Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“

„Euthanasie“ im Dritten Reich

Dieses ist der Titel des Standardwerks von Ernst Klee, erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag, 1983 und 2010, 736 Seiten. Ich besitze die Ausgabe von 2010.

Das Buch ist in XII Teile gegliedert und breitet eine Fülle von Material zur Beschreibung und Analyse des historisch beispiellosen Verbrechens der Jahre 1939 bis 1945 aus.

Nur der XII. und letzte Teil widmet sich auf 28 Seiten der Aufarbeitung. Im Anhang werden auf 61 Seiten die Namen und knappe Lebensdaten von mehr als 600 Personen dokumentiert, die die „Aktion T4“ durchführten („T4“ = Tiergartenstraße 4, Sitz der bürokratischen Zentrale).

Mein Interesse ist geweckt, mehr über die juristische, vor allem aber moralisch-politische Aufarbeitung nach 1945 zu erfahren; bis hin zur wissenschaftlichen und medizinisch-berufsständischen Aufarbeitung.

Ich kenne dazu nur wenige Quellen.

Eine Arbeit speziell zur Rolle der evangelischen Kirche habe ich gefunden: „Zeitschrift „Der Theologe“, Hrsg. Dieter Potzel, Die Ermordung der Behinderten im Dritten Reich. und die Unterstützung dieser Euthanasie durch die evangelische Kirche, Wertheim 1999″.

Hier ist eine den Opfern der NS-Euthanasie gewidmete Webseite.

Ich würde mich freuen, wenn Leser dieses Blogs, weitere Hinweise im Sinne des genannten Interesses geben könnten.

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6 Antworten zu Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“

  1. Johannes S. schreibt:

    KRITISCHES CORONA TAGEBUCH von E.S. vom 18.2.20 EINE FORTLAUFENDE DOKUMENTATION
    Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie veröffentlicht https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2021/pm8.html In einer Studie hat nun der Nanowissenschaftler Prof. Dr. Roland Wiesendanger den Ursprung des Virus beleuchtet. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl die Zahl als auch die Qualität der Indizien für einen Laborunfall am virologischen Institut der Stadt Wuhan als Ursache der gegenwärtigen Pandemie sprechen.. Die Studie wurde im Zeitraum von Januar 2020 bis Dezember 2020 durchgeführt. Sie basiert auf einem interdisziplinären wissenschaftlichen Ansatz sowie auf einer umfangreichen Recherche unter Nutzung verschiedenster Informationsquellen. Sie liefert keine hochwissenschaftlichen Beweise, wohl aber zahlreiche und schwerwiegende Indizien:
    Kommentar: Sofern das Virus tatsächlich aus einem Labor stammt, könnte dies die prompte, frühzeitige Erklärung einer Pandemie durch die WHO und die Panik des RKI, Dr. Drosten und der Regierungen erklären. Vorausgesetzt, es besteht ein Insiderwissen der WHO, Dr. Drostens, Dr.Wielers. Bill Gates und von Frau Merkel, die alle beste Beziehungen und Verbindungen zu China unterhalten. Die Frage ist, ob nicht mit Absicht ein g e n manipuliertes Virus in die Welt gesetzt wurde, das nun mit oder n u r mit einem gentechnischen Virus restlos „besiegt“ und vernichtet werden soll und die Menschen in einem weltweiten „Laborversuch“ zu Labor-Ratten erniedrigt und geimpft werden sollen. Die Pandemie-Planspiele der Rockefeller-Stiftung, Event 21 im Okt. 2019 , die schnelle Entwicklung des nichtssagenden PCR-Tests durch Dr. Drosten und die in die Billion gehenden Gewinne der nächsten Jahre der Big Pharma spricht für letzteres.

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  2. Johannes S. schreibt:

    Berichtigung; Es muss natürlich heißen; „ob nicht mit Absicht ein g e n manipuliertes Virus in die Welt gesetzt wurde,, das nun mit oder n u r mit einem gentechnischen I m p f s t o f f restlos „besiegt“ und vernichtet werden soll . Merkwürdig, dass ausgerechnet ein Experte der Nanotechnologie diese Indizien aufstellt, da bekanntlich im gentechnischen Impfstoff Nanopartikel mit eingebracht werden. Der Zusammenhang mit dem von der UNO und der EU geförderten „Genomprojekt“ mit weltweiten Impfungen und anderen Zielsetzungen warten auf Aufklärung.

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  3. Dian schreibt:

    Ich freue mich sehr über den Inhalt dieses Artikels hier. Er erscheint mir außerordentlich aktuell, denn mittlerweile können wir bei der Suche nach historischen Vorbildern für die jüngsten Ereignisse und Entwicklungen in unserem Land nicht mehr nur bis ins Jahr 1933, die staatliche Machtübernahme der Nazis mit umgehender, totaler Ermächtigung durch Gesetz zurückgehen, sondern müssen in der Parallele durchaus ein wenig später ansetzen. Die „neue“ Macht durch altes Personal ist etabliert und regiert im Sturmesschritt u. a. – in Altenheimen -, man sagt auch gerne sie „regiert durch“.

    Opa bittet um Hinweise. Ich danke zunächst insbesondere für den Link zu http://www.ns-euthanasie.de , der mich heute für weit mehr als eine Stunde fesselte. Mich ergreifen die Opfererzählungen und auch Berichte darüber immer wieder sehr stark, mein Mitgefühl wird aktiviert, was nicht nur positive Wirkung – auf mich – hat.

