Preisfrage:

Youtuber mit „z“ im Künstlernamen…. und weniger als 11 Mio Klicks?

Hier isser:

(Nach einer Idee von fidelp)

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Kunst, Leben, Mensch, Revolution abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Preisfrage:

  1. Theresa Bruckmann schreibt:

    Danke fidelpoludo für das Bazon Brock-Video.
    Die Gedanken von Bazon Brock sind durchaus interessant und geeignet, sie zum Ausgangspunkt unterschiedlichen Weiterdenkens zu nehmen.
    Um mich in sein Denken einzufühlen, um zu verstehen, was er meint, brauche ich eine gute Stunde, und zwar jedesmal von neuem. Wenn ich daran denke, dass er ein Weggefährte von Joseph Beuys war! Um wie viel einfacher war und ist es, Beuys-Aussagen nachzuvollziehen!
    Joseph Beuys‘ „Jeder ist (auf einem Gebiet) Künstler“ oder „Zeige mir deine Wunde“ (Verletzungen), konnte von jedem (mit gutem Willen) verstanden werden (wenn auch seine Stilmittel auf den ersten Blick verwirrend sein konnten).
    Da frage ich mich: „Will Bazon Brock gar nicht alle erreichen?“

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    • fidelpoludo schreibt:

      Liebe Theresa,
      schön, mal wieder etwas von Ihnen zu hören!
      Aus gewagter und eigentlich nicht zuässiger fernanalytischer Sicht, nehme ich an, dass das aus einem misstrauisch-vorsichtigen Blickwinkel auf die sich breit auswalzende „Klimawandel“-Diskussion herrührt, wo Ihnen der eine oder andere zu radikal-negativ daher kommt und der andere seine positivere Sicht der Dinge ebenfalls nicht voll überzeugend ‚rüber bringen kann.
      Wie dem auch sei, mit der Erinnerung an die Freundschaft von Bazon Brock und Joseph Beuys bringen Sie auch die „Grünen“ wieder ins Spiel, mit denen Beuyss ja anfangs durchaus sympathisierte. Ich bin kein großer Kenner des Werkes von Beuys, eher schon eines guten Teils seiner Diskurse und der Art, wie er sie zu pflegen führte. Wer diese Tage von den „Grünen“ redet, darf über Rezo nicht schweigen. Möglicherweise wären Bazon Brock und Beuys in der Rezo-Frage sich uneinig gewesen. Nicht als Künstler, aber als politisch denkender Mensch hätte Beuys über die Schwächen hinweg gesehen und eine Perspektive nach vorne wahrgenommen und Brock eher umgekehrt. Für Brock spielt die ästhetische Form eine noch bedeutendere Rolle in der politischen Bewertung als bei Beuys – jedenfalls, wenn er sich aufs politische Gleis begibt. Brock hätte die Glätte der Form des Videos eindeutig eher abgestoßen als Beuys. Eine Diskussion zwischen beiden darüber wäre sicher interessant gewesen.

      Die Frage, ob Bazon Brock gar nicht alle erreichen wolle, ist dialektisch zu behandeln. Einerseits ja, weil er – wie jeder Argumentierende – selbstverständlich hofft, dass seine Argumente überzeugen und überzeugend sind; andererseits nein, weil er erstens nicht bereit ist, auf Kosten der Genauigkeit auf Erfolg und Wirkung zu schielen, und zweitens, weil er – wäre er allzu schnell verstanden worden -, sich gefragt hätte: „Was habe ich denn jetzt falsch gemacht? Ich ernte nur Zustimmung?“ Eine gewisse „Déformation Profissionelle“, vor der auch akademische Aussenseiter nicht gefeit sind. Ein Übriges tut sein Hang, in Ermangelung eines eigenen künstlerischen Werkes – Mangel, den er verschiedentlich theoretisch begründet („Künstler ohne Werk“) – etwas literarisch-Künstlerisches in seine Vorträge hinüber retten zu wollen – nicht ohne jeden Erfolg.

      Na ja, ob das alles so stimmt. Aber den Versuch war es wert.

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  2. ChrizzChrozz schreibt:

    Bazon Brock ist mir vor 7 Jahren mit diesem Beitrag erstmalig aufgefallen:
    https://www.youtube.com/watch?v=PS4PVrIuePk „…Jeden ist seit 2008 klar, dass die Theologie als Wissenschaft den Finanzwirtschaftswissenschaften haushoch überlegen ist…“

    Dann hier aktuellpolitisch:
    https://youtu.be/F5SDRRPkiqQ?t=185 – hervorragend!

