Persönliche Erfahrungen in der Coronazeit – Andreas

Hier folgt ein Erfahrungsbericht vom 23.3.2022, den Mrs. Tapir auf der Basis eines persönlichen Interviews verfasst hat. Mrs. Tapir (Prof. Dr. Mechthild Seithe) führt eine wachsende Zahl individueller Interviews, dokumentiert somit persönliche Erfahrungen aus der Zeit der Plandemie und stellt sie der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Projekt, das auf großes und wachsendes Interesse stößt, hat sie im Rahmen des Kreisverbandes Oberhavel der Partei dieBasis gestartet. Hier ein einführender Text. Hier der Link zu allen bisher auf opablog veröffentlichten Erfahrungsberichten.

Existenzgefährdung

Ich liebe meinen Job, aber unter diesen Umständen macht er auch mir keinen Spaß mehr. Wenn du mich fragst, wie es mir damit geht: beschissen.

Zunächst muss ich sagen, dass Corona für mich auch so manches Positives gebracht hat.

Während des ersten „Lockdowns“ musste ich ja für sechs Wochen meinen Laden dicht machen und hatte zum ersten Mal seit Jahren die Möglichkeit mich richtig auszuschlafen und überhaupt zu mir zu kommen. Außerdem habe ich, der ich vorher höchstens mal ein Spiegelei braten konnte, in dieser Zeit durch meinen Bruder das Kochen lieben gelernt.

Während des ja deutlich längeren zweiten „Lockdowns“ habe ich die Gelegenheit genutzt, den online-Bereich meines Geschäftes in Ruhe und solide aufzubauen, was mir gelungen ist und meinem Geschäft sehr zugute kommt.

Das ist die gute Seite

Aber sonst?

Was mein Laden-Geschäft betrifft, bedeutete Corona für mich erhebliche Umsatzeinbußen. Und das ist nicht vorbei. Selbst heute, wo zumindest die Geimpften und Genesenen ja wieder ohne entsprechende Behinderungen einkaufen können, ist der Umsatz deutlich schlechter. Man merkt, dass auch ihnen die Freude am Shopping vergangen ist. Irgendwie ist das Shopping-Erlebnis nicht mehr das gleiche wie vor Corona. Es macht mit Maske und Impfpass offenbar weniger Spaß. Jetzt, durch die Erhöhung der Spritpreise, hat sich die problematische Situation, was den Umsatz betrifft, noch deutlich verschärft, genauer gesagt: Es ist schlicht eine Katastrophe. Die Leute halten ihr Geld zusammen. Was ich verkaufe, macht den Leuten Spaß, aber es ist eben nicht lebensnotwenig.

Ich liebe meinen Job, aber unter diesen Umständen macht er auch mir keinen Spaß mehr. Wenn du mich fragst, wie es mir damit geht: beschissen. Ich merke, dass ich mich nicht mehr auf meine Arbeit freue, wenn ich morgens aufwache. Das war vor Corona völlig anders.

Wie es weitergeht, darüber möchte ich lieber gar nicht nachdenken. Aber irgendwie werde ich klarkommen. Ich lasse mich niemals unterkriegen und ich lasse mich auch zu nichts zwingen.

Und bisher bin ich damit auch ganz gut gefahren:

Von allen Menschen, die in unserem Shopping-Center Geschäfte betreiben bzw. als Mitarbeiter tätig sind, bin ich wohl höchstwahrscheinlich der einzige, der nicht geimpft ist. Das wird allerdings auch akzeptiert. Sie grenzen mich nicht aus. Im Gegenteil: Sie sagen oft: „Wie machst du das bloß??“ Solche Fragen kommen mir manchmal fast neidisch vor. Sie selbst halten sich an die Regeln und machen, was von Ihnen erwartet wird.

