Persönliche Erfahrungen in der Coronazeit – Bernhard

Hier folgt ein Erfahrungsbericht vom 20. 3. 2022, den Mrs. Tapir auf der Basis eines persönlichen Interviews verfasst hat. Mrs. Tapir (Prof. Dr. Mechthild Seithe) führt eine wachsende Zahl individueller Interviews, dokumentiert somit persönliche Erfahrungen aus der Zeit der Plandemie und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Projekt, das auf großes und wachsendes Interesse stößt, hat sie im Rahmen des Kreisverbandes Oberhavel der Partei dieBasis gestartet. Hier ein einführender Text. Hier der Link zu allen bisher auf opablog veröffentlichten Erfahrungsberichten.

Ich bin geimpft, aber …

Bernhard* : Wenn ich heute auf die Situation im letzten Sommer zurückblicke, denke ich, dass ich mich inzwischen nicht mehr so leicht zu einer Impfung entschließen würde. 

Doch ja, ich bin geimpft, zweimal im letzten Sommer. Im letzten Winter hatte ich Corona. Ich war krank. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.
Die dritte Impfung werde ich nicht über mich ergehen lassen.

Man kriegt doch allmählich mit, dass die Impfungen und zum Teil auch die mitunter geradezu albernen Corona-Maßnahmen nicht die Wirkung haben, die man uns versprochen hat. Und es ist doch mehr als merkwürdig, welches Aufheben um diese eine Infektion gemacht wird, während gleichzeitig in diesem Land Menschen um ein Vielfaches häufiger an anderen Krankheiten sterben, die nicht weniger grausam und schrecklich sind, z.B. an Krebs. Was die Corona-Erkrankungen betrifft können wir uns vor aufregenden Dokumentationen und Berichten nicht retten. Uns wird das Sterben und Leiden an und „im Zusammenhang mit“ Corona schon bei Frühstück in Details und mit erhobenem Zeigefinger serviert. Über die anderen Krankheiten regt sich niemand dermaßen auf. Nur die sehr viel selteneren Todesfälle im Kontext Corona werden ständig herausgehoben und dramatisiert. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen sind beide Erkrankungen schlimme Katastrophen, natürlich. Aber warum stellt man diese eine Infektion trotz ihrer nachgewiesenen relativen Bedeutungslosigkeit für die Sterbestatistik so sehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und macht sie zum Zentrum einer Angstkampagne?

Wie ich damals dazu kam, mich impfen zu lassen?


Ich war eigentlich nie scharf darauf. Letzten Juni (21) schien die Welle gerade abzunehmen. Wenn nicht ein guter Bekannter für mich damals einen Impftermin besorgt hätte, hätte ich die Impfung vermutlich noch weiter vor mir hergeschoben und länger gezögert. Aber auch der Druck im Zusammenhang mit meiner Arbeit nahm damals immer mehr zu. Ich bin frei beruflicher Fotograf und es wurde um diese Zeit herum immer schwerer, ohne Maske und ohne Impfausweise Aufträge zu bekommen. Mir wurde klar: Wenn ich mich nicht der allgemeinen Aufforderung, mich brav und angepasst zu verhalten, nachgeben würde, könnte ich bald von meinen Einkünften nicht mehr leben und meine Familie nicht mehr ernähren.
Also gab ich nach.

In dem gemeinsamen Büro, das ich mir mit einigen anderen Fotografen-Kollegen teile, sind alle geimpft und dazu völlig überzeugte Verteidiger der Impflicht. Ja, sie verhalten sich geradezu kämpferisch, wenn es um das Thema Impfpflicht geht. Ich begreife nicht, wie sie auf ihrem Glauben an ein Allheilmittel Impfung so stur beharren können – angesichts der inzwischen selbst von den Mainstream Medien berichteten Ergebnissen zu Impffolgen, angesichts der allgemein bekannten und unwidersprochen Tatsache, dass Geimpfte andere Menschen genauso leicht und so oft anstecken können, wie Ungeimpfte und angesichts der Tatsache, dass Geimpfte trotz ihrer Impfungen weiterhin an Corona erkranken und auch sterben können.

Wenn ich ins Büro komme, geht es immer um Corona.  Sie scheinen an nichts anderes mehr zu denken. Ich habe den Eindruck, sie ziehen sich mit ihrer Corona-Gläubigkeit gegenseitig herunter. Die meisten von ihnen scheinen tatsächlich panische Angst vor einer Erkrankung an diesem Virus zu haben und sie bestehen auf der Berechtigung ihrer Angst: Wenn jemand von ihnen tatsächlich an Corona erkrankt war, egal ob er nur einen Schnupfen hatte oder eine Erkrankung mit der Schwere einer mittleren Grippe, dann spielen sie ihre Erkrankung voller Stolz hoch und berichten davon, als seien sie dem sicheren Tode eben noch mal von der Schippe gesprungen.

Wenn es um das Thema: „Impfen von Kindern“ geht, kann ich dann nicht mehr schweigen. Meine Tochter hat uns neulich gebeten, dass wir sie endlich impfen lassen.  Der Druck in ihrer Klasse wird immer massiver. Kein Wunder. Wir werden unser Kind nicht impfen lassen. Wenn ich dann zu diesem Thema meine Meinung sage, gehen sie von Null auf jetzt hoch wie von der Tarantel gestochen.
Dann bin ich für meine Kollegen sofort ein „Schwurbler“ und ein Verräter, weil ich doch eigentlich – als Geimpfter – zu ihnen gehören und ihre Meinung teilen müsste. Ich fühle mich nicht mehr wohl dort. Die lieben Kollegen sind mir fremd geworden. Ich kann ihre Panikmache nicht mehr hören!

Wenn ich heute auf die Situation im letzten Sommer zurückblicke, denke ich, dass ich mich inzwischen nicht mehr so leicht zu einer Impfung entschließen würde. Aber damals war ich in einer persönlichen Krise, in der ich keine Kraft hatte, mich mit diesen Fragen intensiv auseinanderzusetzen und schon gar keine Kraft, um zu kämpfen.

Aber wer es geschafft hat, zu kämpfen und es weiter schafft, der hat meine volle Sympathie.

Der Name ist geändert. Der richtige Name ist der Redaktion bekannt.

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