Meine Politik- und Partei-Thesen

Die AfD ist keine faschistische Partei. Sie so zu bezeichnen, ist politischer Analphabetismus (oder Schlimmeres). Sie ist bürgerlich-neoliberal, zugleich globalisierungsskeptisch vielleicht sogar -feindlich. Also greift sie auf den bürgerlichen Nationalismus zurück. Den gibt’s nicht ganz ohne Nazi. Auch Patriotisches wird bedient. Und immer leidenschaftlicher Antikommunismus! AfD ist eine uneinheitliche, vielfach gebrochene Sammlung groß-, mittel- und kleinbürgerlicher Kräfte und daher (noch) politisch schwach. Im besten Fall wirkt sie für eine multipolare Welt,… als Interessenabgrenzung sich gegenseitig akzeptierender (wie lange?) Imperialismen.

Das Parteienkartell CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne ist ebenfalls bürgerlich-neoliberal. Jede dieser Parteien treibt das transatlantisch-zionistische Konzept der Globalisierung voran, das auf die Weltherrschaft eines Netzes/Filzes weniger westlich-zionistischer Oligarchenclans hinausläuft (die von den Schreihälsen aller Art nie benannt werden, die aber zu benennen sind). Das wäre das erste weltumfassende totalitäre System in der Geschichte. Als „Weltfaschismus“ wäre es zwar nicht falsch aber doch nur mangelhaft bezeichnet, denn es zeigt erheblich äußerliche Unterschiede zum Hitlerfaschismus, seinem dann 100 Jahre zurückliegenden Vorläufer. Als solche Unterschiede fallen ins Auge: „Weltoffenheit“, „Menschenrechts-“ und überhaupt „Humanitätspathos“, massenhafte „freie“ Informationsszenerie. Die Etablierung dieser Weltherrschaft würde voraussichtlich mit einer einzigartigen, planetaren Menschheitskrise (Klimakrise bestensfalls am Rande) zusammenfallen mit heute noch unvorstellbaren Größenordnungen und Verlaufsformen der Menschenvernichtung.

Obwohl die Etablierung einer solchen Weltherrschaft längst über Anfangsschritte hinaus ist und von mächtigen Kräften systematisch betrieben wird, hoffe und glaube ich, dass sie Dank des Wirkens gegensätzlicher Großmächte nicht erfolgreich sein wird. Was die genannten Parteien des BRD-Kartells betrifft: Sie selbst sind nicht faschistisch wirken aber kontinuierlich praktisch-konkret in Richtung Etablierung des Globalfaschismus im genannten Sinne. Sie alle sind selbstverständlich leidenschaftlich antikommunistisch.

Die Linkspartei hat große Erfolge in dieser Richtung aber noch nicht die volle Zugehörigkeit zum Parteienkartell erreicht. Ihre maßgebenden Kräfte sind antikommunistisch aber insgesamt vertritt die Partei den Antikommunismus nicht leidenschaftlich genug. Ihre Klassenbasis ist kleinbürgerlich mit Vorbehalten und/oder Opposition zum Neoliberalismus. Die Linke versteht sich als Friedenspartei, was sie nicht gehindert hat, an der Einschläferung bzw. Zerstörung der Montagsmahnwachen und des Friedenswinters aktiv mitzuwirken. Ihr stünde eine entschiedene Position gegen die atlantisch-zionistische Globalisierung und die massive Unterstützung von „NATO raus – raus aus der NATO“ gut zu Gesicht, doch das weiß die Führung zu verhindern. Die Hauptfunktion der Linkspartei ist es, humanitäre und repräsentativdemokratische Wünsche, Strebungen und Illusionen aus der Masse der Ausgebeuteten und Machtlosen zu „betreuen“, d. h. ihnen Ausdruck zu geben und sie in das System zu integrieren. Die Linkspartei ist Feind radikaler Demokratie und konsequent-emanzipatorischer Klassen-Aufklärung. Der Dialektische und Historische Materialismus als vorhandenes und zu entwickelndes ideologisches Fundament ist „überwunden“.

Mit Stolz hat sich jüngst die Linkspartei als „Mitte“ bezeichnet und damit exakt zum Ausdruck gebracht, dass es im politischen Spektrum keine wirkliche Linke gibt. Eine politische Kraft, die radikal über den Kapitalismus hinausweist und damit vielleicht die herannahende Menschheitskrise humanistisch bewältigen könnte, existiert nicht. Das ist kein auf Deutschland oder Europa begrenztes Problem. Zugleich gibt es aber zahlreiche, wenn auch unverbundene, geistige und praktische Positionen jenseits des Kapitalismus.

Das 20. Jahrhundert hat gelehrt, dass nicht die Zerstörung der kapitalistischen Herrschaft die Aufgabe war, an der die Revolutionäre scheiterten. Im Gegenteil. Die Revolution scheiterte an der Entwicklung der neuen Gesellschaft, letztlich an der Herausbildung einer „neuen menschlichen Bindung“ (Lenin). Bis heute herrscht Ratlosigkeit, Ratlosigkeit im Politischen (aber durchaus nicht in vielen praktischen Einzelfragen). Deshalb betrachte ich das umfassende ratsuchende und ratgebende- und ratfindende Gespräch – das ganz und gar offene! – als das was heute möglich aber auch dringend notwendig ist. Seine Bedingungen müssen geschaffen, und es muss organisiert und gelernt werden.

