Den Zahlenkünstlern vom Robert Koch-Institut auf die Finger geguckt…. (2)

… und Denjenigen, die Panik schüren, in die Suppe gespuckt.

Gestern hatte ich angekündigt, die Fallzahlen des RKI, deren Präsentation nicht wenig dazu beiträgt, dass Menschen in Panik geraten, etwas genauer zu betrachten. Denn:

Viel Luft aus der Panik-Blase kann mit den eigenen Zahlen des RKI abgelassen werden.

Die Tricks Mängel der Darstellung sind ebenso billig wie wirksam. Der naive Nachrichtenkonsument wird mit anscheinend horrend großen und unaufhaltsam steigenden Zahlen konfrontiert. Und zwar sowohl bei der Zahl der positiv Getesteten, als auch bei der Zahl der Toten. Die Schreckensvorstellung vom zusammenbrechenden Gesundheitssytem mit Ärzten, die entscheiden müssen, welche von mehreren Patienten sterben müssen, da nur einer gerettet werden kann, wird ständig genährt. – Nicht direkt vom RKI, eher von gewissenlosen Medienleuten und von Politikerinnen und Politikern. Aber das RKI leistet dem durch mangelhafte, nämlich einseitige und zusammenhangslose Darstellung zumindest Vorschub.

Das geschieht dadurch, dass die Zahl der positiv Getesteten stets kumuliert wird. Tag für Tag wird aufsummiert. Die für die Krankenhäuser gravierende Tatsache, dass Genesene keine Kapazitäten mehr beanspruchen, bleibt außen vor. Wochenlang wurde die Zahl der Genesenen überhaupt nicht erwähnt. Seit 25.3. wird sie zwar mitgeteilt aber nicht den neuen Fällen gegengerechnet. Wer nicht selbständig eine Tabelle anlegt und sie täglich führt, kommt nicht auf die eigentlich interessante Zahl – die der derzeit aktiven Fälle.  

Wie erwähnt, habe ich diese Tabelle ausgefüllt (hier verfügbar als Dokument VI), die Gegenrechnung gemacht und veranschauliche das Ergebnis im folgenden Diagramm:

Die blaue ist die „exponentiell wachsende“ Linie des Schreckens. Sie gibt eine irrationale Orientierung im Gegensatz zur roten Linie, die die Realität etwas besser abbildet.

Die Worte „die Realität etwas besser abbildet“ habe ich mit Bedacht gewählt. Denn reichlich „Luftbuchungen“ enthalten ALLE Fallzahlen des RKI, auch die der „roten Linie“. Ein „Fall“ ist nach Zählung des RKI, was ein (umstrittener) Test festgestellt hat. Ob Der- oder Diejenige völlig frei von irgendwelchen Symptomen ist, ob er/sie gelegentlich ein wenig hustete oder mal einen Tag erhöhte Temperatur hatte oder ob er/sie wirklich krank ist, das ist dem Test egal. Hauptsache ein Fall kann gezählt werden. So werden Äpfel und Birnen und Pflaumen zusammengerührt.

Nur ein kleiner Bruchteil aller Fälle muss im Krankenhaus behandelt werden. So kommt es zu der gelben Linie im Diagramm. Sie bildet annähernd ab, in welchem Maße die Krankenhäuser in der Zeit seit dem 4.3.2020 bis heute beansprucht sind – die Krankenhäuser! nicht die Intensivstationen. Deren Zahlen sind um eine weitere Größenordnung niedriger.

Gründlich würde mich missverstehen, wer aus meiner Analyse meine Gleichgültigkeit gegenüber Krankheit, Leid und Tod herauslesen wollte. Absurd. Ich gehöre selbst zu einer Risikogruppe. Und ich halte die speziellen Schutzmaßnahmen für die Menschen, die Schutz brauchen, für ungenügend.

Unverantwortlich aber ist es, Panik zu schüren und in der herbeigeführten Angststimmung mehr Schaden als Nutzen anzurichten und die gesunden Menschen zu entmündigen. Oder geht es vielmehr um die Gelegenheit, üble politische Ziele unter den Bedingungen des Ausnahmezustands zu verfolgen?

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Eine Antwort zu Den Zahlenkünstlern vom Robert Koch-Institut auf die Finger geguckt…. (2)

  1. Gast9730 schreibt:

    Hier gibt es eine interessante Zusammenfassung der Aussagen von Drosten:

    und hier ist das Interview mit Bill Gates in der Tagesschau
    https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-687089.html
    und hier https://www.epd.de/ueberregional/schwerpunkt/medien/experte-kritisiert-gleichfoermige-corona-berichterstattung und hier https://www.nachdenkseiten.de/?p=60259 sind Berichte über die Berichterstattung.
    Interessant ist eigentlich die Frage, welche Personen können nach Aufarbeitung des Corona-Hypes in die persönliche Verantwortung genommen werden und verlieren ihr Vermögen? Wer ist auf wessen Aussage hereingefallen? Wer hatte zu schwache Nerven um kritische Fragen zu stellen? Welches Betriebssystem nutzen eigentlich die Regierungen der Länder, die mit Corona einen anderen Umgang pflegen? Es gibt sehr viele Fragen für investigativen Journalismus und zur Recherche…

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