Vor uns der Systembruch

Wir sehen, dass die Hysterie in der Gesellschaft/Infantilisierung, die nichtreligiöse ebenso wie die religiöse, immer schneller steigt/gesteigert wird.

Parallel zu dieser Gewalt gegen das Bewusstsein (nichts Anderes ist politische Hysterie) steigt die physische Gewalt in der Gesellschaft, die kriegerische ebenso wie die nichtkriegerische.

Nicht erst seit Merkels „Schuss mit Pillepalle!“, stehen Entscheidungen an. Die sollen endlich ein „Ambitionsniveau“ erreichen, dass den „Klimaerfordernissen“ mit ihren drohenden „Kipppunkten“ (Schellnhuber) entspricht. Die „Große Transformation“ ist längst konzipiert – Hauptgutachten des WBGU von 2011 (Langfassung, Zusammenfassung für Entscheider). Treffender ist das wohl als ein technokratischer Faschismus zu bezeichnen.

Die allmähliche Wandlung der Produktivkräfte des Kapitalismus in Destruktivkräfte ist weit fortgeschritten und verlangt auch aus Sicht der Machthaber dringlich nach einem qualitativ neuen Bewegungsrahmen des Imperialismus.

Das Neue könnte im Zurückschreiten des Kapitalismus über Faschismusstufen hin zu einer Gesellschaft führen, die mehr mit Feudalismus und Sklaverei gemeinsam hat als mit der bürgerlichen Demokratie der Aufstiegs- und Konsolidierungsphase des Kapitalismus. Der erreichte Grad der sozialen Kontrolle/Degradation des historischen Subjekts macht diese Entwicklung nicht unwahrscheinlich.

Möglich wäre auch ein Weg, der die Klassengesellschaft hinter sich lässt. Die Regenbogenkrieger haben ihn im Blick. Die sichtbaren Grundlagen für diese Entwicklungsvariante mögen heute schwach erscheinen. Marxisten-Leninisten sollten sich aber ihres bewährten historisch-materialistischen Wissens über große Revolutionen erinnern. Sie verkörpern wahrhaft elementare, spontane, nicht vorhersehbare Ausbrüche. Das ist Gewalt  im Sinne der Entfesselung von Massenschöpferkraft. Je tiefgreifender der Umbruch, umso blutiger.

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2 Antworten zu Vor uns der Systembruch

  1. Jürgen Suttner schreibt:

    Das die bürgerliche Klimawissenschaft in ihren gesellschaftspolitischen Vorschlägen nicht über die bestehenden Verhältnisse hinaus gehen können sollte doch klar sein. Sie muss zwingend die gesellschaftlichen Produzenten und die damit verbundene bewusste Aneignung der Produktionsmittel, aus ihren Überlegungen herausnehmen. Deshalb ist aber nicht die Frage beantwortet, ob es einen von dieser Gesellschaftsform zu verantwortenden Klimawandel gibt. Die Regenbogen – Leute, wie auch andere, heben aber die bürgerlichen Wissenschaftler als Kronzeugen hervor, die den gesellschftlich Verursachten Klimawandel leugnen. welche Interessen hinter diesen stecken werden ignoriert. Wir aber können die Sache nur in die eigene Hand nehmen. Ich gehe davon aus, dass es diesen Klimawandel gibt und wir sollten uns in unsere Weise konkret auf diese Kämpfe einstellen.

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    • kranich05 schreibt:

      Ich möchte gleich Ihren ersten Satz relativieren: Die bürgerlichen Klimawissenschafter gehen sehr wohl mit ihren gesellschaftspolitischen Vorschlägen über die bestehenden Verhältnisse hinaus. Natürlich nicht in Richtung der Vergesellschaftung des Privateigentums. Aber ihre Vorstellungen der „Großen Transformation“ sind sehr weitgehend und bedrohlich. Ich empfehle dringend, das von mir verlinkte Hauptgutachten des WBGU gründlich auszuwerten.
      Die Regenbogenkrieger haben meine Hochachtung, weil sie eine komplexe und wie mir scheint wohlbegründete und neuartige Sicht auf die globalen neuen Reproduktionsanstrengugen des Imperialismus haben.
      Die Stellung zum umstrittenen Klimawandel ist dabei nur ein Moment.
      Zentral sin die ökonomischen und machtpolitischen Strategien des Imperialismus. Diese sind zu bekämpfen, woran Nuancierungen in der Klimadiskussion uns nicht hindern sollten.

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