Jahres (bis heute und mit Blick auf das ganze Jahr 2015) um Krieg und Frieden und zwar besonders aus dem Blickwinkel der mit den Montagsmahnwachen untrennbar verbundenen neuen Friedensbewegung. Einen bedeutenden Platz nimmt die so notwendige schonungslose Auseinandersetzung mit der Traditionslinken/ehemaligen Linken ein…

Lesen und Denken Sie selbst! Ich brauche nicht den Souffleur zu spielen. Ein, zwei kleine Ungenauigkeiten (Datum der Befreiung von Auschwitz, Putin sei in Davos) unterlaufen dem Verfasser.

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Information zum Friedenswinter | Aus dem Rundschreiben Nr. 1/2015

“Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, 

die Hoffnungen auf ein friedlicheres Jahr 2015 wurden schon zu Beginn des Jahres mit den Ereignissen in Paris stark gedämpft. Die Reaktionen der internationalen Politik, die Fortsetzung geführter Kriege und Interventionen sowie Rufe nach einer Verschärfung der Sicherheitsgesetze und Gesetze zur “Terrorismusbekämpfung”, lassen eine weitere Militarisierung der internationalen und der nationalen Politik für 2015 befürchten. 

Es bleibt unsere Aufgabe: Krieg und Interventionen entgegenzutreten und für Abrüstung, Versöhnung und zivile Konfliktlösungen zu werben, uns zu engagieren und mehr Menschen zu einem aktiven Friedensengagement zu gewinnen.

Wir sind mit den Aktionen um den 13. Dezember 2014 einen ersten, kleinen Schritt gegangen. Noch sind wir weit entfernt von einer vielfältigen, bunten, phantasievollen, viele Menschen bewegenden Friedensbewegung. Aber jedes große Ziel beginnt mit ersten Schritten und unsere können sich (gerade angesichts der Kontroversen) durchaus sehen lassen.

Die erste Auswertung findet Ihr in der Friedenswinterzeitung Nummer 2 . Diese kann im Aktionsbüro des Friedenswinters zum Selbstkostenpreis bestellt werden. Gelegenheiten zum Verteilen gibt es mehr als genug.

Die Unterstützung für den Friedenswinter wächst auch nach den Demonstrationen weiter: Bis jetzt haben ca. 3400 Menschen den Aufruf unterzeichnet, sowie ca. 50 Organisationen.

Der Attac Rat formulierte zum Friedenswinter: „Teile der Friedensbewegung mobilisieren im Rahmen des Aktionsbündnisses Friedenswinter zu Veranstaltungen und Kundgebungen. Wir begrüßen diese Aktivitäten und werden die folgenden Demonstrationen unterstützen:

  • „Kein Frieden mit der NATO – Stoppt den Konfrontationskurs und die neue NATO- Aufrüstung!“ Proteste gegen die „NATO-Sicherheitskonferenz“, Demonstration am 7. Februar in München
  • Ostermärsche 2015
  • 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus
    Demonstration am 9. Mai 2015 in Berlin.

Wir lehnen es gleichzeitig ab, gemeinsam mit Rechtspopulisten auf die Straße zu gehen, die die Friedenssehnsucht vieler Menschen nutzen wollen, um mit verkürzter Antikriegspropaganda chauvinistische, rassistische oder antisemitische Vorurteile zu schüren. Dem Auftreten solcher Kräfte auf von uns unterstützten Aktionen werden wir aktiv entgegen treten.“  

Damit wären wir bei den wichtigsten Punkten dieses Rundschreibens: Der 13. Dezember 2014 war der Beginn, der Auftakt für den Friedenswinter. Wir haben uns aber gemeinsam noch viel mehr vorgenommen: 

Die „Sicherheitskonferenz“ in München 06.-08. Februar 2015

Es ist die „Unsicherheits- oder Kriegskonferenz“, treffen sich doch dort alle, die Kriege planen, durchführen oder von ihnen profitieren. Es ist die vielleicht weltgrößte Zusammenkunft derer, die Krieg als legitimes Mittel der Politik ansehen. Deswegen bitten wir jede und jeden von Euch zu überlegen: Kommt auch Ihr zur Friedenskonferenz und zur Friedensdemonstration nach München? Überlegt, ob Ihr noch einen Bus bestellen könnt, die Zugfahrt oder Überlandbusse gemeinsam plant. Werbt für große Friedensaktionen. Wir müssen den Menschen in unserem Land und der Weltöffentlichkeit eindrucksvoll zeigen: Es gibt eine breite Friedensbewegung, die überzeugend „Nein zum Krieg“ sagt.

