Schlacht verloren. Krieg verloren. Wat nu? – Update 23.6.2020

zuletzt editiert: 23.6.2020

Ich rede natürlich vom „Krieg“ der Ausgebeuteten und Unterdrückten um ihre volle Befreiung („Emanzipation“ klingt noch besser). Kriege anderer Art gab es immer, gibt es reichlich, und zur Zeit werden es täglich mehr.

Den in Seattle gerade in Gang gesetzten Maidanversuch im Blick, den „komischen“ Krieg in Dijon betrachtend, die noch zufälligeren (wer’s glaubt) täglichen Zündelaktionen in Deutschland dazugezählt (Tagesschau bringt einen Bericht, der kein Bericht ist. Hier Szenen der Realität.) komme ich zu der Einschätzung, dass wir nun auch bei uns den praktisch-blutigen Anfang der fundamentalen Veränderungen erleben, die seit vielen Jahren vorgedacht und in etlichen Übungs- und Vorbereitungsschritten (man denke u. a. an die diversen Fake-Pandemien der letzten 20 Jahre) sukzessive der Realität angenähert wurden.

Es geht um nicht weniger als eine qualitative Umwälzung des Kapitalismus, die zur Freude vieler linker Idioten als Revolution (nämlich „Revolution von oben“) daherkommt.* Schellnhuber und Co hatten 2011 noch von „Großer Transformation“ geschwurbelt, Schwab äußert sich heute mit rotzfrecher Offenheit, weil er zu wissen glaubt, dass die Sache grundsätzlich in „trockenen Tüchern“ ist. Es geht um nicht weniger als eine neue Stufe der Kapitalisierung der Natur, einschließlich des menschlichen Bioms  und die dazugehörige industrielle Massenmenschhaltung. Es schein, dass sich auch die chinesischen Kapitalisten-Kommunisten dafür erwärmen können.

Dass wir uns als radikale Kritiker in das alles einmischen, finde ich richtig, schön und gut. Welches Maß an Energie ich dabei mit welchem voraussichtlichen Effekt einsetzen kann, ist aber kühle Überlegung wert. Für mich gilt, das mir das Begreifen des Geschehens (und nach dem ersten Begreifen das zweite tiefere Begreifen und danach das noch tiefere Begreifen – ein unendlicher Prozess, wie Lenin bewusst war) als das Wichtigste erscheint.

In der Geschichte ist nun mal das Normalmaß das Jahrhundert, mindestens aber viele Jahrzehnte, im Unterschied zur persönlichen Biografie. Das Kommunistische Manifest wurde rund 70 Jahre vor der Oktoberrevolution geschrieben, und auch die französischen Aufklärer arbeiteten viele Jahrzehnte vor der großen Revolution der Franzosen.

Ich fänd’s nicht schlecht, uns würden Ideen kommen, die vielleicht 2050, 2060 „die Massen ergreifen“.

*————————— Update 23.6.2020:

Von „Revolution“ bzw. „Revolution von oben“ habe ich schon öfter gesprochen. Diese beiden Beiträge (hier und hier) über das Wirken der Trilateralen Kommission bringen dazu inhaltliche Substanz.  Kernsatz:

„O’Sullivan meint, dass die Regierungen nicht mehr die einzigen Organe sind, die „die Zukunft beeinflussen“ können, und dass jetzt der Moment gekommen ist, in dem „andere Instanzen als die wahren Motoren des Wandels“ in Betracht gezogen werden müssen. Ihrer Meinung nach könnte dies eine Mischung aus Unternehmen, Universitäten und Einzelpersonen sein.“

Die „Corona-Pandemie“ betrachte ich als den ersten kompletten praktischen Erfolg dieser Strategie, sozusagen das erste klassische Beispiel.

Nicht zu verkennen ist, dass Putin in seinem strategischen Artikel eine dazu diametrale, antipodische Position einnimmt.

Festzuhalten ist, dass bis heute NICHT EINE EINZIGE DER TRADITIONELLEN ORGANISATIONEN DER EMANZIPATION auf diese Situation – „Corona-Ausnahmezustand“ und „Neue Normalität“ – angemessen reagiert hat. Sie sind (soweit überhaupt noch vorhanden) reihenweise „umgefallen“. Die Freidenker, die wenigstens zentristisch lavierten, gehörten damit noch zu den nicht komplett Enttäuschenden.

Der Widerstand kam spontan von der Basis, von Einzelnen und kleinen Intellektuellengruppen. Einige wenige bereits bekannte soziale Medien haben dabei eine hervorragende Rolle gespielt – Rubikon, KenFM, multipolar und andere – und spielen sie weiter.

Neue angemessene Organisationen sind notwendig. Vielleicht gehören „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.“ dazu. Die Reaktivierung/Erneuerung der Freidenker halte ich für denkbar.

Weiteres Update:

Relevante Informationen möglicherweise auch hier. (Ich habe das Video und auch den Kanal aus der Schweiz noch nicht gesichtet.)

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