Im Dickicht der Migrationsdiskussionen – Warum „Dickicht“?

Meine Wortwahl will etwas Subjektives ausdrücken. Mehr als üblich bin ich persönlich betroffen. Mehrere Menschen um mich herum, in Jahren zu einer Gemeinschaft von Freunden geworden, führen die Migrationsdiskussion – sie schauen durch die Brille „Sea Watch“ – ganz anders als ich. Wir sind in tiefem Gegensatz.

Was wird werden?

Es ist einerseits eine praktische Frage meines/unseres alltäglichen Umgangs. Und es ist andererseits eine Erscheinungsform der Frage aller Fragen: Können sich Menschen im Ernstfall verständigen?

*

Von einem „Dickicht der Migrationsdiskussionen“ spreche ich auch deshalb, weil die Phänomene „Migration“ und „Massenmigration“ so vielgestaltig sind und in sich ganz unterschiedliche, ja gegensätzliche Momente bergen, die zusammengedacht bzw in ihrer je Besonderheit differenziert werden müssen. Mit meinem ersten Posting habe ich vor allem einige POLITISCHE STRATEGEN und politische HINTERGRUNDAKTEURE der Massenmigration in den Blick genommen. Die Betrachtung der Akteure im VORDERGRUND steht noch  aus. Es steht auch aus die Betrachtung der Rolle der wirklich MÄCHTIGEN. Und ganz fehlt die Antwort auf die vielleicht wichtigste Frage: WARUM? Welche objektiven Bedingungen und Verhältnisse üben einen solchen Druck aus, dass diese PRAXIS VON MÄCHTIGEN entsteht?

*

Das Migrationsphänomen selbst „aufzudröseln“ ist nur ein erster Schritt. Jede Differenzierung führt sofort in weitere Bereiche der Gesellschaft, in Riesenprobleme, in scheinbar (oder tatsächlich?) undurchdringliche Komplexität. Einige wenige Stichworte sind: SUPERREICHTUM und power structure („Weltgewaltordnung“), PROFITSICHERUNG, TRANSPARENZ, DIREKTE DEMOKRATIE, Globalismus, WWW und Matrix, RELIGION, Klima/UMWELT.

Das ist „DICKICHT“, in dem es nicht einmal erste Ansätze allgemein akzeptierter „Erkenntnisschneisen“ gibt.

*

Ich meine, dass wir nicht umhin kommen, uns in ganz neuer Qualität geschichtsphilosophische Gedanken zu machen. Denn wir sind in ein akutes Stadium der MENSCHHEITSKRISE eingetreten. Wird eine ausreichend große Anzahl von Menschen begreifen, dass sie einen völlig neuen Anfang finden müssen?

Ich nenne es: FREIE MENSCHLICHE BINDUNG. Entdeckt im ersten Keim (oder besser gesagt: antizipiert/entdecken gewollt) hat das Lenin. Klassisch in seiner Schrift: „Die große Initiative“.

Die Erörterung wird fortgesetzt.

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7 Antworten zu Im Dickicht der Migrationsdiskussionen – Warum „Dickicht“?

  1. Pingback: Im Dickicht der Migrationsdiskussionen – zur Rolle von UNO, EU und USA | opablog

  2. Jo Bode schreibt:

    Bei den Stichwörtern vermisse ich die deutlichen Begriffe „Ausbeutung“ und „Kolonialismus 2.0“, wenn man die immer deutlichere Rolle des angeblich „notwendigen Facharbeiterbedarfs“ bedenkt.

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  3. Jo Bode schreibt:

    Sehr lesenswert ist die inzwischen 2-teilige Serie – von insges. 3 Teilen:

    https://deutsch.rt.com/meinung/90603-migrationschaos-in-deutschland-teil-eins/

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  4. Hartmut Barth-Engelbart schreibt:

    Lieber opa,

    zur zeit läuft eine Petition durchs internet zur Rettung der hr-welle HR2-Kultur. Ich habe da ziemliche Bauch- & Kopfschmerzen; bei der Entscheidung, ob ich sie unterstützen soll oder nicht. Vor eoinigen Jahren haben wir 9in Hessen moit Erfolg versucht, den letzten rest unabhängigen Radio-Journalismusa im hr , die Sendung „Der Tag“ zu retten, nachdembereits die wenigen verbliebenen kritischen Geister 9in so beliebte hr-geisterbahnen wie „Nix wie raus“ und „Das dolle Dorf“ verbannt wurden und solche Kanaill-und Journaillen wie der Adels-beschleimer Holger Weinert das ruder übenommen hatten. Samuel Schirmbeck landete bei „Nix wie raus!“, Lutz Weber beim „Dollen Dorf“ usw ….

