Auf zum Fest des demokratischen Widerstands!

Ab morgen nachmittag bin ich in Berlin. Dort bleibe ich bis zum Abend des 30., des Sonntags. Nun bin ich alt genug, um Respekt zu haben allein schon vor der physischen Ochsentour, die mir bevorsteht. (Wahrscheinlich brauche ich danach Tage, um mich wieder einigermaßen zu erholen.)

Angst habe ich keine. Warum nicht? Schließlich bin ich ein klassischer Vertreter der sog. Risikogruppen. Ich bin überzeugt, dass die übliche Definition von Risikogruppen – älter als 80 Jahre + Vorerkrankungen – das wichtigste Kriterium vergisst: das eigene Immunsystem. Seit von Corona die Rede ist, habe ich mein Immunsystem kritisch beäugt. Manches in meinem Lebensalltag – Ernährung, Bewegung/händisch Arbeiten, Nachdenken (um nicht zu sagen: Meditieren), Freuden erleben – habe ich mich so zu verändern bemüht, dass es sicherlich gut war und ist für mein Immunsystem.

Ich freue mich auf die vielen, vielen gutwilligen, klugen, schönen Menschen. Wo anders könnte es einen so großartigen Jungbrunnen geben? Ich freue mich darauf, dort mit gleichgesinnten Freidenkern zusammenzutreffen und aufzutreten.

Erinnerungen werden wach an die neun Tage der Weltfestspiele 1973 in Berlin. Einige wenige Alte, die hier mitlesen, werden verstehen, was ich meine. Ich erinnere mich aber auch an den 4. Oktober 1989 Berlin-Alexanderplatz. Das war eine große Volksversammlung und eine sehr große Erfahrung.

Eines wird heute manchmal vergessen: Die Demo auf dem Alexanderplatz war genehmigt. Die mutigeren Demonstranten waren die von Leipzig. Die eine wie die anderen Demos verliefen gewaltfrei – Dank aller beteiligten Seiten. Heute gilt: Die Demonstration des demokratischen Widerstands am Samstag ist zur Zeit verboten. Ich bin sicher, dass eine mächtige Manifestation des demokratischen Willens auf jeden Fall stattfinden wird. Die Demonstranten (oder „Spaziergänger“) werden strikt gewaltfrei auftreten. Das macht sie unwiderstehlich. So können wir Hoffnung, so können wir Zukunft in die Welt bringen.

El pueblo unido, jamás será vencido

 

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, bloggen, Demokratie, Gesundheit Alter Tod, Krise, Kunst, Leben, Machtmedien, Mensch, Musik, Realkapitalismus, Realsozialismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Auf zum Fest des demokratischen Widerstands!

  1. telefonzelle2020 schreibt:

    Am 1. August trugen Teilnehmende Reichskriegsflaggen oder öhnliche Symbole. Es ist wirklich ein Zeichen von Demokratie, wenn auf einer Demo gegen unverhältnismäßige Anordnungen zu einer Infektionskrankheit politische Flaggen getragen werden? Es wäre vermutlich ein grosser Beitrag zur Abkühlung der erhitzten Gemüter innerhalb und außerhalb der Demo wenn es durch den Veranstalter ein Verbot von politischen Flaggen geben würde. Allerdings wird es vermutlich im Vorfeld heftige Diskussionen auslösen.
    Im übrigen gab es 1989 eine ganz friedliche Revolution. Wir brauchen keine Revolution, die Regierung sollte sich in Anbetracht der Massen von Menschen überlegen, was die Leute wollen, schließlich kommt die nächste Wahl bestimmt. Immer nur auf die Vergesslichkeit von Wählerstimmen zu setzen, kann ins Auge gehen.

    Liken

  2. Ossie schreibt:

    Reichskriegsflagge? Wo und wann…..meinen Sie die 3 Hanseln…die schnell zur Stelle waren als Propagandistin Dunja Halali kam? Ärmlich……genau das gleiche gestern Abend ….und gucken Sie bitte mal es gibt Reichsflagge und Kriegsflagge….ein kleiner Unterschied

    Liken

Schreibe eine Antwort zu Ossie Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s