Daten zur Fake-Pandemie (BRD) – Update 2.4.2020

In der BRD werden seit Wochen steigende Zahlen von positiv auf Corona Getesteten präsentiert als Anzeichen einer heranrollenden Welle, die das Gesundheitssystem zusammenbrechen lassen könnte. Am 22.3.2020 verkündete die Regierung der GroKo Maßnahmen des Ausnahmezustands mit der Begründung, damit diese alles verschlingende tödliche Welle abzuwenden.

Dank der Hartnäckigkeit des Journalisten Paul Schreyer wurde der Öffentlichkeit (zumindest der energisch um Aufklärung bemühten) bekannt, wie der Anstieg der Fallzahlen in der 11. und 12. Kalenderwoche zustande kam. Auch ich habe diese Daten hier im Blog referiert.

Ich komme heute auf diese Daten zurück, weil ich einen – offenbar – Rechenfehler entdeckt habe, der dazu führt, dass der Prozentwert der positiv Getesteten bei Schreyer zu hoch ausgewiesen wird.

Die Daten des RKI vom 26.3.2020:

Die exakte Rechnung führt zu diesem Ergebnis:

11. Kalenderwoche, 9.3. bis 15. 3. – Anzahl der Tests 127.457.

Anders als vom rki am 26.3. angegeben (Screeshot), waren laut rki-Bericht vom 15.3. per 15.3. nur 4195 oder (2. Zählweise) 4838 Personen positiv getestet. (Ein Wert von 7.582 wurde erst zwischen 17. 3. und 18. 3 ausgewiesen.) Diese Werte beziehen sich auf den gesamten Zeitraum der Messungen, also nicht nur auf die 11. Kalenderwoche. Ich verwende zur weiteren Rechnung den Wert 4195, da diese Zählweise später zu alleinigen wurde.

In der 11. KW waren also maximal 4.195 von 127.457 = 3,3% der Getesteten positiv.

12. Kalenderwoche, 16.3. bis 22. 3. – Anzahl der Tests 348.619.

Im Verlauf der 12. KW kamen 14.415 positiv Getestete dazu. Diese Zahl ergibt sich als Differenz zwischen den am 22.3.als positiv Gemeldeten, nämlich 18.610 (rki-Bricht vom 22.3.), minus den 4195 Gemeldeten vom 15.3.

In der 12. KW waren also 14.415 von 348.619. = 4,1% der Getesteten positiv.

13. KW – Es gibt vage Angaben (u. a. Drosten), dass seit der 13. KW rund 500 T Tests wöchentlich durchgeführt werden.

Diese Zahl in Beziehung gesetzt zur Zahl der in der 13. KW positiv Getesteten (rki-Bericht vom 29.3.), nämlich 52.547-18.610= 33.937, ergibt in der 13. KW 6,8%. Wie gesagt, eine vage Annäherung.

Ein Strategiepapier des Bundesinnenministeriums verlangt, so heißt es in Zeitungsberichten, eine Verdreifachung der Testkapazitäten auf 1,5 Mio/Woche.

Damit wäre für einen weiteren dramatischen Anstieg der „Coronafälle in Deutschland“ (korrekt müsste es heißen: Anzahl der mit einem zweifelhaften Test als positiv Ermittelten) gesorgt. 

Zwei Nachbemerkungen:

  1. Selbstverständlich ist die „Auswahl der Getesteten“ meilenweit von einer wissenschaftlich ermittelten Zufallsauswahl der Bevölkerung entfernt. Als sicher kann gelten, dass diese Prozentwerte erbringen würde, die erheblich unter den oben ermittelten Werten liegen würden (und sich also noch weniger zur Panikmache eignen würden).

Jeder, der schon mal von der „Sonntagsfrage“ gehört hat, kann wissen, dass das Erstellen einer repräsentativen Stichprobe zum einfachsten Handwerkzeug jeder Umfrage gehört.

2. Ich betrachte „Corona“ als soziales, politisches, auch epidemologisches Problem. Es liegt mir fern, Erkrankungen durch das Corona-Virus zu leugnen oder gar dramatische Verläufe, die es gibt, zu verharmlosen. Traurige und bittere Schicksale von einzelnen und auch vielen  Erkrankten sind das Eine. Eine Gesellschaft gezielt in Panik und Ausnahmezustand zu führen ist etwas völlig Anderes.

Das völlig Andere ist, dass wir die ersten Schritte getan haben (ich hoffe „probeweise“) in einen „Faschismus mit menschlichen Gesicht.“

 

Leute, benutzt den eigenen Kopf!

*

Update 2.4.2020:

Mit seinem Lagebericht vom 1.4.2020 hat das rki freundlicherweise neuere Daten zur Testhäufigkeit geliefert, nun auch für die 13. KW. Hier das Bildschirmfoto:

Wenn ich den für die 13. KW angegebenen Wert von 8,7% positiv Getesteten nach meiner oben erläuterten Methode korrigiere, komme ich auf 9,6%. Letztlich hat die Differenz beider Werte, worauf DMD im Kommentar hingewiesen hat, keine hohe Aussagekraft.

