Fundstück – 30.4.2019 – Erderwärmungsschwachsinn aus Russland

„Die Fachleute des russischen Raumfahrtkonzerns „RKK Energija“ schlagen vor, einen großen „Schirm“ zu bauen und so die Erde vor der Sonnenstrahlung zu schützen, wodurch die globale Temperatur innerhalb von 30 Jahren um 0,3 Grad Celsius gesenkt werden kann. Ihr Beitrag ist in der Fachzeitschrift „Weltraumtechnik und Technologien veröffentlicht.“ (Quelle)

Ob die das ernst meinen?

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18 Antworten zu Fundstück – 30.4.2019 – Erderwärmungsschwachsinn aus Russland

  1. Jo Bode schreibt:

    In meiner aktiven Berufszeit hätte ich gleich an einen nur leicht verschlüsselten Antrag auf Unterbringung in der geschlossenen Abteilung gedacht….

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  2. ohne-e-mehl schreibt:

    Heilige Klimareligion, Bonzen für Stunden in die Tonne damit weniger CO2 ausgeatmet wird.

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  3. Bernhard Meyer schreibt:

    Habe gestern erst von „extinction rebellion“ gehört, die ungefähr parallel zu Fridays for future und den Gelbwesten entstanden sind. Von den dreien die radikalste Bewegung. Warum von denen gestern erst? Hier ist ein Artikel über sie im Klimareporter: https://www.klimareporter.de/protest/so-plant-extinction-rebellion-den-aufstand-fuer-das-klima
    Und diesen Vortrag von denen fand ich ziemlich heftig: https://www.youtube.com/watch?v=eopJw91cxL0
    Natürlich ist dort auch von CO2 die Rede, was aber, wie mir scheint, im Vortrag eher als Chiffre für etwas viel Komplexeres verwendet wird, so dass eine Entkräftung der CO2-Theorie zu kurz greift. Mich würde interessieren, was andere von dieser Bewegung halten.

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    • kranich05 schreibt:

      „extinction rebellion“ sehe ich als den Stoßtrupp zum Ausnahmezustand aus dem Strömen von F4F heraus.

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    • Detlev Matthias Daniel schreibt:

      Bedauerlicherweise haben diese Gruppen offenbar nicht die „richtige“ marxistische Denk- und Ausdrucksweise drauf. Abgesehen davon kann man aber feststellen, daß sie offensichtlich bereit sind, aus Erfahrungen zu lernen. Wenn Radikalität sich mit Gewaltlosigkeit paart, weil das zu verändernde System im Kern die Gewalt ist, dann ergibt sich der gewaltlose Regelverstoß als die logische Konsequenz. Denn der Zwang, sich in einer Weise zu verhalten, die in Anbetracht der Lage nicht richtig bzw. angemessen ist, ist eine systemerhaltende, gesellschaftlich legitimierte Form von Gewalt.

      Interessant wird es sein – wenn man das Ganze aus der fiktiven Sicht eines Historikers betrachtet -, zu sehen, ob diese Einsicht so verankert ist, daß im Erfolgsfall die angestrebten Bürgerversammlungen vor einem jakobinischen Abdriften gefeit sind. Das wird der Punkt sein, an dem sich entscheidet, ob das in eine Ökodiktatur führt, mit neuen, lediglich verlagerten Formen der Ausbeutung und Zerstörung, oder ob wir durch die Krise in ein neues System gehen, das, wenn wir es richtig anstellen, nicht mehr auf Gewalt, Herrschaft, Ausbeutung und Zerstörung basiert.

      Das ist auch viel wesentlicher als die Frage nach Wahrheit oder Irrtum bezüglich des Klimawandels. Die notwendigen Veränderungen haben doch einen wesentlich komplexeren Hintergrund, als die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzten Abgase. Je mehr wir den Blick vom Detail aufs Konzept verlagern, desto deutlicher, unleugbarer wird das Problem. Es ist doch nicht falsch, mit der Verbrennung aufzuhören. Warum also in dem Zusammenhang diskutieren über den Klimawandel?

