Mein Faschismus-ABC (A)

Über Faschismus zu sprechen, ist u. a. deshalb so schwierig, weil er zugleich einerseits eine bestimmte, historisch festumrissene Erscheinung und andererseits etwas alltäglich Alldurchdringendes ist.

Üblich ist, dass versucht wird, diese Kalamität mittels Verwendung der Begriffskrücke „faschistoid“ zu umgehen.

Damit, dass ich kürzlich formulierte, dass das Regime in den Faschismus kippt, bin ich zugleich unter Druck geraten, wieder ernsthaft über Faschismus nachzudenken.

Das war nicht persönlicher Zufall, sondern ist der Druck dieser Zeit.

Mehr Faschismus-ABC.

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4 Antworten zu Mein Faschismus-ABC (A)

  1. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Auch schon der historische Faschismus hatte mehrere Spielarten. Wer es nicht schafft, den Wesenskern solcher Phänomene zu abstrahieren und ihnen so eine Bedeutung über den bloßen historischen Bezug hinaus zu verleihen, ist nicht in der Lage, aus der Geschichte zu lernen. Ohne Anspruch auf eine erschöpfende Definition hatte ich gesagt: Faschismus ist die Normalisierung des Unrechts – unter Einbezug derer, die für die Gewährleistung des Rechts zuständig wären. Eine Vertauschung also von Recht und Unrecht.

    Was natürlich voraussetzt, daß Recht nicht nur eine formal-strukturelle Bedeutung hat und es einen inhaltlichen Kern gibt, der dauerhafter ist und mehr abbildet, als die aktuellen Ergebnisse gesellschaftlicher Aushandlung. Etwa wie die Grundrechte des Grundgesetzes, die Menschenrechte, das Rechtsstaatsprinzip etc. Faschismus ignoriert z.B., daß Demokratie mehr ist, als die Diktatur der Mehrheit. Daß auch die Mehrheit Regeln unterworfen ist, die sie nicht nach Belieben ändern darf.

    Wenn heute landauf – landab von Politikern, Medien, exponierten Funktionsträgern verkündet wird, es sei legitim, Ungeimpfte unter Druck zu setzen, sie zu einer Impfentscheidung zu nötigen, ihr Verhalten sei verwerflich und sie seien verantwortlich für die die gesamte Gesellschaft bedrohende Lage, erfüllt das den Straftatbestand der Volksverhetzung und eigentlich müßte die Justiz entsprechenden Strafanzeigen nachgehen. Die Beweise liegen offen vor. Denn
    a) erfüllt dieses ‚unter Druck Setzen‘ den Straftatbestand der Nötigung, solange es keine gesetzliche Grundlage für dieses Verlangen gibt – in einem Rechtsstaat regelt einzig und allein das Gesetz, was verlangt werden darf -,
    b) gibt es keinerlei validen Beweis dafür, daß allein die Ungeimpften die gegenwärtige Lage verursacht hätten, das Gegenteil ist der Fall und
    c) wird auf diese Weise Wut und Hass geschürt und die Gefahr ist groß, daß diese sich in Gewalt entladen werden und zwar von beiden Seiten: Von einem aufgebrachten Mob gegenüber Ungeimpften und von Ungeimpften, die nicht mehr wissen, wie sie sich anders zur Wehr setzen können.

    So, und wie meint ihr wohl, wie das ausgehen wird, wenn man gegen diese Damen und Herren Strafanzeige erstattet? Ist das noch ein Rechtsstaat? Für mich bestätigt sich, was ich von Anfang an vermutet, aber aus einer Mischung von ungläubigem Erstaunen und eigener Unsicherheit verdrängt hatte: Diese Faschisierung der Gesellschaft war bereits in dem funktionsnotwendig totalitären Konzept der Maßnahmenpolitik angelegt. Die Unterdrückung der kritischen Debatte, die gesellschaftliche Polarisierung, das Ignorieren widersprechender und widersprüchlicher Erkenntnisse, damit auch die Einengung weiterführender Forschung, damit bedingt die Kontinuität der Mißerfolge und die weitere Erhöhung der Repression, um die Macht nicht zu verlieren usw. Da muß gar kein derart böser Wille dahinterstehen, da ergibt sich eins aus dem anderen.

    Also doch ein deutlicher Unterschied zum historischen Faschismus? Nun, ich denke, letztlich ging es auch denen nur um die Macht. Der Zweck heiligt da alle Mittel.

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    • kranich05 schreibt:

      Ich möchte bewusst „nur“ einige Denk“bruchstücke“, Denk“splitter“ über Faschismus vorbringen oder festhalten.
      Faschismus ist uns plötzlich (?) wieder allzunah. Nicht nur nah, sondern so, dass wir mit „einer Mischung von ungläubigem Erstaunen und eigener Unsicherheit“ reagieren (oder gar nicht reagieren können).
      Dazu passt, dass Hinz und Kunz tagaus tagein mit einem formelhaften Antifaschismus beschäftigt sind.

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    • Albrecht Storz schreibt:

      Meine kurze Antwort: Faschimus ist die Bündelung (fascere= ital. bündeln) der Macht (also Gleichschaltung von den 3 Staats-Gewalten, der „4. Gewalt“ der Medien, sowie Wirtschaft und Organisationen wie Kirchen, Gewerkschaften, Vereine, etc.

      Ein davon unabhängies Erkennungmerkmal ist die Einführung eines Sündenbock-Narratives um die Not und den daraus entstehende Druck als Hass auf andere von den eigentlichen Verursachern abzulenken.

      Der Vergleich von „Ungeimpften“ (heute) und Juden (früher) ist analytisch statthaft, da die gleiche Funktion damit erfüllt wird: Abfuhr aufgestauter Aggressionen, die sonst gegen die Herrschenden gerichtet werden könnten.

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  2. Johannes S. schreibt:

    Die Planer der verbrecherischen Plandemie haben den angeblichen Killervirus zielgerichtet als psychologische Mehrzweckwaffe eingesetzt, mit der sie die Menschen mit der Urangst zu sterben in Angst und Schrecken versetzen und in eine Art Wahn treiben können. im Nationalsozialismut waren es die Juden, die den reinen germanischen Vokskörper bedrohen würde und gegenwäritig ist es der Virus..Beides muß bis zu Vernichtung bekämpft werden, Spahns Aussage „geimpft, genesen oder gestorben“ ist zutiefst radikal fundamentalistisch, kennt keine Grenzen und Differenzierungen.. Daraus folgt es existiert nur „Gurt“ und Böse“ wie auch Merkel neoliberale diktatorische Aussage, dass es „keine Alternativen gibt“.Der Manichäismus, eine Religion aus dem früheren Persien erhob diese absolute Trennung zwischen Gut und Böse zum Glauben und hat auch die christlichen Kirchen und somit das fundamentalistische Denken der westlichen Gesellschaften mitbestimmt.Der Ungeist dieser geistigen, religiösen Strömungen bestimmt entscheident das Weltgeschehen, wie es der ausgeprägte Fundamentalismus in den USA und in den arabischen Länden der Fall ist.
    Der globalistische Fundamentalismus unterstellt, manipulativ dem Widerstand Faschismus.
    Prophetisch die Aussage des italienischen Schriftsteller Ignatio Silione, „Der moderne Faschismus würde als Antifaschismus auftreten“
    Aktuell: In Bayern darf der Nahverkehr nur mit „Geimpft, genesen“ benutzt werden.Soldaten müssen sich einem Impfzwang unterwerfen. Dies ist alles unfassbar und ungeheuerlich.

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