Die Grundaussage bleibt bestehen, dass die Zahl der positiven Testergebnisse maßgeblich von der Anzahl der Tests bestimmt wird. Den moderaten Anstieg des Prozentanteils der positiv Getesteten von 11. bis 13. KW, könnte man als langsame (!) Ausbreitung des Virus interpretieren.

Diese Interpretation verbietet sich, da nach wie vor keine repräsentative Auswahl der Testpersonen erfolgt und noch nicht einmal unterstellt werden kann, dass über die drei Wochen die Auswahlsystematik im Bereich der (differierenden Anzahl) der Labore einheitlich und unverändert geblieben ist.

Die Einschätzung bleibt gültig, dass die mit gesundheitlichem Ausnahmezustand begründeten, gravierenden Beschränkungen der demokratischen Freiheiten ohne solide Datenbasis vorgenommen wurden und werden. 

Wie skandalös aus epidemologisch-methodischer Sicht verfahren wird, bringt (unter vielen Anderen) Rüdiger Dahlke auf den Punkt:

Ein Kommentator des Videos schreibt:

„Das sind keine Kindergartenfehler sondern Systemänderungen.“

Genau richtig!

Es geht also nicht einfach darum, den eigenen Kopf zu gebrauchen, um sich nichts aufschwatzen zu lassen. Es geht darum, den politischen Inhalt und das Wesen der Systemänderungen, denen wir unterworfen werden, zu erfassen. 

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7 Antworten zu Daten zur Fake-Pandemie (BRD) – Update 2.4.2020

  1. Anonymous schreibt:

    Ich möchte zu weiterer Verunsicherung über die Zahlen beitragen:
    Ein Arzt hat mir gerade gesagt, dass wir ja im Mund nur ein Abbild der Umwelt haben.
    „…Kontamination: Viren und Mikroorganismen sind überall in unserer Umgebung. Sie werden zumeist eingeatmet und sind damit in der Regel durch einen Abstrich im Hals nachzuweisen. Doch ein positiver Nachweis eines pathogenen Virus bedeutet noch nicht, dass die Person infiziert ist.
    Bislang lässt sich nur feststellen: Die Person ist kontaminiert. Das hat (noch) keinen Krankheitswert. Infektion: Das Virus muss die große Immunbarriere der Schleimhaut überwinden, in den Körper eindringen und sich dort vermehren. Erst damit kommt es zu einer Infektion. Aber auch diese hat noch keinen Krankheitswert. …“ aus einem Leserbrief von Dr. Schmidt-Achert an die Wasserburger Zeitung.
    Demnach egeben die Tests, in denen mittels einem Wattestäbchen Proben abgenommen werden, nur die Anzahl der Virusträger, aber keineswegs die Anzahl der Infizierten, so wie ich es bisher aus den Medienberichten verstanden hatte.

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  2. Jo Bode schreibt:

    Gerade lese ich auf der Titelseite des hiesigen Käseblatts in einer regierungstreuen Meldung der konzerneigenen dpa:

    „Den Grund für die noch moderate Quote (Sterberate) sieht Wieler (RKI) in frühen und vielen Tests.“

    Hat das Covid19-Virus also weniger mit der Zahl der Toten zu tun als die „frühen und vielen Tests“?

    Oh Schreck: Wie gering muß dann die Sterbe-Quote sein, wenn alle Menschen früh getestet wurden bzw. werden? Nicht auszudenken, möglicherweise nur im Promillebereich…..

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  3. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Den eigenen Kopf zu benutzen, ist sicher ein richtiger Hinweis. Die Zahlen in den täglichen Lageberichten erfassen die bis dahin seit Beginn der Erfassung eingegangenen Meldungen aufsummiert. Die Zahlen in der obigen Tabelle die für den Zeitraum in den Laboren erfaßten Zahlen (nicht aufsummiert). Durch Nachmeldungen liegen diese Zahlen höher als die Lageberichte vom Stichtag. Etwa drei Tage später stimmen die zentral gemeldeten Zahlen in etwa mit den in den Laboren erfaßten überein. Ob das alles korrekt ist oder nicht, darüber kann man nur spekulieren, jedenfalls gibt es wohl keine Hinweise darauf, daß das nicht stimmen kann.

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    • kranich05 schreibt:

      Dass die Zahlen der positiv Getesteten zum jeweiligen Stichtag mehr oder weniger genau sind, kann ich verschmerzen.
      Das eigentliche Problem ist die Irreführung, die durch das Verschweigen der Anzahl der Tests entsteht. Die Irreführung zweiten Grades ist es, auf eine repräsentative Stichprobe zu verzichten. Solche Vorgehensweise kann ich mir nur bei Abwesenheit von Gewissen vorstellen.

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  4. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Oder kann das sein, daß es sich hier um einen Aprilscherz handelt?

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