Randbemerkungen zum Wahlergebnis

  1. Das wichtigste Ergebnis war ja vorher klar: Die alte Bundeskanzlerin tritt über kurz oder lang zurück. Sie hat einen Wahlsieg der CDU verhindert und damit die geringe Chance ausgeschlossen, dass es nach ihr eine sog. wertkonservative Politik hätte geben können. Ihre Politiklinie wird weiter gelten aber die sozialen und politischen Zuspitzungen, die schon bald kommen werden, braucht sie nicht mehr zu verantworten. Clever gemacht, wie immer. Für’s Altenteil ist das Talent aus Templin zu jung und zu kregel. Passend wäre UN-Generalsekretär. Chinas Zustimmung wäre sicher, die von Gates auch, Putins wohl auch.
  2. Die Wahlbeteiligung betrug 76,6%, also fast genauso wie 2017 (76,2%). Rund ein Viertel der Wahlberechtigten ist dauerhaft an der Wahl-)Demokratie nicht aktiv beteiligt, und das stört auch niemanden, kaum, dass es wahrgenommen wird. „Eigentlich“ ein vernichtendes Urteil über diese Herrschaftsform; in Wahrheit aber logisch, vorhersehbar und erwünscht. Die Stagnation der Wahlbeteiligung zeigt überdies, dass 1 3/4 Jahre Coronakrise nicht als Politikum wahrgenommen wurden.
  3. Die lt. „repräsentativer Umfragen“ enorme Meinungsdynamik in den letzten sechs Monaten bis hin zum jetzt erzielten (Wunsch-)Ergebnis lässt den Schluss zu, dass die Steuerleute des Wahlvolks ihr Handwerk mittlerweile so präzise ausüben, dass Wahlergebnisse bis auf wenige Zehntelprozent genau generiert werden können. Ohne alle Wahlfälschung.
  4. Das jetzige Ergebnis der vier Regierungsparteien ist ein Wunschpuzzle für Profis. Grüne und FDP bemühten sich auch sofort, „Königsmacher“ zu spielen. Maßgebend ist aber die erprobte Qualität der Sozialdemokraten, die anstehenden Härten unters Volk zu bringen. Das Wahlvolk vertraut dem spezifischen Betrugsstil von Merkel, und diesen kann ohne Merkel niemand so zuverlässig, wie die Sozialdemokratie.
  5. Die Sozialdemokraten profitierten davon, dass das Wahlvolk weder auf die angedrohten Kühnheiten der Grünen, noch eines Maaßen Lust hatte.
  6. Mit mehr oder weniger echten Nazis hat das Wahlvolk nichts am Hut. Die NPD erzielte weniger als 65T Stimmen oder 0,1%, mit sinkender Tendenz. Umso wirksamer bleibt weiterhin der Nazipopanz, was wesentlich die AfD spürt.
  7. Der Absturz der Linkspartei wäre erfreulich, wenn er Ergebnis einer Hinwendung zu einer konsequenten Linken wäre. Das ist nicht der Fall. Die Linkspartei ist inzwischen waschechte Sozialdemokratie, und deren Zweitausgabe braucht wirklich niemand. Ihre Vorbehalte gegen Bundeswehrkriege erscheinen nur noch als sie selbst behindernde Marotte.
  8. Sog orthodoxe Linke, wie DKP oder MLPD, verzeichnen Stimmenzahlen wie immer deutlich unter 20T (weniger als 0,1%) und bestätigen auch damit, eher Sekten als Parteien zu sein. Sie sind tote Überbleibsel lange vergangener Epochen.
  9. Von keiner der üblich als linksorientiert geltenden Parteien wird eine solide zeitgemäße, auf Marx, Engels und Lenin fußende, Analyse unserer Epoche (Stichwort: „Menschheitskrise“) vorgenommen. Pandemie wird nicht als Plandemie begriffen. Die systematische Herbeiführung einer weltweiten autoritären „Governance“ als politische Form eines weltweiten, durchaus neuartigen „Great Reset Kapitalismus“ wird nicht thematisiert.
  10. Die Basispartei hat einen Achtungserfolg erzielt mit 628T Stimmen (1,4%), Erststimmen sogar 735T (1,8%). Ich hatte weniger erwartet. Das Entstehen der Basispartei (derzeit 30T Mitglieder) ist Ausdruck eines echten/spontanen demokratischen Bedürfnisses. Es ist eine richtige Antwort auf die mit der Coronapolitik eingeleitete Demontage des Grundgesetzes. Die Basispartei ist die Partei- und Bewegungsorganisation der coronakritischen Verteidiger der bürgerlichen Rechte und Freiheiten. Genau genommen ist sie das im Prinzip und im Anspruch aber noch keineswegs in der Realität. Vor ihr liegen große Möglichkeiten der Entwicklung, die aber zugleich dringende Erfordernisse sind. Und vor ihr (und „in ihr“) liegen enorme Stolpersteine und offenbar auch gut versteckte Fallen.
  11. Mein Engagement bei dieBasis halte ich nach dieser Wahl weiter für sinnvoll und führe es verstärkt fort.
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8 Antworten zu Randbemerkungen zum Wahlergebnis

  1. Elke Zwinge-Makamizile schreibt:

    Es erstaunt mich immer wieder, wie Opa Cocktail mixen kann, besonders, wenn es um China geht. Diesmal Mixtur mit Merkel, Putin, UN-Generalsekretär, saurer Schaum, denn Opa glaubt nicht daran, dass ein chinesisches Element zu einer verbesserten Rezeptur all der verrückten abendländischen Cocktails werden kann. Ich doch und empfehle Matthew Ehret, Uwe Behrens und I Ging.
    Ansonsten freue ich mich mit Opa über das erste Ergebnis der Basis. Dazu gehören noch viel mehr im Hintergrund.

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  2. Dian schreibt:

    Vielleicht auch ein Wahlergebnis: Ich wählte soeben folgende Mail in den Papierkorb des Mail-Providers.
    Von: ZDF , Betreff: Verpassen Sie es nicht!
    Mehr, insbesondere den Inhalt las ich nicht, weil ich allein dadurch Schaden für mein Betriebssystem befürchte.
    nas.aero existiert tatsächlich, eine englischsprachige Seite, anscheinend kommerziell.
    Gern lasse ich mich für meine Paranoia verlachen. Allerdings möchte ich mit diesem Beitrag auch weitere vor Schaden bewahren, sofern er – real – zu befürchten steht.

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