      Sorgen bereitet mir viel eher, daß in Folge der kämpferischen, unbesonnenen Herangehensweise Hau-ruck-„Lösungen“ erfochten werden, die der Natur, dem Leben auf diesem Planeten künfig gleich doppelt den Stiefel in den Nacken setzen: Wenn nämlich die Energie, mit deren Hilfe wir fortschreitend Natur- und Lebensraum verbrauchen, dieses Werk künftig bereits bei ihrer Gewinnung verrichtet – in wesentlich höherem Maße als bisher. Aber das wäre eben die Beibehaltung des Systems auf seiner materiell-stofflichen Ebene. Ich glaube übrigens nicht, daß es konfliktfrei und nachhaltig möglich sein kann, in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, etwa dem Zwischenmenschlichen und dem Materiellen, zwei grundsätzlich verschiedene Systeme zu etablieren, ein soziales oder ökologisches und ein gewaltbasiertes.

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      • kranich05 schreibt:

        Verehrter DMD,
        ich verstehe nur Bahnhof.
        Welche „Gruppen“ sehen sie, die bedauerlicherweise „nicht die „richtige“ marxistische Denk- und Ausdrucksweise drauf“haben?
        Sehen Sie die mindestens 331 Ortsgruppen aus 49 Ländern von 6 Kontinenten? (Auf dem Mond hat man leider noch keine gegründet.)
        Sie sehen nicht nur Gruppen, sondern feststellen sogar deren Bereitschaft zu lernen. Vermutlich sind Sie in diesem Universum ein wenig zu Hause. Oder was ermöglicht Ihnen „Feststellungen“?
        Die 33 Ortsgruppen (Stand 14. April 2019) in Deutschland kennen Sie zweifellos genau. Zumindest können Sie mir bestätigen, hoffe ich, was da existiert.

        Ich in meiner vorsintflutlichen marxistisch-leninistischen Denkweise halte immer noch daran fest zu fragen: Was ist?
        (Zumindest, wenn es um einen des Fragens würdigen Gegenstand geht)

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        • Detlev Matthias Daniel schreibt:

          Ei, ei, die eher beiläufige erste Bemerkung hat anscheinend gesessen. Sie hatte auch keinen anderen Sinn, als ein wenig zu provozieren. Die Herren, fühlen Sie sich freundschaftlich leicht angerempelt. Meine eigentlich beabsichtigte Aussage steckt im Rest meines Textes. Aber die scheint weniger diskussionswürdig?

          Nun, wie üblich bei diesen Diskussionen beziehen sich meine Kommentare auf die hier dargestellten oder verlinkten Quellen – zunächst einmal, im Sinne eines fortschreitenden Erkenntnisprozesses. Und nein, ich bin noch nicht in der Welt herumgereist, um die genannten Gruppen bzw. die Menschen, aus denen sie sich zusammensetzen, kennenzulernen. Natürlich kann ich mich täuschen, aber wer radikal in die Gesellschaft intervenieren will, aber nicht auf das immer wieder beliebte Mittel der Gewalt zurückgreift, der – scheint mir – hat aus der reichen Geschichte gesellschaftlicher Umbruchversuche gelernt. Zumindest scheint er bereit, einmal neue Erfahrungen zu machen.

          Die Frage „was ist“ ist zweifellos sinnvoll. Wenn aber Dinge in Bewegung geraten, gebe ich einer anderen Frage den Vorzug: Was geschieht? Nicht nur, weil das, was ist, sich hier möglicherweise verändert, auch die Menschen tun es. Da freue ich mich dann auch über so einen Beitrag von Lutz Lippke: https://opablog.net/2019/04/19/klimawandel-standpunkt-fragen-und-besorgnisse-von-ulrike-simon-zu-unserer-diskussion/#comment-137158

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          • kranich05 schreibt:

            In der Tat, an der Diskussionswürdigkeit eins Textes habe ich Zweifel, wenn dieser Text Gedanken entwickelt über einen Gegenstand (besagte Gruppen), von dem er vielleicht kaum etwas weiß.
            Diese meine Ungewissheit, ob Du das kennst, was ist (gerne auch in seiner Bewegung) oder eher nicht, die wollte ich mit meiner Frage etwas verringern.
            Einfache Unterscheidung: Redest Du von XR oder redest Du von Dir.
            Deine Bemerkungen, dass gewaltloser Widerstand etwas geschichtlich Neues sei, Ausdruck einer Bereitschaft zu neuen Erfahrungen, wundern mich sehr. Das ist doch schlicht – neudeutsch – kontrafaktisch.

