Kampf um dieBasis – Update vom 8.1.2022

Mein Posting „Kampf um die Basis“ vom 19. Dezember werde ich fortführen und vermutlich regelmäßig updaten. Entgegen meiner sonstigen Update-Verfahrensweise werde ich den Veröffentlichungstermin ebenfalls aktualisieren, so dass das Posting automatisch in den aktuellen Blogbereich kommt. Ich werde jeweils deutlich machen, welche Textteile wann zum ersten Mal veröffentlicht wurden.

Updatetext vom 8.1.2022:

Der Kampf um dieBasis ist in vollem Gange. Dabei geht es derzeit wohl nicht um die Existenz dieser jungen Partei (und dass es nicht um ihre Existenz geht, ist bereits ein Erfolg), sondern darum, sie weiter politisch möglichst handlungsunfähig und möglichst orientierungslos zu halten.

Die Unzufriedenheit sehr vieler Basismitglieder („des Schwarms“) mit der Führung Baum/Osterhage ist seit Längerem offenkundig. Per Mitgliederbefragung haben etwa 70% der Teilnehmer dem Duo das Vertrauen entzogen, und es wurde zum Rücktritt aufgefordert. Erfolglos!

Der online durchgeführte Bundesparteitag vom 4. bis 6. Dezember 2021 wählte mit eindeutigem Ergebnis (wieder etwa 70% der 3700 Teilnehmenden) einen neuen Vorstand.

Daraufhin haben sich fünf Mitglieder des alten Vorstands

– Dr. Andreas Baum, Vorsitzender (Doppelspitze)
– Diana Osterhage, Vorsitzende (Doppelspitze)
– John Stopfkuchen, Schatzmeister
– David Claudio Siber, Medienbeauftragter
– Neeltje Willemsen, Visionärin

zum amtierenden Vorstand erklärt. Sie erkennen die Beschlüsse des Parteitags nicht an. Das bedeutet u.a., dass sie ihre Verfügungsmacht über die Kommunikationswege und die Finanzen nicht aufgeben, womit sie die Arbeit weitgehend blockieren.

Vom „amtierenden Vorstand“ wurde ein Wahlprüfungsausschusses installiert, als dessen Chef Gerhard Nadolny, der Wahlleiter des Parteitags, eingesetzt wurde, sowie acht weitere Menschen (Namen sind mir unbekannt). Nadolny kommt offenbar eine Schlüsselrolle in dem jetzt eingeleiteten juristischen Tauziehen zu.

Ich hatte am 4. und 5. Dezember (den mir bis dahin unbekannten) Nadolny als korrekten Wahlleiter wahrgenommen.

In einer Stellungnahme vom 14.12.21, die der Mail vom 16.12. des „amtierenden Vorstands“ beigefügt war, erklärte der Wahlleiter, dass die Wahl des eBuPa erst mit der Briefwahl-Schlussabstimmung abgeschlossen sei. Das irritierte mich, hatte ich zunächst nicht so gesehen, jedoch konnte ich mich überzeugen, dass dies tatsächlich von vornherein so geplant war.

In der Einladungsmail zum eBuPa vom 16.10.21 steht der Satz: „Die abschließende Beschlussfassung wird im Anschluss durch die Teilnehmer per Briefwahl bestätigt. Das Ergebnis der Briefwahl wird nach Auszählung verkündet.“ Ganz klar: Es geht also um eine nachträgliche Bestätigung der Parteitagsbeschlüsse durch die Teilnehmer.

Nun gibt es die Mitteilung des Wahlleiters vom 31.12.21. In ihr findet sich plötzlich eine Reihe grundsätzlicher Fragen, die komplett und von vornherein die Entscheidungsfähigkeit des eBuPa in Zweifel ziehen. Jetzt auf einmal braucht es umfangreiche Anhörungen und wissenschaftliche Expertise und wochenlange Ausschussarbeit. Und das befindet drei Wochen nach dem Parteitag nicht ein Ahnungsloser vom anderen Stern, sondern einer, der über zwei Tage zigstundenlang das ganze Wahlgeschehen geleitet hat.

Mir fehlt Glaubwürdigkeit in diesem Verhalten.

Hinzu kommen die „Fragen an den Schwarm“. Sie zielen darauf ab, Probleme aller Art zu sammeln, die als eine Art Meinungsmunition verwendbar sind. Welchen Sinn hat es, Mitglieder zu befragen, was sie zum Briefwahlverfahren geglaubt haben, wenn doch entscheidende Bedingungen in der Einladung definitiv vorgegeben waren (s. o.)? Oder im Fragekomplex c) „Informationen“ über neun mögliche Komplikationen des Registrierens und Einloggens zu erheben?

Es war ein Online-Parteitag! Das schwierige Unternehmen wurde voll und ganz bewältigt, ja, auch mit mancherlei Improvisation aber immer bei peinlicher Beachtung der rechtlichen Korrektheit. So korrekt, dass Wahlleiter Nadolny am Schluss des 2. Tages zur allseitigen Überraschung verkündete, soeben habe die CDU-Zentrale angefragt, ob die Basis ihr tolles eBuPa-Team nicht an die CDU für deren Online-Parteitag ausleihen könne. Das, so klärte er bald danach auf, war natürlich ein Scherz – aber wohl einer, an den er sich heute nicht mehr erinnert.

Es wird von verschiedenen „Amtierenden“ jetzt alles getan, um dieBasis möglichst tief in einen juristischen Sumpf* zu ziehen. Wenn die Mitglieder aufmerksam und entschlossen genug sind, werden sie sich den Vorstand erkämpfen, den sie brauchen, den der demokratische Widerstand braucht. Aber Zeit- und Kraftverlust bedeutet es allemal, so dass uns eine zumindest partielle politische Lähmung in dramatischer Zeit droht.

* Es lohnt sich, den Gesetzes- und Paragraphenhinweisen in Nadolnys Mitteilung vom 31.12. nachzugehen. Dort ist (bei genauem Lesen!) zu erkennen, dass unser „weiser Gesetzgeber“ Regelungen getroffen hat, die enorme juristische Hürden, speziell in Coronazeiten, für die parteiförmige Organisation des demokratischen Widerstands darstellen. Gerne würde ich mich darüber mit einem Juristen austauschen.

Updatetext vom 4.1.2022:

Offener Brief von Basismitglied Mechthild an den Vorstand:

Hallo liebe Leute,

seid ihr das wirklich, die, die wir vor kurzem gewählt haben?

Danke für die Neujahrsgrüße, aber von euch hätte ich etwas anderes erwartet als diese traurige Posse.
Hat euch der Angriff von der anderen Seite so fertig gemacht, dass ihr nur noch wie lauter Schlucke Wasser dasitzen könnt und tapfere, nicht einmal authentisch wirkende, fast auswendig gelernte Sprüche klopft? Wenn dem so ist, wäre es hilfreicher, das offen zu sagen. Aber so könnt ihr mit euren leeren Kraftsprüchen nur noch demotivieren und einen peinlichen Eindruck hinterlassen.

Wir haben euch gewählt, damit in dieser Partei endlich etwas passiert, und zwar nicht nur „Wahlkampf“, sondern Politik. Und zwar Politik, die von der Basis ausgeht. Wenn ich euch reden höre, kommt auch ihr mir nur wieder vor wie Auserwählte da oben, die sich lächelnd und gnädig für die da unten einzusetzen versprechen und deren Anregungen sie für ihre Arbeit erwarten.

Nehmt ihr die Basis überhaupt wahr? Ist euch schon aufgefallen, dass seit Wochen in allen deutschen Städten Demonstrationen stattfinden – allem Gegenwind zum Trotz – und zum Teil mit hoher Kreativität und großem taktischen und strategischen Geschick. Die wenigsten Ideen und Initiativen dabei gehen von unserer Partei aus. Warum? Interessiert ihr euch vielleicht jetzt doch nur noch für Wahlkämpfe und Prozente? Es geht doch darum, eine Gegenbewegung aus dem Volk heraus zu entwickeln und zu stärken, zu unterstützen und öffentlich zu machen.

Warum sieht man euch nicht bei Demonstrationen? Ist das vielleicht nur etwas fürs Fußvolk?

Und noch was: Warum ist es euch bis heute nicht gelungen, Kanäle zu finden oder neu zu erfinden, mit deren Hilfe ihr mit uns, der Basis, mit den Ortsverbänden in Kontakt treten könnt und wo wir mit euch Kontakt aufnehmen können.
Ihr seid jetzt einen Monat gewählt, aber von euren Aktivitäten ist nichts zu hören und zu spüren. Ihr behauptet, ihr hättet kräftig angefangen zu arbeiten. Darf man wissen, woran und was? Ich will einen transparenten Vorstand und keinen Geheimklub. Dafür bin ich nicht in einer Partei, die sich die Basis nennt.

Wenn ich an so manche Vorstellung von euch beim Bundesparteitag denke, kenne ich euch nicht wieder.

Ich hoffe, was ich gesehen habe, das ward gar nicht ihr, sondern eine Truppe bezahlter Komödianten, die uns eine traurige Farce vorspielen wollten – aus welchem Grund und in wessen Interesse auch immer. Vielleicht war es auch eine Gruppe von Laienschauspielern, die in ihrer Küche dem Publikum das zum Besten geben wollten, was sie sich unter einer Parteivorstandssitzung vorstellen: Nickende Frauen um einen Mann, leere Worte, große Versprechen, …

Ihr wusstet nicht einmal, wer genau zu euch gehört und wer nicht da war – und ließet diesen Fauxpas auch noch als passenden Ausklang über die Bühne gehen.

Bitte, sagt uns, dass wir nur einen Albtraum hatten und es eigentlich bei euch so zugeht, wie man es erwarten möchte.