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2 Antworten zu Meine Politik- und Partei-Thesen

  1. Johannes S. schreibt:

    Diese sehr prägnanten Thesen über die Parteien und den verdeckten Aktivitäten eine autoritäre, diktatorische Weltherrschaft zu errichten, machen eine weitergehende Analyse notwendig.
    Nicht nur leidenschaftlicher Antikpmmunismus wird bedient, sondern auch „totalitär“ jegliche Ansätze alternativen Wirtschaftens und gesellschaftlicher .Veränderungen werden bekämpft.Das Wort Sozialismus ist auch nicht von den Linken zu vernehmen, die sich jetzt zur Mitte bekennt, ohne in der Mitte angekommen zu sein.
    Die überwiegende Bevölkerung ist nach wie vor reflexartig gegen alles „Linke“ eingestellt. Neben der Krise des Kapitalismus eine erfolgversprechende Ausgangslage für den kaum aufzuhaltenden Aufstieg der AFD..
    Es wird zwar versucht die AFD als rechtsextrem und als nicht wählbar hinzustellen, insbesondere um das Ansehen und den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands nicht zu gefährden. Gleichzeitig rückt allein durch das Auftreten der AFD die Politik weiter nach rechts. Die AFD passt sich unter Gauland an, um regierungsfähig zu werden. Bei dem Niedergang der Volksparteien und den Schwierigkeiten der Regierungsbildung ist es nur eine Frage der Zeit, dass eine mittlerweilen salonfähige, patriotische Alternative für Deutschland opportunistisch in den Ländern und bei einer größeren Krise möglicherweise im Bund mitregieren wird.
    Oder es wird weiter die AFD Popanz bleiben und alles angeblich Rechte. Patriotische, Emigrations-, System- und Kapitalismuskritische unter Generalverdacht gestellt, überwacht, gesellschaftlich geächtet und soweit es unter dem Deckmantel des Rechtsstaates möglich ist, bestraft.
    Der reaktionäre Konservatismus war Steigbügelhalter für den Hitlerfaschismus.
    Das gegenwäritg herrschende Machtkartell ist zwar nicht faschistisch -wie Kranich ausführt- die tragenden Parteien haben gleichwohl den Aufstieg der neoliberalen AFD zu verantworten, wenn es nicht sogar zur Erhaltung der Macht gewollt war.
    Parallelen zur Weimarer Republik sind deutlich zu erkennen.
    Globalfaschismus und Faschismus in einzelnen Ländern wird einhergehen und wird sich schwerlich voneinander trennen lassen.

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  2. Johannes S. schreibt:

    Etwas verwundert bin ich, dass bei diesem Beitrag bis auf meinen Kommentar kein Beitrag gefolgt, kein Dialog entstanden ist. Bei diesen wichtigen Thesen geht es um die weitere politische Entwicklung Deutschlands. Gibt es dazu nichts zu sagen?
    Kranich führt aus: „ Das Parteienkartell CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne ist ebenfalls bürgerlich-
    n e o l i b e r a l. Jede dieser Parteien treibt das transatlantisch-zionistische Konzept der Globalisierung voran, das auf die Weltherrschaft eines Netzes/Filzes weniger westlich-zionistischer Oligarchenclans hinausläuft (die von den Schreihälsen aller Art nie benannt werden, die aber zu benennen sind).“
    Bevor oder zusammen mit der Offenlegung dieser Oligarchenclans, ist die Ideologie dieser Oligarchenclans bekannt zu machen, die zum Raubtierkapitalismus, den Vernichtungskriegen und Flüchtlingsströmen, zu der Verarmung weiter Bevölkerungskreise und zu der gefährlichen Rechtsentwicklung geführt hat. Oligarchen bekannt zu machen, wie black rocks, Goldman Sachs etc. ist überfällig, zumal die Verantwortlichen für den Neoliberalismus sowenig bekannt und greifbar sind.
    Tatsache ist, dass nur einer politisch unbedeutenden Minderheit in der Bevölkerung bekannt und bewusst ist, was der herrschende Neoliberalismus bedeutet und welche verheerende, gesellschaftszersetzende Folgen diese destruktive Ideologie hatte und noch immer hat.
    Der Ungeist des Nationalsozialismus, des Stalinismus ist weitgehend den Menschen bewusst. Ich habe viele Menschen gefragt, was der Neoliberalismus bedeutet und bekam keine Antwort. Wie kann „Aufstehen“ „Widerstehen“ entstehen, wenn nicht einmal die Ideologie,, die Mittel und die Ziele des Widersachers bekannt sind?
    Es ist nicht ausreichend, wenn politisch Engagierte u.a. Sarah Wagenknecht, wenige von der „Linken“ und einige Blogs in den sozialen Medien den Neoliberalismus anprangern.
    Es ist eine umfassende Aufklärung über den Neoliberalismus, ein Manifest, eine öffentliche Erklärung, eine kämpferische Denkschrift notwendig, bei der lebensnah und in verständlicher Sprache die Folgen dieser menschenverachtenden Ideologie konkretisiert werden: Privatisierungen von Post und Bahn, Schwächung der Gewerkschaften, des Staates, dem Abbau der Demokratie, des Sozial- und Rechtsstaates, der Verfolgung von Arbeitslosen, statt die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, dem Lohndumping, der Zeitarbeit, dem grenzenlosen Freihandel, der Globalisierung, der Preisgabe der Nationalstaaten, des Patriotismus, der Zwangsvereinigung Europas, der Gleichschaltung der Medien u.v.a.m.
    Auch weil unter dem Deckmantel die Alternative für Deutschlands vorgibt sich für Deutsche einzusetzen und gleichzeitig führende AFDler wie Frau Weidel und Frau von Storch der neoliberalen Hajek-Gesellschaft angehören.

    Dies kann und muss gemeinsam mit aufrechten Menschen, Wissenschaftlern, Gewerkschaftlern, Linken, Wertkonservativen, Christen, Freidenkern geleistet werden.

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