Über „Ökologismus“ in den Antihumanismus

Ein Diskussionsbeitrag von K. L.

Anders als in England unterliegt das Zeigen des an etlichen Stellen der Falschaussage überführten Propaganda-Films von Al Gore „An Inconvenient Truth“ an deutschen Schulen keinen staatlichen Verboten. Ein ähnlich gestricktes „literarisches“ Machwerk, diesmal gegen die Beherrschung der Kernenergie, „Die Wolke“ von Gudrun Pausewang, wurde bereits in den 80er Jahren von ersten rot-grünen Landesregierungen zur psychologischen Unterstützung der Anti-Produktivkraft-Ideologie durch Panikmache in den Lehrplänen deutscher Schulen verankert. Dergleichen Indoktrination kann sich darauf zurückziehen, dass die flagrante Unrealistik des Dargestellten nur deshalb in die Lehrpläne geriet, weil es sich um „künstlerisch wertvolle“ Fiktionen handle. Gleichzeitig wurde konstant gegen die Schulbildung der DDR behauptet, die im dortigen Deutschunterricht gelesenen Werke seinen nur wegen ihres „ideologischen“, nicht aber ihres „ästhetischen“ Gehalts „verordnet“ — („Nackt unter Wölfen“ zum Beispiel…).

Bereits 1989 gab die IG-Metall eine Broschüre heraus, in der darauf hingewiesen wurde, dass infolge solcher Indoktrinationen unter Kindern negativ-utopische Horrorvorstellungen um sich griffen, die sich ausschließlich auf eine angebliche Umweltkatastrophe richten. Die Gewerkschaften sahen damals noch, dass der Angriff gegen die Produktivkraftentwicklung Teil eines großangelegten Klassenangriffs gegen die Werktätigen ist. Im Lande Margaret Thatchers war dies ja bereits vorgemacht worden.

Die menschliche Gattung wurde von den manipulierten Kindern als DER „böse“ Störfaktor eines angeblich ohne diese Gattung in der Natur bestehenden „guten“ Sollzustands gesehen. Fügen wir hinzu, dass bereits eine Generation „linksintellektueller“ westdeutscher Erwachsener durch die „Dialektik der Aufklärung“ von Adorno und Horkheimer für diesen Irrationalismus präpariert worden war: „Naturbeherrschung“ – als „Aufklärung“ schlechthin – wird in diesem Buch zum Sündenfall der Menschheit gemacht. Richtiggestellt wurde das damals von Wissenschaftlern der DDR und der DKP; scheint heute vergessen.

Der konsequente Antihumanismus, der uns dieses Jahr durch die, unterdessen bereits abklingenden „Bewegungen“ wie „Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“ eindrücklich vor Augen geführt wurde, ist also keineswegs ein Jugendproblem, sondern durch lange Vorbereitung im Bildungssystem des deutschen Imperialismus nachweisbar.

Im Jahr 2014 erschien die Studie von Dirk Maxeiner / Michael Miersch: „Alles Grün und gut?“, in der sich etliche Beispiele für das Wüten der Gegenaufklärung in jugendlichen und nicht mehr jugendlichen Köpfen finden. Dass die entsprechende, als „Ökologismus“ drapierte, Ideologie inzwischen gemeingefährliche, zutiefst menschenverachtende Züge annimmt , möge das folgende „Gedicht“ einer Ilka, zum Zeitpunkt der Abfassung 14 Jahre alt, illustrieren. Es entstammt einer Sammlung von ähnlichen Dokumenten, die der „World Future Council“, in apologetischer Absicht allerdings, veröffentlichte:

Unsere Erde

Der Planet ist noch jung

Doch kippt er uns bald um.

Dieser Planet stirbt in kurzer Zeit,

denn er trägt ein Virenkleid.

Dieser Virus, die Weltbevölkerung,

bringt den Planeten um.

Atombomben, Waldrodung und CO2

wirkt bei ihm wie bei uns Blei.

Wenn nicht bald das Armageddon naht,

verbreitet sich der Mensch, die tödliche Saat.

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