Klimawandel – Standpunkt, Fragen und Besorgnisse von Ulrike Simon zu unserer Diskussion

Der Opablog ist für mich wichtig. Hier herrscht ein Grundkonsens zu Themen wie Anti-Nato, gute Beziehungen zu Rußland, Anti-Kapitalismus, Antiimperialismus, der Forderung nach einem guten Leben für die 99 %. Es gibt große Meinungsverschiedenheiten zur Analyse der Verhältnisse und ihrer Ursachen, in Bezug auf Wege der Transformation unserer Gesellschaft hin zu diesem guten Leben und natürlich auch bei der Definition dieses guten Lebens, Einigkeit jedoch darüber, dass man sich auf der Suche der Wahrheit, was auch immer das sein mag, in der Gesellschaft und auch im Blog ausgiebig „streiten“ kann, will und muss.

Deswegen habe ich die Seite regelmäßig gelesen, und mich auch bisweilen mit eigenen Beiträgen beteiligt. In letzter Zeit war Pause. Stammleser werden sicherlich wissen, dass ich in einem genossenschaftlich organisiertem Nahwärmeprojekt stark engagiert bin: Auch über das Projekt wurde hier diskutiert, vornehmlich darüber, ob und inwiefern es einen Beitrag zu den von uns als notwendig erachteten gesellschaftlichen Veränderungen leistet. Und sicher ist dieser Aspekt auch ein Grund für mein Engagement. Immer gehört/e dazu aber auch mein Wunsch, einen wirklichen Beitrag zur Energiewende und zur Bekämpfung des menschengemachten Klimawandels zu leisten.

Mein Projekt brachte und bringt mich leider bis an die Grenzen meiner psychischen und physischen Leistungsfähigkeit. Ich lebe in dem Bewusstsein, das Richtige im Falschen zu tun.

Und stelle nun fest, dass ein menschengemachter Klimawandel von vielen Teilnehmern dieser Blog-Gemeinschaft stark bezweifelt, wenn nicht sogar vehement bestritten wird. Das trifft mich sehr.

Kommentator Albrecht Schmiedel ist ein Mensch, der sich offensichtlich schon sehr lange (u.a.) mit der Klima-Thematik befasst. Er stellt die (naturwissenschaftliche) Wahrheitsfindung und die Frage in den Mittelpunkt, worauf mein Vertrauen aufbauen kann, bestimmten Menschen eher Glauben zu schenken als anderen. Das ist ein zentraler Punkt, und das war ja hier schon in verschiedenen Zusammenhängen mehr als einmal Thema.

Dass ein Botschafter vielleicht als arrogant und besserwisserisch ankommt oder als jemand, der zum x-ten Mal das Ende der Welt heraufbeschwört, kann ich nicht als inhaltliches Argument gelten lassen: Was hat die Art und Weise der Botschaftsverkündung mit den Inhalten zu tun (siehe Umgang mit Assange)? Und beschwören wir den möglichen Weltuntergang nicht auch mit unserer Warnung vor einer menschengemachten nuklearen Katastrophe?

Mich würde jedoch auch die politische Brisanz interessieren: ich kann die Diskussion falsch verstanden haben – ist es richtig, dass die Frage des menschengemachten Klimawandels für die Kommentatoren eine ähnliche Propagandalüge darstellt wie die offizielle Version von 9/11?

Die politische Herrschaftsfunktion von 9/11 wurde ja unter anderem von Daniele Ganser sehr gut herausgearbeitet – selbst wenn die offizielle Version stimmt, die Welt nach 9/11 ist eine fundamental andere als davor.

Inwiefern gilt dies für die Kommentatoren auch für die These vom anthropogenen Klimawandel bzw. überhaupt der Frage, ob es überhaupt eine Erderwärmung gibt (was ja im Übrigen auch gerade von Putin in Bezug auf die Arktis durchaus mit Sorge konstatiert wurde)?

Für mich ergibt sich aus der Klimawandelthematik kein Widerspruch zu meinen sonstigen politischen Überzeugungen. Im Gegenteil.
Dass das Imperium die totale Kontrolle über die fossilen Rohstoffe sucht, ist sicher eine, wenn auch nicht die einzige Ursache für die Zerstörung Libyens, des Nahen Ostens und den jetzigen Angriff auf Venezuela. So kann es doch nur sinnvoll sein, fossile Energien ersetzen zu wollen, mit oder ohne Klimawandel.
Das gilt m.E. auch in Bezug auf die Möglichkeiten für die Bürger, ihre energetische Daseinsvorsorge selbst mit zu kontrollieren.

Dass eine Greta Thunberg hofiert wird, heißt nicht, dass ihre politischen Forderungen ernst genommen werden. Dass jetzt soziale Bewegungen wie die Gelben Westen als rechtsradikal und umweltschädigend dargestellt werden, weil sie niedrige Benzinpreise fordern, ist andererseits kein Grund, die Notwendigkeit einer Energiewende in Zweifel zu ziehen. Hier geht es doch darum, dass, wie auch sonst, die sozialen Belange der betroffenen Menschen nicht ernst genommen werden. Das Ausspielen einer politischen Frage gegen eine andere ist doch nichts anderes als das auch sonst übliche „teile und herrsche“. Ein Spiel welches niemand gezwungen ist mitzumachen.

Es ist mir bewusst, dass das Thema staatliche Subventionen ein Minenfeld ist. Trotzdem kann ich nichts Grundsätzliches gegen mehr staatliche Infrastrukturprogramme zur Beförderung der Energiewende einwenden, selbst wenn der menschengemachte Klimawandel nicht bewiesen wäre. Erstens haben erneuerbare Energien, wie oben schon gesagt, viele Vorteile (über den Straßenverkehr haben wir dabei ja noch gar nicht gesprochen) und zweitens gäbe das ein Konjunkturprogramm, welches in der jetzigen Zeit nur nützlich und deutlich sympathischer als ein massives Aufrüstungsprogramm wäre. Und schon bin ich wieder bei einer der Grundsatzfragen, über die im Blog ja Einigkeit herrscht.