Viele Informationen über alle Veranstaltungen findet Ihr auf den Webseiten

http://sicherheitskonferenz.de/ http://www.friedenskonferenz.info/ und auch auf der Webseite des Friedenswinters: www.friedenswinter.de/siko/ 

Ostermärsche 2015

„Unser Marsch ist eine gute Sache, wir marschieren nicht gegen den Osten, wir marschieren nicht gegen den Westen, wir marschieren für eine Welt, die von Kriegen nichts mehr hält.“ Diese Losung, die schon auf dem ersten deutschen Ostermarsch 1960 gerufen wurde, ist leider immer noch brandaktuell. Intensiv werden auch die diesjährigen Ostermärsche durch aktive und bewährte Strukturen vorbereitet. Einen Überblick über die Ostermärsche und die Kontaktadressen findet Ihr auf der Webseite des Netzwerks Friedenskooperative in Bonn http://www.friedenskooperative.de/termlist.htm.

Wir unterstützen diese Aktionen und möchten Euch bitten, macht mit, nehmt Kontakt auf zu den lokalen und regionalen Organisatoren und unterstützt diese bei der aktiven Vorbereitung. Es wäre toll, wenn die Ostermärsche 2015 zeigen würden, es werden immer mehr Menschen, die sich wieder aktiv einmischen und Ostern marschieren „für eine Welt, die von Kriegen nichts mehr hält“. 

  1. Mai Tag der Befreiung

Vielfältige Planungen sind in der Diskussion: Besonders antifaschistische Initiativen wie die VVN-BdA, aber auch Friedens- und Gewerkschaftsgruppierungen bereiten diesen Tag (und auch den 09. Mai 2015) vor. Mit ihnen sollten alle vor Ort den Kontakt und die Zusammenarbeit suchen. „Nie wieder Faschismus und Krieg“, das ist auch das Grundverständnis des Friedenswinters. Dies wurde im Aufruf zum Friedenswinter und in vielen Erklärungen von uns immer wieder (auch wenn es einige nicht wahr haben wollen) formuliert. Die Aktualität liegt auf der Hand: rechtspopulistische Aufmärsche (mit großen Gegenaktionen), Verunglimpfung und Diskriminierung „gerade der Schwächsten“ hier lebender Mitbürgerinnen und Mitbürger erfordern besonders am 08./09. Mai eine Antwort für Frieden und Demokratie, für Freiheit, Solidarität und Menschenrechte.

Deshalb sollten wir auch eine große Aktion in Berlin vorbereiten. Diese hat noch eine zusätzliche Herausforderung, feiert doch die Bundeswehr am 09. Mai in Berlin ihren „Tag des Heeres“ mit zwei Schwerpunkten: vor 60 Jahren wurde die Bundeswehr gegründet und am 06. Mai 1955 trat die BRD der NATO bei. Wenn das nicht eine friedenspolitische Antwort erfordert. Vielleicht bekommen wir es ja hin, dass überall durch Berlin der Ruf zu hören ist: „Nein zu Krieg und Nein zu NATO“. Wie die Aktion/Demonstration in Berlin aussieht, da bitten wir Euch noch um ein wenig Geduld oder auch um ein aktives Mitwirken. In den Berliner Initiativen, aber auch in vielen anderen Organisationen wird zurzeit intensiv diskutiert: Wie bekommen wir eine große Aktion hin, wie vermeiden wir aber auch Konkurrenz zur Planung von anderen. Mit Geduld und Kooperationsbereitschaft werden wir Euch hoffentlich bald gute Überlegungen für die Berliner Aktion vorschlagen können. 

Um den 08./09. Mai 2015 intensiv und erfolgreich vorzubereiten ist eine Veranstaltung von besonderer Wichtigkeit, auf der wir auch ein erstes Resümee des Friedenswinters ziehen wollen:

Die zweite Aktionskonferenz

Die Aktionskonferenz am 14. März 2015 in Frankfurt. Der Koordinierungskreis des Friedenswinters erarbeitet gerade eine Einladung, die Euch spätestens in einer Woche zugehen wird. Bitte aber schon jetzt vormerken: 14. März 2015 von 11.30 bis 17.00 Uhr, Saalbau, Bockenheim, Schwälmer Straße 28, 60486 Frankfurt am Main.

Es wird sicher eine spannende Veranstaltung.

 

Was bleibt zum Schluss dieses ersten Schreibens?

Darauf hinzuweisen, dass Ihr alle aktuellen Entwicklungen auf der Webseitewww.friedenswinter.de finden werdet. Dort findet Ihr auch eine Presse-Zusammenstellung über den bisherigen Friedenswinter.

Wir würden uns über Berichte von lokalen/regionalen Aktionen und Aktivitäten sehr freuen.

Wir sind weiterhin auf Spenden angewiesen. Herzlichen Dank an alle, die uns bisher auch finanziell unterstützt haben.

Wir wünschen Euch allen – etwas verspätet – ein erfolgreiches und hoffentlich doch etwas friedlicheres Jahr 2015. 