Mit Schwarmgrüßen!

Mechthild S.

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43 Antworten zu Kampf um dieBasis – Update vom 8.1.2022

  1. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Die Sache scheint doch etwas komplizierter zu sein, ich versuche auch gerade das zu verstehen. Da scheint einiges hinter Kulissen abzulaufen, die es eigentlich nicht geben sollte.

    1. Ich finde in der Satzung keine Regel, die hier einen Rücktritt vorschreibt. Abgesehen davon, daß man schon logisch einen freiwilligen Rücktritt (genauso wie eine freiwillige Impfung) nicht verweigern kann. Richtig ist, daß nach Rücktritt von 8 (von 15) Vorstandsmitgliedern der Vorstand komplett neu gewählt wird, was aber formal nichts daran ändert, daß der alte noch so lange im Amt ist, bis der neue fertig und gültig gewählt ist. Wenn also schon mit der Einladung angekündigt wird, daß die endgültige Wahlentscheidung per Briefwahl erfolgt, kann der neue Vorstand auch erst danach gewählt sein. So jedenfalls sieht es nach meiner Informationslage aus.

    2. Das gilt insbesondere, wenn der von der Versammlung gewählte Wahlleiter nach eingehender Auseinandersetzung zu diesem Schluß kommt.

    3. Eine ganz andere Frage ist, ob nicht eine Partei, die sich Basisdemokratie auf die Fahnen geschrieben hat, geradezu verpflichtet wäre, der Basis das Recht zu verschaffen, Vorstände jederzeit abberufen zu können. So wie es andersherum den Vorständen nicht gut zu Gesicht steht, mit formaljuristischen Argumenten dem Willen der Basis zu widersprechen.

    4. Wenn einer solchen Regelung tatsächlich Vereins- und Parteienrecht entgegenstehen sollten, kann man nur sagen: Willkommen in den Herausforderungen der Wirklichkeit. Denn natürlich muß sich die Partei, will sie als solche wirken, dem gültigen Recht fügen.

    Was aber hier tatsächlich hinter den Konflikten steht, kann ich nicht verstehen. Es fehlen mir die Hintergrundinformationen.

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    • kranich05 schreibt:

      Die „Briefwahl“ genannte Schlussabstimmung dient vorsorglich der Bestätigung der Wahlergebnisse des Parteitages. Der alte Parteivorstand hätte eine vollgültige Briefwahl durchführen können, diese hätte aber nach § 18 der Satzung VOR dem Parteitag erfolgen müssen. Die Wahl ist auf dem Parteitag durch die stimmberechtigten Mitglieder online erfolgt und wird durch die schriftliche Schlussabstimmung an der dieselben STIMMBERECHTIGTEN MITGLIEDER teilnehmen, offline bestätigt.
      Die neuen Vorstände sind im Amt, sobald sie die Wahl angenommen haben. Genauso wurde bei der Wahl des alten Vorstands im März 21 verfahren.

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    • kranich05 schreibt:

      Was Du im Punkt 3 Deines Kommentars schreibst, halte ich für besonders wichtig.
      Dazu heißt es in der Mitgliederinformation vom 10.12.:
      „3.1 Basisdemokratischer Entwickler dringend gesucht – AG Schwarmportal
      Wir alle wollen endlich basisdemokratische Entscheidungsprozesse für jedes einzelne Mitglied ermöglichen. Deshalb arbeitet die AG Schwarmportal daran, eine umfassende digitale Plattform zu erschaffen, die rechtssichere Abstimmungen, Konsensierungen und Wahlen ermöglicht. Dies ist eines der zentralen Projekte unserer Partei. Wenn wir es gemeinsam schaffen, dieses Tool nach unseren Vorstellungen möglichst schnell zu entwickeln, werden sich viele unserer Konflikte auflösen, und wir können anfangen, Basisdemokratie vorzuleben.“

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      • Albrecht Storz schreibt:

        „eine umfassende digitale Plattform zu erschaffen“

        Etwas verspätet und von einem eigentlich Unbeteiligten: sind die Piraten nicht genau auch an so einem Konzept, „digitale Willensbildung“ wie ich es mal nennen möchte, gescheitert?
        Und bei Sarah Wagenknechts „aufstehen“, scheiterte das nicht auch an ähnlichem Digitalschwachsinn und der damit verbundenen Abhängigkeit bzw. Sabotage-Anfälligkeit?

        Wie oft muss so was noch in die Hose gehen bis die Leute kapieren, dass man mit „Digitalisierung“ sich ausliefert, von ganz Wenigen abhängig macht, von einer fremdbestimmten Infrastruktur (Internet, Software, Hosts, …) abhängig, unauffällig und im Hintergrund bestimmt, geleitet, geführt, überwacht und verarscht wird?

        Wenn die Kadergruppen früher im KBW, dann später bei den „Grünen“ schon ganz genau wussten, dass Parteien über Geschäftsordnungen und inszenierte Parteitage gesteuert werden, dann wissen die heute, dass man nur die „digitale Infrastruktur“ in die Hände bekommen muss. Nicht umsonst haben Geheimdienste höchste Interessen an IT-Experten, Krypotexperten, Admins und System-Entwicklern. Die lassen sich ihre Backdoors und Eingriffsmöglichkeiten von Anfang an einbauen – wenn die nicht eh schon in den verwendeten Software-Templates sitzen.

        Wer nicht sieht, dass „Digitalisierung“ die Agenda der Mächtigen ist da diese IMMER deren Zwecken dient (weil sie die Schlüsselstellen kontrollieren), und an keiner Stelle im Interesse von uns Kleinen Leute sein kann, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

        So wie ich das erlebe, geht dieBasis, wenn man so weitermacht, den gleichen Weg wie diePiraten, dieLinke, „Grüne“ – krachend den Bach hinunter (bzw. und noch schlimmer: genau dahin, wo man nie hinwollte).

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  2. fidelpoludo schreibt:

    „So wie ich das erlebe, geht dieBasis, wenn man so weitermacht, den gleichen Weg wie diePiraten, dieLinke, „Grüne“ – krachend den Bach hinunter (bzw. und noch schlimmer: genau dahin, wo man nie hinwollte).“

    Die gesamte Argumentation dieses Beitrags von Albrecht Storz ist im höchsten Maße bedenkenswert und sollte unter allen Umständen nicht nur hier so breit wie möglich aufgegriffen, diskutiert und erweitert werden.

    Ich fange einmal an, indem ich das Betrachtungsfeld über die gescheiterten politischen Parteien und Bewegungen erweitere. Zunächst einmal: Ohne Digitalisierung wären wir niemals auf diesem Blog zusammen gekommen, würden wir uns nicht einmal in etwa kennen und hätten unsere Gedanken nicht miteinander ausgetauscht. Was für mich heißt: Digitalisierung muß nicht durchaus schlecht sein. Sobald wir jedoch gesamtgesellschaftlich einen gewissen Resonanzgrad überschreiten, werden sich plötzlich auf diesem Blog Stimmen melden, die sich vorher nicht gemeldet haben und versuchen, hier „korrigierend“ einzugreifen. Wer hier schon länger agiert, kann sich an mindestens einen gravierenden Fall erinnern…
    Bei der „Basis“ scheint mir die Gefahr – gemäß des besonders im Coronau-Ausschuß gesammelten Wissens (wohl einzigartig in der gesamten Welt!) und der doch relativ weiten Verbreitung dieses Wissens erheblich größer. Deshalb stimme ich den Warnungen Albrecht Storz‘ ausdrücklich zu: Aufgepaßt! Jetzt geht es ums Eingemachte, darum, zu verhindern, „genau dahin“ zu kommen, „wo man nie hin wollte“. Im Grunde darum, das Ziel aus dem Auge zu verlieren, das zur Gründung der Partei geführt hat; einer Zersetzung und Pervertierung ohnmächtig beiwohnen zu müssen, die von bestimmten, vielleicht nur lächerlich wenigen Kräften, die an den „Schlüsselstellen“ der „digitalen Infrastruktur“ sich ansiedeln konnten, in Gang gesetzt wurde und quasi automatisch „den Bach runter führt“ (wahrscheinlich nicht krachend, sondern eher ohne viel Aufhebens, klammheimlich, so dass die Mehrheit plötzlich sich vor einem Schutthaufen die Augen reibt und fragt: „Wie konnte es dazu kommen?“. (Die grundsätzliche Frage, ob die Gründung einer Partei – mit all ihren nicht nur juristischen Implikationen, Verbindlichkeiten und der Schaffung eines bürokratischen Verwaltungsapparates (eines „Wasserkopfes“) – nicht schon der erste entscheidende Schritt in die falsche, weil externe Kontrolle erleichternd, Richtung war, möchte ich hier erst einmal nicht behandeln.)