Tatsächlich muss auch niemand in unserem Geschäft Maske tragen und wenn mir jemand ein Impfzeugnis unter die Nase hält, sage ich ihm, sein Gesundheitszustand interessiere mich nicht und ginge mich auch überhaupt nichts an. Bisher hat sich niemand meiner Kunden deswegen beschwert. Im Gegenteil, ich habe nicht selten den Eindruck, dass auch Geimpfte oft erfreut und erleichtert reagieren, wenn ich mich nicht für ihren Impfpass interessiere. Ein Kunde stutze neulich als er mich so gänzlich ohne Maske wie selbstverständlich agieren sah und sagte zu mir: „Sie sind offensichtlich schon da, wo wir auch noch hinwollen.“

Ich bin bis heute tatsächlich noch nie getestet worden und trage nie Maske in unserem Laden. An der Schaufenstertür habe ich ein kleines Schild angebracht:

„Aufgrund der Unübersichtlichkeit der sich nahezu täglich ändernden Vorschriftenlage möchten wir Sie bitten sich an die Gesetze zu halten. Vielen Dank“

Schon dreimal hatte ich Besuch vom Gesundheitsamt. Sie ermahnten mich, was die Maskenpflicht betrifft, lobten mich wegen meines täglich erneuerten Schnelltestkalenders und gingen einigermaßen zufrieden wieder weg. Einmal habe ich einen der Herren nach seinem Dienstausweis gefragt. Er rückte ihn – etwas angepisst – tatsächlich heraus.

Ich war schon lange vor Corona skeptisch gegenüber dem, was uns die Medien und die herrschende Politik so bietet. Eine erhellende Erfahrung mit den unterschiedlichen Rechtsauffassungen verschiedener Gerichte in ein und derselben Sache hat mich geradezu wachgerüttelt:

Ich unterschrieb einen Mietvertrag für eine Ladenfläche in einem großen 2014 neu eröffneten Shoppingcenter in der Mitte Berlins. Was ich dort erleben sollte, stellte meine bisherigen Erfahrungen vollkommen auf den Kopf. Da ich Ladengeschäfte sowohl in Einkaufsstraßen als auch in großen Shoppingcentern seit 1999 betreibe erlaube ich mir zu behaupten hier einiges an Erfahrung gesammelt zu haben. Der Vermieter übergab mir die Ladenfläche und als ich ihm die Hand auf gute Zusammenarbeit reichte entgegnete er mir: „Sie werden mich hassen!“

Was sich danach an unglaublichen Dingen ereignete würde hier den Rahmen sprengen. Höhepunkt der Eskalation waren dann allerdings die mir 2016 zugestellten Nebenkostenabrechnungen für 2014 und 2015, eine fünfstellige Summe sollte ich hier nachzahlen. Ich und viele weitere geschädigte Mieter schlossen sich zusammen und ließen die Nebenkostenabrechnungen von einer Fachfirma checken. Was diese dann im Ergebnis zu Tage förderte war nahezu unglaublich. Wir konnten belegen dass der Vermieter VORSÄTZLICH falsche Abrechnungen angefertigt hatte und ich habe sofort außerordentlich gekündigt. Diese Kündigung wollte der Vermieter aber nicht anerkennen und es kam zum Rechtsstreit den ich in erster Instanz auf ganzer Linie gewann. Man ging in Berufung und das Berliner Kammergericht kam dann zur Auffassung dass eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung, ich erinnere hier noch einmal daran wir sprechen von Betrug, nicht wirksam sei. Da es sich bei dem Vermieter um einen berüchtigten und gut in die Politik vernetzten Berliner Baulöwen handelt, der mir vor Prozessbeginn schon sagte ich möge es doch mit dem Verfahren sein lassen, da er generell immer gewinnen würde, hatte ich nun wohl zu akzeptieren dass bei solchen Verfahren mit einem strukturellen Ungleichgewicht die Justiz etwas, sagen wir einmal, anders tickt. Eine für mich vollkommen neue und sehr bittere Erfahrung. Wie konnte man bei einem glasklar nachgewiesenen Betrug anders entscheiden? Ich ging trotz auferlegter Hürden (eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde) zum BGH. Dieser kam dann nun vor einigen Wochen zum Ergebnis dass es bei den vorgetragenen Sachverhalten keiner zusätzlichen Abmahnung vorher bedurft hätte. Das Verfahren ist nun zum Kammergericht zurückgegeben worden und ich erwarte nach dem Verhandlungstermin im Mai dass man nun die Kündigung zähneknirschend anerkennen muss.

