Fundstück (riskant) – 15.5.2019 – Erwin Thoma bei KenFM

Dieses Fundstück

nenne ich deshalb „riskant“, weil ich „blind“, empfehle, das Video noch gar nicht angesehen habe. Ich kann momentan einfach die notwendigen zwei Stunden nicht aufbringen.

Mir ist aber noch gut ein anderes Gespräch von Ken Jebsen mit Thoma in Erinnerung, das mich damals begeistert hat. Dieses:

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11 Antworten zu Fundstück (riskant) – 15.5.2019 – Erwin Thoma bei KenFM

  1. Jo Bode schreibt:

    So riskant wie einer der sichersten Häfen der Welt….

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  2. ChrizzChrozz schreibt:

    Naja, am Ende können Sie das Risiko ja auf mich abwälzen – der war´s!

    Weshalb ich das Video im Kommentar zu „Sofortmaßnahmen“ anfügte, sind nicht nur die guten Argumente, sondern ist auch die freundliche, nicht-destruktive Art des Gespräches, welches Erwin Thoma pflegt, ähnlich, ähnlich wie Daniele Ganser.
    Beide beherrschen die Kunst, den Zuhörer trotz soeben zur Kenntnis genommen z.T. deprimierenden Zustandsbeschreibungen eben nicht deprimiert zurück zu lassen, sondern zur konkreten Tat und zur Hoffnung angeregt mit zu nehmen.

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  3. Bernhard Meyer schreibt:

    Wer Thoma kennt, für den bringt es eigentlich nichts Neues – aber einen Genuss! Ich wollte nur mal kurz reinhören, aber dann blieb ich bis zum Schluss und war wieder fasziniert.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Zu ChrissCross und Bernhard Meyer,
      die so „faszinierende“, „gut argumentierende“, „freundliche und nicht-destruktive Art“ von Herrn Thoma kann aber auch ganz schön giftig bis uneinsichtig werden, wenn er mit Kritik konfrontiert wird, die nicht einmal gegen ihn gerichtet ist, sondern das kapitalistische System betrifft, in dem als Unterhehmer zu handeln gezwungen ist, auch wenn er innerhalb seiner Grenzen sein Bestes gibt, was nicht wenig ist. Der eine paternalistische Unterhehmer will Bontrup nicht abnehmen, dass seinen Angestellten aus bestimmten Gründen in möglichen Krisenzeiten ein Betriebsrat gut zu Gesicht stehen würde und der andere, Herr Thoma, bei dem es einen Betriebsrat gibt, will nicht einsehen, dass Ausbeutung qua Erziehlung von Mehrwert (samt des Verfügungsrechts darüber) auch in seinem Betrieb trotzdem zum Zuge kommt, weil sie eben systembedingt ist. Da reagieren beide gleich giftig, obwohl sie gar nicht persönlich gemeint sind und glauben, einfach mehr von Ökonomie zu verstehen als Bontrup.
      Nachzuvollziehen ebenfalls bei KenFM und zwar etwa ab 2:04:00 in:
      Positionen 11: Der globale Marshallplan – Konzepte für eine Welt von morgen

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      • fidelpoludo schreibt:

        Thoma, laut, sich an den Kopf fassend und erregt: „Das ist doch absurd, Herr Profrssor, das ist vollkommen absurd! (…) Wir führen eine Zukuftsdebatte und landen beim Karl Marx, nein!“ – „Das ist doch nicht zulässig! Das ist auch wirtschaftswissenschaftlich nicht zulässig! Das ist reine Polemik!“

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      • Jo Bode schreibt:

        Objektiv giftig, subjektiv naiv….
        siehe 2:07 ff
        Das ist ganz weit verbreitet/geläufig. Wen wundert’s?

