Ein unwürdiger Präsident

Es gibt keine Erbsünde!

In einem mittelalterlichen Gottesstaat dürfte ich das nicht behaupten. DEN Teufel würde man mir austreiben. Die BRD, im Jahr 2020, beansprucht ein säkularer Staat zu sein, kein mittelalterlicher.

Wer einen Menschen der Erbsünde bezichtigt, tritt die Menschenrechte mit Füßen.

Es gibt keine Kollektivschuld! 

Kein Ort, nirgends in der Welt, an dem ein Volk als Ganzes, ein Volk in der Zahl aller seiner Angehörigen eine Kollektivschuld trägt. Es gibt kein verbrecherisches Volk. Das deutsche bildet keine Ausnahme.

Wer ein Volk als verbrecherisch bezeichnet, etwa damit, dass er es „Volk der Täter“ nennt, tritt das Völkerrecht mit Füßen.

(Nebenbei gesagt: Es gibt auch kein auserwähltes Volk. Wer in Theorie oder Praxis das „erwählte Volk“ vertritt, mag zwar einem Gott wohlgefällig sein, einem mittelalterlichen oder einem alttestamentarischen, in Wirklichkeit aber tritt auch er das Völkerrecht mit Füßen.)

Steinmeier sprach in Israel auf der Gedenkfeier zur industriellen Ermordung von Millionen Juden durch die deutschen Faschisten. Er brachte es fertig, keinen einzigen der faschistischen Verbrecher, keinen einzigen der Förderer und Profiteure der faschistischen Herrschaft, keinen einzigen ihrer geistigen Weg- und Nachbereiter zu nennen.

Stattdessen behauptete er, Jahrgang 1956, „beladen mit großer Schuld“ dort zu stehen. Ich bin Jahrgang 1940, und ich weiß, dass ich kein Gramm Schuld am deutschen Faschismus trage.

Ich liebe Deutschland, meine bleiche Mutter.

Datei:Fritz Cremer Bleiche Mutter.jpg

Ich liebe die deutsche Sprache, Sprache meines Lebens.

Wie ist es möglich, dass jemand, der Präsident wurde, also erster Diener seines Volkes sein sollte, die Sprache dieses Volkes verleugnet und verleumdet?

Liegt es an der kalbsdummen Gutmütigkeit so vieler Deutscher? Oder doch eher an ihrer Verantwortungslosigkeit? Die Bundesbürger haben ja eine lange Tradition, politisches Gesindel klaglos zu mästen. Auch der ehrenwerte Herr Steinmeier nimmt seit vielen, vielen Jahren einen wohl fünfstelligen Betrag entgegen – wahrlich eine schwere Last, die ihm die Täter Monat für Monat aufbürden.

Oder ob Steinmeier eine ganz andere Schuld gemeint hat? Nämlich seine Kollaboration mit den ukrainischen Faschisten?

Poland's Foreign Minister Sikorski and his German counterpart Steinmeier stand with with Ukrainian opposition leaders Klitschko, Tyahnybok and Yatsenyuk during their meeting in Kiev

Das liegt nun sechs Jahre zurück. Wer erinnert sich noch? Das Web, etwa hier oder hier, hat nicht vergessen. Diplomatische Deckung für die Faschisten, auf die der Imperialismus nicht verzichtet, der deutsche ebenso wenig wie der transatlantisch-zionistische. Hauptsache es geht gegen die Sowjetunion/Russland; 1933 oder 2014 oder heute. „Defender“ um jeden Preis.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Blödmaschine, bloggen, Faschismus alt neu, Krieg, Machtmedien, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Ein unwürdiger Präsident

  1. anonym schreibt:

    Dabei ist das ein wichtiger Baustein der Holocaust-Industrie .
    Ketzerische werden auch in der BRD bestraft. Nicht viel anders als in der Vergangenheit.

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  2. ossi123 schreibt:

    Wolle einmal nach Bautzen II ? Oder nur einfach gelöscht werden?
    Wie barth-engelbart.de „This site has been temporarily disabled, please try again later.“
    http://archive.ph/sKPLL

    Liken

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