    Auch seine Interviews mit RT waren i.d.R. sehenswert (OK, man merkt, dass ihm Jasmin K. gut gefällt 😉 )

    Er mutet dem Zuhörer im besten Sinne Eberhardt Esches „etwas zu“ (und der hat hier bis zu seinem Tode um die cEcke sein Boxtraining absolviert…)

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    • fidelpoludo schreibt:

      Bazon Brock hat ein phänomenales historisches, besonders kunsthistorisches-kultursoziologisches Wissen, das seinesgleichen sucht. Habe ihn hier schon ab zu mal mit seinen Auftritten bei RT gepostet. Er trägt fast immer frei vor und improvisiert, fährt manchmal die Leute direkt und unverblümt an. Habe mehrere Bücher von ihm, aber nur zwei oder drei gelesen. Habe vor, demnächst von ihm „Der Barbar als Kulturheld. Ästhetik des Unterlassens. Kritik der Wahrheit. Wie man wird, der man nicht ist“ (seine originelle Art, den Begriff der Entfremdung zu aktualisieren) zu lesen, das ich seit einiger Zeit habe, aber verräumt habe. Meine erste Suchaktion ist gescheitert.

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  3. ChrizzChrozz schreibt:

    (Mist, dass es keine Edit-Funktion gibt, die Fehler sehe ich immer erst nach dem Posten)

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  4. fidelpoludo schreibt:

    Aktueller – fast prophetisch – finde ich noch dieses Interview auf RT:
    (Der geneigte Leser möge beim Lesen und Hören des folgenden Textes bitte immer bedenken – nicht etwa dass das Abhören und Ansehen von Westsendern nicht ratsam sei, sondern -, dass Youtube uns in trauter Einigkeit mit Wikipedia – der Link versorgt die Unwissenden mit den Einzelheiten – im Interesse unserer Mündigkeit sich bemüßigt sieht, jeden darauf hin zu weisen, dass „RT ganz oder teileise von der Regierung Russlands finanziert“ wird. Bitte halten sie diesen Frame immer im Hinterkopf, wenn Sie sich den Beitrag wirklich antun wollen.)

    „Wir müssen wirklichkeitstauglich werden!“

    ✪ „Kommunikation heißt Orientierung auf die Umwelt ohne zu verstehen.“ – „Darauf basieren alle Probleme, die wir haben.“
    ✪ „Bis heute sind Probleme nur dadurch zu „lösen“, dass man neue Probleme schafft.“
    ✪ Die Vorspiegelung von Problemlösungskompetenz reißt die Kluft zwischen Kommunikation und Verstehen immer weiter auf: Das vergrößert dementsperechend die Diskrepanz zwischen den Politikern und dem Volk. „Das führt dann dazu, dass das Ganze auseinander knallt.“ („Das Flüchtlingsproblem ist prinzipiell nicht lösbar.“)
    ✪ Intelligenter Umgang mit der Wirklichkeit ist Anerkennung der Tatsache, dass wir unseren Willen gegen die Wirklichkeit und die Natur nicht durchsetzen können. („Wir können mit dem Willen nicht durch die Wand gehen, also macht man Türen in die Wand.“)
    „Europa ohne Russland gibt es nicht und kann es nicht geben.“
    ✪ „Der omnipotente westliche Machtwahnsinn in der Nichtanerkennung der Gesetzmäßigkeiten der Natur und ihrer prinzipiellen Unbeherrschbarkeit (Claudia von Werlhof – ick hör dir trapsen…) führt zum Untergang des Westens und nicht des Ostens.“
    ✪ Worauf es ankommt: „Demut, Rücksichtsnahme, Selbstbeschränkung, Selbstaufgeklärtheit.“
    „Vergangenheit ist die bedeutendste Größe, die für das Handeln gilt. Vergangenheit ist genau das, was nicht vergeht. Und weil es nicht vergeht, hat es als Vergangenheit eine derartige Bedeutung.“
    ✪ „Die Behauptung der Einmaligkeit des Holokaust setzt voraus, das er nicht wieder komme. Aber er kommt wieder und zwar ununterbrochen und zwar nicht nur in der Gestalt, in der wir gewohnt sind, darauf hin zu weisen.“
    ✪ „Also es ist klar, worauf es ankommt: Wirklichkeitstauglich werden und das heißt: Die Macht der Geschichte, die Macht der Vergangenheit als das, was nicht vergeht anzuerkennen und zu wissen, was die wirklichen Kräfte sind und die sind haushoch allem überlegen, was heute als Machtgeste in der Politik überhaupt aufgebracht werden kann.“
    ✪ „Wir sind so weit davon entfernt davon, ein Rechtsstaat zu sein, wie es seit 1948 nie der Fall gewesen ist. Und das hat sich zugespitzt.“
    ✪ „Die Ideologie der SED war nicht so totalitär, so rasant sich durchsetzend in alle Ämter wie heute bei uns.“
    ✪ „Die Blindheit dieser Ideologie erzeugt genau die Effekte, vor denen sie eigentlich am meisten Angst haben.“

    Alles in Allem hier:

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    • fidelpoludo schreibt:

      Das oben verlinkte Video von Bazon Brock ist zwar ebenso „ganz oder teileise von der Regierung Russlands finanziert“ und kann wohl auch ohne die Forderung nach Wirklichkeitstauglichkeit kaum verstanden werden, hat aber nicht die Bezüge zu dem Text, mit dem ich auf es aufmerksam machen wollte. Ob sich Youtube noch einmal gegen seine Verbreitung stemmen wird. Das Meiste in Allem also erst jetzt:

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