Quedlinburger Weihnachtsgeschichte – kriegerische Weihnachten.

Eine Veröffentlichung von Freidenker und Blogger Thomas Loch auf der Webseite der Freidenker von Sachsen-Anhalt:

Die Repressionen gegen das eigene Volk werden verstärkt, die Aggressivität nach Außen nimmt zu, die neue Regierung lässt wenig Gutes erahnen, eigentlich nichts. Allerdings kann beobachtet werden, dass der Widerstand wächst, hier im Harzkreis finden Protestveranstaltungen statt, letzte Woche waren es in Halberstadt ca. 1.300 Menschen, (am 06.12. waren es in Halberstadt über 2.000, manche Quellen berichten von wesentlich mehr) welche demonstrativ durch die Stadt spazierten, in anderen Städten waren die Protestveranstaltungen kleiner, allerdings sind sie im Werden begriffen. Die Medien ignorieren diese ganz, oder berichten maximal am Rande, wenn eine Veranstaltung unter den Verdacht fällt, nicht angemeldet gewesen zu sein. Die Polizeipräsenz ist trotzdem enorm. Aus den Protesten im letzten Jahr wurden Lehren gezogen, es beginnt sich zu organisieren, was damals noch sporadisch. Das solch Widerstand diskreditiert und bekämpft wird, versteht sich schon fast von selbst, dass er trotzdem zunimmt, zeugt von der Bedeutung der zu lösenden Probleme und deren Erkenntnis.

Durch die Politik hingegen wird das Völkchen weiter vorgeführt und diszipliniert und viel zu viele lassen sich bereitwillig vorführen und disziplinieren. Gelegentlich taugt sogar ein Weihnachtsmarkt solchen Zwecken. Der Weihnachtsmarkt in Quedlinburg war nicht abgesagt worden, wie in anderen Städten, kann allerdings auch daran gelegen haben, dass die QTM-GmbH, ein städtisches Unternehmen, den Standbetreibern die Gebühren hätte zurückerststatten müssen, welche diese im Vorfeld schon entrichten mussten und das war nicht wenig, einige 100 Tausend Euro könnten es schon gewesen sein. Eine Rückzahlung also sicher nicht so einfach, es wurde fürs Geld schon eingekauft, zum Beispiel Sicherheit.

So bauten die Händler, Stand- und Budenbetreiber den Weihnachtsmarkt auf, welcher entsprechend der damaligen Lage (Ende November) im 2G-Modus realisiert werden sollte. Der Markt wurde am 24.11. eröffnet und lief eigentlich ganz gut an, gelbe Linien um den Markt herum, sollten die Ungeimpften von den Geimpften und Genesenen scheiden, waren aber ohne Umstände zu übertreten. Die Besucher des Marktes wurden unter Vorlage diverser Bescheinigungen und Personalausweis mit einem roten Band gekennzeichnet, dieses Band war bis zum nächsten Dienstag gültig und ab dem Mittwoch danach gab es ein grünes Band. Die Budenbesitzer wurden zu Bändchen-Kontrolleure und der Hierarchie der Sicherheitsfirma eingegliedert. Entsprechende Anweisungen waren militärisch korrekt abgehalten, damit bei „Bränden und anderen Gefechtssituation“ keiner zu Schaden kommt.

Ab Samstag, den 27.09.2021, änderte sich die Situation, viele Besucher wurden erwartet, kamen doch sonst die Jahre am Wochenende ca. 25.000 Menschen in die Stadt, um den Weihnachtsmarkt und den Advent in den Höfen zu besuchen. Der Landrat hatte vordem schon verkündet, dass bestimmte Straßen im Zentrum der Stadt nur mit Maske zu betreten seinen und das ab Samstag 2G+ gelten sollte. Auf den gelben Linien standen nun Gitter zum Absperren, an den Enden des Marktplatzes fanden sich bewachte Eingänge. Die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma dem Anlass entsprechend korrekt in Schwarz gekleidet.

Die Stadt hatte sechs Testzentren eingerichtet und die Besucher kamen, geimpft, genesen, aber noch nicht getestet. Und so durften sie sich erst einmal in die Schlagen vor den Testzentren einreihen, auf einen Test warten und sich mit anderen Menschen, durch den Affenschal hindurch, unter Umständen über 2 Stunden unterhalten, bis sie endlich das ersehnte Stäbchen durch die Nase, oder in den Rachen geschoben bekamen, dann noch etwas warten, bis das Testergebnis vorlag und sie sich ihr lang ersehntes Bändchen holen durften, um endlich auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein trinken zu können.

So organisiert war das Wochenende ein Erfolg, weniger für die Händler, aber der Landkreis konnte am Dienstag mit den Inzidenz-Zahlen für das Wochenende glänzen, solch einen hohen Inzidenzwert hatte man vordem noch nicht erreichen können. Immerhin wurden den Angaben zufolge über 6.000 Menschen in Quedlinburg zum Weihnachtsmarkt getestet. Der Sonntag verlief wesentlich ruhiger, als der Samstag und in der Woche war so gut wie tote Hose. Die Händler hatten am Samstag zwar gute Umsätze gemacht, allerdings entsprachen diese in etwa dem eines guten Wochentages vor Pandemieverkündung. Am letzten Samstag (04.12.2021), waren noch mehr Besucher in der Stadt als am Samstag davor, von ca. 10.000 wird ausgegangen, allerdings waren die Schlangen vor den Teststationen bei weitem nicht so lang, die meisten Reiseunternehmen waren informiert worden, dass ihre Gäste einen Test schon mitbringen sollen, etliche Unternehmen hatte die Reisen komplett storniert. Am Sonntag, dem zweiten Advent war dann der letzte Tag des Weihnachtsmarktes, für die meisten Händler war dieser Markt ein Zuschussgeschäft, die schlechten Umsätze in der Woche konnte ein guter Samstag nicht retten. Von einigen Händlern ist mir bekannt, dass sie mit den Einnahmen normalerweise die nächsten Monate über die Runden kommen müssen.

Das erste Adventwochenende animierte mich folgendes Gedicht zu schreiben:

Pandemischer Weihnachtsmarkt in Quedlinburg

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,

sie haben sich impfen lassen,

konnten es erleben,

sich über Ungeimpfte zu erheben,

und nun müssen sie sich beugen,

es geht ums Untertanen zeugen.

*

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,

der Impfstoff findet sich,

in privilegierten Adern,

Infektion manchmal der Lohn,

vielleicht auch Nebenwirkung,

wer weiß das schon?

*

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,

das Fest der Liebe,

fest in der Hand der Lüge,

frohlocken im Pandemiebetriebe,

den Einfältigen gehört der Sieg,

so das Motto der Intrige. 

*

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,

wer auf den Weihnachtsmarkt möchte,

der muss geimpft,

und auch getestet sein,

sonst kommt er nicht hinein,

und das auch nur mit Maske. 

*

Es folgt ein Bild, das ein Dokument reproduziert:

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