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          • Detlev Matthias Daniel schreibt:

            „Einfache Unterscheidung: Redest Du von XR oder redest Du von Dir.“ Das habe ich jetzt wohl nicht verstanden. Wer oder was ist „XR“ und worauf bezieht sich die Aussage?

            Richtig: gewaltlosen Widerstand gibt es als Idee und als mehr oder weniger singuläre Praxis seit mindestens 2000 Jahren. Als Normalität und gängiges Konzept aber hat er sich bis heute nicht durchgesetzt. Wird er praktiziert, ist er insofern etwas Neues, weil er Teil, Anfang eines Neuen ist, zumindest sein kann. Weil, oder wenn er die Einsicht spiegelt, daß das Andere auch nur auf anderen, neuen Wegen erreicht werden kann. Wenn jetzt jemand bekennt, verstanden zu haben, daß Gewalt nichts bringt, Konfliktvermeidung aber auch nichts und er daraus auch im gesellschaftlichen Maßstab die Konsequenzen zieht, dann unterstelle ich Ihm in Anbetracht der Masse der gesellschaftlichen Widersprüche und ihrer „Bewältigungsstrategien“ eine gewisse, überdurchschnittliche Lernbereitschaft. Ob sich diese Annahme bei näherem Kennenlernen der Person bewahrheitet, sei mal dahingestellt. Meine allgemeine Erfahrung sagt mir aber, daß die Perspektive, je näher ich einen Menschen kennenlerne, eher optimistischer wird.

            Was die Ungewissheit betrifft über das, was ist, erscheint mir deine Bemerkung – pardon – fast schon arrogant. Willst du damit sagen, daß deine Urteile (s.o.), deine Aussagen darüber, was sei, auf einer wesentlich eingehenderen Kenntnis der Dinge beruhen? Da würde ich dann aber mit einem Schlag gleich alle Aussagen hier in deinem Blog in Zweifel ziehen. Wobei das genau betrachtet nichts Herabwürdigendes ist. Zweifel ist gut und notwendig. Er ist das Substrat des Bewußtseins.

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      • Lutz Lippke schreibt:

        Ich kann nur vermuten, aber es gibt einen allgemeinen Trend und Erfahrungen im persönlichen Umfeld. Die junge Generation kämpft nicht den Kampf der Alten, sondern setzt eigene Agenden, Themen, Begriffe und bestenfalls auch neue Methoden um. Das ist nicht ohne Fehler, manipulierbar und instrumentalisiert wird es sowieso, aber falscher als das Streben der Alten, aller Alten in Summe, kann es kaum sein. Es besteht wohl Einigkeit darin, dass die Jungen die Scheiße nicht eingerührt haben. Warum sollte also Gelehrigkeit der Jungen die richtige oder sinnvolle Erkenntnis sein?
        Ich komme langsam in das Alter, wo man gern Alles noch besser gewusst hätte, instinktiv den Nachfolger sucht, um den unvollendeten Hof zur Fertigstellung zu übergeben. Aber: der Acker ist verbrannt, das Vieh sieht elend aus und die Speicher sind leer. Weiter so? Warum nur?
        Es wird neue Antworten geben müssen, vor allem andere Vorgehensweisen. Daran begleitend und unterstützend beteiligt zu sein, ist das, was Alten gut tuen kann und den Jungen etwas bringt. Alles Andere ist Rückzugsgefecht, selbst dann, wenn tatsächlich absolute, objektive Wahrheiten und das Richtige verteidigt werden sollten. Mir hat es auch kaum genutzt, dass das Elend des Kapitalismus meinen Vorfahren schon bekannt war. Ich musste es selbst erfassen und neue Wege des Umgangs damit suchen. Denn die Wege der Vorfahren hatten nicht zum fernen Ziel geführt, sondern wieder hinein ins Elend. Es gibt einen Werbespruch: „Sind sie zu stark, bist Du zu schwach!“ Daran ist etwas Wahres, auch dann, wenn es auf schreiender Ungerechtigkeit beruht. Um die notwendige Stärke zu erreichen, kann die Jugend alle Unterstützung brauchen, aber keine Belehrung.