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        • fidelpoludo schreibt:

          Geläufig und weit verbreitet. Stimmt. Wundert mich in dem Moment immer wieder, wenn Diskussionsrunden sich zusammenfinden, um über alternatives, zukünftiges Wirtschaften zu diskutieren. Wenn „Basics“ dann als „reine Polemik“ abgetan werden, kann wohl kaum etwas dabei rauskommen als die Erkenntnis: „Im Westen nichts Neues!“

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  4. ChrizzChrozz schreibt:

    Tja, Fidel, ich hatte das auch mitbekommen, aber so ist es eigentlich mit allen „Ikonen“, auch der größte Brecht-Verehrer kann wissen, was BB tw. für ein Ar*** war – und trotzdem verehre ich sein Werk 😉

    Was mich aber viel mehr wunderte: Das Ken Jebsen den „Marshall-Plan“ als Titel wählte – ausgerechnet diese neokoloniale Projekt. Es glauben immer noch viele Leute, dass es sich hier um einen humanitären Hilfsfonds handelte – was mitnichten der Fall war.

    PS: Auch Aitmatow hatte eine kilometerweit mit Stacheldraht eingezäunte riesige Ranch und waltete dort nicht eben als der freundlichste Patriarch… Aber „Du meine Pappel im roten Kopftuch“, „Das Kamelauge“ usw. kann ich heute noch mit Gänsehaut lesen…

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  5. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Ein begnadeter Erzähler. Den zweiten Teil, wo es mehr um das geht, was er gemacht hat, fand ich dann nicht mehr so mitreißend. Da hätte ich dann schon ein paar kritische Anmerkungen. Z.B. wo denn die Wälder stehen, aus denen wir die Massivholz-Städte für 7 Mrd. Menschen bauen? Da kenne ich einen anderen Förster (Peter Wohlleben), der zu der Frage einiges beizutragen hat. Demnach gehört das Holz – gerade auch die großen Stämme – zwecks Bodenlebens in den Wald und allenfalls zum sehr bescheidenen Teil geerntet.

    Die Frage, ob es zu viele Menschen gibt, ist auch nicht so einfach zu beantworten. So wie die Menschen bis heute, also auch schon in den letzten Jahrtausenden gelebt haben, sind es definitiv zu viele. „Normalerweise“, in Anbetracht der Evolution, könnte man sich da entspannt zurücklehnen und ein paar Jahrzehntausende abwarten, bis sich das alles wieder zu einem neuen Gleichgewicht eingerüttelt hat. Leider aber haben wir die Veränderungen so sehr beschleunigt, daß die Evolution diese Zeiträume nicht mehr hat. Ob die Zoomasse der Termiten und Ameisen tatsächlich deutlich größer ist als die der Menschen, da habe ich so meine Zweifel. Wer kann das wissen? Bei der Schätzung der menschlichen Masse gibt er noch Unwägbarkeiten zu, die dieser Insekten dagegen scheint gesicherter „Fakt“ zu sein. Nebenbei bemerkt sind Termiten und Ameisen zwei verschiedene Gruppen wiederum unterschiedlicher Insektenarten, der heutige Mensch dagegen ist eine einzige Art. Da gibt es einfach nichts zu vergleichen.

    Ob Häuser mit ausreichend dicken Massivholzwänden, zudem in Alpenregionen ohne Heizung auskommen, ist von etlichen anderen Faktoren abhängig. Da sind z.B. die nutzungsbedingten Wärmequellen und ganz wichtig: Wie werden die Lüftungswärmeverluste minimiert? Die mir bekannten Konzepte dafür haben mit der von Thoma propagierten naturnahen Bauweise wenig zu tun. Das gilt natürlich auch für die Photovoltaikanlage, über die er sein Werk – offenbar auch in trüben Novemberzeiten? – mit Strom versorgt.

    Kurz: Ein bißchen mehr Bescheidenheit und Relativierung bei der Darstellung der eigenen Erfolge hätte dem Vortrag gut getan. Das sollte sich eigentlich schon als Konsequenz aus dem ersten Teil ergeben.

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