    Es sind ja durchaus nicht nur politische Parteien, aus deren Scheitern wir Erfahrungen und damit verbunden Lehren (aus der Geschichte) ableiten können – zumal es wenig (vielleicht täusche ich mich hier und habe nur zu wenig recherchiert) systematisch analytisches Material über Entwicklung der genannten Parteien zu geben scheint. („Behind the Green Mask“ von Rosa Koire behandelt eher weniger die Grünen als deutsche Partei als die internationale Bewegung der Grünen und ihren überwältigenden Einfluß auf die UN-Agenda (vielleicht ist es auch genau umgekehrt vor sich gegangen), während Diana Johnstone immerhin in ihrem Artikel „Washington’s Green Branches in Europe“ die transatlantischen Bindungen der Grünen in Deutschland und Frankreich herausgearbeitet hat. Aus dem „grünen inneren Swamp“ der deutschen Grünen weiß dagegen der „böse“ Werner Altnickel – seit 1986 Mitglied der Grünen und mit einem Parteiausschlußverfahren beehrt – wort- und detailreich, erhellend und höchst kritisch zu berichten: „Die Grüne Abrechnung“ https://t1p.de/3z0r)
    Nehmen wir uns doch nur das digital-globale Online-Lexikon „Wikipedia“ vor, dessen analoge Personalbesetzung und höchst suspektes Verbindungsnetz wie dessen digitales diffamatorisches Vorgehen vor allem von Markus Fiedler, aber auch von Dirk Pohlmann, etwa in „Geschichten aus Wikihausen“ in vielen Einzelheiten beschrieben werden. Dass hier Geheimdienste mit am Werk sind, darf vorausgesetzt werden:

    „Die Wikipedia ist ein Scheinlexikon, eine Meinungsmanipulationsmaschine. Im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich findet man zwar in der überwiegenden Mehrzahl sachliche und informative Einträge. In gewissen Bereichen ist das Lexikon jedoch zum Pseudolexikon verkommen und wird in diesen Sparten schon seit Jahren von einer kleinen Gruppe, bestehend aus ca. 200 Personen, dominiert. Das einzig verbliebene Etwas, das so aussieht wie ein Nachschlagewerk, befindet sich in der Hand von Dogmatikern und Leuten, die rund um die Uhr in die Wikipedia schreiben, und nicht selten keinerlei Qualifikation auf den Gebieten haben, über die sie schreiben.

    Immer wenn es in der Wikipedia um Geld, Weltanschauungen, Politik und Geostrategien geht, sind die betroffenen Artikel zumeist nicht als Informationsquelle zu gebrauchen und entpuppen sich allzu oft als reine Propaganda. So werden beispielsweise unliebsame Personen über die Wikipedia mittels Etikettierung als Rechtsradikale, Verschwörungstheoretiker, Antisemiten oder Antiamerikaner diskreditiert.“

    Sicherlich sind das Erfahrungen, die bei der Einrichtung einer „digitalen Infrastruktur weiterhelfen könnten und sollten. Weniger oder gar nicht aufgearbeitet ist das Scheitern einer anderen sozialen Plattform, die mit hehren Vorsätzen gestartet ist und dann fast spurlos „den Bach runter gegangen ist“. Und zwar derart spurlos, dass ich mich, obwohl ich ihr einst hoffnungsfroh beigetreten bin, nicht einmal an ihren Namen erinnern kann. Der Kranich hatte sie einst auch beworben und ihr Signet ziemlich weit oben rechts in seinem Blog platziert. Es ist auch dort spurlos verschwunden. Nachforschungen sollten herausfinden können, woran das Projekt schließlich gescheitert ist, selbst wenn es noch weiter vorhanden sein mag. Nicht unvorstellbar, dass auch dieses Projekt von interessierter Seite infiltriert, unterwandert, bearbeitet und seinem Verfall entgegen geführt worden ist.

    Die Errichtung einer „digitalen Infrastruktur“ bei der Basis sollte von einem gewählten Gremium, das sich nicht nur aus IT-Experten zusammensetzt, überwacht und kontrolliert werden, jeder Schritt seiner Installation sollte in seinen (möglichen positiven oder negativen) Folgen deutlich gemacht werden und besonders den technischen Laien plausibel erscheinen, Korrekturen jederzeit möglich sein. Vor allem sollte hinterfragt werden, welche emanzipatorischen und den Informations- und Wissensfluß erweiternden Schritte – durch nur ein, zwei Klicks – systematisch auch verhindert werden können, wie ein unautorisierter Zugriff bzw. eine Manipulation der Daten unterbunden werden kann, etc. etc.

    „Wer nicht sieht, dass „Digitalisierung“ die Agenda der Mächtigen ist da diese IMMER deren Zwecken dient (weil sie die Schlüsselstellen kontrollieren), und an keiner Stelle im Interesse von uns Kleinen Leute sein kann, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.“

    Das „IMMER“ möchte ich relativieren, indem ich versuche zu präzisieren:
    Die Digitalisierung ist IMMER DANN ein Werkzeug der Herrschenden, WENN sie „die Schlüsselstellen kontrollieren“. Mit aller Vorsicht möchte ich es so formulieren: Es kommt nicht darauf an, die Digitalisierung zu verhindern, sondern darauf, die Mächtigen an der Einnahme von Schlüsselpositionen zu hindern. Sie, die Mächtigen, nehmen ja die Schlüsselpositionen in der Digitalisierung kaum ein, sondern ihre Marionetten, die gut bezahlt werden für ihre Dienste und oft genug weder genau wissen, was sie tun, noch wohin das führen soll.

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  3. willi uebelherr schreibt:

    Liebe freunde,
    nach langer Zeit, durch Sperrung initiiert, will ich mich in diesen Diskurs etwas einklinken.

    Detlev, mein alter freund, hat sich mehr formalistisch mit dem Thema beschaeftigt. Albrecht Storz schwingt die Keule des Passivismus und, ohweh, fidelpoludo, mir bekannt als furchtloser Geist, faellt in das Konzert des Zusehens mit ein.

    Es ist doch richtig: Am Anfang brauchen wir ein Ziel, einen Plan, sonst verlieren wir die orientierung. Dann, auch gemaess Reiner Mausfeld, muessen wir den Gegner kennen und uns selbst, um das Wie bestimmen zu koennen.

    Wenn es um die piraten, um die Gruenen, um die dieLinke geht, scheitern wir schon an der Vorraussetzung. Und bestimmt nicht an der Telekommunikation. merkwuerdig finde ich dieses substanlose Geschwaetz von Digitalisierung. Jede metrik ist eine Digitalisierung. Ebenso jede Quantifizierung. Und nuh, so ganz ploetzlich, soll es unsere Hauptbedrohung sein? Fuer leute, die nie in ihrem Leben konstruktiv taetig waren, sehe ich das ja ein. Nie hatten nie etwas damit zu tun.

    Wenn es um die Telekommunikation geht, fidelpoludo weist sehr richtig darauf hin, haben wir es mit einem ganz anderen Phaenomen zu tun: Die freiwillige und bewusste Passivitaet. Auf einem Beobachterstuhl sieht es gleich viel einfacher aus.

    Reiner fuellmich stellt etwas Wesentliches ins Zentrum, von dem ich schon vor vielen Jahren schrieb: Die radikale Dezentralisierung. Nur, wir muessen hier mit dem oekonomischen Unterbau beginnen und nicht uns am parasitaeren politischen Ueberbau abarbeiten. Ich weiss noch nicht, ob dies auch Reiner Fuellmich klar ist.

    Und wieder zurueck zum Anfang. Ohne Ziel gibt es keine Bewegung dorthin. Es waere dann eher Zufall, 1 von 360 oder ein beliebiges Teilchen davon. In dieser Phase befinden wir uns. Ich spreche hier von Wir, ohne selbst Mitglied der „die Basis“. Vielleicht entsteht so etwas in Paraguay. Die Zeit dafuer ist auch hier reif.

    mit lieben gruessen, willi
    Asuncion, Paraguay

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    • willi uebelherr schreibt:

      Lieber Klaus-Peter, ich lese gerade maechtig viele Schreibfehler. Kann ich das im Blog editieren?

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    • Albrecht Storz schreibt:

      ät Willi, selten so einen Schwachsinn gelesen: „Jede metrik ist eine Digitalisierung. Ebenso jede Quantifizierung. “

      „Digitalisierung“ ist hier eine politisch vorgegebene Agenda mit ganz klaren Inhalten – und kein Schwurbeldödelquark ala „jede metrik“.

      Ich frage mich auch: Was will amn aus Paraguay sich hier in D einmischen – mit keiner Ahnung von gar nichts. Warum kümmert man sich in Paraguay nicht um paraguayische Angelegenheiten? Vielleicht weil man ein Fremder in fremden Land ist und die Einheimische nicht mit einem am hut haben?
      (Und irgendwas ist hier kaputt)

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      • kranich05 schreibt:

        Leute, bleibt beim Thema. Es ist ernst genug.
        Kriegt ihr die neuesten Entwicklungen mit? (Mitgliederrundbrief 1/22 von Andreas Baum).

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      • willi uebelherr schreibt:

        „“Digitalisierung“ ist hier eine politisch vorgegebene Agenda“.

        Albrecht, fuer dich, vielleicht. Fuer mich nicht. Digitalisierung ist die Quantifizierung von analogen Groessen. Wird in der Prozesstechnologie immer angewendet. Bei der Datenuebertragung sieht es wieder etwas anders aus. Dort werden die digitalen Informationen in analoge Signale verpackt, weil eine Datenuebertragung nur analog moeglich ist.

        Datenverarbeitung ist digital oder analog. Da es in der Natur keine digitale Daten gibt, sondern nur digitale Interpretationen analoger Groessen, bedeutet dies, dass auch die digitale Datenverarbeitung nur aus der Interpretation analoger Signalzustaende moeglich ist. Das Element dafuer ist der Schmitt-Trigger.

        Jetzt frage ich mich, was dieses Geschwaetz von „Digitalisierung“ eigentlich soll? Das kann ja nur von Leuten kommen, die absolut keine Ahnung von den Gesetzen der Natur haben. Dass die Macht-Eliten gerne mit datenverarbeitenden Systeme sich unabhaengig von den anderen Menschen machen wollen, kann ich nachvollziehen. Davon traeumen sie schon lange. Aber auf dieses Idiotenspiel muessen ja wir uns nicht einlassen.

        Seit 50 Jahren arbeite ich mit der digitalen Interpretation analoger Groessen. Es ist fuer mich selbstverstaendlich. Und schon damals war ich fuer eine strikte Mechanisierung mechanischer Herstellungsprozesse.

