Abend

Am Abend, da es kühle war,

ward Adams Fallen offenbar;

am Abend drücket ihn der Heiland nieder.

Am Abend kam die Taube wieder

und trug ein Ölblatt in dem Munde.

0 schöne Zeit! o Abendstunde!

(Johann Sebastian Bach, Matthäuspassion)

Dieser Beitrag wurde unter Kunst, Leben, Literatur, Mensch, Musik abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Antworten zu Abend

  1. Hartmut Barth-Engelbart schreibt:

    Ich weiß nicht mehr, wer diese Passage singt, aber ich habe 1964 oder 65

    Gefällt mir

  2. Ich weiß nicht mehr, wer diese Passage singt, aber ich habe 1964 oder 65 in der Matthäuspassion den Kaiphas gesungen und mir ist dabei fast die Puste ausgegangen, obwohl ich damals nur HB-Filter geraucht habe, eine Zigarette am Tag. Scherbaum, der Startrompeter war wie üblich besoffen, hat aber himmlisch geblasen, wenn er vom Pauker zu seinen Soli mit einem Schlag geweckt wurde. Das Schnarchen des Besoffenen konnte man in der Matthäuskirche wegen des Orchesterlärms und dem Chor nicht hören. Ich war Stipendiat auf dem Bach-Gymnasium mit Internat und Kantorei. Das war ein evangelisches Elite-Gymnasium mit tiefbraunen Sponsoren, viel Missbrauch …. Das ist ein kompletter Roman, den ich auch geschrieben habe: “Vertreibung aus dem Rosengarten“. Den schreibe ich aber hier nicht rein. Sonst gibt es sofort eine Schleyer-Fahndung. Zu den Sponsoren gehörte das SS-Obersturmbannführer-Triumvirat um Heydrich in Prag. Der Sohn von SS-Obersturmbannführers Sepp Dietrich-Monninger (er hatte diese Karlsruher Brauerei geheiratet) war in diesem Internat ein paar Klassen über mir. Der Sohn des PEGULAN-Managers Klump (späterer Rheinland-Pfalz- Wirtschaftsminister (FDP) und Ziehsohn des PEGULAN-Chefs Ries (Ex-SS-Obersturmbannführer) war eine Klasse unter mir. usw. ….

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Ich dagegen, lieber HaBE,
      wurde von meinen Eltern in diplomatischer Abwägung – Sie gläubig-evangelisch, Er konsequent plebejisch-bildungshungrig-atheistisch – zur Christenlehre geschickt mit der mir eingeräumten freien Entscheidung. Die Christenlehrestunden fanden nachmittags in der Schule statt, ,3. und 4. Klasse, Stadtilm, ca. 1949/1950. Ich liebte die schönen Geschichten, die uns erzählt wurden, von Jesu‘ Wundertaten und vom barmherzigen Samariter. Eins Tages wurde ich damit konfrontiert, dass ich die märchenhaften Geschichten als wahr glauben sollte, und das wurde noch verbunden mit einem Seitenhieb gegen die Schule. Das war das Ende meiner christlichen Karriere, und ich entschied zum Vergnügen meines Vaters damit aufzuhören. Da war ich zehn oder elf und wurde ein glühender Atheist.
      Da ich auch damals schon Klavier lernen musste, blieb mir Bach trotzdem kein Unbekannter. Unbekannt blieben mir aber die großen Oratorien und Passionen.
      Das Weihnachtsoratorium habe ich tatsächlich mit 36 Jahren unter dem Einfluss einer neuen Frau zum ersten Mal ganz und gar gehört. Daran schloss sich eine Zeit an des geradezu süchtigen Kennenlernens der Passionen und fast aller Kantaten.
      Diese Zeit der Sucht liegt nun auch schon wieder lange zurück.
      Und so erschien mir jetzt, letzte Nacht, das Abend-Rezitativ einfach so im Traum.

      Ja, es sind nicht zuletzt solche Worte und Töne, dass ich mich zutiefst als Deutscher fühle.

      Gefällt mir

      • fidelpoludo schreibt:

        Eines Tages wurde ich damit konfrontiert, dass ich die märchenhaften Geschichten als wahr glauben sollte, und das wurde noch verbunden mit einem Seitenhieb gegen die Schule. Das war das Ende meiner christlichen Karriere, und ich entschied zum Vergnügen meines Vaters damit aufzuhören. Da war ich zehn oder elf und wurde ein glühender Atheist.

