Fundstück – Xi Jinping beim virtuellen WEF-Treffen 17.1.22

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann von der „Neuen Rheinischen Zeitung“ dokumentieren/übersetzen Auszüge aus der Rede des chinesischen Präsidenten beim WEF und fragen (mit durchaus kritischem Unterton und nicht zum ersten Mal):

„Wer spricht hier?“

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12 Antworten zu Fundstück – Xi Jinping beim virtuellen WEF-Treffen 17.1.22

  1. Dian C. schreibt:

    Xi Jinping? Ist das der Olaf Scholz oder eher der Roland Koch der Chinesen? Beides in einer Person? Alles Büttel des Kapitals. Unser Feind steht im eigenen Land!

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  2. Albrecht Storz schreibt:

    Der Corowahn ist eine Verschwörung zwischen chinesischer Führung, russischer Führung, US-amerikanischen Zigmilliardärsanthropophagen, zusammengebracht über das WEF, und ua maoistisch indoktirnierten W.H.O.-Terrorpaten und Grünen und anderen gesteuerten Ministern und Entscheidern.

    Ziel ist es die Souveränität von Staaten jeder Art und Form abzuschaffen und die Welt unter eine Global-Administration zu stellen. Wer dort dann das Sagen hat wird dann später ausgekloppt.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Eine gewagte Hypothese, die erlaubt sein muss. Dafür gibt es einige Indizien. Die Verschwörungsgemeinschsft würde uns demnach eine Art Fake-Theater eines drohenden Krieges in und um die Ukraine vorspielen. Putin ist nach dieser Logik mit Duldung der globalen Eliten in Russland an die Macht gekommen und wird von den westlichen Führern und der NATO genauso nur zum Schein attakiert und sanktioniert; und das „alternative“ Multipolarbündnis (China, Russland, Iran und weitere über 100 Staaten) ist auch nur eine Vorspiegelung falscher Tatsachen, die dann irgendwann gerade gerückt werden würden? Wie gesagt: gewagt aber nicht völlig unmöglich! Dafür scheint vor allem aber auch das Mitmachen von Russland und China bei der Plandemie zu sprechen. Aber: Warum haben sie sich da gerade die Mühe gespart, uns einen angeblichen Konflikt in der Haltung dazu vorzuspielen?

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    • fidelpoludo schreibt:

      Die Aussagen des Mitglieds des Europäischen Parlaments Cristian Terheș, dessen Statement uns dankenswerter Weise uns oben Dian C.verlinkt hat, scheinen ganz und gar dazu zu passen.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Dieser Verschwörungsannahme nach würde uns (die Völker aller Staaten) die Globale Kabale nicht nur durch systematische und permanente Angsterzeugung und -verbreitung und damit zusammenhängend durch Trennung beherrschen und hinters Licht führen, sondern uns parallel dazu auch noch das Schauspiel einer Trennung der Eliten selbst liefern, obwohl und weil sie sich im Grunde und im Groben doch in Wahrheit einig sind. Eine Einigkeit, die als verdeckte nur um so leichter kaum zu durchschauen wäre. Dann gute Nacht! Unsere Chancen wären fast gleich Null…

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    • Albrecht Storz schreibt:

      Ich finde das ganz einfach:

      Jede Regierung profitiert im Inneren von Angst-Erzeugung. Wenn eine äußere Bedrohung wahrgenommen (imaginiert) wird, ist sogar der schlechteste Staatmann leicht ein Held (oder wenigstens derjenige, der eben gerade am Hebel ist, etwa Scholz, Söder, …) um den man sich schart.

      Warum sollte sich Xi oder Putin um die Drohgebärden des Westens (NAhTOd) also grämen? Warum sollten die nicht ein bisschen mitzündeln, um alles entsprechend am Kochen zu halten?