    Jetzt ging es um die Rettung der Reste und die Sendung „Der Tag“ featuring Florian Schwinn, der für seine SOLIDARNOSC-Unterstützung zusammen mit der CIA-Tochter „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ höchste polnische Auszeichnungen erhielt. Sozusagen als Unterstützer einer der erfolgreichsten „bunten Revolutionen“, die in der Lieferung an faschistische Ärzte und den Beicht- und Ziehvater Lech Walesas gipfelten. Mit ihm nahmen wir 1982 ein Interview auf, dessen Abdruck die Frankfurter Rundschau verweigerte. In diesem Interview forderte Lech Walesa westeuropäische, westdeutsche Kapitalgruppen auf, sich in Polen einzukaufen. Diese Vorfälle führten zu heftigen Auseinandersetzungen in der Gruppe der Hanauer/Frankfurter SOLIDARNOSC-Unterstützer. Florian Schwinn war für die weitere Zusammenarbeit mit Leuten aus den Umfeld der IGFM und die weitere Belieferung aller Zielgruppen in Polen. Im Falle Florian Schwinns besonders der „trotzkistischen“ Gruppierungen u.a. in Wroclaw. Florian Schwinn verstand sich selbst als „Trotzkist“. Das hat mich sonst nie gestört. Ich habe mit vielen Mitgliedern der 4. Internationalen hervorragend zusammengearbeitet u.a. mit Jakob Moneta, mit Noam Chomsky und anderen … Aber in diesem Fall war das eine Kooperation mit dem US-Imperialismus. Meine Aufforderung, die Annahme des Ordens in Wroclaw angesichts der offenkundig gewordenen (von mir recherchierten) Hintergründe und der NATO-Entwicklung in Polen zu verweigern, hatr Florian Schwinn zurückgewiesen.

    Nach der Rettung der Sendung ist Florian Schwinn zum „Tage-Dieb“ geworden: er war an der Verwandlung dieser Sendung in eine Mobilisierungswelle für die WWG und die Atlantikbrücke führend beteiligt. Mit der klassischen Mischung aus „kritischen“ Öko-Sendungen, solchen zur Rettung bedrohter Völker , wie der Kurden in Nord-Ost-Syrien, wo Florian Schwinn an vorderster Front die Statthalter und Bodentruppen des US-Imperialismus , die YPG als Garanten der Emanzipation, der Frauenrechte, der Selbstbestimmung der Völker usw. feiert. Es ist da gleiche Muster, wie bei der SOLIDARNOSC-Unterstützung. Klar sind da immer emanzipatorische Momente, Flügel, Gruppen enthalten, die auch ich vorbehaltlos unterstützt habe. Aber genau über diese Schiene habe auch ich mich instrumentalisieren lassen, wie schon 1953, 1956 und ich hatte geglaubt, ab 1968 sei das bei mir nicht mehr möglich . Tatrsächlich hat es bis 1998 gedauert, als ich auch die „linken“ GRÜNE verlassen habe, denn ich habe den Überfall auf Jugoslawien als Konsequenz der Vorarbeiten von Genscher., Kinkel, Horst Köhler vorausgeahnt. Beim „Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens“ bin ich den Organisatoren der „bunten Revolutionen“ schon nicht mehr auf den Leim gegangen. Und „Free Tibet“ hat mich nur zu weiteren Recherchen angestachelt.#

    Zu Florian schwins Kreigspropaganda-Aktivitäten hier nur ein paarLinks und vorab ein Abschnitt:

    Hat Roberto Blanco Tzangvirais MDC gegen Mugabe & die ZANU/PF unterstützt ?

