Welche SOFORTMAßNAHMEN könnten gegen die Umweltkrise ergriffen werden? Updates laufend

Seit der Thunberg-Hype gestartet wurde, habe ich mich gegen die damit gesetzte neue Stufe der Massenmanipulation gewandt, die den Zweck hat, eine neue Stufe kapitalistischer/imperialistischer Reproduktion einzuleiten. Erneut soll dem Konkurssystem Leben eingehaucht werden. Ein Name ist längst erfunden: „Große Transformation“. Das hier verlinkte Bild liefert eine Anschauung.

Wem es nicht um Kapitalismusrettung geht, sondern wirklich um die Bewältigung der sog. Umweltkrise, der Menschheitskrise, der würde stattdessen sofort mit einfachen Maßnahmen anfangen. Maßnahmen, die auf der Hand liegen, wenig kosten, schnell zu realisieren sind, gegen sozial Ungerechtigkeit wirken. Also Sofortmaßnahmen, die zwar nicht ausreichen, aber doch erste kleine Schritte wären.

Welche Maßnahmen könnten das sein? Wer macht Vorschläge? Konkrete Vorschläge, die in den Kommentaren genannt werden, füge ich hier ins Posting ein. (Ich füge z. T. Kurzfassungen ein und verlinke zusätzlich auf den jeweiligen Kommentar.)

  • Tempolimit auf Autobahnen
  • Besteuerung von Flugbenzin
  • Luxussteuer auf Hochseekreuzfahrten (Schweröl)
  • Besteuerung pflanzlicher einheimischer Lebensmittel so ändern, dass sie preiswerter sind als tierische (Brotaufstriche, pflanzliche „Milch“, „Milch“erzeugnisse)
  • Geplante Obsoleszenz (Alterung) verbieten (Vorschlag von „ach-schön“)
  • Mehr Transparenz auf lokaler Ebene schaffen, Bürger auf lokaler und Gemeindeebene vernetzen. Schaukästen und Internetbenachrichtigungen über Entscheidungsfindung bzw. von oben aufgesetzte Ausführungsbestimmungen, die bloß durchgewunken werden sollen. (Vorschlag von „fidelpoludo“)
  • Öffentlichen Zugang zu diesen Gremien gewähren, die öffentlich tagen sollen, Gewählte Vertreter gegebenenfalls unter Druck setzen und ihr Abstimmungsverhalten mit den Interessen der Bürger abgleichen. (Wem schadet die Entscheidung? Wem nützt sie?), Bürger interessengeleitete Gruppen bilden, die jeweils wechselnde Vertreter (monatsweise oder länger) in die Gemeinderatssitzungen schicken (Vorschlag von „fidelpoludo“)
  • Power to Gas endlich ernsthaft verfolgen (ich weiss, daran verdient die Industrie erst mal nicht so viel, die Gasspeicher sind größtenteils abgeschrieben!) (Vorschlag (und folgende) von „ChrizzChrozz“)
  • Die klammheimlich verschlossenen Geothermiebohrungen aus DDR-Zeiten wieder aufnehmen und weitere erschließen
  • Die idiotische höher-Besteuerung von genossenschaftlichen Vermietern streichen, wenn sie Kraft-Wärmekopplung zwecks dezentraler Energieerzeugung einsetzen (damit „erzeugen“ sie Strom und gelten ab dann als „gewerblicher Betrieb“)
  • Deutsche Bahn und Tochtergesellschaften verstaatlichen!
  • sofortiges Verbot von Stilllegungen von Bahnstrecken, STEUERLICHE ENTLASTUNG DER BAHN und ernsthaftes (!) Bauen von Bahnstrecken (Beispiel der Rheintalbahn…)
  • Wiederaufnahme und ernsthafte Verfolgung der Wasserstofftechnologie sowie Methan- und LPG-Nutzung (Morgenthau-Plan)
  • Warum die Brennstoffzelle nicht ernsthaft verfolgt? Insbesondere die Wasserstoffherstellung mittels EE wäre ein Win-Win-Prozess.
  • Überarbeitung der ENEV UNABHÄNGIG von der Baulobby á la Sto, Bayer und PCI – nachhaltiges Bauen sieht vollkommen anders aus.
  • sofortiges Verbot der Weiterverbreitung der gigantischen Giftmülldeponie in Form von Betonbauten mit Wärmeschutz-Verbundsystemen und der damit verbundenen Dauersanierungen (innen & aussen: Schimmel, aussen: eindringende Feuchtigkeit)
  • Verbot oder extreme Verteuerung von Umverpackungen, Plastetüten, Plaste-Getränkeflaschen, etc.
  • Verbot von Mengenrabatten als „nachhaltigkeitsfeindlich“. (Vorschlag (und folgender) von „Detlev Matthias Daniel“)
  • Negative Preisstaffelungen – je mehr einer in Anspruch nimmt, desto teurer wird es. In die Richtung könnte das bedingungslose Grundeinkommen wirken, wenn es entsprechen organisiert wird.
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7 Antworten zu Welche SOFORTMAßNAHMEN könnten gegen die Umweltkrise ergriffen werden? Updates laufend

