Großdemo Blockupy 19.5.2012 in Frankfurt/Main

Quelle: Weltnetz.tv

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Spaßkandidatur

Sarah Waterfeld (Häschen von Roland Claus) heißt die Gute.

(Roland Claus, ich erinnere mich, entschuldigte sich 2002 bei dem Kriegsverbrecher George W. Bush gegen den einiger PDS-Bundestagsabgeordnete protestiert hatten.)

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Israel wohin?

Gesundheitsminister Yaakov Litzman, 18. Mai 2012.

Der israelische Gesundheitsminister Yaakov Litzman ist jüdisch-orthodox. Deshalb darf er einer Frau, etwa seiner belgischen Amtskollegin, bei der Begrüßung nicht die Hand schütteln. - Peanuts.

Miri Regev ist Brigadegeneralin, nicht orthodox, zeitweilig Chefin der israelischen Militärzensur, Abgeordnete der regierenden Likudpartei. “Sie sind ein Krebs in unserem Körper”, verkündete sie.  Gemeint waren einerseits Asylsuchende aus dem Sudan und andererseits “der gesunde Volkskörper”. Ort und Zeit: Eine Demonstration israelischer Rassisten in Tel Aviv am 23.5.2012. Einer ihrer Parlaments- und Parteikollegen, (Danny Dalon) sagte bei derselben Gelegnheit unübertrefflich klar und knapp, was zu tun sei: “Vertreibung jetzt!”

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Ein anderer Kampfplatz gegen links

Gegen die gesamte Linke, nicht nur die Partei, die sich Die Linke nennt, wird ein Feldzug geführt. Seine Regisseure bleiben im Hintergrund unsichtbar. Das gelingt ihnen deshalb, weil es in der Linken im allgemeinen und in der Partei Die Linke im besonderen seit langem unüblich ist, Konflikte solange auszukämpfen, bis jeder ihren wahren politischen Inhalt erkennt. So wurden die Feinde der Linken in den eigenen Reihen nie “dingfest” gemacht. Folglich wurden auch Ihre Seilschaften nicht aufgedeckt, etwaige Hintermänner nicht enttarnt.

Es gab keine Säuberung. Oh, welch schreckliches Wort! Stalinismus pur?

Wer nicht für Sauberkeit sorgt, sitzt im Dreck.

Welcher Dreck sich im schillernden Phrasengewand als links deklariert, konkret als “Die Organisationsgruppe der Linken Buchtage Berlin”, ist hier dokumentiert. Selber lesen!

Mein Fazit dieser Lektüre: Nicht nur die Partei Die Linke, nein, die Linke überhaupt soll beiseite geräumt und zerstört werden. Der Generalschlüssel dafür ist der Antisemitismusvorwurf. Diese Behauptung, mit der entsprechenden Chuzpe vorgetragen, soll jeden Linken von vornherein in die Defensive zwingen. Mit der bedingungslosen Unterstützung der imperialistischen Politik Israels soll der zionistische Rassismus zu einer Art  Politikräson der Linken gemacht werden. In der Umkehrung gilt: Die Nagelprobe für jede linke Position ist heute die offensive Auseinandersetzung mit dem zionistischen Rassismus Israels im Verbund mit dem atlantischen Imperialismus.

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Mal ganz daneben,…

ist das, was mir gerade auf der Zunge liegt: Die nächste Sau wird durchs linke Dorf getrieben -Kipping/Schwabedissen. 

Dies geläufige Bild des Medienbetriebs auf die beiden hübschen jungen Weiber anzuwenden – wie kann man so uncharmant, ja tramplig, sein? Unverzeihlich!

Verzeihlich aber ist es, den Rechten Bartsch solange an der Front zu belassen, bis alle sensiblen linken Gemüter händeringend um Bartsch light flehen. Und beide Ks. sind auch noch junge Mütter und verstehen Spaß – ich schmelze dahin!

Notgedrungen müssen die MarxistInnen in der Linkspartei (im Sinne des gestern verlinkten Beitrags von Manfred Sohn) auf Sahra Wagenknecht bauen, die aber (noch immer) nicht kandidiert, die “noch zögert”, “sich noch nicht aufraffen kann”, sich “noch keinen Ruck” gegeben hat.

Mein Bauch sagt mir warum: Weil sie weiß, daß sie unterliegt. Weil sie sich nicht verheizen lassen will. Weil sie den Wert des offenen Kampfes für die marxistische Position, egal ob gewonnen oder verloren, nicht begreift. Weil sie nicht Luxemburg ist, sondern Luxemburg-Verschnitt.

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atemberaubend

Das Flugzeug Solar Impulse HB-SIA fliegt mit Sonnenenergie. (Foto: Solar Impulse/Fred Merz)

Solar Impulse, das Solarflugzeug aus der Schweiz, fliegt nach Marokko.

Bald fliegt es um die Welt.

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Politische Vernunft bei Parteifunktionären der Linken – Mangelware, dennoch vorhanden

In einem Text mit der Überschrift “Zeit zu handeln” stellt der Verfasser eingangs fest, daß auch heute, auch im hitzigen Streit, die Frage nach der Linken insgesamt mehr ist als die Frage nach der Linkspartei.

Der Verfasser verweist darauf, daß Parteien sich oft überschätzen (noch mehr tun das ihre Fraktionen). Geschichtsmächtig sind sie nur selten. Vor allem sind sie Reflex und werden getragen von gesellschaftlichen Konstellationen, Bewegungen, Interessen. Das Original ist wichtiger als der Spiegel, und die außerparlamentarischen Linken sind bedeutender als die partei- und parlamentsförmige Linke.

Der Impuls aus der Vereinigung von PDS und WASG wurde nicht genutzt, um sich in der außerparlamentarischen Bewegung zu verwurzeln. Das Kandidaturangebot von Lafontaine war kein Ausdruck von Stärke, sondern von Schwäche. Die Personaldebatten sind nicht Ursache, sondern Folge der politischen Schwäche.

Die Partei Die Linke war von Anfang an ein äußerst breites Linksbündnis und zugleich ein Magnet für viele Protestwähler ohne linke Positionen. Mit der Debatte um und der Verabschiedung des Programms wurde ernsthafte Arbeit zur theoretischen Klärung geleistet. Auf dem Papier haben die Marxisten gewonnen, in der politischen Praxis aber, nicht zuletzt bei Personalentscheidungen, haben sich andere Kräfte durchgesetzt.

Der Göttinger Parteitag muß die Weichenstellung von Erfurt bestätigen. Die Entscheidung ist einfach:” Wählt diese Partei eine Führung, die entschlossen ist, das Erfurter Programm Schritt für Schritt in die politische Wirklichkeit dieses Landes hineinzukämpfen oder eine, die irgendwann… Wege sucht, sich seiner zu entledigen.”

Die Marxistinnen und Marxisten in dieser Partei müssen einen Kandidaten bzw eine Kandidatin für den Parteivorsitz präsentieren, der oder die deutlich macht: Diese Partei ist und bleibt Hoffnung und Heimat der  marxistischen Linken dieses Landes.

Der Verfasser des Artikels ist Manfred Sohn, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen.

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