        Das problem einer „digitalen Agenda“ liegt doch ganz wo anders. Die Frage ist, wer bestimmt und gestaltet. Nur, mit leeren Worthuelsen ist da nichts zu machen.

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        • Albrecht Storz schreibt:

          „Fuer mich nicht.“ Was soll das aus Paraguay nach Deutschland getrötet?
          Hier in Deutschland ist „Digitalisierung“ ein politisches Programm mit konkreten Inhalten und Budgets der Bundesregierung und der Länder.
          Was „Digitalisierung“ für Sie ist, ist hier völlig uninteressant!
          Manchmal ist es einfach besser, nicht die Klappe aufzureissen. Sie haben doch definitv keine Ahnung von dem hier.

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          • kranich05 schreibt:

            Inhaltlich stimme ich Ihnen zu. In der Form nicht.

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          • willi uebelherr schreibt:

            Klaus-Peter, wie kann jemand dem Text von Albrecht inhaltlich zustimmen?
            Texte sind immer digital, Pixelgrafik ist immer digital, Konstruktionszeichnungen und Grafiken sind immer digital. Jeder Meterstab ist digital. Wie kann ich von der Gefahr einer Digitalisierung sprechen?
            Prozesstechnologie wird immer digital verarbeitet, alle Bewegungsablaeufe werden digital verarbeitet, mit Ausnahme primitiver Ein/Aus-Prozessen werden alle Bewegungsablaeufe digital modelliert und nachgebildet.
            Das ist auch nichts Neues. Wieso also diese Begriffverwirrung? Wenn die Idioten im parasitaeren politischen Ueberbau nur dummes Zeug schwaetzen, dann muessen doch nicht wir mitziehen.
            Ich lehne strikt die Verschmierung des Begriffs Digitalisierung durch Idioten ab. Wie sollen denn flexible Verkehrsleitsysteme anders als in digitaler Form realisiert werden? Wie soll denn eine Prozesskette anders als in digitaler Form gefuehrt werden? Wie soll die Statik eines Bauwerks anders als in digitaler Form ueberprueft werden?
            Wir sollten uns angewoehnen, mit klaren und wohldefinierten Begriffen zu agieren.

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  4. kranich05 schreibt:

    „Kampf um die Basis“ interessiert offenbar. Dies Posting hat mehr Kommentare als andere und wird auch rel. oft angeklickt (mehr als 80x).
    Mein Gefühl sagt mir, dass wir mit dieBasis wahrscheinlich einen Versuch haben (endlich), das Brett an der dicksten Stelle zu bohren.
    Ich bin an der Basis der dieBasis mittendrin und sehe mich an der richtigen Stelle. Keinesfalls sich aufs Beobachten beschränken!
    Das Scheitern der Hoffnungsträger-Parteien Grüne, Piraten, Linke (Aber doch viel mehr! Auch SPD, KPD, SED gehören dazu, auch die KPdSU.) verlangt wirklich gründliches Nachdenken. Hier auf die Digitalisierung zu verweisen, greift wirklich zu kurz. Da stimme ich Willi zu.
    Die sog Digitalisierung ist ein Produktivkraftphänomen; ist im Kapitalismus natürlich in der Hand der Kapitalisten. Das ist im Prinzip seit Maschinenstürmerzeiten durchdekliniert.
    Pk-entwicklung ist heute nicht mehr spontaner Prozess (wenn sie es je war) Sie erfolgt im kap. Interesse (also mit Schadens- und später Todesfolge).
    Welche Produktivkraftentwicklung die Basis, also die Menschen brauchen, ist eine spannende Frage (die durchaus gestellt wird).
    Die Schärfe und dabei Systematik/Komplexität mit der dieBasis bekämpft wird (seit der Wahl des neuen Vorstands) ist horrend.
    Am 24.12. funkte der Vorstand dieses:
    „Aussprechen was ist zu Weihnachten: der neue Vorstand der Basis.

    Derzeit wird die Vorstandsarbeit stark behindert durch das Beharrungsvermögen blockierender Kräfte in der Basis.

    Liebe Mitglieder, bitte tretet über http://www.wir-von-der-basis.de
    mit uns in Verbindung. Über diese Webseite werden wir bis auf weiteres mit Euch kommunizieren.

    Wir wünschen Euch frohe Weihnachten! In der Ruhe liegt die Kraft!“

    Das hat fast den Charakter einer Flaschenpost!
    Manche einfachen Tatsachen sind beredter als 1000 Worte.

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  5. Johannes S. schreibt:

    Auf die sehr anspruchsvollen Kommentare zu der „dieBasis“ möchte ich als Mitglied von der „Basisarbeit“ aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. In meinem Kreisverband war es mit meiner großen Kraftanstrengung erst möglich „Corona“ die absolute Priorität einzuräumen. Dann habe ich zwei Wahlkampfkundgebungen als Veranstalter organisiert mit viel zu wenigen Teilnehmern und gestört durch die „Antifa“. Die Presse hat nicht berichtet, das Wahlergebnis war sehr ernüchternd. Dann hat der KV das bayerische Volksbegehren zur Abwahl der bay. Staatsregierung unterstützt.Nach meiner Auffassung ist die Priorität der Partei „dieBasis“ Widerstand gegen den Faschismus zu leisten. Vom Vorstand wird dies nicht geleistet,Ich werde als Störenfried diffamiert.Die Basismitglieder nehmen an den Spaziergängen teil, bringen es aber nicht fertig politisch zu diskutieren.Ein wichtiges Ziel ist sich zu vernetzen. Man kennt sich in etwa aber ein echter handlungsfähiger Zusammenhalt ist nur partiell entstanden, Es besteht die Tendenz sich durch Spiritualität zu schützen und zu wirken und für den Notstand Vorsorge zu treffen.“dieBasis“ könnte als durch das GG geschützte Partei, die legitim zu der der politischen Willensbildung beiträgt nicht nur an den Spaziergänge anderer teilnehmen, sondern mutig eigene Demonstrationen mit politischen Aussagen und Forderungen z.B. gegen den drohenden Impfzwang veranstalten, Mit den Erkenntnissen des Außerparlamentarischen Untersuchungsausschuss und mit dem Aufklärer und nunmehr Vorstandsvorsitzenden Dr. Rainer Fuellmich könnte die partei „dieBasis“ die Sperrspitze des Widerstand und der Demokratiebewegung werden.Dies wird seit über einem Jahr nicht geleistet und man verstrickt sich in einer heillosen intransparenten Aufbauarbeit über IT….und Querelen.Wenn das Haus brennt, gilt es zu löschen und sich nicht auf Nebenschauplätze zu verrennen.

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    • willi uebelherr schreibt:

      Lieber Johannes,
      bei der Partei „die Basis“ gilt doch das gleiche wie in allen anderen Bereichen.
      Positiv: die radikale Dezentralisierung hilft uns, den konzentrierten Gegenaktionen auszuweichen.
      Negativ: Wenn schon das Recht auf Versammlung, das Recht auf Privatspaere, das Recht auf koerperliche Unversehrtheit mit Stiefeln zertreten wird, dann gilt dies natuerlich auch fuer eine Partei, die sich „der Stampede“ entzieht und ihren eigenen Weg geht.

      Die Basis lebt verteilt in Gemeinden. Es ist das Prinzip der Volkssouveraenitaet. Der politische Souveraen lebt verteilt in Gemeinden. Damit sind sie die Koerperschaften des politischen Souveraen. Und konsequent gedacht wuerde das heissen, dass es keine Instanz gibt, die erzwingend von Aussen in eine Gemeinde einwirken kann.

      Ein zentralisiertes Organ kann nur helfend und koordinierend in die Ortsgruppen einwirken. Dass bei der Partei „die Basis“ immer nur von Kreis- Land- und Bundes-Verbaenden gesprochen wird, zeigt mir, dass dort die gleichen „Kanalarbeiter“ agieren, weil die Basis immer die Gemeinden sind und nie irgendwelchen fiktiven Verwaltungszonen, die real sowieso nicht existieren. Es sind immer nur Kopfgeburten. Nur die Gemeinden existieren real.

      Eine freie kooperation von Gemeinden ist immer moeglich und kann nie statisch existieren. Und wenn sich die Gemeinden raumbezogene koordinierende Arbeitsgruppen einrichten, dann ist das ok.

      Von daher existieren also nur Ortsgruppen, die sich einen bundesweiten Koordinierungsausschuss einrichten, wenn sie dies brauchen. Ob sie dies brauchen, entscheiden sie selbst. Das kann auf jeder regionalen Ausdehnung geschehen, ohne das Grundprinzip aufloesen zu muessen.

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      • kranich05 schreibt:

        Hey, Willi,
        was Du sagst, halte ich für sehr wichtig. Aber Vorsicht vor einer Schematisierung. Ich bin bei der Basis aktiv notgedrungen, notwendig und z. Z. unvermeidlich auf der Kreisebene (Oberhavel). Meine Versuch, eine Ortsgruppe Oranienburg zu bilden ist (vorerst) gescheitert, mangels Masse. Auf der Kreisebene sind wir formal 70 Mitglieder, faktisch und wirklich aktiv etwa 20. Die heutigen Kommunikations- und Verkehrsmöglichkeiten bringen es mit sich, dass wir uns in diesem Kreis treffen können ebenso eng/persönlich/analog, wie es früher nur innerhalb einer Gemeinde möglich gewesen wäre. Tatsache bleibt natürlich, dass die realen Gemeinden weiterhin der primäre Lebensraum der Basis/des Volkes sind.
        Das Basisprinzip wirklich zur „Achse“, zur „inneren Wahrheit“ von allem zu machen, ist eine äußerst umfangreiche Aufgabe und ein Lernprozess für uns alle. Das erleben wir gerade beim Erarbeiten einer neuen Satzung.

