Pressemitteilung der Deutschen Depressionshilfe vom 23.03.2021

Zweiter Lockdown verschlechtert Krankheitsverlauf und Versorgung von psychisch Erkrankten massiv

Aus der dreiseitigen Mitteilung:

Lockdown führt zu Rückfällen bis hin zu Suizidversuchen
Insgesamt 44% der Befragten mit diagnostizierter Depression geben an, dass sich Coronabedingt ihre Erkrankung in den letzten 6 Monaten verschlechtert habe. … 8% hatten Suizidgedanken oder suizidale Impulse.

Unter den Befragten mit diagnostizierter oder selbst-diagnostizierter Depression (N = 1.994) berichten sogar 13 Personen, im letzten halben Jahr einen Suizidversuch unternommen zu haben.


Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung würde das allein für diese Gruppe Betroffener
circa 140.000 Suizidversuche innerhalb eines halben Jahres ergeben.

„Die Maßnahmen gegen Corona führen zu Versorgungsdefiziten und depressions-spezifischen Belastungen, die gravierende gesundheitliche Nachteile für die 5,3 Millionen Menschen mit Depression in Deutschland bedeuten.

Besonders die Zahl der Suizidversuche bereitet mir Sorge. Es ist dringend notwendig, bei der Entscheidung über Maßnahmen gegen Corona den Blick nicht nur auf das Infektionsgeschehen zu verengen. Es müssen auch Leid und Tod systematisch erfasst werden, die durch die Maßnahmen verursacht werden“, so Hegerl. Eine systematische, repräsentative Erhebung der Suizidversuche wäre hier ein Baustein

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