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  3. Dian C. schreibt:

    Ich halte nicht viel von Andreas Wehr vor allem wegen seiner Coronna-Haltung. Mit jüngerem Elaborat nimmt er jedoch eine streit- und lesbare Position ein, die mir wenigstens diskutabel scheint.
    https://www.andreas-wehr.eu/was-ist-der-kommunismus-und-was-koennte-er-heute-sein.html

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    • fidelpoludo schreibt:

      Liebe(r?) Dian,
      höchst diskussions- und lesenswerter Text von Andreas Wehr! Mit vielen Anknüpfungspunkten zu einer auch die Beurteilung der aktuellen Lage weiterführenden Diskussion.
      Sie sollte geführt werden. Vielleicht kann der Kranich da mit einem Posting aktiv weden und die Diskussion eröffnen, indem sie einen Namen bekommt. Etwa „Kommunismus heute!?“ (Oder auch anders…)
      Andreas Wehr sollte dazu eingeladen, sein Text als Ausgangspunkt genommen werden, der ja eine gewisse historisch zu begründende Begrenztheit der Marxschen (politischen) Perspektive vorsichtig andeutet und einräumt.

      Die nötige Wiederbelebung einer „linken Erbschaft dieser Zeit“ (die einer Selbstbesinnung der Linken ebenso bedarf wie der Anerkennung des emanzipatorischen Potentials in vielen Positionen der verschmähten – vor allem patriotisch ausgerichteten – sogenannten Konservativen)

      Seit Monaten, wenn nicht Jahren, verfolge ich die patriotische Bewegung (zu der ich auch die „Libertären“ zähle – eine Position, die im deutschen Sprachraum etwa von Oliver Janich vertreten wird) vor allem in den USA und den anderen „Five-Eyes-Ländern“, die meiner Ansicht nach auch, um nicht zu sagen vor allem, emanzipatorisch-kommunistische Ziele verfolgen, denen man nur beipflichten kann. Allein, ihnen geht ein Wissen um die Geschichte der Arbeiterbewegung ab, wie sie bei Andreas Wehr – die Problem und Widersprüche nicht aussparend – skizziert wird. Für sie – die überwiegende Anzahl der patriotisch ausgerichtetet Vordenker und Führer – sind Kommunismus und Marxismus im ersten Satz gleich zu setzen mit Totalitarismus, um im zweiten Satz kund zu machen, wie geschichtlich unbeleckt sie den Imperialismus des Westens, seiner Regierungen und seiner Globalen Kabale verurteilen. Dass sie sich mit ihrem Anti-Imperialismus (auch Antifaschismus) in eine geschichtliche Perspektive einreihen, die ihre auch und vor allem sehr linke Traditon und Vorgeschichte hat, gerät nicht in ihren Blick. Eines bleibt allerdings festzuhalten: Ab und an argumentieren sie auch „ökonomisch-antikapitalistisch“ – der Begriff der Ausbeutung (wie übrigens auch – zumindest dem Sinne nach – die der Entfremdung und der Verelendung) geht ihnen über die Zunge, „läuft ihnen wie eine Laus über die Leber“, ohne ihn jedoch als Grundbestandteil des kapitalistischen Wirtschaftssystems zu begreifen. An eine linke Tradition (innerhalb der patriotischen Bewegung) knüpft in den USA etwa eher die „Grüne“ Cynthia McKinney an, die, sowohl theoretisch wie aktivistisch, eine beachtliche Verbindung von feministischer, antirassistischer und israelkritischer wie auch umweltfreundlicher Orientierung vertritt. Eine politische Freundschaft verband sie mit dem Ex-CIA-Agenten David Robert Steele, mit dem sie im Rahmen einer Kampagne für eine alle Parteigrenzen überwindendenden patriotischen Bewegung quer durch die USA zog. Die allerdings abgebrochen werden mußte, weil ihr Organisator David Robert Steele angeblich und unter zweifelhaften Umständen in einem Krankenhaus an Corona verstorben sein soll. Auch DRS war authentisch linken Gedankengängen (man vergleiche seine riesige Buchbesprechungsliste, die auf seiner Website zugänglich ist) durchaus nicht abgeneigt. [Sein Youtube-Konto „wurde gekündigt, da es gegen die YouTube-Community-Richtlinien verstoßen hat“; auf seiner Website sind fast alle sein Links dazu unzugänglich gemacht worden. Eine authentische Vorstellung der patriotischen Bewegung, die Cynthia McKinneys und Robert David Steeles Positionen einigte ist hier in ihrem gemeinsamen Interview zu verfogen: https://t1p.de/1w1t%5D