Ich möchte hier garnicht erwähnen wie viel an finanziellen Mitteln, eine wiederum hohe fünfstellige Summe durch Anwalts-und Prozesskosten, nötig war um zu seinem Recht zu gelangen. All das hat mich an den Rand der Insolvenz gebracht und das ist dann also unser sogenannter Rechtsstaat.

Oder denken wir mal an die Volkswagen-Verfahren (Abgasskandal), mir kamen gewaltige Zweifel an unserem „demokratischen Rechtsstaat“.

Ich fing außerdem an mich abseits der öffentlich/rechtlichen Medien, die ich heute im übrigen überhaupt nicht mehr konsumiere, über das Internet und einige interessante Bücher um andere Informationsquellen zu kümmern um mir zu Ereignissen, z. B. über den Syrienkrieg, eine eigene, umfassende Meinung zu bilden. Mir wurde dabei immer deutlicher, wie viele Informationen den Menschen durch die öffentlichen Medien vorenthalten, wie viele Fakten umgedeutet und auch einfach gefaked werden. Aber die meisten Menschen glauben unverdrossen, was man ihnen vorbetet.

Ich habe den Eindruck, diese gewollte Verdummung der Bevölkerung war eine sehr erwünschte und gezielt herbeigeführte Voraussetzung für das, was man nun in Coronazeiten von den Menschen erwartet. Und sie folgen wie die Lämmer, einige mit Überzeugung und Begeisterung, andere um ihres Vorteils willen, weil sie ihr bisheriges Leben nicht aufgeben wollen und weil sie keine Lust haben, nachzudenken oder sich gar auf Sanktionen einzustellen.

Für mich persönlich ist das Schlimmste an der ganzen Corona-Sache, dass die meisten Menschen um mich herum vollkommen von der Corona-Legende ergriffen sind und geradezu aufgehen in den angeordneten Corona-Maßnahmen.

Eine meiner besten Freundinnen ist völlig auf die angeblich überall lauernde tödliche Gefahr von Corona abgefahren und sie hält es für richtig, den Kampf gegen das Virus mit allen erdenklichen Mitteln zu führen. Unsere Beziehung hat eine gewaltige Schlagseite bekommen. Jede Information, die ich ihr gab und auch solche, die längst in den Mainstream-Medien gebracht wurden, perlen von ihr ab, wenn sie ihr Weltbild infrage stellen. Ein anderer Freund hat sich impfen lassen, weil seine Frau ihn unter Druck gesetzt hat. Er war vorher auch durchaus skeptisch sagt nun aber „Du kannst das alles doch gar nicht beurteilen, du bist doch gar kein Arzt“. Damit wischt er alles weg. Er ignoriert offenkundige Tatsachen oder deutet sie um.
Ich kenne viele Fälle, wo innerhalb des engsten Familienkreises durch die unterschiedlichen Positionen zu Corona ein offenbar nicht mehr heilbarer Bruch entstanden ist. Immerhin ist es mir gelungen, meine Eltern von dem Corona-Unsinn zu überzeugen. Sie sahen selbst, dass an der üblichen Propaganda und Angstmacherei vieles nicht stimmt und stimmen kann. Sie kamen so ins Grübeln. Ich bin sehr sehr froh darüber.