        Lieber Kranich, Du kannst es mir übel nehmen oder auch nicht, wenn ich mir erlaube, zu der Schilderung Deiner Wandlung vom Paulus zum Saulus ein paar Gedanken zu äußern.

        Zunächst: An den „märchenhaften“ Geschichten muß etwas Faszinierendes gewesen sein, das Dich in einen gewissen Bann gezogen hat, dem Du als trotzig Pubertierender abrupt eine Absage erteilt hast, als Dir autoritär sozusagen befohlen wurde, nicht dem Geheimnis des Banns von Dir selbst aus auf die Spur zu kommen, sondern die „Märchen“ gefälligst wörtlich für wahr zu nehmen. „Zum Vergnügen“ Deines Vaters – eventuell auch zum Mißvergnügen Deiner Mutter, deren prägender Einfluß auf die Söhne um dieses Alter herum gewöhnlich einen guten Teil seiner Bedeutung verliert – bist Du entschieden auf die Seite des Vaters und des wohl domininierenden Einflusses politisch-sozialer Konventionen getreten (wie „märchenhaft“ diese wiederum auch immer gewesen sein mögen). Mir erscheint es – mit aller Vorsicht – evident, dass das nicht das Ende Deiner christlichen Karriere, sondern eher das Ende Deiner kirchlich-protestantischen Karriere war.

        Die „mächenhaften Geschichten“: Vielleicht liege ich falsch, aber ich glaube in dieser Bezeichnung in diesem Zusammenhang eine starke Abneigung gegen Märchen (im Gegensatz zu „harten Fakten“) wahr zu nehmen; eine Abneigung, die sich viel später erst voll ausgebildet hat und sich aus der viel später erfolgten Nachbetrachtung erst ergeben haben mag. Obwohl ich Dir als aufgeklärtem Geist durchaus zutraue zu wissen, dass Märchen genauer betrachtet kaum in einen strikten Gegensatz zur „Wahrheit“ zu bringen sind. Sie enthalten – wenn auch verdeckt – mehr realistische Wahrheit über mancherlei soziale und politische Verhältnisse als man ihnen auf den ersten Blick ansieht. Mit der Bibel und ihren „Märchen“ könnte es sich durchaus ähnlich verhalten. Die Auswahl der „Märchen“ (die man uns kirchlicherseits präsentiert) und die Sicherheit ihrer Überlieferung sind eher das Problem. Und das sage ich als „katholischer Atheist“, der weit davon entfernt ist, auch nur im Entferntesten als bibelfest gelten zu können. Mir ist nur mit den Jahren aufgefallen, dass viele überzeugte Christen einen Scharfblick auf die Verhältnisse gezeigt haben, der manche Atheisten nicht nur in der Tiefe der Analyse, sondern auch in der Schnelle der Reaktion weit in den Schatten stellt – und an diesem Scharfblick auch dann festhielten, wenn sie bei der weltlichen Institution Kirche in Ungnade fielen. Das ist Aufklärung, nicht Opium fürs Volk. Beispiele, neben viele Referenzen aus dem US-amerikanischen, auch aus dem deutschen Raum, wäre ich jederzeit bereit anzuführen.

        Dafür, dass das nicht das Ende Deiner christlichen Karriere, sondern eher das Ende Deiner kirchlich-protestantischen Karriere war, zeigt sich in Deiner autobiografischen Skizze ein weiterer Hinweis. Du hast den Faden des Bannes, dem eigenständig zu folgen Dir durch eine kirchliche Institution verwehrt wurde, später wieder aufnehmen können – und das ist umso bedeutender, als es Dir gelang, ihn in Bachs Musik wieder aufzunehmen- trotzdem Dir der erzwungene Klavierunterricht offensichtlich nicht gepasst hat. Leider bin ich – um eine weitere Bildungslücke einzugestehen – nicht nur ein relativ Bibel-, sondern auch ein relativ Bachunkundiger, glaube aber feststellen zu dürfen, dass es sich bei Bachs Musik um eine wie immer auch aufgeklärte Form von Christlichkeit handeln dürfte, deren Faszination sich auch hartgesottene Atheisten mit Sensibilität (und ich glaube, Karl Marx hat zu ihnen gehört) kaum zu entziehen wußten, selbst wenn sie dieses Rätsel nie endgültig aufzulösen in der Lage waren. In jedem Falle ist es eine (verdeckt) kirchenferne, wahrscheinlich sogar kirchenfeindliche Christlichkeit.