        Siehe auch: https://opablog.net/2021/12/28/oberhavel-steht-auf-jeden-montag-ab-18-uhr-am-schlossplatz/

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  6. fidelpoludo schreibt:

    „Die freiwillige und bewusste Passivitaet.“ (Willi, der verlorene Sohn, dessen Rückkehr ich ausdrücklich begrüße)
    Mir ist nicht ganz klar geworden, was Du damit genau meinst. In den kritischen Einwänden von Albrecht Storz kann ich weder „Passivität“, noch „Passivismus“ erkennen, sondern authentische Sorge um das Gelingen des Basisprojekts, das er unausgesprochen begrüßt. Dass man nachdenken sollte, bevor man sich auf Aktionen, gar Aktivismus einläßt, hat für mich nichts mit Passivität zu tun. Und dass man sich mit den Gründen auseinandersetzt, bzw. sie zu erforschen sucht, die dazu führten, dass eine aus einer Bewegung entstandene Partei wie die „Grünen“, die mit beachtlichen Vor- und Grundsätzen antrat, dann langsam aber sicher nicht nur „den Bach runter gingen“, sondern ihn gleichsam „runter gestoßen wurden“, halte ich durchaus für mehr als bedenkens- und untersuchenswert. Hier fände ich den Vorwurf der Passivität des größten Teils der Mitglieder für angebracht. Sie haben sich gegen die Umwertung ihrer Werte nicht erkennenswert gewehrt und sind in einen Aktivismus verfallen, der ihnen zwar Wählerstimmen einbrachte (einmal vorausgesetzt, dass die Wahlen mit rechten Dingen zugegangen sind) bzw. von Soros und anderen transatlantischen Regime.Change-Kräften tat- und finanzkräftig gefördert wurde. Sie haben sich weder gegen Rezo, noch den Schulterschluß mit einer korrupten Antifa auf irgendeine Weise zur Wehr gesetzt, eher noch für eine „angemessenere“ Finanzierung der „Transatlanifa“ sich ausgesprochen.

    Und der unspektakuläre Abgesang einer Partei, die so große Hoffnung auf die Nutzbarkeiten von Digitalisierung und Internet gesetzt hat, wie die „Piraten“, sollte durchaus analysiert werden – wie eben auch das Scheitern der Bewegung „Aufstehen“ von Sarah Wagenknecht, die mit einiger Sicherheit gerade durch die (absichtliche?) Unausgegorenheit ihrer „digitalen Infrastruktur“ mehr und mehr ins Stocken geriet.

    Wenn der Anspruch, aus Fehlern lernen zu wollen (auch wenn es nicht nur die eigenen sind) und sich mit einer bestimmten Art von Vergangenheitsbewältigung zu beschäftigen, ein Ausdruck von „Passivismus“ sein soll, dann bekenne ich mich dazu. Die Erfahrungen, die uns Johannes geschildert hat, läßt vermuten, dass viele Mitglieder ihr eigenes Wahlprogramm, zu dem ich in erster Linie die vielen Facetten des im Corona-Ausschuß zusammengetragenen Wissens zähle, nicht genügend verinnerlicht haben.
    (Übrigens ist mir nicht verständlich, warum eine so kompetente Frau wie „Amazing Polly“ noch nicht gehört worden ist. Ich hoffe, dass es nicht daran liegt, dass sie keinerlei akademische Meriten aufzuweisen hat…)

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  7. willi uebelherr schreibt:

    Lieber „fidelpoludo“, sei ganz lieb gegruesst. Von „Amazing Polly“ wusste ich bisher nichts.

    Aber nun zur „Passivitaet“ und „Passivismus“. In unserem frueheren „Kreis der freien DenkerInnen“ hat sich ein wichtiges Prinzip von Buckminster Fuller, eingebracht von Detlev, eingenistet:
    Wir bekaempfen nicht das Alte, sondern schaffen etwas Neues, das das Alte ueberfluessig macht.

    Reiner Fuellmich geht ja in die gleiche Richtung. Ich konzentriere mich dabei auf die Oekonomie, die nur als lokale Oekonomie entstehen kann und auf deren Infrastrukturen. Das wichtigste dabei ist die Telekommunikation, die nur dann als InterNet entstehen kann, wenn es lokale Netzwerke gibt. Nur so kann ein Netz der Netze, „the Inter-connection of local Net-works“, entstehen. Das Verbindungsnetz steht im Singular, die zu verbindenden lokalen Netzwerke im Plural.

    Solange wir nicht den oekonomischen Unterbau einer menschlichen Gemeinschaft demokratisch selbst organisieren, kann niemals ein demokratischer politischer Ueberbau entstehen.

    Und wer soll das alles tun? Parasitaere Parteien, Gewerkschaften, Thinktanks, Kirchen oder sonstiges? Das wirkt irgendwie infantil naiv auf mich. Und wenn wir nicht in der Lage sind, in unserem unmittelbaren Umfeld so etwas entstehen zu lassen, dann koennen wir niemals erwarten, dass dies dann auf der fiktionalen regionalen Ebene entstehen koennte.

    Insofern ist auch die „die Basis“ eine Chance, zu versuchen, basisorientiert zu wirken. Wir muessen da viel lernen dabei. Aber es fuehrt uns vielleicht dorthin, wo wir erkennen, welche Potentiale im Lokalen tatsaechlich liegen. Auch wenn heute ueberall das „Kommunale“ nur als nutzloses Anhaengsel betrachtet wird. Tatsaechlich liegt aber gerade dort die eigentliche Kraft.

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  8. Albrecht Storz schreibt:

    Als Nicht-Basis-Mitglied, aber eng assoziiert und schon mehrmals für dieBasis aktiv, muss ich mich leider auch wundern, was diese Partei eigentlich ausmachen soll oder will. Hier passiert nichts (sichtbares) aufgrund Initiativen von dieBasis als Partei. Zwar beteiligen sich einige Mitglieder wie ich auch an Montags-Spaziergängen, aber dieBasis als Partei ist leider nicht wahrnehmbar.

    Sollte das ein weiteres Digital-Fiasko sein wie diePiraten oder Wagenknechts „aufstehen“? Eine digitale Nullnummer? Eine Ressourcenverschwendung ohne Ergebnis? Eine Beschäftigungstherapie für widerständiges Potential? Ist vielleicht inzwischen alles Digitale vollständig in den Händen der Geheimdienste – nicht nur der CCC, sondern schon auch alle Admins und IT-Experten? Von den Backbones und Knoten, den Softwares und den Chips mit Backdoors, den entschlüsselbaren Verschlüsselungen mal ganz abgesehen …

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    • willi uebelherr schreibt:

      Lieber Albrecht, deine Skepsis ist wohl begruendet, greift aber nur dann, wenn wir von einer Partei etwas erwarten wollen, was eigentlich nur wir selbst realisieren koennen. Mit Sicherheit sind alle oder fasr alle, die sich dieser Partei nahe fuehlen, bei den Aktionen auf der Strasse auch dabei. Dann eben nicht als Partei-Mitglied, sondern als Mensch der Vielen.

      Wichtig sind die Austauschformen, die die Menschen ueber die parteistrukturen organisieren koennen. Sowohl geografisch als auch thematisch. Dann und nur dann hilft eine Partei, die sich ihrem Namen gemaess als Teil der Vielen begreift.

      Ich habe meine eigenen Erfahrungen mit David Siber, der Medienverantwortliche des „Parteivorstands“ und dem Redaktionsteam gemacht. Und da gab es keinen Unterschied zu all den gekauften Parteien.

      Ich hoffe, auch der neue Vorstand hilft mit, um den Laden etwas aufzuraeumen und zu entruempeln. In Venezuela wurde es der „revolutionaere Sandwich“ genannt. Von Unten die Basis, von Oben der Vorstand des Buendnisse der ChavistAs. Das, was da zusammengepresst wurde, das war der reaktionaere staatliche und parasitaere Apparat.

      Ich vermute, in der Region Deutschland steht aehnliches an.

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      • kranich05 schreibt:

        „Ich vermute, in der Region Deutschland steht aehnliches an.“
        Unter dem Eindruck der jüngsten Aktionen des abgewählten Vorstands Dr. Baum et. al. vermute ich , dass es in Deutschland noch schlimmer aussieht.
        Der Kampf um die Zerstörung der dieBasis ist in vollem Gange und die Feinde der dieBasis scheinen gerade einen bedeutenden Etappensieg zu erringen.

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      • Albrecht Storz schreibt:

        David Siber, ist das nicht dieser Ex-Grüne, der so einen spektakulären (inszenierten?) Wechsel hingelegt hat?
        „Student der Politik- und Kulturwissenschaften“ „für Medien und Kommunikation zuständig“
        also sofort an die zentrale Infrastruktur rangewanzt.
        Es sind genau solche Leute, die nie die Interessen der Normalbevölkerung vertreten können – da sie mental Lichtjahre weit von uns Normalmenschen entfernt sind. (Und bei denen man nie wissen kann, welche Interessen sie in Wahrheit verfolgen, solche Leute nannte man früher in gewissen Kreisen „Apparatschiks“)

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      • willi uebelherr schreibt:

        Korrekt Albrecht, Medienbeauftragter des Vorstands der Partei „die Basis“, vorher.

        Es gab in fb eine grosse Gruppe „die Basis“ und die admins sperrten gezielt Beitraege, die das offizielle Narrativ der Corona-Plandemie zurueck wiesen. Es stellte sich heraus, dass David Siber dies auch unterstuetzt hat.

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        • lranich05 schreibt:

          Die Streuung/Zerlegung der Kommunikation der Basismitglieder in einem digitalen Irrgarten ist eine Form der Zerstörung. Man kommuniziert in FB, Twitter, Fatzebuck, Mattermost, Telegram, Tik tok, Email, diversen Foren.
          Das kann kein Mensch verfolgen und überblicken. So wird kein Problem ernsthaft bearbeitet und zu einem politischen Ergebnis geführt.