Mit friedlichen Grüßen

Euer Friedenswinter-Team 

Aktionsbüro Friedenswinter, c/o IALANA, Marienstr. 19/20, 10117 Berlin, Telefon: 030-28482482, Fax: 030-31996689, Internet: www.friedenswinter.deE-Mail: info@friedenswinter.de

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deutschnational

Vor unseren Augen erleben wir, in meisterhafter Inszenierung, den deutschnationalen Aufschwung. Seine Namen sind HoGeSa, *gida und, dialektisch zugeschaltet, (zumindest in Teilen) Anti-Pediga. Zugleich verkünden die selbsterklärten WortführerInnen der Nation, dass Deutschland Speerspitze ist, und die muss gehärtet werden.

Überall, nicht nur in Deutschland, gewinnen nationale Stimmen an Einfluss, ich nenne nur Frankreich, Russland. Das Nationale hat in jedem Land seine Eigenarten; ein Grund mehr, darüber nachzudenken. was eigentlich das Deutschnationale ist. Die Frage ist nicht akademisch. Ich fange nicht bei Tacitus an oder bei Karl dem Großen, sondern bekenne im Interesse der Konzentration den “Mut zur Lücke”.

1789, 1815 – die besten deutschen Geister sind auf der Höhe der Zeit. Wenn auch nur Einzelne revolutionär sind, nationale demokratische Regungen sind populär. Doch die Fürsten behalten die Dinge im Griff und nach dem Wiener Kongress liegt für mehr als drei Jahrzehnte Metternichs Schweigeregime über den Völkern.

Unter der Decke werkelt aber nicht nur das Biedermeier. Deutsches Denken artikuliert sich frank und freier, Heines Stimme ist weit zu vernehmen. Und erst der Donnerschlag des “Kommunistischen Manifests”! Der kommenden deutschen Revolution ist die Frage gestellt: Deutschnational oder Menschheitssozial? Die Antwort, wie wir wissen, fiel kläglich aus, trotzdem eindeutig: ab 1851 Kommunistenverfolgungen. Schluss mit diesem ganzen “Gewebe der Befreiungsverschwörung“ forderte der preußische König. Danach mochte mancher vom demokratisch geeinten Deutschland noch träumen; was wirklich zum Deutschnationalen wurde, bestimmten jetzt die Fürsten mit Blut und Eisen, sekundiert und später getrieben von den immer mächtigeren Pfeffersäcken und Schlotbaronen. Mit Waffengeklirr, mit dem Stiefel auf dem Nacken des Gegners, mit der Beihilfe beim Abschlachten der Pariser Kommune – so trat das Deutschnationale ans Tageslicht der Neueren Geschichte. Und diese Schandgestalt hat es bis heute, trotz des heroischen Widerstands so vieler humanistischer Kämpferinnen und Kämpfer und trotz der zeitweiligen Alternative DDR, nicht nur beibehalten, sondern krasser und krasser ausgeprägt. Der Kaiser kannte keine Parteien mehr, das EINE Volk und das EINE Reich hatte den EINEN Führer, und wir heute haben eine Kanzlerin ALLER Deutschen. Zwei Zivilisationsbrüche hat das Deutschnationale mit herbeigeführt, im ersten Weltkrieg und im zweiten Weltkrieg. Mit Stolz führte es sein besonders destruktives Wüten nicht zuletzt auf die Leistungsfähigkeit seiner modernen Industrie zurück.

Seit 1945 ist das Deutschnationale im Vasallenmodus. Die Superwaffen der Gegenwart und wohl auch der überschaubaren Zukunft liegen nicht in seiner Hand. Doch wer wagt zu behaupten, dass der Vasall ein Schäfchen geworden sei? Der Vasall ist zugleich in einer Angriffs- und in einer Schutzstellung. Seine Abhängigkeit von der größeren Macht aber zugleich sein lange nicht gekühltes eigenes Mütchen machen ihn auf Beute scharf, besonders auf die Riesenbeute im Osten.

Die gewaltige gemeinsame Willensanstrengung, das Gefühl trunkener Freiheit, der “Ansporn” zur Freude, “das Höchste” willig zu geben – solches Dürsten soll das Deutschnationale hinausschreien. Hört ihr sie schreien?

“Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!”

(Copyright: Bärgida)

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Prosit!

Was dreckig, blutig, stinkend, schmierig ist, wird solange poliert, bis es glänzt.

Dann kommt es in einen alten (“ehrwürdigen”) Tresor.

Der Tresor steht in der Schweiz.

Jetzt hat die SNB (Schweizer Nationalbank) nachgewiesen, dass der alte Tresor höchsten Anforderungen genügt.

Je unsicherer die Zeiten, umso sicherer die Schweizer Tresore.

Prosit!

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