Wahnzeit – „Fremdschämen“ in Deutschland 2019

Pass auf, was Du sagst!

„Kinder, die kaum Deutsch sprechen und verstehen, sollten bevor sie eingeschult werden eine Vorschule besuchen. Notfalls sollte ihre Einschulung zurückgestellt werden.“

Das entsetzt Politikerinnen fast aller deutschen Parteien. 

Wenn Du dann noch erläuterst: „Kinder, die kaum Deutsch sprechen, dürfen in der ersten Klasse nicht benachteiligt sein. Deshalb müssen sie vor der Einschulung sprachlich fit gemacht werden. Also brauchen wir verpflichtende Sprachtests im Alter von vier und dann Vorschulpflicht für alle, die schlecht Deutsch sprechen.“ – dann bis Du ein Populist, ein Rassist, ein rechter Haderlump und Gute Menschen sehen Dich im Sumpf waten.

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2 Antworten zu Wahnzeit – „Fremdschämen“ in Deutschland 2019

  1. Sven Thom schreibt:

    All die Menschen, die so denken wie diese Politiker sollten umgehend des Landes verwiesen werden, um zu verstehen das es zwingend notwendig ist, die Sprache zu beherrschen, welche die Amtssprache des jeweiligen Landes ist. Diese Personen mögen sich vielleicht Politiker nennen, aber Volksvertreter der sogenannten demokratischen Mehrheit sind sie definitiv nicht und Vertreter des Sachverstandes auch nicht. Im Gegenteil, sie bieten diesen Kindern einen Bärendienst. Aber vielleicht ist es ja gar nicht gewollt die Kinder zu intergrieren????

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  2. Anonymous schreibt:

    Der Zank geht wohl darum:
    https://rp-online.de/politik/deutschland/carsten-linnemann-die-union-wird-sich-gegen-eine-co2-steuer-aussprechen_aid-44771821#successRegister

    Wo muss sich die CDU profilieren?

    Linnemann: Ganz klar bei der Integration. Die Vorfälle in Freibädern, die Tat auf dem Frankfurt Bahnsteig, die Schwertattacke in Stuttgart – das alles wühlt die Menschen auf und befeuert die Sorge, dass neue Parallelgesellschaften entstehen könnten. Dem müssen wir jetzt vorbeugen. Nur ein Beispiel: Wenn wir in jeder Sonntagsrede erzählen, wie wichtig die Sprache für die Integration ist, dann müssen bei uns alle Alarmglocken schrillen, wenn bei Sprachtests in Duisburg über 16 Prozent der künftigen Erstklässler gar kein Deutsch können, und bei Vergleichstests in Berlin nahezu jeder dritte Grundschüler beim Lesen und Zuhören nicht einmal den Mindeststandard erreicht. Die Probleme werden immer größer, wir erleben neue Parallelgesellschaften in vielen Bereichen des Landes. Bis tief hinein in die Mittelschicht erlebe ich Eltern, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken, weil das Niveau an staatlichen Schulen sinkt.

    Was tun?

    Linnemann: Es reicht nicht nur, Sprachstandserhebungen bei Vierjährigen durchzuführen, sondern es müssen auch Konsequenzen gezogen werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen. Hier muss eine Vorschulpflicht greifen, notfalls muss seine Einschulung auch zurückgestellt werden. Das kostet Geld, aber fehlende Integration und unzureichende Bildung sind am Ende viel teurer.

    Eine sinnhafte Verknüpfung von Parteiprofilierung, Gewaltexzessen und Sprachdefiziten von Erstklässlern unter dem Label Integration ist Linnemann wohl kaum gelungen. Ob das Theaterdonner verdient, sei dahin gestellt. Über die heiße Luft des Polittheaters heiß zu diskutieren oder sich permanent affektiv zu positionieren, wohl auch. Ich kenne Linnemann nicht, lese nicht die Rheinische Post und kenne aus eigenem Erleben die Flucht in Privatkitas und Privatschulen der sogenannten Mittelschicht bereits vom Auftauchen des ersten Kopftuchs im Wohnviertel. Weniger Geld und Aufmerksamkeit für Linnemann’s und dafür mehr für Kitas und Schulen, wäre ein Lösungsansatz. Auch muss sich der Staat überlegen, ob er den Schuleintritt ausnahmslos und verpflichtend regelt oder ob auch Eltern ihr Kind zurückstellen lassen können. Letzteres zu unterbinden, um dann aber selbst eine Auslese zu betreiben, passt jedenfalls nicht zusammen. Aber um die Sache selbst ging es hier wohl auch nicht.

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