    Nach einer kurzen Sammlung (meiner Gedanken) las ich das Impressum der Seite und wurde dadurch nochmals auf die Aktualität des Themas mit der Nase gestoßen.

    Ich hatte sehr viel auf der Seite, in den Seiten „geblättert“ und gesucht. Ich fand – dort – keine Belege dafür, dass die Mordaktionen etwa schon 1941 durch die „Einstellung“ von T4 endeten, ganz im Gegenteil, sie wurden eben „unauffällig“ und bewusst weitergeführt, noch, dass sie nun endlich nach dem 8. Mai 1945 endeten. Und hier enden die „Vergangenheitsbewältigungen“ meistens, wenn denn nicht der böse Russe in seiner Hemisphäre den Spieß umkehrte, und damit die „sonstige“ Aufarbeitung „erübrigte“, zumindest nach offiziöser Geschichtsschreibung. Der soll in seiner Naziverfolgung ja alle erdenklichen Menschenrechtsverletzungen noch getoppt haben.

    Ich war noch nicht in Hadamar oder Grafeneck, sondern habe lediglich die Gedenkstätte Sonnenstein bei Pirna besucht, kann sie jedem empfehlen. Nach Kenntnisnahme dort ausgestellter Dokumente und Belege kann man Wikipedia widersprechen, dass in Sonnenstein das Morden im September 1942 endete. Belegt ist nicht nur die Beihilfe zum Mord wenigstens bis 1945 allein durch weiteren Abtransport in die bekannten Vernichtungslager. Man kann aber auch Hinweise darauf finden, dass das Töten z. B. allein durch Unterlassen von Hilfe oder auch durch die Entwendung der ohnehin knappen Lebensmittel bei den dort Eingesperrten(!) eben nicht mit der Befreiung endete, auch noch nicht 1946 und womöglich auch noch nicht später. Sonnenstein hatte noch zu Zeiten meines Dresdner Studiums ab 1982 einen weitreichend schrecklichen Namen.

    Opas Hinweis auf Ernst Klees Werk kann ich unterstreichen. Mir ist aber noch wichtiger der nicht nur bei Wikipedia „umstrittene“ weil unbequeme Götz Aly. Er ist mit seinem Wikipedia-Eintrag ein außerordentlich gutes Beispiel für das dortige Framing bis hin zur Verleugnung. Dort steht gleich als erstes unter dem Kapitel „Leben“: „Götz Haydar Aly ist ein Nachfahre des königlich-preußischen Kammertürken Friedrich Aly …“ Was hat dies in einer solchen Kurzbiographie zu suchen? Das kann jeder selbst ermessen, wenn er dem Link zu diesem Vorfahren Alys folgt.

    Nein, die „Umstrittenheit“, eigentlich Götz Alys Dissidenz gründet sich für mein Dafürhalten auf seinen Nachweisen, dass sich hinter der Fassade aus „Herrenmenschen“, „Volk ohne Raum“, dem „Russen“ schlechthin und weiteren rassistischen Ideologien immer nur handfeste Tatmotive finden lassen, finanzielle Interessen aus ökonomischer Sicht und also Neid aus menschlicher. Er beschrieb also z. B. akribisch das finanzielle Ausbluten Frankreichs durch die deutschen Besatzer. Und dieses Geld ist nicht nur weggenommen worden, sondern es ist – deutschen – Institutionen zugeflossen, die sich mutmaßlich nur nicht dagegen wehren konnten, wenn man deren jüngere Geschichtsaufarbeitung betrachtet. Leicht könnte zumidest dieser – völlig unbeabsichtigte – Eindruck entstehen.

    Götz Aly hat damit also wieder nur „handfeste“ Gegner …, nein sehr geschickt Agierende „der zweiten Reihe“.

    Und hier ist der wesentliche Anknüpfungspunkt zur Gegenwart gegeben. Merkel, DrOsten und Konsorten sind die Marionetten des Geldes …

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  4. Dian schreibt:

    Kleine Kritik zu der hier in den Überschriften auffallenden Häufung von Anführungszeichen: Diese kennzeichnen gewöhnlich Eigennamen, Titel von Werken u. ä. in Texten, insbesondere dann wenn eine Abgrenzung zu sonstigen Worten vor allem dem Sinn nach gegeben sein muss. Ferner werden sie zur Kennzeichnung von Euphemismen oder ähnlich, Sinn entstellenden Wortnutzungen oder vergleichbar benutzt.
    Wenn eine fette Überschrift tatsächlich nur aus dem (hier Buch-)Titel besteht, könnte(!) es sich bei hier vorgenommener und solcher Art Apostrophierung auch um eine Art von Ironie handeln. Mitnichten bei Opa. Dennoch läse ich diese lieber ohne die – äußeren – Anführungszeichen.
    Bei der hiesigen „Vernichtung unwerten Lebens“ stört es mich noch mehr. Es handelte sich tatsächlich um Morde und damit um Vernichtung tatsächlich menschlichen Lebens. Das einzig euphemistische Wort ist dort „unwert“, weshalb ich dringend die Verbesserung zu – Vernichtung „unwerten“ Lebens – erbitte.
    Zu Götz Alys Werkfindung empfehle ich:
    https://www.perlentaucher.de/nsuche?q=g%C3%B6tz+aly&search_type=1
    (Auch darin ist Wikipedia g r o t t e n schlecht.)

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