Schöne Lieder & Tänze 68 – Zeca Afonso „Os Vampiros“

Os Vampiros „Eles Comem Tudo“- Die Vampire „Sie essen alles“

Das letzte Konzert, 29.1.1983. Afonso singt, von seiner tödlichen Krankheit gezeichnet.

No céu cinzento sob o astro mudo

Batendo as asas Pela noite calada

Vêm em bandos Com pés veludo

Chupar o sangue Fresco da manada.

Eles comem tudo Eles comem tudo

Eles comem tudo E não deixam nada.

Hier der vollständige Text.

Und unvergessen,  unvergesslich:

A luta continua

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8 Antworten zu Schöne Lieder & Tänze 68 – Zeca Afonso „Os Vampiros“

  1. fidelpoludo schreibt:

    Danke, lieber Kranich (Du Vogel, der Du mit Vampiren nichts auf dem Hut hast)!
    Ich hatte schon diese Version, die Du später eingestellt hast, rausgesucht, um sie hier ergänzend zu posten. Das waren noch Zeiten, als die Linke noch links und nicht vom Gender-, Rassen- und Identitätswahn infiltriert und von Soros & Konsorten gehijacked war…

    Ich habe mich an eine Übersetzung des Textes gewagt:

    José (Zeca) Afonso: „Die Vampire“ oder „Sie fressen alles“
    „Unter dem grauen Himmel und dem stummen Stern
    Mit leichtem Flügelschlag in der Stille der Nacht
    Nähern sie sich scharenweise auf samtenen Füßen
    Das frische Blut der Herde auszusaugen.

    Sollte einer, von ihrem vornehmen Getue getäuscht
    Ihnen bei ihrer Ankunft die Türen öffnen:
    Sie fressen alles, sie fressen alles
    Sie fressen alles und lassen nichts über.
    Sie fressen alles, sie fressen alles
    Sie fressen alles und lassen nichts über.

    Überall tauchen die Vampire auf
    lassen sich nieder in Häusern und auf allen Wegen
    Im Magen doch die Reste vorher geplünderter Beute
    Doch nichts hält sie auf, beim ausgehauchten Leben zu verweilen.

    Sie sind die Verwalter des Universums
    Brutale Herrschaften, gesetzlose Befehlsgeber
    Fressen sich voll, schlemmen vom besten Wein
    Reigen tanzend im Pinienhain des Königs.
    Sie fressen alles, sie fressen alles
    Sie fressen alles und lassen nichts über.
    Sie fressen alles, sie fressen alles
    Sie fressen alles und lassen nichts über.

    Vom Boden der Angst, wo die Besiegten sich übereinander türmen
    hört man die Schreie in der Schwüle der Nacht
    Ruhend in den Gräben als Opfer eines Credos
    Und das Blutvergießen der Herde nimmt kein Ende.

    Sollte einer, von ihrem vornehmen Getue getäuscht
    Ihnen bei ihrer Ankunft die Türen öffnen:
    Sie fressen alles, sie fressen alles
    Sie fressen alles und lassen nichts über.
    Sie fressen alles, sie fressen alles
    Sie fressen alles und lassen nichts über.

    José (Zeca) Afonso, ein Poetischer Prophet, der nichts Gutes zu verkünden hatte; dem man begeistert zuhörte, ohne ihn zu begreifen. Viele seiner begeistert klatschenden Zuhörer haben mit der Zeit Vampirblut geleckt und sind in Scharen zu den komischen Vogelviechern übergelaufen. Wenn die Herde sie demnächst mal nicht gnadenlos nieder trampelt.

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  2. fidelpoludo schreibt:

    Jetzt machst Du mich aber neugierig. Wie kommst Du auf den Trichter, auf portugiesischen Websites zu wühlen? Welche lusitanische Muse hat Dich geküsst?

    Du mußt natürlich nicht aus dem Nähkästchen plaudern… Aber interessieren täte es mich schon.
    Dann mach ich es eben: Mehrere Auftritte von Zeca im Colisseu habe ich frisch verliebt miterlebt.
    Ob genau dieses dabei war, weiß ich leider nicht mehr so genau:

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  3. kranich05 schreibt:

    Warum ich mich der lusitanischen Muse erinnerte?
    Ich bin übersatt der Horrornachrichten des Tages (die noch dazu sehr oft keine Nachrichten, sondern einfach dummes Geschwätz sind), dass ich einfach nach etwas Gutem gesucht habe, um es hochzuheben. Da fiel mir Zeca Afonso wieder ein.
    Eigentlich habe ich mich ja ins Deutsche Schöne vergraben und werde das auch weiter tun aber natürlich macht mich das nicht taub gegen alles Andere.
    Zu Portugal habe ich leider nur dünne Bindungen, war nie dort.
    Doch einige sehr starke liebe Eindrücke haben portugiesische Namen – neben Afonso sind das Saramago und „erklärt Pereira“.

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  4. kranich05 schreibt:

    Diese Entdeckungen möchte ich auch noch festhalten:

    Der Text, zumindest eine Version, lautet:
    Trovas Antigas
    José Afonso
    O que mais me prende à vida
    Não é amor de ninguém
    É que a morte de esquecida
    Deixa o mal e leva o bem
    Quem se vai casar ao longe
    Ao perto tendo com quem
    Alva flor da laranjeira
    Não a dará a ninguém
    Olha a triste viuvinha
    Que anda na roca a fiar
    É bem feito, é bem feito
    Que não tem com quem casar
    No cimo daquela serra
    Está um lenço de mil cores
    Está dizendo viva, viva
    Morra quem não tem amores
    O que…

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  5. fidelpoludo schreibt:

    Zugabe:
    José Afonso – „Paz,poeta e pombas“

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  6. fidelpoludo schreibt:

    Zeca Afonso ist in Afrika aufgewachsen, genau wie Cesaria Evora. Sie als Opfer des portugiesischen Kolonialismus, er als Sohn eines Täters. Er in Mosambik, sie auf den Kapverdischen Inseln.
    CESARIA EVORA – Sodade

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