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        • kranich05 schreibt:

          Mit den Begriffen „jung“ und „alt“ Erklärungen finden zu wollen, bietet sich an.
          Ich fürchte aber, dass sie weniger leisten als erhofft.
          Es geht nicht wesentlich um die Jugend und die Alten.
          Wir erleben einen in diesem Ausmaß lange nicht dagewesenen Kinder- und Jugendmißbrauch. (Damit sage ich nicht, dass nicht ein Teil der Agierenden (vor allem unter den Älteren) auch aus eigenen Kenntnissen und Antrieben handelt.)
          Es geht darum, die Massen in Bewegung zu bringen in eine Große Transformation.

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          • Lutz Lippke schreibt:

            Ich bin unter einer permanenten öffentlichen Indoktrination aufgewachsen. Deren innere Ablehnung führte zur strikten Trennung des Privaten vom Offiziellen. Eine Folge ist die weitverbreitete Unorganisiertheit meiner Generation im Gegensatz zu den Eltern. Fast jeder war zwar Pionier, FDJ, DSF und FDGB, aber dann nichts mehr. Ich tue mich bis heute schwer, solche Verbindlichkeiten überhaupt zu denken und selbst dann, wenn mir Beteiligung am Herzen liegt, scheitert es an meiner Zögerlichkeit und Terminproblemen. Ich kenne nur Unorganisierte, das ist für mich der Normalfall. Weiche ich oder ein Anderer meines Umfeldes davon ab, ist das entweder eine stille, persönliche Entscheidung oder eine erklärungsbedürftige Besonderheit.
            Betrachte ich meine Kinder, dann ist der ererbte Abstand zu Organisationen sehr groß bzw. spielt in deren Bewusstsein gar keine Rolle. Die Konsequenz ist aber auch, dass sich meine Kinder den Organisationen unvoreingenommen zuwenden können und Aktionsformen entwickeln, die mir niemals zur Verfügung standen.
            Ich behaupte, dass egal wie wahr, richtig und wegweisend das alte Wissen sein mag, echte Transformation werden nur die Jungen bewältigen und dabei neue Vorgehensweisen mit diesem Wissen verbinden müssen. Ich berate manchmal meine Kinder freundschaftlich, belehre nur noch selten. Sie entscheiden selbst, wie ernst sie mich nehmen, auch wenn sie wirtschaftlich noch gar nicht unabhängig sind. Ich hoffe, dass diese Vertrauensbasis uns nach elenden Zeiten helfen wird, wenn ihnen Indoktrination und Missbrauch des Engagements drohen sollte.

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  4. Bernhard Meyer schreibt:

    Danke für die Antwort. Iv0
    Ironie off

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  5. Bernhard Meyer schreibt:

    Ich schrieb „Ironie off“ bevor ich die Antwort von Detlef Matthias Daniel gesehen habe. Dem danke ich herzlich ohne Ironie.
    Auch wollte ich nicht Ivo, sondern die Abkürzung Iv0 schreiben (und daran können sich der Kranich und fidelpoludo mal die Zähne ausbeißen ;-))

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    • kranich05 schreibt:

      Bedaure.
      Da wird fidelp wohl allein knabbern müssen.
      Kranich ist – zum Leidwesen von Mrs. Tapir – ein absoluter Rätsel- und fast absoluter Spielemuffel.

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  6. Bernhard Meyer schreibt:

    Schon wieder! I.V.0. Das Programm lässt die 4 stehen aber ändert Null in o. Das ist ungerecht! Jetzt ist es ja nicht mehr schwer!

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