Das Reich der Humanität – eine Überlegung

Zeit und Ort dieses Reichs sind, entgegen mancher Zweifel, leicht auszumachen. Es wurde geschaffen zwischen 1750 und 1850 und zwar mitten in Europa. Als grob begrenzende Daten nenne ich den Beginn der französischen Enzyklopädie (1751) und das Erscheinen des Manifests der kommunistischen Partei (1848). Natürlich gibt es unverzichtbare Vor- und Nachläufer.

Die wichtigsten „Regenten“ in diesem Reich (man könnte auch „Arbeiter im Weinberg“ sagen) sind Diderot, d’Holbach, Helvetius, Schiller, Goethe, Hölderlin, Mozart, Beethoven, Schubert, Kant, Hegel, Marx, Engels. Sicher gibt es noch weitere, darunter vielleicht auch ganz große, die aber außerhalb meines Horizonts liegen.

Diese Geistesgrößen haben das Reich der Humanität genau beschrieben und überzeugend veranschaulicht/künstlerisch gestaltet. Die Beschreibung nennt die Freiheit und das Wohlbefinden eines Jeden als Bedingung für die Freiheit und das Wohlbefinden Aller. Nie wurde das als bloße soziotechnische Optimierungsaufgabe missverstanden. Die Veranschaulichungen sind derart, dass Jahrzehnte und Jahrhunderte später der, der eintritt, Gänsehaut verspürt. Er spürt das Heilige (fern jeder Religion).

Klar: Dieses Reich existierte nur im Geiste und hat nie anders existiert. Trotzdem halte ich fest, dass es in der Mitte Europas, nicht zuletzt in Deutschland entstanden ist. Darüber freue ich mich so, dass ich dieses Deutschland immer und unerschütterlich liebe.

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Ein Lied, das hierher gehört.

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