        Als Letztes: Ich „wurde ein glühender Atheist.“ Um deutlich mich auszudrücken, werde ich wieder einmal etwas übertreiben und zuspitzen. Das „Glühen“ scheint mir ein Anzeichen einer Ersatzreligion zu sein. Ein je nach den Umständen verschiedenes Bedürfnis nach Religion steckt offenbar in vielen Menschen, wenn nicht in allen. Und ich bin weit davon entfernt, mich selbst davon auszunehmen. Ich meine mit Religion die „Bindung an einen Glauben. Wer es ernst damit meint, folgt seinen Geboten nach bestem Wissen und Gewissen so genau, wie es ihm möglich ist. Aber auch Zweifel an ihm sind ganz normal.“ Im schlimmsten Falle kommt es dazu, dass Andersgläubige, Abfällige und „Ketzer“ in einem aus- oder unausgesprochen als „heilig“ erklärten Krieg verfolgt und bekämpft werden. Leider haben fast alle bisher als „marxistisch“ installierten Regime den Lackmustest ebensowenig bestanden wie der überwiegende Teil der „kapitalistischen“. Ich fasse zusammen: Die Kraft der Überzeugung ist noch lange kein Beweis für ihren Wahrheitsgehalt und ihre Zuträglichkeit für das Gemeinwohl: „Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ (Wenn das ein Satz aus der Bibel ist, dann ist es nicht der schlechteste!).

        Gefällt mir

  3. Das Ganze spielt in und um Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen, Karlsruhe, Frankenthal, Kaiserslautern, Eberbach,, Mosbach, Neckarelz, Hirschhorn, Neckarsulm bis nach Heilbronn

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Und bei mir spielt das Ganze in Stadtilm, Ilmenau, Arnstadt, Eisenach, Erfurt, Naumburg – meine Liebe, Weimar, Jena, Wasungen.

      Gefällt mir

      • Haste meinem Mattias Claudius gelöscht oder gar nicht erhalten? Oder war er Dir zu lang? Er war wesentlich kürzer als der Beitrag von Fidelpoludo. Und lieber Herr Pastor, mit den schönsten Passagen aus den 4 von ehemals 26 Evangelien auf den Lippen wurde in der evangelischen Kirche wie in der katholischen nicht minder Frühling-Sommer-Herbst und Winter missionarisch flott missbraucht, dass bei Gott der Schornstein raucht. egal ob dunkel oder helle habeamus Papam auf die Schnelle selbst in der winzigsten Kapelle konnte man sich sicher laben an Firmungs-Mädels oder Knaben. – man nennt es Kindergottesdienst, wenn der Jugend-Diakon Dank Gottes Lohn befriedigt grinst.

        Seit 1961 warte ich auf eine Bitte um Entschuldigung und Schmerzensgeld von der evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, der von Hessen-Nassau und seit 1964 von der evangelischen Kirche Baden. Bisher vergeblich. Die Kirchen haben sich nur nach den Verjährungsfristen erkundigt und gefragt, ob ich Zeugen habe. Die von mir im Projekt SODOM gesprächstherapeutisch betreuten Missbrauchsopfer sind so traumatisiert, dass sie nicht mehr aussagen können und wollen. Viele leben schon nicht mehr. Und ich werde mit Abmahnungen bedroht, wenn ich die Missbrauchsfälle hier ins Internet stelle und die Täter namentlich nenne (auch deren NS-Vergangenheit) Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen muss.

