Todfeindschaft, Fragen

Anfang der 90er Jahre, als der Realsozialismus untergegangen war, hielt ich es für möglich (wenn ich mich recht erinnere), daß eine etwas weniger aggressive Phase des Kapitalismus anbrechen könnte. Immerhin war sein kommunistischer Todfeind geschlagen, und somit schien der militante, die ganze bürgerliche Gesellschaft durchdringende,  Antikommunismus gegenstandslos. Es war die Zeit, in der Viele glaubten, daß ihnen eine “Friedensdividende” in den Schoß fallen würde.

Falls ich diesbezüglich leichtfertige Hoffnungen hatte, wurden sie bereits 1992 zerstört, als Rühe/Naumann in den Verteidigungspolitischen Richtlinien als Aufgabe der Bundeswehr fixierten die “Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Rohstoffen und Märkten in aller Welt.” Das stand damals noch auf Papier, wurde also nur von einigen Lesemächtigen wahrgenommen, und es vergingen noch einige Jahre bis die mediale Öffentlichkeit bereit war, Deutschland am Hindukusch (Struck) wie in Hindelang (Schäuble, Merkel) zu verteidigen.

Heute wird wieder das gesamte gesellschaftliche Leben – möglichst das Wahrnehmen, Erleben, Meinen, Denken und Handeln jedes einzelnen Individuums – von der Gewißheit einer tödlichen Gefahr durchdrungen. Heute ist es die Gefahr des islamistischen Terrors, hinter der sich die noch größere Gefahr der Überwältigung des christlichen Abendlandes durch den Islamismus auftürmt.

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Weniger als zwei Jahrzehnte haben genügt, an die Stelle der einen Jahrhundertgefahr eine andere zu setzen (wobei die kommunistische Gefahr als Popanz lebendig bleibt). “Das Böse” ist weiterhin und mehr denn je eine Kategorie sowohl der herrschenden Politik als auch allen “geistigen” Lebens. Die mächtigsten Staaten stellen sich dem Bösen entgegen, Idealisten, wie Sarrazin oder Gauck,  heldenmütige Individuen, Kreuzritter, wie Breivik oder (vermutlich) Neofaschisten des NSU.

Welche Kräfte sind es, die die Gesellschaften des Imperialismus in totale Todesangst nehmen? Welche Zwänge unseres doch so harmlosen, allenfalls “freiheitlichen” täglichen Lebens verlangen unsere ununterbrochene Kraftanstrengung (unsere Anstrengung der  tödlichsten Kräfte!) gegen die von außen drohende, allumfassende Todesgefahr? Und steht diese Todesgefahr in einem inneren Verhältnis zu der “kreativen Zerstörung”, auf die unsere Systemprediger so stolz sind? Das System, unter dem ich leben muß, wechselt die Todfeindschaften wie manche Leute die Hemden. Ich glaube dem System nicht.

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Eine freie Journalistin erzählt…

Sie erzählt, wie ihre Journalistenkollegen arbeiten; gleich, ob sie bei der Süddeutschen, der Frankfurter Rundschau, der Welt angestellt sind.

Zuerst wird morgens die Bildzeitung gelesen. Dann weiß man, welche Themen gesetzt sind. Danach werden die eigenen Beiträge (im Stil der eigenen Zeitung) verfasst. Man habe keine Zeit, selbst zu recherchieren… Bild habe einen großen Stab, um Themen aufzubereiten… Bla… Bla.

Ich bin nicht überrascht, nicht entsetzt, denn genauso habe ich es erwartet.

Und doch ist die Wirklichkeit wie ein Schlag, wenn sie so brutal übereinstimmt mit dem, was ich anzuprangern nicht müde werde.

Drecksmedien.

Und wer sind die, die diese Medien tagein tagaus, jahrein jahraus, freiwillig, kostenpflichtig  konsumieren?

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Eine weitere Sicht auf: Die Kriegsvorbereitungen gegen Syrien und den Iran stoppen!

Die Frage, wie die drohenden Kriege gegen Syrien und den Iran verhindert werden können, beschäftigt mich oft. Das spiegelt sich auch im Blog wieder. Über die Schwäche unserer Friedensbewegung mache ich mir keine Illusionen. Oder umfassender und exakter gesagt: In den Hauptländern des Imperialismus, USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich, ist die Gesellschaft zur Zeit soweit formiert, trotz innerer Widersprüche soweit der aggressiven Politik der herrschenden Klasse untergeordnet, daß neue, größere Kriege eine reale Gefahr, ja, fast unvermeidlich sind.