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          • fidelpoludo schreibt:

            „Ich will einen transparenten Vorstand und keinen Geheimklub.“

            Ganz genau so, lieber Kranich, wie Du es schilderst!
            Energie und Kraft, die sich sammeln und konzentrieren sollte, um den Strang zu stärken, an dem man gemeinsam zieht, wird zersplittert, zerstreut, zerstört. Durch rein formales Vorgehen und Unterlassung wird Einheit und Solidarität schon an der Wurzel zersetzt und in eine auseinander und nicht mehr zueinander führenden, sondern sich in alle Richtung auflösenden Bewegung transformiert (Ein „Great Reset“ im kleinen Detail). Es wird eine ohnmächtig machende Unübersichtlichkeit generiert, die ja keineswegs verhindert, dass hier und dort – oder wer weiß wo – gute Ideen, Argumente und sich daraus schlüssig ergebende Forderungen (vgl. Forderungen der Basis Oberhavel) auftauchen, die aber weder allen nahezu gleichzeitig bekannt gemacht, noch in ihrer Bedeutung und Dringlichkeit den nötigen Nachdruck erhalten und zur Abstimmung gelangen.
            Mechthild S. hat recht:

            „Warum ist es euch bis heute nicht gelungen, Kanäle zu finden oder neu zu erfinden, mit deren Hilfe ihr mit uns, der Basis, mit den Ortsverbänden in Kontakt treten könnt und wo wir mit euch Kontakt aufnehmen können.
            Ihr seid jetzt einen Monat gewählt, aber von euren Aktivitäten ist nichts zu hören und zu spüren. Ihr behauptet, ihr hättet kräftig angefangen zu arbeiten. Darf man wissen, woran und was? Ich will einen transparenten Vorstand und keinen Geheimklub. Dafür bin ich nicht in einer Partei, die sich die Basis nennt.“

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        • willi uebelherr schreibt:

          Lieber Klaus-Peter, die Kommunikation der dieBasis muss noch viel vielfaeltiger werden. Geografisch sind es die Ortsgruppen und deren lokal-regionalen Zusammenschluesse, die den Hauptteil ausmachen. Was deutlich fehlt sind die thematischen Arbeitsgruppen mit ihren Diskursraeumen, die oft auch geografisch unabhaengig sind.
          „Streuung/Zerlegung“ ist ein Wesensmerkmal der Basis. Aus diesen vielen Diskursraeumen entstehen dann thematische Schwerpunkte.
          Wo die Freunde kommunizieren ist eigentlich egal. Wichtig ist dabei nur, dass sie sich freie Kommunikationsraeume schaffen. An dieser Stelle treffen sie auf den versuch, den ideellen kahlschlag zu organisieren. Aber wie bei jedem Widerspruch liegt auch in diesem der keim der Loesung: eigene, selbst organisierte Kommunikationsraeume.

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        • Detlev Matthias Daniel schreibt:

          Ob Streuung und Zerlegung hier tatsächlich als ein gemeinsamer Begriff (mit Querstrich) stehen können, da habe ich meine Zweifel. Ein Kernproblem scheint mir, daß die Partei ein Ziel verfolgt, das allgemein noch nicht wirklich entwickelt, ja überhaupt verstanden ist. Was soll denn Basisdemokratie konsequenterweise sein? Die einen wünschen sich mehr Entscheidungsbefugnis der Nicht-Eliten – will sagen, vor allem ihrer selbst -, die anderen haben vielleicht Vorstellungen wie Imperatives Mandat, Räte-strukturen, oder was auch immer. Klar muß das, was es im politischen System noch nicht gibt, erst entwickelt werden. Funktionsfähige Strukturen kann man nicht mit einem Programm in die Welt setzen, das muß sich alles noch lernen und bewähren. Aber das Grundkonzept, das Fundament sozusagen, das kann man später kaum mehr verändern. Das ist das Wichtigste.

          Für eine Basisdemokratie müßte das beinhalten eine Umkehr der Entscheidungshierarchie. Wo die zentraleren, zusammenfassenden Gremien wie eine Art Gefäß fungieren, das die Destillate der Basis aufnimmt, bereinigend modifiziert, synthetisierend zusammenfügt und dann re-präsentiert – gewissermaßen als Kupplung oder Transmissionsstation zum kopflastig-hierarchischen real existierenden politischen System. In einem solchen basisdemokratischen System hätte ein Vorstand in Fragen der politischen Gestaltung kein höheres Gewicht als jedes andere aktive Mitglied. Ein Konflikt wie der gegenwärtige wäre eigentlich nicht darstellbar, wenn es darüber Einigkeit gäbe. Wer jetzt nach außen hin für eine begrenzte Übergangszeit offiziell als Vorstand auftritt, wäre wirklich von nachrangiger Bedeutung. Beide Gremien könnten im Inneren parallel und jeweils nach ihren Fähigkeiten produktiv wirken und zusammenarbeiten.

          Genau das aber ist in der Satzung der Partei, also dort, wo das Konzept als solches erkennbar werden sollte, nicht so angelegt. Vielmehr gilt hier das hierarchische Prinzip, nachdem der Vorstand / die Vorsitzenden das letzte Wort haben. Nun gehört es zu den Voraussetzungen, um überhaupt als politische Partei agieren zu können, daß man sich entsprechende Statuten, Regeln gibt. Das läßt aber wesentlich mehr Spielraum zu, als diese Partei für sich genutzt hat. Natürlich kann man jemanden, der Verantwortung zu tragen hat, nicht zum bloßen Befehlsempfänger seiner Basis degradieren, aber wenn ein Vorstand dem Weg der Basis nicht folgen will oder kann, kann er nicht den Anspruch erheben, die Basis und damit die Partei weiterhin zu vertreten. Niemand muß deswegen etwas verantworten, was er nicht will. Es wäre ein substantieller Fortschritt der Demokratie, wenn dem Wiederentzug der delegierten Macht keine höheren Hürden im Wege stünden, als ihrer ursprünglichen Übertragung an die Delegierten. Daß auch das mit erheblichen Problemen verbunden sein kann, zeigt die Notwendigkeit eines komplexen Entwicklungs- und Lernprozesses.

          Die Institution eines Säulenbeauftragten für die Machtbeschränkung ist ein erster, aber wohl noch unzureichender Ansatz. Zumindest hätte der Betreffende innerparteilich jede Menge zu tun.

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          • Albrecht Storz schreibt:

            Für mich ist vieles nur Geschwurbel so lange nicht auf die Grundvoraussetzung von (Basis)Demokratie eingegangen wird: freie, von verschiedensten Gruppen und Interessenverbänden bereit gestellte Information mit jweils gleicher Zugänglichkeit und Breitenwirkung. Demokratie und vor allem basisdemokratie ist völlig undenkbar ohne freie Informationsverfügung. Und freie Informationsverfügung ist nur möglich, wenn völlig unterschiedliche Gruppierungen, Schichten, Klassen, Menschen allgemein sichtbare Informationen bereitstellen können. Nur wenn ein Dissens in JEDER Frage möglich ist und sichtbar sein kann, wenn verschiedenste Gruppen auch Themen setzen können, ist Information frei.

            Wie jeder weiß, liegt das Informationsmonopol heute bei von den Groß-Parteien kontrollierten Öffentlich-Rechtlichen sowie kapitalgesteuerten Großmedien-Blöcken. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Und so lange sich daran nichts grundlegendes ändert, ändert sich auch nirgendwo sonst etwas – abgesehen von immer wieder neuer Tünche und Personal-Karussell und immer wieder gleichen, beliebig auswechselbaren Wahlversprechungen.

            So lange dieBasis nicht diesen Sachverhalt in den Fokus stellt, so lange bleibt für mich alles andere nur Geschwurbel.

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            • kranich05 schreibt:

              Zu Deinem ersten Absatz völlige Zustimmung.
              Zum zweiten Absatz: Man kann der dieBasis nicht vorwerfen, dass sie die die Monopolverhältnisse in der Gesellschaft nicht geändert hat.
              Vorwerfen muss man ihr aber, dass sie diese Verhältnisse in der Partei selbst etabliert und fortsetzt!

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              • Dian C. schreibt:

                Wenn denn schon wieder – vollständig – genesen, meinen Glückwunsch. Unter dieser Voraussetzung wüsste ich gern, welche „Monopolverhältnisse in der Gesellschaft“ dieBasis geändert hat.

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          • willi uebelherr schreibt:

            Albrecht, ich stimme dir darin zu: alles oeffentliche muss Oeffentlich werden. Und es ist voellig richti, dass eine Bewegung mit oder ohne Partei existenziell abhaengt von ihren Kommunikationsfluessen. Wenn die nicht gewaehrleistet sind, dann ginbt es diese Bewegung nicht.

            Nur, deine Antwort, auf die Antwort von Detlev bezogen, trifft sein Thema nicht. Du haengst seinem beitrag etwas an, was mit seinen Aussagen nicht korreliert.

            Ja lieber detlev, diesen Lernprozess muessen die freunde der partei „die Basis“ noch machen. Sich basis-demokratisch organisieren geht nicht mit vertikal-hierarchischen, pyramidalen Strukturen. So gibt es fuer mich immer 2 Sichtweisen:
            a) formal Parteigesetz bezogen. Was da alles moeglich ist, weiss ich nicht. Vielleicht reichen da Partei-Attrappen, die mit dem innenleben nichts zu tun haben.
            b) aus dem Lokalen heraus basis-demokratische Strukturen und Mechanismen. Hier treten die ortsgruppen in den Fokus. Und, wie Klaus-Peter richtig anmerkte, geht das noch nicht ueberall. So entstehen dann helfende Interaktionen, um den „Einzelkaempfern“ Unterstuetzung zukommen zu lassen.