        Gefällt mir

  4. fidelpoludo schreibt:

    Lieber Kranich, wohl in dem Bestreben, Bachs und Picardis „Märchenstunde“ in einem für Atheisten erträglichen Rahmen zu halten, hast Du den Text an dieser Stelle um die Hälfte gekürzt.
    Das Bild vom Ölblatt im Schnabel der Taube, das so weltlich naturnahe daher zu kommen scheint, ist allerdings ein Zitat aus dem Alten Testament, im 1.Buch Moses, der Beschreibung der Sintflut, die sich in vergleichbarer Weise in vielen Kulturen finden läßt. Noah soll, nachdem er schon vergeblich Raben und auch eine Taube ausgesandt hatte, um zu erkunden, ob die globale Sintflut ihren Höhepunkt überschritten hat, die Wasser zurückgegangen sind, der Not- und Ausnahmezustand sich seinem Ende nähern könne, bei der Rückkehr der Taube halb gehofft, gewußt haben, dass die Flut zurückgehen und schließlich völlig weichen, das Leben sich wieder erneuern werde, eine Art Wiederauferstehung des Lebens ereignen könne.

    <blockquoteAm Abend da es kühle war,
    ward Adams Fallen offenbar,
    am Abend drücket ihn der Heiland nieder,
    am Abend kam die Taube wieder
    und trug ein Ölblatt in dem Munde,
    o schöne Zeit, o Abendstunde!
    Der Friedensschluß ist nun mit Gott gemacht;
    denn Jesus hat sein Kreuz vollbracht,
    sein Leichnam kömmt zur Ruh,
    ach, liebe Seele, bitte du,
    geh, lasse dir den toten Jesum schenken,
    o heilsames, o köstlichs Angedenken!

    Pfarrer David Schnell hat in seiner interessanten Predigt, die er 1920 am Karfreitag in der Nicolai-Kirche hielt, darauf hingewiesen, dass – neben der angedeuteten Paralle der Folgen des Sündenfalls der Menschen – sich in der Matthäuspassion „im Anschluss an das Bass-Rezitativ mit der „Ode an den Abend“ (oben textlich zitiert; MM), also im eigentlich traurigsten Moment der gesamten Passionserzählung – der Grablegung Jesu -,“ (…) „eine der schwungvollsten, tänzerischsten und fröhlichsten Arien“ folge, „die Bach je geschrieben hat: Im 12/8-Takt, in Form einer „Gigue“ – das ist ein besonders fröhlicher und schwungvoller Tanz in der Barockzeit – lässt Bach hier nun die Musik aufleben – so wird musikalisch aus diesem eigentlich doch so traurigen Karfreitag-Abend ein wirklicher „Feier-Abend“, wenn nicht schon ein Oster-Morgen!“

    Es könnte sich lohnen, von einer eher rational orientierten Konzentration auf den Text des Herrn Picander sich mit der Sprache der Musik zu beschäftigen. Ich schlage vor, sich mindestens ab Minute 2:26:35 (bis zum nahen Ende) dieses Video zu Gehör zu bringen:

    Klicke, um auf Andacht-zu-Karfreitag-10.04.2020.pdf zuzugreifen

    Gefällt mir

  5. fidelpoludo schreibt:

    Lieber Hartmut, was mich letztlich interessiert: Würden Sie meinem Versuch einer Entgegensetzung von Kirche und „christlicher Botschaft“, von kirchlichem Mißbrauch der christlichen Botschaft (Sie bringen einen der zynischsten Aspekte auf den Punkt), widersprechen wollen? Oder jedem „Herrn Pastor“ (haben Sie mich damit gemeint? Habe ich Ihrer Meinung nach gepredigt?) unterstellen wollen, dass er – wie immer er sich dreht und wendet und redet und schöne und kluge Worte von sich gibt – letztlich eine Sünde genau in dem Moment (verdeckt) bekennt, indem er – auch eine Art von Kritik – Sünden nennt, aufzeigt und beklagt. Wer sich auf Gottes Wort bezieht, ist also schon verloren, muß im Unrecht sein? Sind die „Pfaffen“ pauschal reduzierbar auf Handlanger einer zutiefst korrumpierten (und damit weltlichen, „säkularisierten“ atheistischen) Werten nachrennenden Kirche – ein Motiv, das Luther seinerzeit angetrieben haben soll, bei nicht wenigen seiner Nachfolgeschaft jedoch in historisch-listig-zynischer, beinah erwartbarer Regelmäßigkeit sich wieder – auf ein Neues! – zeigen sollte? Letztenendes müßten Sie konsequenterweise dann Johann Sebastian Bach in diese kriminelle Bande mit aufnehmen. Ich schlage vor, dass Sie sich in seine Biographie vertiefen und Hinweisen nachgehen, dass er hier oder dort durchaus mit Kindern einmal allein zusammen gewesen sein mag.