  1. ach-schön schreibt:

    -Geplante Obsoleszenz verbieten
    -Geschenkverpackungen, Nippes und den ganzen Konsummüll verbieten
    Herunterfahren der Industrie und die freigesetzten Kapazitäten in Naturaufbau Vorort einsetzen.
    Friede

    Dirk Fleck hatte in seinem Buch Ökodiktatur interessante Vorschläge

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    • fidelpoludo schreibt:

      „Geplante Obsoleszenz verbieten“
      halte ich schon für sehr wichtig, auch wenn das durchzusetzen und zu überprüfen so schnell nicht erreichbar sein wird, weil allein der Nachweis viel Aufwand erfordern würde.

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  2. fidelpoludo schreibt:

    „Maßnahmen, die auf der Hand liegen, wenig kosten, schnell zu realisieren sind, gegen sozial Ungerechtigkeit wirken.“

    Ich gehe einmal davon aus, dass „wenig kosten“ beinhaltet, dass Maßnahmen genannt werden dürfen, müssen, sollen, die „uns wenig“, die „Reichen“ aber durchaus etwas kosten dürfen, müssen, sollen. Wenn wir uns darüber Gedanken machern, müßten wir über die Verhinderung des Mechanismus nachdenken, der bewirkt, dass die Einsparungen, die wir anvisieren, nicht hinterher entweder auf den Preis der Produkte und Dienstleistungen oder als Steuer uns dann wieder aufgedrückt werden. Womit sich erweisen könnte, dass alles in einem Schwung dann noch teurer wird als vorher.
    ► Mehr Transparenz auf lokaler Ebene schaffen
    ► Bürger auf lokaler und Gemeindeebene vernetzen. Schaukästen und Internetbenachrichtigungen über Entscheidungsfindung bzw. von oben aufgesetzte Ausführungsbestimmungen, die bloß durchgewunken werden sollen.
    ► Öffentlichen Zugang zu diesen Gremien gewähren, die öffentlich tagen sollen
    ► Gewählte Vertreter gegebenenfalls unter Druck setzen und ihr Abstimmungsverhalten mit den Interessen der Bürger abgleichen. (Wem schadet die Entscheidung? Wem nützt sie?)
    ► Bürger interessengeleitete Gruppen bilden, die jeweils wechselnde Vertreter (monatsweise oder länger) in die Gemeinderatssitzungen schicken
    ► Herausfinden, woran die Interessenberücksichtigung und -durchsetzung regelmäßig scheitern
    ► etc.

    „Schnell zu realisieren?“ – „Schnell“ ist ein relativer Begriff!

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  3. ChrizzChrozz schreibt:

    Spontane Ideen zu
    A) Energieerzeugung und -Speicherung
    1. Power to Gas endlich ernsthaft verfolgen (ich weiss, daran verdient die Industrie erst mal nicht so viel, die Gasspeicher sind größtenteils abgeschrieben!)
    Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/170124-pdf-Heiner-Flassbeck-ueber-die-Energiewende-Kommentar-BJ-220117_.pdf Sehr lesenswert, hat inzwischen wohl auch die DENA mitbekommen: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/power-to-gas-gasnetz-stromspeicher-fuer-erneuerbare-energien/
    2. Die klammheimlich verschlossenen Geothermiebohrungen aus DDR-Zeiten wieder aufnehmen und weitere erschließen
    3. Die idiotische höher-Besteuerung von genossenschaftlichen Vermietern streichen, wenn sie Kraft-Wärmekopplung zwecks dezentraler Energieerzeugung einsetzen (damit „erzeugen“ sie Strom und gelten ab dann als „gewerblicher Betrieb“)

    B) Transport
    0) Deutsche Bahn und Tochtergesellschaften verstaatlichen!