Aber sonst:
Wo man hinsieht, gibt es scheinbar nur noch „Corona-Gläubige. Entweder haben sie wirklich eine große Angst, und die wird ja auch täglich wieder geschürt. Ober sie wollen einfach nur ihr altes Leben wieder haben und beugen sich dafür mehr oder weniger gedankenlos den öffentlichen Anordnungen und Positionen. Sie machen sich keine Gedanken und wollen sich auch keine Gedanken machen. Ich nenne sie bei mir Zeugen Coronas. Denn sie kommen mir allesamt vor wie die Mitglieder einer Sekte, die für Argumente und Fragen nicht mehr erreichbar sind und die sich verhalten, als hätten sie eine Gehirnwäsche hinter sich.

Die Geschichte, die mich am stärksten getroffen hat ist allerdings die einer nun leider ehemaligen außergewöhnlich guten ursprünglich aus Vietnam stammenden Mitarbeiterin die mit soviel Hingabe und Leidenschaft bei mir arbeitete. Sie kennt es aus Ihrem Heimatland dass man dort hin und wieder bei Erkältungen o.ä. Maske trägt. Das tut man dort aus Respekt den anderen Mitmenschen gegenüber, erklärte sie mir. Seit diese unsägliche sogenannte Corona-Pandemie begann hatte sie große Angst vor diesem Virus und der angeblich drohenden Krankheit. Sie trug dann nur noch Maske und achtete peinlich genau auf die Abstände. Obwohl ich eigentlich oft sehr gut überzeugen kann, hier hatte ich keine Chance ihr die Angst zu nehmen. Im Gegenteil die Fronten verhärteten sich und sie hatte für meinen kritischen Standpunkt ÜBERHAUPT kein Verständnis. Wir verstanden uns beide aber eigentlich sehr gut und haben probiert das Thema erst einmal irgendwie auszublenden. Aber leider ohne Erfolg. Sie konnte einfach nicht verstehen dass ich so „unsolidarisch sein kann“. Sie hat gekündigt und ich muss offen gestehen es flossen Tränen. Das war mir bei einer Mitarbeiterin noch nie „passiert“ aber ich schämte mich der Tränen nicht. Eine brutale Erfahrung für mich wie so eine wunderbare Beziehung tatsächlich durch Corona enden konnte. Wir halten trotz allem sporadisch Kontakt. Vor 2 Wochen an einem Samstag kam sie dann ganz unerwartet, mit 2 Bekannten auf kleiner Shoppingtour, zu mir in den Laden gelaufen, nahm die Maske und die Mütze ab, zeigte mir ihre neue Frisur und umarmte mich ganz herzlich. Bevor ich das überhaupt verarbeiten konnte verabschiedete sie sich allerdings wieder…

Für mich ist die Welt auf den Kopf gestellt. Alle Werte, die bisher galten, sind nicht mehr wahr und verdreht. Aber die meisten Leute halten das für o.k., für normal für richtig. Sie leben in dieser auf den Kopf gestellten Welt und finden sich damit ab. Sie verhalten sich für mich, als ständen sie unter Drogen.

Das alles macht z.T. verdammt einsam. Manchmal hoffe ich, das Ganze sei ein Albtraum, aus dem ich wieder erwache. Aber natürlich ist es leider unsere Realität. Es schmerzt sehr, in dieser verdrehten Welt leben zu müssen.

Aber da ich ein im Grunde genommen immer positiv denkender Mensch bin glaube ich dass wir aus dieser Geschichte am Ende gestärkt herauskommen werden. Corona führt uns nur brutal vor Augen was hier alles in unserer Gesellschaft nicht mehr stimmt.

Eine für mich elementar wichtige Sache in dieser Zeit war, dass ich aufgehört habe Massenmedien zu konsumieren. Das wirkte sehr befreiend da ich gern selbst denken möchte …

Literaturempfehlung : 1. Psychologie der Massen von Gustav Le Bon und 2.Propaganda von Edward Bernays

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