    In diesem Zusammenhang würde mich sehr interessieren, ob Karl Heinz Deschners „Kriminalgeschichte des Christentums“ (wohlgemerkt d e s C h r i s t e n t u m s) im Detail wirklich das Christentum in der Totalität seiner Erscheinungen (vor allem der biblischen Texte) in einem Aufwasch ein und für alle Mal erledigt hat, oder ob er nicht doch seine kaum zu widerlegenden Belege im Wesentlichen aus die Kirchengeschichte betreffenden Forschungen gewonnen hat (das Christentum als eine einzige totalitäre Ausgeburt an kriminellen, satanischen Menschen und Institutionen jeder erdenklichen Art). Könnte er mit seinem Anspruch seinen Mund nicht doch ein wenig – der Teufel steckt im Detail des einen Begriffes!) zu voll genommen haben? Die Menge seiner Beweise führt an der Frage nach dem, was sie letzthin beweisen, nicht vorbei. Vielleicht hat jemand das ja schon untersucht.

    Wäre das so, dann müßte man Karl Marx und seine Schriften konsequenterweise für alle Verbrechen, die sich auf ihn berufen (und das sind u.a. nicht nur hunderte von Millionen von Toten – Stalin & Mao Tse Tung & Pol Pot etc.) verantwortlich machen. Dem steht der „Geist“ des wesentlichen Teils seiner Schriften meiner Wahrnehmung nach entgegen. Konzentriert man sich jedoch darauf, ungenaue und sich widersprechende Formulierungen, noch dazu aus dem Zusammenhang gerissen, analytische und dem je aktuellen politischen Kampf sich verdankende Äußerungen in einen Topf zu werfen und gut zu verrühren, sollte es jemandem nicht schwer fallen, in Deschnerscher Manier auch eine „Krimnalgeschichte des Marxismus“ zu verfassen.
    Je nach der „glühenden Verfassung“ des Autors und einmal auf die „richtige“ Spur gesetzt, käme dann auch mindestens das Neue Testament und Jesus auf den Index: als der „Urkommunist“, dessen Projekt an vielen Stellen dessen, was er gesagt und getan haben soll, sehr kommunistisch klingt. Demnach wäre Marx dann nur noch ein verblendeter Nachfolger Christi, sein historisches Update.

    Deutlich geworden sein dürfte meine Auffassung, das ich Marxens Formulierung, Religion sei Opium fürs Volk, samt seiner Begründung, nicht für zutreffend halte, sondern umformuliert werden sollte in: Bisher waren die Kirchen als Monopolinhaber und Verwalter der biblischen Schriften – samt mancher sich als außerkirchlich betrachtenden ihrer (der Texte) Auswähler, Ausleger, Interpreten und Verteiler Opiumdealer fürs Volk, eine mögliche andere christliche Botschaft hintertreibende und verfälschende, die Erbsünde verbreitende und das Leiden auf der Erde rechtfertigende und als glaubensnotwenig propagierende Clique Krimineller und Korrupter (in nicht wenigen Fällen – eine genaue Untersuchung der historischen Machenschaften des Vatikans, die Öffnung seiner verborgenen und verbarrikadierten Bibliotheken steht noch aus, wird es „offenbaren“ – von Satanisten, deren Einfluß sich von Hollywood bis zu breiten Regierungskreisen und die oberen Kreise der Justiz, des Finanz- und Bankenwesens, des überwiegenden Teils der Mainstream-Medien bis in die UN und NGOs der Welt sich wird nachweisen lassen: die „Globale Kabale“. „Es kömmt darauf an, sie bloßzustellen und sie zu entmachten!“ Amen!
    (Dabei ist der Anteil einer anderen, sich als jüdisch verstehenden quasi-religiösen Sekte in diesem Zusammenhang – angedeutet im Hinweis auf das Finanz- und Bankenwesen – nur gestreift…)

    Haltlose Verschwörungstheorie – ich weiß!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s