Unterschied

Adolf sagte am Ende:

Pech für’s deutsche Volk, dass es meiner nicht würdig war. Und: Ich werde die Tür hinter mir mit einem gewaltigen Knall zuschlagen. Und: Ich habe reichlich vollendete Tatsachen geschaffen.

Angie sagt am Ende:

Pech für’s deutsche Volk, dass es meiner nicht würdig war. Und: Ich werde die Tür hinter mir ganz leise zumachen. Und: Ich habe reichlich vollendete Tatsachen geschaffen.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, bloggen, Demokratie, Faschismus alt neu, Machtmedien, Realkapitalismus abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Unterschied

  1. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Das ist ja nicht nur Angie. Auch Karlsruhe spielt mit. Hierzu mein Leserbrief an die Echo-Zeitungen Südhessen:

    Das höchste deutsche Gericht rügt die prokrastinative deutsche Klimapolitik. Beobachter zeigen sich teils überrascht, teils entzückt, ob der Klarheit, mit der das Gericht hier Stellung bezieht. Von einer Neufassung des gesellschaftlichen Freiheitsbegriffes ist gar die Rede. Zu begrüßen ist jedenfalls, daß wenigstens die Rechtsprechung den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen aus Art.20a GG ernst nimmt, bedenklich ist dagegen die gegebene Begründung. Diese führt aus, daß unser Leben und damit auch die Wahrnehmung unserer Freiheit unausweichlich zu Lasten der Natur gehe. Wenn die Freiheit nun zum Schutz des Klimas beschnitten werden müsse, darf das nicht einseitig zu Lasten der Jüngeren, Längerlebenden gehen. Das impliziert, daß die Grundrechte grundsätzlich ein Recht beinhalten, Natur zu belasten und zu schädigen. Im Konfliktfall aber muß die Freiheit zurückstehen, geht der Schutz von Existenz und Leben vor. Sieht so ein neuer Freiheitsbegriff aus?

    Versäumt wurde klarzustellen, daß Freiheit niemals grenzenlos sein kann, sie sich immer selbst begrenzt durch den Respekt nicht nur vor der Freiheit der anderen, sondern insbesondere auch vor der Natur, die unser aller Leben erst ermöglicht. Daß Freiheit nur zur Verfügung steht, ja überhaupt nur Freiheit sein kann, soweit sie die Freiheit, das Leben anderer, ja das Leben an sich – und damit die Freiheit sich selbst – ermöglicht und erzeugt. Statt dessen folgt das Gericht dem Geist, der „Denklogik“ dieser Zeit. Freiheitsrechte degradieren so von einer konstitutiven Säule unserer Gesellschaft zu einer krisenabhängigen Verfügungsmasse der Politik. Das Bundesverfassungsgericht hat uns damit leider einen Bärendienst erwiesen.

    Gefällt mir

  2. Jo Bode schreibt:

    Damit überschreitet das Bundesverfassungsgericht seinen verfassungsmäßigen Haupt-Auftrag, Gesetze und ausführende Gewalt auf Verfassungsmäßigkeit hin zu kontrollieren. Nicht vorgesehen und eine Durchbrechung der rechsstaatsbegründenden (Drei-) Gewaltenteilung ist es, wenn sich das Gericht gesetzgeberische Funktionen anmaßt.
    Hochinteressant, aber nicht neu, dass die Politiker, die hauptverantwortlich für das jetzt vom Bundesverfassungsgericht teil-aufgehobene Gesetz gesorgt haben, den lautesten Beifall für das Urteil spenden.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s