      Ich fasse zusammen: Die Stunde einer „linken Erbschaft dieser Zeit“ wird schlagen, wenn die Linke zur Selbstbesinnung kommt und sie Selbstkritik nicht als leeres Ritual sich zumutet. In diesem Sinne betrachtet ich Andreas Wehrs Text als einen möglichen Einstiegspunkt.

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      • fidelpoludo schreibt:

        Da der Kurzlink aus unerfindlichen Gründen nicht funktioniert, hier der entsprechend längere:
        https://robertdavidsteele.com/robert-david-steele-and-dr-cynthia-mckinney-citizens-unite/

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      • Dian C. schreibt:

        Schön, dass Wehrs Artikel wenigstens einem Leser hier gefällt. Mir scheint die Vision einer zukünftigen Gesellschaft sehr, sehr wichtig, weil sich viele darin einig sind, dass der – bisherige – Kapitalismus nicht mehr wiederherstellbar ist. Schwab und Konsorten haben kein tragfähiges Konzept für ein menschenwürdiges Dasein, weil sie nur die – eigene – Macht vor Augen haben und diese zu stärken gedenken. Sie mögen „ihren“ Marx gelesen haben, verstanden haben sie die Unausweichlichkeit des Untergangs aus – ökonomischen – Gründen nicht. Ganz offenbar wollen sie sich – allein – die Welt zum Untertan machen, was die Konkurrenz und somit die Entwicklung der Produktivkräfte lähmte. „Neofeudal“ wollen einige es nennen, ich halte es für Faschismus. Übrigens scheinen mir auch die deutschen Faschisten, die Nazis, seinerzeit an der Ökonomie gescheitert.

        Insofern halte ich Marxens Kapital für so grundlegend, dass für mich eine „Revision“ oder auch nur „Weiterentwicklung“ der Theorie der kapitalistischen Ökonomie nicht nur völlig unnütz erschiene, sondern sogar gefährlich. Wir können doch „anfassen“, begreifen, was Marx nur schon vorhersah: eine gigantomanische Kapital- und Machtkonzentration, die dieser Gesellschaftsordnung das Rückgrat brechen muss.

        Nur die Gretchenfrage ist nicht, ob der Untergang kommt, sondern können wir dem zu erwartenden Amargeddon eine tragfähige Alternative entgegensetzen? Und diese Frage sollte sich aus einer schlüssigen – linken – Kritik an dem Sozialismus bzw. den Sozialismen, die wir kennen, beantworten lassen. Und ich halte auch dabei die Ökonomie für des Pudels Kern. Wie sollte, wie „muss“ sozialistische Ökonomie beschaffen sein, dass damit die Macht der Arbeiter nicht nur begründet wird, sondern sich auch behaupten kann?

        Eines scheint mir immer gewisser: Wenn ein Karlchen Lautebach Gesundheitsminister kann, dann können Arbeiter erst recht Firmen leiten. Und schlechter regieren können sie bestimmt nicht. Sozialismus von unten und – echter – Anarchismus scheinen mir gar nicht so verschieden.

        Alles nur ins Unreine geschrieben, warte auf saubere Kritiken. Nichts für ungut.

