Das „Vorspiel auf dem Theater“ und sein Ende

Damen! Herren!

Hereinspaziert, hereinspaziert zu der Tragödie drittem Teil!

Sie haben gerade nicht parat, worum es geht? – Kleine Lesehilfe:

Der Direktor des Theaters, der Theaterdichter und die lustigen Personen (Schauspieler) eröffnen einen Dialog, in dem die Aufgabe des Theaters thematisiert wird. Ziel des Theaters ist für den Direktor der Profit eines ausverkauften Hauses. Hierfür sollten viele unterschiedliche Handlungsformen in das Stück mit eingebunden werden, um möglichst viele Zuschauer zu erreichen. Der Theaterdichter, der zu diesem Ziel beitragen soll, widerspricht. Für ihn stünden der ideelle Wert eines Stückes und seine Kunst im Vordergrund. Seine Kunst verkörpere für ihn etwas Zeitloses, Spirituelles, das den Menschen mit dem Kosmos und Gott verbinde. Die lustigen Personen hingegen sehen den Zweck des Schauspiels im Hier und Jetzt, in der gelungenen Unterhaltung der Zuschauer, die vor allem Spaß machen solle. Der Direktor beendet den Dialog, indem er klarmacht, alle angesprochenen Elemente der Theaterinszenierung müssten nun in die Tat umgesetzt werden.“

Vielleicht ist es ja gänzlich daneben, an den „Faust“ zu erinnern? Immerhin gilt „Faust“ auch als Komödie. (Das ist so’n Stück, wo’s bitter losgeht und fröhlich endet.) Ob uns das Vorspiel heute eine Komödie beschert? Mit postmoderner Walpurgisnacht?

Verzwickt ist schon das „Who is Who“ der Rollen.

Theaterdirektor ist eher ein Direktorium: Klaus Schwab?  And friends?

Theaterdichter: Darf keinesfalls auf die Bühne! Dafür Edelkomparsen – Drosten, Wieler?

Lustige Personen: Große Auswahl, Du und ich. Aber vielleicht auch Gretchen Merkel und Faktotum Söder?

Ach, machen wir es uns nicht zu schwer. „Prospekte und Maschinen“ stehen noch und noch bereit. Die Edelkomparsen hecheln vor Tatendrang. Und die lustigen Personen schlagen Purzelbäume, verknäulen sich zuhauf. Wer hält noch Männlein und Weiblein auseinander? Der Chef schließlich ist der Chef, der weiß genau, was er will. Schließlich ist es SEIN Theater.

Vorhang auf!

Die Edelkomparsen springen ins Rampenlicht. „Wir sind die Hüter des Lebens! Des Wertes aller Werte! Wer uns folgt, den können wir erlösen. Andernfalls droht Euch der Tod, Hunderttausendfach!“

Ist das die Stimme des Lebens? Oder hat „lustige Person“ Gretchen (die plötzlich als rechte Hand des Direktoriums fungierte) dem Edelschwadroneur Drosten  schon im Mai 2019 die Marschroute gegeben (zum Nachlesen hier)?

Wer wird nach allem fragen?

Unsere Theaterdichter-Edelkomparsen bleiben raumgreifend. Sie trommeln wie besessen. Es scheint, ein Spahn entzünde sich…. Plötzlich verschwindet unser Gretchen im Home-Office. Lustige Person, wie Du und ich, kniet sie förmlich vor uns Eseln und fleht um unsere Geduld.

Und nun im Chor: „Ja, Tantchen; nachhaltig lebend Fleisch aus Templin,  Geist von unserem Geist (der Beschränktheit), ja, wir werden immer artig sein! (Kennen wir noch gut.)“

Ohne Aufmüpfigkeit macht das Leben wenig Spaß. Wir lustigen Hühner probieren’s aus, passt zum Vorspiel auf dem Theater. Dass sich der Herr amtierende Direktor zu Wort meldet: „Reset! Reset!“ – wen pressiert’s? Passt zum Vorspiel auf dem Theater. Wir schlagen uns mit Masken herum. Und die Bundesliga spielt (genauso, wie die Kapelle damals auf der Titanic). Sogar Kabarett spielt im Auto-Theater. Eben Theater.

Warum hören wir nicht, wenn diese da, diese von uns, unser lustiges Gretchen, leise droht?

„Eigentlich möcht‘ ich durchregieren“ – nuschelte sie einmal ins Mikrofon. „Glaubt nicht, dass Ihr die Demokratie auf ewig geschenkt kriegt“, verspricht sie ein andermal. Doch wir fühlen uns lieber als Schwarm (ohne dessen sprichwörtliche Intelligenz). Sie hat es doch gesagt, mehrmals, dass sie es ernst, sehr ernst, meint. Doch wir hören darüber hinweg und nennen sie leichtfertig: „Mutti“.

Bald aber: „Ermächtigte Mutti!“ Wenn nötig haut sie auf den Tisch. Und das Faktotum für alles steht längst bereit.

Sie hat doch angekündigt, dass Karneval und Weihnachten und Sylvester Katastrophen werden. Und ohne Impfen geht gor nix. Warum glauben wir ihr nicht? Wir sind immer noch beim Vorspiel auf dem Theater.

Sie sagt: „Der Winter wird hart.“ Der Winter geht bis Ende März, mit Nachwinter bis in den April hinein. Das Vorspiel geht zu Ende. Dann, so hat es das Direktorium freundlicherweise eingeplant, machen sie den Sack zu; in Davos, diesmal extra auf den Mai verschoben. Was passiert dann?

Der offizielle (repräsentative!) Beginn der totalen Oligarchenherrschaft zum Wohle natürlich der Oligarchen und zum Wohle (ja, zum körperlichen! Wohle) aller, die dann noch gebraucht werden.

Ende des Vorspiels.

Halt! Halt!

Wir vergaßen die im Dunklen, die Menge. Stumm und dumm das Publikum? Sitzen gelassen da mit „hohen Augenbraunen“ und „möchten gern erstaunen“?

Werden die Leut‘ schweigsam bleiben bis zuletzt? Jeder einen Maulkorb vorm Gesicht? Jeder ein Sozial-Vakuum um sich herum, erfüllt allein vom Aroma der Desinfektionsmittel?

Oder reicht ihnen das Vorspiel und sie treten selbst auf die Bühne?

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