    Der beliebte MöbelhausEröffner Roberto Blanco (“Der Puppenspieler von Mexico..”) soll im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung den EU-US-Liebling Tzangvirai gegen den amtierenden zimbabwischen Präsidenten Robert Mugabe mit einer Wahlkampfhymne unterstützt haben: “Der Tzangvirai muss rein!” Der als Schoko-Kuss bekannte Blanco (“außen schwarz, innen weiß”) hatte bereits seit den 70er Jahren gute Erfahrungen bei der Unterstützung der Schwarzen gesammelt: er sang für die CDU unter dem Slogan: “Black is beautifull!”…

    Das war jetzt nur etwas Spaß muss sein, jetzt wird es ernst: unter dem obigen Satire-Titel folgen hier grundlegende Texte zu Afrika und besonders zu Zimbabwe. Bezeichnender Weise wird der Angriff auf Gaza unmittelbar mitgenutzt, um die Kampagne gegen Robert Mugabe wieder zu eröffnen:

    “… Während der Stuttgarter Hassprediger, Herr Galow-Bergemann, die zionistischen Kriegsverbrecher bei ihrem Versuch unterstützt mit Provokationen den Iran in diesen Krieg zu verwickeln, um so die USA noch unter Bush und den noch nicht sattelfesten Barak Obama in die Phalanx der (Mu-)Baraks zu zwingen und gegen den Iran ziehen zu lassen, versucht der HR-Journalist Florian Schwinn am selben “TAG” in diesem Feldzug gleich noch den Sturz Robert Mugabes in Zimbabwe unterzubringen. Wie wärs mit Nord-Korea ? Oder mit Kuba ? Vielleicht auch gleich noch Venezuela ? Oder “Free Tibet”? Oder sollte man nicht sofort in putativer Notwehr den kommenden Präsidenten Zuma in Süd-Afrika ….? Wie sagt Florian Schwinn doch immer am Ende der beliebten HR2-Sendung: “Morgen ist auch noch ein Tag!” Solche Jung-Helden brauchts an der Heimatfront.

    Dem gefährlichen Schwachsinn aus dem Munde des HR-Journalisten Florian Schwinn muss hier etwas entgegengehalten werden, denn er beteiligt sich mit seiner Denunziation Mugabes als dem “Prototyp des Tyrannen” an dessen Freigabe zum Abschuss wie die führender Fuktionäre der Hamas und der Regierung des Gaza durch den israelischen Geheimdienst und die Armee. Zu Zimbabwe und der ZANU/PF wie zu Mugabe werden grundlegende Fakten mit Vorbedacht verschwiegen, unterdrückt … Hier kann man sie nachlesen:

    http://www.barth-engelbart.de/?p=232

    Hat Roberto Blanco Tzangvirais MDC gegen Mugabe & die ZANU/PF unterstützt ?

    http://www.barth-engelbart.de/?p=168670

    http://www.barth-engelbart.de/?p=126571

    http://www.barth-engelbart.de/?p=203736

    http://www.barth-engelbart.de/?p=172721

    http://www.barth-engelbart.de/?p=168797

    Diese Artikel gelten u.a. besonders dem Moderator der HR2-Kult-ur-Sendung “Der Tag”- dem ehemaligen Linken Florian Schwinn, der diese Kultursendung des Hessischen Rundfunks für Kriegshetze gegen Syrien und seinen Präsidenten Assad genutzt hat. Er hat die FSA-Kopfabschneider-Bande als “demokratische syrische Armee” bezeichnet.

    Siehe dazu: Nennt der HR die FSA-Terroristen “Demokratische Armee Syriens”?

    und HaBE in Afrika nach Gaddafi gefragt, als Antwort kam Lumumba

    So, das vorab zu deinem Faible für Florian Schwinn, der durchaus auch richtige, wichtige Sachen schreibt.

    Zum „Dickicht der Migrationsdiskussion“ habe ich eine Reihe v

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    • kranich05 schreibt:

      Lieber Hartmut,
      von all Deinen Informationen über Florian Schwinn hatte ich bis dato KEINERLEI Ahnung. Ich bin ausschließlich über die, wenn ich so sagen darf, „Humusschiene“ auf ihn gekommen. Was er dazu sagt, halte ich für recht treffend und nützlich.
      Das was Du schreibst, ist mehr als unangenehm. Da sind offenbar politische Aktivitäten, die ich entschieden ablehne.
      Immerhin bemerkenswert, dass ein Mann der bunten Revolutionen zum Thema der humusaufbauenden landwirtschaft richtige und keineswegs selbstverständliche Positionen vertritt.

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  5. Bernhard Meyer schreibt:

    Dieses „Dickicht“ gibt es auch beim Klima.
    Zur Migration möchte ich auf die gerade von Jochen Mitschka in RT-deutsch veröffentlichte Serie hinweisen: „Das Migrationschaos in Deutschland – Wie aus Unfähigkeit politisches Kapital wurde“
    Es gibt schon die Folgen 1 und 2 von dreien.

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