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    • fidelpoludo schreibt:

      By the way: Gilad Atzmon, der wahrlich kein Marxist ist (wie Marx serlber bekanntlich nicht bezeichnet werden wollte), hat vor knapp einem halben Jahr Marx gegen seine angeblich linken Liebhaber verteidigt, indem er ihnen zu verstehen gibt, dass Marx sich angesichts ihrer Politik im Grabe umdrehen müßte. Diese Unkenntnis und Fehleinschätzung teilen sie – wie oben ausgeführt – und bringt sie in eine verquere Einigkeit mit den patriotischen Konservativen, die in Marx die Verkörperung des „Bösen“ sehen, der letztenendes an allem schuld sei. ich gebe hier einen Teil der in deutscher Übersetzung auf auf „Ron Unz Review“ im August ’21 wieder, in der er die „Kritische Rassentheorie“ (CRT) der „Demokraten“ aufgreift, um klar zu stellen, wie wenig sie sich auf Marx berufen kann:

      „Kritische Rassentheorie und das jüdische Projekt“
      https://www.unz.com/gatzmon/critical-race-theory-and-the-jewish-project/

      „In den USA wird zunehmend über die Critical Race Theory (CRT) diskutiert. Bemerkenswerterweise bestehen die Gegner von CRT darauf, dass der „marxistische“ Diskurs aus der amerikanischen Kultur und dem Bildungssystem entfernt werden muss. Ich bin darüber verwirrt, da ich mir nichts vorstellen kann, das weiter von Marx‘ Denken entfernt ist als CRT.

      Marx bot eine ökonomische Analyse auf der Grundlage der Klassenteilung an. Für Marx waren diejenigen am unteren Ende der Klassenschicht dazu bestimmt, sich unabhängig von ihrer Rasse, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung zu vereinen. Marx als solcher war rassenblind. Seine Vision vereinheitlichte jedoch zumindest die Arbeiterklasse. Aber die Critical Race Theory zielt in die völlig entgegengesetzte Richtung. Die Befürworter von CRT glauben, dass Menschen politisch durch ihre Biologie definiert werden und definiert werden sollten: durch ihre Hautfarbe, oft durch ihr Geschlecht und/oder ihre sexuelle Orientierung. CRT versucht, Rassismus zu bekämpfen, nicht indem es ihn beseitigt, sondern den biologischen Determinismus tatsächlich zu einem ständigen Schlachtfeld macht.

      Kritische Rassentheoretiker sind an dieser biologisch deterministischen Front nicht besonders originell. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts forderte der Zionismus die Juden auf, sich politisch mit ihrer Biologie zu identifizieren. Hitlers Aufruf an das arische Volk, dasselbe zu tun, geschah etwa zwei Jahrzehnte später. Ironischerweise folgen sogar die sogenannten jüdischen „Anti“-Rassisten innerhalb der „nur Juden“ antizionistischen politischen Zellen (wie JVP, JVL, IJAN) genau der zionistischen und hitlerianischen Agenda. Sie bestehen auch darauf, sich politisch und ideologisch als „Rasse“ zu identifizieren.*

      Man mag sich an dieser Stelle fragen, warum Menschen innerhalb der konservativen Rechten CRT als „marxistisch“ bezeichnen, obwohl es nichts mit Marx, aber (ideologisch) viel mit Zionismus und Hitlers Biologismus zu tun hat. Eine Möglichkeit ist, dass Menschen innerhalb der amerikanischen Rechten glauben, dass die Bezugnahme auf Marx gut mit ihrer unterstützenden Masse kommuniziert. Eine andere etwas weniger echte Option ist, dass Marx ein Codename für einen „subversiven Juden-bezogenen Diskurs“ ist. Das amerikanische konservative Universum ist weitgehend vom israelischen Nationalismus inspiriert, aber es ist angewidert vom kosmopolitischen Interventionismus vom Typ Soros. Die amerikanische Rechte verwendet möglicherweise eine kodifizierte Sprache, um ihre eigene Lähmung zu bekämpfen. Es hat eindeutig Mühe, die Dinge beim Namen zu nennen.

      In Anbetracht des Obigen ist es faszinierend, die jüdisch-amerikanische Einstellung zur CRT-Debatte zu untersuchen. (…)“

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