Wodarg sagt: „Tests klinisch unbrauchbar aber politisch erwünscht“

Aktuell: Spahn will Tests massiv ausweiten – 1 Mio pro Woche. Zu diesen Bestrebungen führte Wodarg schon vor zwei Wochen aus:

Leitlinien für In-vitro-Tests zur Diagnose von COVID-19 (2020/C 122 I/01)

Es handelt sich um ein Papier der EU-Kommission, dass sehr aufschlussreich in Bezug auf die Aussagefähigkeit der derzeit benutzten Tests ist.

Die Kommission empfiehlt, „COVID-19-Tests durch den Vergleich mit einer Referenzmethode in einer ausreichend großen Zielpopulation zusätzlich zu validieren, bevor die Produkte in die klinische Routine aufgenommen werden. Es wird dringend empfohlen, einer Peer-Review unterzogene wissenschaftliche Ergebnisse für die klinische Validierung kommerzieller COVID-19-Tests abzuwarten, bevor diese sicher und zuverlässig für die Entscheidungsfindung in den Bereichen Medizin und öffentliche Gesundheit verwendet werden.“

Sie sagt weiter: „Da es kaum Referenzmethoden und -materialien gibt, sind diese Validierungsstudien genauso wie die Bewertung der Leistung eines Produkts durch die Hersteller schwierig.“ Und: „Mit jedem neu infizierten Patienten kann sich das Virus verändern (mutieren), und diese Mutationen wiederum können einen bestimmten Test weniger wirksam oder sogar unwirksam werden lassen.“

Bis es klinisch brauchbare Tests gibt,  sollen wir aber möglichst  alle schon getestet sein. Die Bundesregierung „plant derzeit ein neues umfassendes Gesetzespaket im Eiltempo, um schon bald 4,5 Millionen Corona-Tests pro Woche zu ermöglichen.“

Auch wenn klinisch unbrauchbar, so scheint der Test politisch von großer Bedeutung zu sein.“ (Quelle)

Spahn, die Merkel-/SPD-Regierung, arbeiten systematisch an der „neuen Normalität“. Mit einer entsprechend hohen Testzahl kann jederzeit medial „die zweite Welle“ generiert werden. 

„Neue Normalität“ ist die Umschreibung für die Verstetigung des Ausnahmezustands.

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2 Antworten zu Wodarg sagt: „Tests klinisch unbrauchbar aber politisch erwünscht“

  1. Gost schreibt:

    Hier https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.05.03.20072207v1.full.pdf gibt es eine Studie (nicht peer reviewed) zu verschiedenen Tests. Vielleicht kann ja jemand das in verständliches Deutsch übersetzen …
    Ein Arzt hat mal gesagt, es sei zwischen Test und Untersuchung zu unterscheiden. Bei einem Test gäbe es immer falsch positive oder falsch negative Ergebnisse, es sei ja ein „Test“. Bei einer Untersuchung gäbe es ein eindeutiges Ergebnis.

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  2. Jo Bode schreibt:

    Danke für diesen sehr aufschlußreichen Bericht, der auch noch weitergehende Aufklärung verspricht und einhält.
    Da lohnt insbesondere die äußerst lehrreiche und dem interessierten Leser weitgehend verständliche Einführung in die von Regierung und Medien „geheim“ gehaltene Welt der (Corona-)Viren:

    https://www.wodarg.com/2020/05/04/corona-was-always-here/

    Da purzeln die uns täglich rund um die Uhr eingebläuten Vorurteile nacheinander weg….

    Jetzt geht es den Eliten darum, die Rechtfertigung für die Knebelung von Bürgern und Wirtschaft damit zu zementieren, dass die bisher erzeugte Angst weiter aufrecht erhalten wird. Bei Bedarf kann man daran anknüpfen, falls dies je nach politischer Situation tunlich erscheint….

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