Vor dem Umstieg

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Hier sitzen sie noch dicht gedrängt, orange auf blauem Schlauch. Ich nehme an, dass sie guter Stimmung sind; bei ruhiger See und unmittelbar bevorstehender Rettung. Beruhigend auch, dass sie jetzt mit ordentlichen Schwimmwesten ausgestattet sind. Sie sind „blutjung“ wie man früher sagte, flott frisiert, eher keine erwachsenen Männer, keine Familien. Absurde Assoziation – sie erinnern mich an die F4F-Kids. Fast alle kommen aus Äthiopien. Ob sie gemeinsam angereist sind? Ob jeder die 2000 Dollar bezahlen musste, von denen immer die Rede ist? (Aber es werden auch ganz andere Größenordnungen genannt.) Aus welcher Sparbüchse? Oder wer hat bezahlt, wenn nicht sie? Welche örtliche Dependance von Soros‘ Internationaler Migrationsinitiative mag den Schutz der jungen Menschen auf ihrer „Migrationsreise“ (Jargon Soros) übernommen haben? Oder wollte kein Schlepper Geld annehmen? Vielleicht gab ja auch jemand „Kredit“ (und kennt einen Weg, wie er getilgt wird).

Wird der Eine oder Andere seine Geschichte erzählen? „I like Alan Kurdi!“ Weil doch, ich erinnere mich, „das kolonialisierte Ding Mensch werden soll„.

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4 Antworten zu Vor dem Umstieg

  1. Ossie schreibt:

    Der Abholdienst funktioniert ja da muss nicht mal der Motor laufen, Sprit ist vermutlich nicht mal im Boot

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  2. Beat Wick schreibt:

    Emigration, Umweltschutz und insbesondere Klimawandel. Wohl nirgendwo wird mit diesen Themen auf derart verbissene, (fanatische) Art und Weise umgegangen wie in Deutschland. Es ist ein Tummelfeld für Demagogen die ablenken von anderen, wichtigeren Themen (Abgelenkt wird selbstverständlich nicht nur in Deutschland).

    In Italien kommt es nicht selten zu Solidaritätskundgebungen für menschliches Handeln. Besonders von Seiten einfacherer, nicht übergebildeter und dem Leben entfremdeter, Menschen, welche sehr wohl wissen oder spüren, das alles missbraucht, instrumentalisiert wird. Sie machen dies um des friedlichen Zusammenlebens, der Menschlichkeit, Menschenwürde, Solidarität Willens «Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloss als Mittel brauchest» (Ich glaube dies war die Erkenntnis eines gebildeten Deutschen). Darauf sind jeweils die spitzfindigen Vorbehalte, Ausflüchte, Rechtfertigungen der anderen Gelehrten fällig.

    Die Fremdenfeindlichkeit und der Nationalismus der deutschen Bildungsschicht, Intellektuellen scheint heute weit ausgeprägter, fanatischer zu sein, als es jemals war.

    Ein «Ungebildeter»

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  3. kranich05 schreibt:

    Sind wir also – immer noch – die „deutsche Misere“?

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    • Beat Wick schreibt:

      «Deutsche Misere»? Ich weiss nicht, was darunter verstanden wird.

      Sprichst Du auf den genannten Nationalismus und die Fremdenfeindlichkeit an? Das betrachte ich als eine bedrohliche Wirklichkeit, die schon einmal in den Abgrund führte. Dazu gehört heute auch die Muslimfeindlichkeit scheinbar eines grossen Teils der Bildungsschicht (Früher war es Antisemitismus, der sich aber damals in der Bildungsschicht so wie mir bekannt ist, sich nicht dermassen ausgeprägt äusserte).
      Die Aussage eines Deutschen in einem Kommentar: «Der Deutsche kriecht in jedes Loch in das er kriechen kann».
      Nun – Die anderen kriechen auch und das Übrige ist nicht allein auf Deutschland beschränkt, wenn auch gegenwärtig in Deutschland sehr ausgeprägt. «Deutsche Misere» muss etwas anderes sein.

      Noch etwas Klaus-Peter
      In jedem Kaff in den Nachbarländern Deutschlands hat es einige Deutsche. Es sind genauso Ausländer wie Italiener, Portugiesen, Türken, Tamilen, Kroaten usw., usw. Muslime hat z.B. die Schweiz prozentual etwa gleichviel wie Deutschland.
      Glaubt man in Deutschland wir würden unsere Deutschen als potenzielle Holocaust-Täter ansehen. Die Serviererin (so sagt man doch in Deutschland?) von der Insel Usedom, den Gehörakustiker, die Physiotherapeutin, den Handwerker usw., usw. Es gibt solche, die wollen auf keinen Fall mehr zurück nach Deutschland.
      Es sind ausgerechnet (man höre und staune!) eine Handvoll Deutsche in Deutschland, die mir im Geiste sehr nahe stehen. Wegen ihrer Aufrichtigkeit, Authentizität, weil sie, was heute wieder sehr dringend ist, nicht kuschen und kriechen. Nicht mit den Wölfen heulen. Es könnten auch Türken sein.
      Ob Du wohl verstanden hast?

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