            Fuer mich sind llerdings nicht die geografisch orientierten Strukturen wichtig, sondern die themenorientierten. Da haben wir den groessten Mangel. Ich spreche hier sowohl aus meiner erfahrung in Deutschland wie auch aus Latein Amerika. Es ist wirklich in diesem Bezug ueberall das gleiche.

            Solange wir keine Vorstellung davon haben, wie wir unsere Oekonomie demokratisch gestalten, sind wir auch nicht in der Lage, unser politisches demokratisch zu organisieren. Letztlich lernen wir, wie wir uns politisch organisieren, aus der Erfahrung, wie wir unsere Oekonomie demokratisch selbst organisieren.

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            • Dian C. schreibt:

              Der letzte Absatz Willy Uebelherrs gefällt mir, den möchte ich unterstreichen. Ökonomie, Arbeiter, dann sind wir schon bald bei Marx.
              Wenn ich zuletzt häufiger bei oberhavel-steht-auf.de mitdemonstrierte, fielen mir viele, „einfachere“ Menschen auf. Manche trugen sogar noch Monteurskombi.
              Apopros: Fr, 14.1. 18Uhr, Hohen Neuendorf, Müllheimer Platz (am S-Bhf.), Demo derselben!

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          • Detlev Matthias Daniel schreibt:

            Lieber Willi, ich möchte dir da nicht widersprechen. Man sollte aber auch verstehen, daß wir da politisch schon weiter waren, d.h. in der Praxis fungierte (zumindest in der Vergangenheit) die Wirtschaft nicht als Orientierung der Politik, sondern als Hemmnis bzw. reaktionäre Kraft. Was vielen fehlt, ist ein systemisches Verständnis von Gesellschaft. Wir können nicht verschiedene Bereiche, Subsysteme völlig isoliert betrachten und für sich gestalten. Es ist auch nicht *nur* die Wirtschaft, die wir umgestalten müssen, um die Gesellschaft zu verändern.

            Auch hier habe ich Kritik an dieser Partei, deren Mitglied ich bin. Nichts Grundsätzliches gegen Rudolf Steiners Idee der sozialen Dreigliederung, aber solange nicht verstanden wird, daß es sich um Metamorphosen des im Kern Selben handelt (wie Wurzeln, Stamm, Krone und Blätter eines Baums, deren Verbindendes viel größer und umfassender ist, als die Unterschiede), ist diese Differenzierung eher schädlich.

            Als einen (wahrscheinlich aber auch nur einen von mehreren) Kernpunkt, der alle Bereiche durchzieht, mache ich unser ambivalentes Verhältnis zu Macht aus. Es ist negativ dort, aber nur dort, wo wir uns unterdrückt fühlen oder zumindest die negativen Auswirkungen unübersehbar sind. Sonst, solange wir diese Auswirkungen nicht sehen oder sie verdrängen können, vor allem wo wir Macht selbst besitzen oder besitzen können, ist es grundsätzlich positiv. Die Menschen verstehen nicht wirklich den polaren Gegensatz zwischen Macht und Freiheit. Daß Macht letztendlich auch denen schadet, die sie besitzen. So wie sie nicht wirklich wertschätzen können, wenn andere Menschen anderer Meinung sind. Das ist eine Frage der Beschränktheit des Bewußtseins. Sein und Bewußtsein aber bestimmen einander wechselseitig.

            Ok, altes Thema neu aufgewärmt, aber immer noch aktuell. Ich wollte nur deutlich machen, wir können hier tatsächlich aus den aktuellen Erfahrungen lernen, wenn wir sie in ihrer abstrakt komplexen Bedeutung verstehen und einordnen – für die Partei, für die Politik und natürlich auch für die Wirtschaft. Wichtig ist, daß das Konsequenzen, Veränderungen bewirkt, die über die isolierten Fragen des Umgangs in diesem Konflikt, des Rechts und auch der Parteisatzung hinausgehen.

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          • willi uebelherr schreibt:

            Lieber Detlev, es ist immer wieder ein Genuss, deine ruhig fliessenden Gedanken, transportiert in ausgesuchten Worten, zu verfolgen. Mir fehlt unser „kleiner kreis der freien Geister“.

            Es sind ja die themenorientierten Debatten, die wir so dringend benoetigen. Auch die Seins-Frage der Partei „die Basis“ ist eine solche. Wie wird der Widerspruch aufgeloest, formal als Partei zu agieren, deren inhalt die Existenz von Parteien ueberfluessig macht? Andreas Baum und David Siber, und so manch andere, konnten dies nicht aufloesen und wollten es auch nicht. Sie sind Anhaenger der repraesentativen Republik und als solche natuerlich den repraesentativen Strukturen bis ins Mark verbunden.

            Aber nun zurueck zum Problem „Huhn oder Ei. Was kommt zuerst?“. ich sage, nur wenn wir lernen, unsere Oekonomie selbst demokratisch zu gestalten, koennen wir auch den politischen Ueberbau, soweit er notwendig ist, auch demokratisch gestalten. Das liegt daran, dass unserem Koerper all unsere Gedanken und Theorien schnuppe sind, weil er streng den Gesetzen der Natur folgt. Unser Geist lebt im geschuetzten Schaedelraum, braucht sich um nichts kuemmern, wird versorgt und gewaermt von unserem Koerper.

            Unsere Existenz hat eine natuerliche Grundlage und deswegen spreche ich von unseren natuerlichen Existenzbedingungen. Das, womit wir uns im politischen Raum beschaeftigen, hat damit nur wenig zu tun. Wir brauchen also fuer unseren Geist eine Referenz, wie sie fuer unseren Koerper bereits existiert. Immanuel Kant hat uns hierfuer die Anwendung der Vernunft, Rationalitaet und Logik vorgeschlagen.

            Wir sehen in der Corona-Plandemie die Unvernunft, die Irrationalitaet und die Unlogik. Das kann ja nicht gut gehen.

            ich will zu einem Beispiel zurueck kehren, das ich hierfuer immer anwende. Die Telekommunikation in Form eines InterNet. Dies fuehrt uns direkt zur Volkssouveraenitaet. In jeder Region ist die Bevoelkerung der politische Souveraen und dieser lebt nicht auf einem Haufen, sondern verteilt in Gemeinden. Damit sind die Gemeinden die Koerperschaften des politischen Souveraen und natuerlich in ihrer Gemeinde souveraen. Damit gibt es keine Instanz ausserhalb, die zwingend in eine Gemeinde einwirken kann. Die souveraenen Gemeinden sind die konstituierenden Elemente des Souveraen in einer Region.

            So etwa ist der Grundgedanke eines InterNet. „the Inter-connection of local Net-works“, die verbindung lokaler Netzwerke. Jedes lokale Netzwerk ist ein autonomes System, wie jede Graspflanze auf einer Wiese. Das lokale Netzwerk hat die Client- und Server-Funktionen und die Verbindungen dazwischen. Damit ist es zunaechst autonom arbeitsfaehig.

            Diese lokalen Netzwerke verbinden sich mit ihren naechst umliegenden Nachbarn, Wenn das nach und nach alle machen, entsteht ein Internet. Wir sehen bereits eine Vorlage, wenn wir eine Landkarte nehemen mit den gemeinden und deren verbindungen, die Strassen und Wege. So aehnlich sehen auch die kommunikativen Strukturen in Wiese und Wald aus.

            Wir treffen also immer auf ein grundlegendes Prinzip: netzartige Verbindungen autonomer Einheiten. Dem stehen natuerlich die Zielvorhaben aller elitaeren Herrschaftstrukturen gegenueber, die auf Zentralisation und Monopolisierung setzen. Zu deren Denkern zaehle ich auch Karl Marx, der grosse Schwierigkeiten mit der Pariser Commune hatte. Sie war ihm zu lebendig und zu kreativ vielfaeltig. Es genuegt eben nicht, die Verwertungsprozesse des Kapitals zu verstehen. Davor steht die Frage: brauchen wir Kapital.

            Ich stimme Albrecht sehr zu, wenn er sagt, dass eine Bewegung ohne eigene Kommunikationsfluesse nicht existieren kann. Und „eigene“ heisst hier, ohne Privat und ohne Staat. Nur auf Basis der lokalen Netzwerke, den Gemeinden.

            Auf die Partei „die Basis“ bezogen heisst dies, dass die Ortsgruppen in den Gemeinden die konstituierenden Elemente der Partei sind. Das laeuft dann auf einen Gemeinde- und Staedte-Tag hinaus. Dort muss dann der Konsens gesucht werden fuer die generellen Fragen. Und hier ist das Prinzip der Konsenzierung wirklich richtig: Wir schauen nicht auf das Maximum der positiven Zustimmungen, sondern auf das Minimum der Ablehnungen.

            Auf einen solchen Gemeindetag in materieller Form koennen wir verzichten, wenn wir eine gute Telekommunikation in Form eines InterNet haben.

            mit lieben gruessen, willi
            Asuncion, Paraguay

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  9. Ilona schreibt:

    Vielen Dank für die Energie, die in diesem offenen Brief steckt.

    Für mich, ein Grund zu reflektieren und zu schauen, wo ich selbst mit meiner Wahrnehmung und Meinung stehe.

    Ich stelle fest, die Neujahrsgrüße unseres Vorstandes empfinde ich anders.