    1. sofortiges Verbot von Stilllegungen von Bahnstrecken, STEUERLICHE ENTLASTUNG DER BAHN und ernsthaftes (!) Bauen von Bahnstrecken (am Beispiel der Rheintalbahn: 1987 startete der viergleisige Ausbau des rund 180 Kilometer langen Abschnitts zwischen Karlsruhe und Basel. Doch während die Niederlande (mit der Betuweroute) und die Schweiz (mit den Gotthard- und Lötschberg-Basistunnels) ihre Anschlussstrecken bereits seit Jahren fertiggestellt haben, dümpeln die Arbeiten in Deutschland dahin und werden nach derzeitigem Stand erst !!!***2042***!!! beendet sein. Sehenswert: https://www.youtube.com/watch?v=QqZCk-t0r9E

    2. Wiederaufnahme und ernsthafte Verfolgung der Wasserstofftechnologie sowie Methan- und LPG-Nutzung
    Der Versuch, den Morgenthau-Plan in D. mittels monetärer Vernichtung u.a. von Bayer, Linde, VW umzusetzen läuft doch nun mehr als sichtbar. Warum gibt die d. Automobilindustrie ihre Kernkompetenz: Verbrennungsmotoren & Getriebe zugunsten einer unsäglichen Sozial- und Umweltschweinerei E-Auto auf, wo sie nicht gewinnen kann, anstatt LPG (ein Abfallprodukt!) oder wenigstens LNG so zu verbreiten, wie sie es könnte? (Aber wie ich aus erster Hand weiss, wurden die Ingenieure hier explizit zurückgepfiffen, sie dürfen nicht, obwohl alles längst entwickelt ist.) Warum die Brennstoffzelle nicht ernsthaft verfolgt? Insbesondere die Wasserstoffherstellung mittels EE wäre ein Win-Win-Prozess.

    3. Flugbenzin & Schiffsdiesel besteuern, dort auch Filter & Katalysatoren gesetzlich vorschreiben und Schwefel-Schweröl verbieten

    C) Bauen / Wohnen
    1. Überarbeitung der ENEV UNABHÄNGIG von der Baulobby á la Sto, Bayer und PCI – nachhaltiges Bauen sieht vollkommen anders aus, hier zeigt einer, den ich seit langer Zeit sehr schätze, wie es schon immer (!) geht:

    2. sofortiges Verbot der Weiterverbreitung der gigantischen Giftmülldeponie in Form von Betonbauten mit Wärmeschutz-Verbundsystemen und der damit verbundenen Dauersanierungen (innen & aussen: Schimmel, aussen: eindringende Feuchtigkeit)

    D) Sonstiges
    – Verbot oder extreme Verteuerung von Umverpackungen, Plastetüten, Plaste-Getränkeflaschen, etc.

    Soweit in 5 min ein paar Ideen eines „Klimaskeptikers“!

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  4. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Mit dem ersten Absatz bin ich – wie bekannt – nicht einverstanden. Ich sehe als einen wesentlichen Aspekt der Problematik dieser Gesellschaft die sich überall ausbreitende Sinnverkürzung, die du auch mit dieser Darstellung bedienst. Du meinst, in einer gesellschaftlichen Bewegung Kräfte ausgemacht zu haben, die ein bestimmtes Ziel verfolgen (damit wäre ich einverstanden), und generalisierst dann dieses Ziel zum alleinigen Sinn und Zweck der Bewegung. Bevor ich auch nur ein einziges Argument oder Detail betrachtet habe, kann ich schon sagen, daß die Wirklichkeit so eindimensional nicht ist.

    Das Folgende aber unterstütze ich unbedingt. Mein Vorschlag: Verbot von Mengenrabatten als „nachhaltigkeitsfeindlich“. Da erkennt man natürlich sofort, wie systemsubversiv das ist. Was notwendig, aber eben nicht so „einfach“ zu regeln wäre: Negative Preisstaffelungen – je mehr einer in Anspruch nimmt, desto teurer wird es. In die Richtung könnte das bedingungslose Grundeinkommen wirken, wenn es entsprechen organisiert wird.

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  5. fidelpoludo schreibt:

    Die Macher: Transparente Demokratie mit der DEMOCRACY App
    https://kenfm.de/die-macher-democracy-app/#comment-162259
    Seven sagt: (in einem Kommentar dazu am 7. Mai 2019 um 17:22
    (und ich habe mich gebogen vor Lachen):

    „… und wieder kommt der Jebsen mit so nem Jesus umme Ecke !
    Ich sach Euch, der züchtet die irgendwo !
    Hochinteressanter Shit, das !
    Werde ich unterstützen und weiterempfehlen.“


    Wenn das Projekt nicht beim Smartphone stehen bliebe, sondern auf den PC erweitert werden sollte, könnte ich ihm einiges abgewinnen.

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