Im grünen Sportpalast

800 fanatisierte Parteifreunde sind zusammen gekommen, um ihrem Führer und ihrer Führerin stehende Ovationen zu bereiten.

Beide Führer gestehen ein (wie der Sportpalastredner 1943), dass eine harte Zeit der Bewährung eingetreten ist, schicksalhaft.
Details sparte man aus. H. etwa, nachdem er klargestellt hatte, dass Putin an allem schuld ist, ersparte sich jede Information um NS1 und NS2, und B. erzählte, nachdem sie klargestellt hatte, dass Putin an allem schuld ist, zwar phantasievoll von einer 95-jährigen Zeitzeugin aus Warschau, hielt es aber nicht für erwähnenswert, dass man ihr dort eine Rechnung über 1,3 Billionen überreicht hatte.*

So legen grüne Fachminister Rechenschaft ab.


Die Gefolgschaft sah keinen Grund Fragen zu stellen.
Viel wichtiger: Selbstbewusst und geeint stellt sich die gesamte Partei, ja das gesamte Volk (bis auf wenige Putintrolle), gegen den Feind.

„Wenn ich nunmehr über die jüngste Vergangenheit hinaus den Blick wieder nach vorne lenke, so tue ich das mit voller Absicht. Die Stunde drängt! Sie läßt keine Zeit mehr offen für fruchtlose Debatten. Wir müssen handeln, und zwar unverzüglich, schnell und gründlich, …“

Der Russe darf keinesfalls „obsiegen“. Er durfte es niemals, und gegen die Grünen wird es ihm nie gelingen. Russland muss ruiniert werden.

Mehr Geld! Mehr Waffen! Mehr Krieg!
Für den Großen Grünbraunen Endfrieden!

* Versteht sich, dass B. auch den Angriff auf die Krimbrücke mit keinem Wort erwähnte. Abgesehen davon, dass sowieso Putin an allem schuld ist, hat dieser Terrorakt ja nichts mit Außenpolitik zu tun. Wahrscheinlich weiß B. noch nicht einmal, zu welchem Land die Krimbrücke gehört.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Faschismus alt neu, Krieg, Krise, Realkapitalismus abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Im grünen Sportpalast

  1. MSC schreibt:

    Normalerweise fällt es mir nicht leicht, solche Parteitagsreden bis zum Ende auszuhalten. Hier jedoch – Ehre, wem Ehre gebührt – handelt es sich wirklich um historische Reden. Also, Reden von historischer Blödheit.

    Ich kann nur jedem empfehlen, ein wenig Zeit zu investieren, dieses Geseire zu analysieren und seinen Verstand daran zu schärfen.

    Da sie insgesamt recht lang sind – fast 40 Minuten – hier nur eine kurz Anmerkung zu den Politikvorstellungen des Außenamtsazubis (bei min. 13:40).

    Am liebsten würde sie also dorthin (in den Iran) gehen und dem „Regime“ klarmachen, dass es gefälligst das zu tun habe, was die „gewählten Bürgerinnen und Bürger dieses Landes“ vorgeben (weil die „mutigen Frauen auf der Straße mehr Staatsverantwortung tragen als dieses „Regime“).

    Darf ich jetzt als „gewählter Bürger“ des hiesigen Landes darauf hoffen, dass demnächst eine Abordnung der iranischen Regierung aufkreuzt und dem Wirtschaftsvernichtungsminister Habeck zur Auflage macht, die sehr nachvollziehbaren Forderungen der Montagsdemos, zum Beispiel nach einer gesicherten, bezahlbaren Energieversorgung, zu erfüllen?

    Damit komme ich zu meinem eigentlichen Punkt: Jetzt klopfen sich alle auf die Schulter ob der gefüllten Gasspeicher und wiegen sich in dem Glauben (wenn sie nicht lügen), dass mit ein bisschen Sparen der Winter sich bewältigen lassen würde.

    Seit kurzem meine ich eher, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit auf ein Fiasko zusteuern. Sie kriegen das Gas unter den gegebenen Umständen aus den Speichern nicht heraus (es fehlt u. a. der „King Kong“). Eine plausible Herleitung dieser Annahme findet sich hier:

    https://thesaker.is/germanys-failing-stored-nat-gas-lng-experiment/

    Vielleicht möchte jemand Jorge Vilches widerlegen?

    Sollte es demnächst also recht kühl in unseren Behausungen werden, kann man sein Herz immerhin an solchen Baer-Böcken wärmen:

    „Der erste Satz unseres Grundsatzprogrammes heißt:
    Im Mittelpunkt unserer Politik steht der Mensch in seiner Würde und Freiheit und das ist unser Maßstab.“

    „Frau, Leben, Freiheit. Das ist der Maßstab für unsere Politik.“

    Zwischen die beiden Statements in ein und derselben Rede passen keine zwei Minuten, und alle im Saal anwesenden Geschlechter applaudieren begeistert.

    Verum gaudium res severa est.

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  2. Johannes S. schreibt:

    Über die höchst manipulative, verlogene Rede der Annalena Baerbock und das völlig konformistische Beklatschen der Mandatsträger war ich anfangs schwer irritiert. später mehr darüber. Jetzt ein Kommentar von Thomas Röper, der es in sich hat:
    „Aussagen auf dem Grünen-Parteitag müssten eigentlich dazu führen, die Grünen als verfassungsfeindliche Partei nicht nur unter Beobachtung zu stellen, sondern sie als terroristische Organisation zu verbieten“.
    Ein Kommentar von Thomas Röper u.a. aus dem apolut-Blog .
    Deutschland ist ein weltweit einmaliges Land, denn in keinem Land der Welt ist es möglich, dass Parteien nennenswerte Wahlergebnisse erreichen, oder gar in die Regierung kommen, die sich vollkommen offen gegen die Interessen des eigenen Landes, der eigenen Wirtschaft und gegen den Wohlstand der eigenen Bürger stellen. So etwas ist nur in Deutschland denkbar und die Partei, von der die Rede ist, sind die Grünen.Fortsetzung über den folgenden link !

    https://apolut.net/die-gruenen-feiern-das-ende-des-deutschen-wohlstandes-von-thomas-roeper/

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  3. kranich05 schreibt:

    Beim grünen Parteitag. Man glaubt es nicht:

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