Gültig bleibt die vor hundert Jahren von Liebknecht und Lenin formulierte Erkenntnis: “Der Hauptfeind steht im eigenen Land.” Doch wenn Einige wissen, daß der Hauptmenschenfeind, der Hauptfriedensfeind der “eigene” Imperialismus ist, so leitet dieses Wissen gegenwärtig noch lange nicht das Handeln von Massen von Menschen in den genannten Ländern.

Ich hatte geschrieben: “Als die Friedenskräfte vor dem 2. Weltkrieg versagten, hat die Kriegsmacht der Angegriffenen unter vielen Millionen Opfern den faschistischen deutschen Aggressor vernichtet. Wenn heute wieder die Friedenskräfte versagen, steht wieder die Kriegsmacht der Angegriffenen gegen die Aggressoren.” 

Wladimir Putin, der vermutlich bald wieder zum Präsidenten Rußlands gewählt werden wird (mit jeder Menge Wahlfälschung, wie ich hier vorauszusagen wagte), hat den Wählern seine Vorstellungen zur langfristigen Entwicklung der russischen Kriegsfähigkeit ausführlich dargelegt und begründet. Im Zweitblog “mein Parteibuch” ist Putins Konzeption, einschließlich seiner höchst realistischen Ausgangsanalyse der Weltlage, ausführlich dargestellt bzw. verlinkt. Wir haben es hier nicht zu tun mit dem täglichen Getöse der Blödmaschinen, sondern mit solider, fundamentaler Information.

via: Mein Politikblog.

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Pispers, immer wieder hörenswert

http://www.youtube.com/watch?v=uOzccptlnng

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schöne Menschen, schönes Land

Scheidungsgrund: Präsidentschaft

Heiratsgrund: Präsidentschaft

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War da noch was? Ach ja, die lange Erfahrung der SPD mit “Präsidentschaftskandidaten der Herzen” – 1932.

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Inca und Blaubär – erster Tag

Inca ist nun 18 Wochen alt. Heute hat es richtig geschneit, und sie ist in ihrem Element.Doch DAS Ereignis war gestern, daß Blaubär in unsere Familie aufgenommen wurde. Blaubär ist 10 Wochen alt und ein Kartäuserkätzchen. Kaum zu Hause angekommen, ignorierte sie alle vorbereiteten Plätze und Kuschelecken und verschwand blitzartig hinterm Sofa. Nun haben wir dort, hinter einem Holzgitter, ihre provisorische Residenz eingerichtet, wo sie ungestört ist. Inca beobachtet das Ganze ziemlich cool aus der Entfernung.Heute Mittag hat Blaubär ihre unbequeme Kurzzeitresidenz verlassen und sich freiwillig in ihr Körbchen zurückgezogen. Von Frauchen läßt sie sich schon ganz vorsichtig streicheln aber alle anderen Mitbewohner werden noch auf Distanz gehalten.

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Effiziente Spezialkräfte

Wenn heute von “Spezialkräften” die Rede ist, hat man vor Augen, wie Obama und seine Crew auf die Bildschirme starren, die den Mord an Osama bin Laden Live übertragen. Es geht um spezielle militärische Kräfte für den staatsterroristischen und überhaupt verdeckten bewaffneten Kampf. Seit der Friedensnobelpreisträger am Ruder ist, erfreuen sich diese “forces” nicht nur weiterhin einer glänzenden Zukunft, sondern bereits einer imponierenden Gegenwart. Chef der 12.000-Mann-Truppe im weltweiten Einsatz ist Admiral McRaven.

Bildquelle: Wikipedia.

Er ist jetzt mit Ideen zur Effiziensteigerung seiner Menschenrechtsbringer hervorgetreten.  (Syrien im speziellen ist kein Thema.)  Einzelheiten unter Luftposthttp://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_12/LP04712_200212.pdf .

Wann werden die deutschen “Gestaltungsmächte-Strategen” sich der überragenden deutschen Spezialkräftetraditionen erinnern – kennt noch jemand Veteran Otto Skorzeny? – und eine zeitgemäße (“postmoderne”) Variante präsentieren?

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