Fridays for Future- paar interessante Details der Webseite

Ideologische „Klimakämpfer“ der vordersten Front sind FfF auf der einen Seite, EIKE auf der anderen. Da wird Stellung bezogen, dass es nur so raucht; zumindest mir der Kopf. Entschiedenstes „FÜR“, entschiedenstes „WIDER“. Wem soll ich glauben?  Meine Sachkenntnis ist gering, und davon mehr zu erlangen, ist schwierig.

So gucke ich mir einfach die Protagonisten an, nicht was sie veranstalten oder erklären, sondern wer oder was sie sind. Wen habe ich vor mir?

FfF nennt sich „Bewegung“, „international, überparteilich, autonom und dezentral organisiert„, pocht sogar darauf: „Als Bewegung wollen wir bewusst so wenig Strukturen wie möglich aufbauen, um jederzeit flexibel auf die Gegebenheiten reagieren zu können.“

Bewegung ist Fließen, Strömen, Auf-die-Straße-gehen. Gehe mit und Du bist Teil der Bewegung. Irgendwie toll: Eine Milliarde junge Leute geht los und verändert damit die Welt.

Wer’s glaubt.

Es gibt aber doch Organisation, „autonom und dezentral“. Wer garantiert die Autonomie all der „Bewegten“? Wie kommt es bei soviel Dezentralität zur Einheitlichkeit?

Offenbar gibt es eine ausgefeilte bundesweite Struktur. Man weist immerhin mehr als 700 Ortsgruppen aus. Dazu kommen 22 bundesweite Arbeitsgruppen. Wie wurden die gebildet? Wieviel Mitglieder haben die AG? Wie wird ihre Arbeit koordiniert? Entstehen Kosten? Wer haftet? Welche Finanzmittel werden gebraucht, stehen zur Verfügung, werden abgerechnet? Wer wird wie in Verantwortung gestellt und wie entlastet?

Auf alle diese Fragen gibt es NICHT EINE konkrete Antwort. Wir haben eine Organisation vor uns mit Kindergesichtern nach außen und einer intransparenten, ja hermetisch abgeschirmten, inneren Struktur.

Eine Größenordnung lässt sich, bei aller Geheimhaltung, doch abschätzen: 

Die Finanz AG beruft sich auf ein „klares Finanzkonzept“ (das selbstverständlich geheim ist). Weiter heißt es: „Alle finanziellen Mittel über die Fridays for Future auf Bundesebene verfügt, befinden sich auf dem Spendenkonto der Bewegung. Das Spendenkonto existiert primär zur Erstattung von Geld, das Ortsgruppen für mobilisierungs Materialien ausgeben, wie Flyer, Plakate, Kreide, et cetera. Als Leitlinie sollten alle Ortsgruppen maximal 300 Euro im Monat für solche Zwecke ausgeben dürfen, unabhängig von ihrer Größe oder Reichweite.“ Darüber hinausgehende Mittel können beantragt werden.

300 € pro OG und Monat, also 3600 € pro Jahr. Und wieviel OG gibt es? Hier sind sie, aufgelistet für alle Bundesländer (wobei Berlin und die Stadtstaaten als je 1 OG zählen). Ich habe 723 gezählt!

Jahres-Förderung (oder besser -Sold?) 3600*723 macht 2,6 Mio €, allein für die Ortsgruppen. 

FfF als Gesamtbewegung dürfte allein in Deutschland über Finanzmittel im zweistelligen Millionenbereich verfügen.  Weltweit wurden zweifellos dreistellige Millionenbeträge locker gemacht. Wurden massenhaft Kindersparbüchsen geplündert? Oder haben die lieben Onkels von Davos ausgeholfen?

Alles in allem eine gelungene Demokratiesimulation.

Demnächst schaue ich mal, was EIKE, geschmäht als Lobbyverein, zu bieten hat.

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