    Du gehst mit ihnen hart ins Gericht, wenn du schreibst:

    „Hat euch der Angriff von der anderen Seite so fertig gemacht, dass ihr nur noch wie lauter Schlucke Wasser dasitzen könnt und tapfere, nicht einmal authentisch wirkende, fast auswendig gelernte Sprüche klopft? Wenn dem so ist, wäre es hilfreicher, das offen zu sagen. Aber so könnt ihr mit euren leeren Kraftsprüchen nur noch demotivieren und einen peinlichen Eindruck hinterlassen.“

    Du nimmst keine Authenzität wahr?

    Ich ja, unzwar in Form von Erschöpfung, ja die auch! Aber auch in Form von Entschlossenheit und Kraft.

    Wo kommen wir denn hin, wenn wir uns nicht erschöpft oder „getroffen“ zeigen dürfen.

    Es ist m. E. der Weg aus dem große Stärke überhaupt entsteht. Diese schwierigen Gefühle auch wahrzunehmen, zu reflektieren und dann daran zu wachsen.

    Deshalb fühle ich mich nicht demotiviert, im Gegenteil.

    Wie großartig, das sind keine „Über-Menschen“ die mir was vormachen wollen, sondern Menschen, wie du und ich. Sie können auch mal einfach am Küchentisch sitzen und sich so zeigen, wie es ihnen gerade in diesem Moment möglich ist. Sie haben den Mut dazu. Dafür bin ich dankbar.

    Herzlichen Dank Mechthild für die Anregung und Gelegenheit der Reflektion.

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  10. Johannes S. schreibt:

    Passt nicht zum Thema, ist aber brandaktuell !!!
    Nicht geimpfte Bundestagsabgeordnete wird verboten das Plenum zu betreten und werden auf die Tribüne verbannt. Alle Parteien, außer der AFD stimmen geschlossen ohne Enthaltung und Gegenstimmen zu. Kaum aus panischer Angst vor dem angeblichen Killervirus, da 24 Monate kein Abgeordneter an Corona gestorben ist. Also als willige Befehlsempfänger, um die totalitäre Agenda zu exekutieren in konformistischer Gleichschaltung.Da sich eine unbekannte Zahl an AFD-Abgeordneten sich nicht haben impfen lassen, wird die AFD in zweifacher Weise sichtbar, auch telegen an den Pranger gestellt, als verfemte Partei und jetzt noch als verantwortungslose Impfgegner-Partei. Die AFD als einzige Opposition in der für Deutschland existenziellen Corona-und Verfassungs-Krise wird vom regulären Parlamentarismus ausgeschlossen, schwer behindert.Dies ähnelt dem Ausschluss der Kommunistischen Partei im Reichstag bei der Machtergreifung Hitlers. Wenn dies gewählten Volks-vertretern politisch und auch menschlich angetan wird, spricht dies für die konsequente verantwortungslose Entschlossenheit der Regierung brutal den Impfzwang auch bei den weitgehend uninformierten Bürger zu exekutieren und dabei auch gefährlichen Widerstand und Unruhen in Kauf zu nehmen.Und die Bundeswehr im Innern einsetzen zu können.Die übergroße Mehrheit lag bei der Abstimmung und Missachtung der parlamentarischen Rechte gegenüber den Ungeimpften vor.Dies spricht dafür, dass sich eine übergroße Mehrheit bei der Abstimmung zum Impfzwang wider jegliche menschliche und politische Vernunft und Verantwortung geben wird.Eine weitere „Rote Linie“ ist erschreckend überschritten worden.Eine Zäsur in der Vernichtung der Demokratie. brandaktuell!

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  11. Albrecht Storz schreibt:

    Wenn auch nicht ganz zum Thema hier gehörend, aber zur allgemeinen Situation der „Linken“ in D (für aktuellen Artikel auf Rationalgalerie verfasst):

    Die Unterwanderung bald aller fortschrittlichen Initiativen gelang mit genau einem Trick: der Umdeutung dessen was politisch „links“ sei.

    Ich frage mich so langsam, ob nicht jeder, der dieses völlig zerfledderte und zerfetzte Label „links“ noch führt, nicht damit dieser Manipulation, wenn auch unfreiwillig, Vorschub leistet.

    Wenn Leute sich als „links“ und „Antifa“ bezeichnen können, und unter diesen Labeln demokratische Willensbekundungen von Mitbürgern sabotieren, Hass und Gewalt auf die Straße tragen, ja Anschläge auf Menschenleben ausführen (Stuttgart, …) – wer kann sich da noch mit gutem Willen und gutem Gewissen AUCH als „links“ bezeichnen. Da man die vermeintlichen „Linken“ von diesem Missbrauch nicht abhalten kann – da eine Masse verführter junger Leute diesem Schmuh aufsitzen – wie kann man es verantworten, selbst dazu beizutragen. Aus lieb gewonnener Tradition und Nostalgie? Sind das vernünftige Argumente?

    Wurde nicht auch genau so der „Nationalsozialismus“ zum trojanischen Pferd gemacht: „Nation“ (ein territoriales Organisationskonzept) wurde zur Selbstüberhebung und zum Rassismus gesteigert, „Sozialismus“ wurde zur Verschwörung („Solidarität“) von vermeintlich Auserwählten („nichtjüdische Deutsche“, „Volksdeutsche“, „Arier“, „Hitler-Treue“) umgedeutet.

    Heute sind „Linke“ staatstreue Autoritätsfanatiker die andere Meinungen, insbesondere von Minderheiten, verfolgen und verschreien, legitime demokratische Versammlungen belästigen, bei Versammlungsverboten neben der Polizei unbehelligt Kundgebungen abhalten dürfen, mit Hass und Hetzte auf die Straße gehen und dabei von der Polizei begleitet und beschützt werden, bewusst Angst, Schrecken, Hass und Hetze verbreiten, ….

    Ich kann mich (nach 40 Jahren aktiver, politisch (originär!) linker Haltung) nicht mehr als „Linker“ bezeichnen, wenn ich damit mit solchen Leuten („Wir impfen euch alle“, „Maske auf – Nazis raus“, …) in einen Topf gerate.

    Aber komisch: wo ist die breite Diskussion dieses eklatanten, unübersehbaren Zustandes? Wird die nicht geführt, weil schon fast alles ehemals „linke“ unterwandert und umgedreht wurde? Hat der Kapitalismus gesiegt, indem er die völlige Themen-, Informations- und Meinungshoheit erreicht hat und jede Diskussion der Zustände – und möglicher Alternativen – schon in der Wurzel verhindert werden?

    Wären wir da, wo wir heute sind, ohne die vielfältigen unterwanderten Organisationen, installierten Köpfe und Multiplikatoren, eingeschleusten Agitatoren und V-Leute? Gewiss nicht. Warum iwrd die Tatsache nicht breit diskutiert, dass heute überall angebliche „Linke“ sitzen, unten mit der „Antifa“, dem „schwarzen Block“, den Aktivisten, oben mit Regierungsbeteiligung angeblich linker Parteien, „linken“ Ministern, „linken“ Ministerpräsidenten, „linken“ EU-Abgeordneten, „linken“ Stiftungen und NGOs, …

    Wo bitte ist eine linke Politik all dieser angeblichen linken Kräfte sichtbar? Das müsste doch irgendwo Auswirkungen haben. Warum wirkt dieses doch anscheinend in Gesellschaft und Politik angeblich breit vorhandene „Links“ nicht, sondern es geht immer mehr in den autoritären Staat, Kontrolle, „Digitalisierung“, Gängelung, Zumutungen, Entmündigung der Bürger, Investitionsschutz, „Freihandel“, Kriegsgefahr, Völkerhass (gegen Russland), immer mehr Profite für die sowieso Reichen?

    Ich kann nicht glauben dass all diese vermeintlichen Linken nicht sehen können, dass diese Narrative von „strukturellem“ oder sonstwie an jeder Ecke gesehenen „Antisemitismus“, „open border“ zur Rettung der Welt, „open society“ als vermeintlich hoffnungsvollen Gesellschaftsentwurf (ohne jede Ausformung sondern als vages Nebelgebilde), Gender, Sprachdiktat, und „Multikulti“, dass das alles pure Ablenkungsmanöver sind und nichts, NICHTS mit (dem eigentlichen) linken Gedanken zu tun hat sondern in jede Agenda passt. Vor allem in die Agenda des Spaltens zum Zweck des unangefochtenen Herrschens.

    Zur Auffrischung, worum es mal wirklich ging bei „links“ und „rechts“:, die andere Seite weiß es noch sehr genau:
    26.11.2006 … “There’s class warfare, all right,” Mr. Buffett said, “but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” New York Times

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    • fidelpoludo schreibt:

      Lieber Albrecht! Ich bin ja in vielem – um nicht zusagen fast in allem – Deiner Meinung, glaube aber nicht nur, weil es sich belegen läßt, dass der Vorwurf der fehlenden Diskussion des Themas gerade dem Opablog kaum gemacht werden dürfte. Gib nur einmal die Begriffe „rechts links“ in die Suchfunktion ein und Du wirst nicht nur jede Menge Postings vom Kranich finden, die das Thema direkt betreffen und angehen, sondern auch viele Kommentare, die sich dazu äußern. Ich kann mich an viele eigene Kommentare erinnern, die mich auch bei der Vorgabe anderer Themen dazu veranlasst haben, das Thema „Links-Rechts“ wieder einmal anzugehen. Ich kann mich an meine Interpretation eines berühmten Gedichtes von Ernst Jandl erinnern, die ich bei einer Behandlung eines das Thema direkt betreffendem „Gastbeitrags“ von mir auf dem Blog in einem der wenigen Kommentare vor ein zwei Jahren glaubte liefern zu müssen:

      „lichtung
      Manche meinen
      lechts und rinks
      kann man nicht velwechsern
      werch ein llltum

      Der entsprechende Link dazu:
      https://opablog.net/2020/10/06/corona-kritik-schafft-seltsame-bettgenossen/

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