Deswegen nochmals meine Frage: Warum halten die Kommentatoren das Thema „menschengemachter Klimawandel“ für politisch so brisant, dass sie es als Grundsatzfrage betrachten, welche sozusagen dem linken Diskurs an der Wurzel entrissen werden und vollkommen ins Lager des politischen Gegners verlegt werden muss? Warum sieht man es nicht als ein weiteres Thema, in dem es darum geht, über gangbare Wege und gefährliche politische Fehlentwicklungen zu sprechen?

Oder verstehe ich die ganze Diskussion nicht richtig?

Ulrike Simon (Clara S.)

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57 Antworten zu Klimawandel – Standpunkt, Fragen und Besorgnisse von Ulrike Simon zu unserer Diskussion

  1. Jo Bode schreibt:

    Als einer, der sich mitverantwortlich sieht für die Auslösung der vorliegenden Diskussion über den Klimawandel, fühle ich mich veranlasst daran zu erinnern, dass es mir nur darum ging, die ständig und überall behauptete Einigkeit in der Wissenschaft über die Ursachen des Klimawandels in Frage zu stellen. Nach meinen bis dahin nur mäßigen Erkenntnissen war nämlich diese behauptete Einigkeit (angeblich 97%!) ein Popanz. Abgesehen davon, dass in der Wissenschaft irgendwelche Mehrheiten oder sogar Einigkeiten keinerlei Bedeutung haben, genügt doch nur ein etwas aufmerksamer Blick ins Netz, um Uneinigkeit festzustellen. Die Beiträge und Bezugnahmen im Opablog belegen hinreichend deutlich, dass es Wissenschaftler gibt, die den Klimawandel nicht ausschließlich oder überwiegend menschenverursacht sehen.
    Damit könnte das Thema eigentlich abgehandelt sein, zumal keinem der Blog-Teilnehmer – und darüber hinaus auch kaum einem Wissenschaftler – eine wie auch immer geartete Schiedsrichterfunktion zukommt.
    Der meines Erachtens schiefe Eindruck darüber, dass sich hier eine eindeutige Ablehnung der Version eines anthrogenen Anteils an der Erwärmung entwickelt habe, beruht darauf, dass die Infragestellung der Einigkeit in der Wissenschaft auf empörte Reaktionen gestoßen ist, die an die übliche Geltendmachung politischer Korrektness erinnert. Das hat dazu beigetragen, die Argumente der sogenannten Skeptiker so weit zu verteidigen, dass sie als ernsthafte Alternative zum Mainstream wahrgenommen werden mußten.
    Für mich – und sicher auch für andere – gilt nach wie vor, dass die Frage des Verursachungsanteils nicht abschließend geklärt ist. Und nach wie vor finde ich es anmaßend, das Gegenteil nicht nur zu behaupten, sondern die Übernahme eines solchen Glaubenssatzes einzufordern.

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    • Ulrike Simon schreibt:

      Aber warum ist Ihnen das so wichtig? Was folgt politisch aus dem fehlenden Konsens? Man muss nichts tun bis es den 100%igen Konsens gibt? Ab welcher Einbruchwahrscheinlichkeit umrunde ich mit meiner Familie einen zugefrorenen See statt mich aufs Eis zu wagen – 25, 50, oder 75%?

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    • Detlev Matthias Daniel schreibt:

      Die Übernahme eines Glaubens einzufordern ist anmaßend. Dem stimme ich vorbehaltlos zu. Dennoch erinnert mich die Debatte irgendwie an die um beispielsweise die Wirkung von Glyphosat. Solange nicht eindeutig zu beweisen ist, daß das Mittel – nur dieses Mittel allein und nichts anderes – erhebliche gesundheitliche Schäden auslöst, versuchen Interessensvertreter der Öffentlichkeit weiszumachen, daß es deshalb unschädlich und akzeptabel ist. In unserem Fall der Treibhausfrage kann dieser Beweis vielleicht nie zweifelsfrei erbracht werden, selbst dann noch nicht, wenn es bereits zu spät ist.

      Ich denke, daß das Wetter (aus dem sich das Klima „zusammensetzt“) ein viel zu sensibles und chaotisches System ist, als daß man es wirklich mit Sicherheit über längere Zeiträume vorhersagen kann. Das gleiche gilt dann logischerweise auch für das Klima. Das heißt aber auch nicht, daß man da vollkommen im Trüben fischt. Aber in dieser öffentlichen Debatte kann man die Menschen nur mit „Fakten“ bewegen. Die Wahrscheinlichkeit, einen Verkehrsunfall zu erleiden, ist signifikant höher, wenn du zur Arbeit fährst, als wenn du zuhause bleibst. Solltst du da nicht sicherheitshalber zu Hause bleiben? ‚Ja‘ sagen die, die nichts zu gewinnen haben, die anderen sagen ’nein‘. Deshalb muß man mehr Überzeugungskraft, Sicherheit ausstrahlen, als man eigentlich besitzt. Der Öffentlichkeit kann man nicht kommen mit „mit einer geschätzten Wahrscheinlichkeit von 55% werden Ihre Enkel…“

      Was mir bei alledem noch bewerkenswert erscheint: Die Anstrengungen, den Klimawandel einzudämmen, könnten durchaus deutlich entschiedener ausfallen. Zieht tatsächlich niemand angesichts der bescheidenen Zwischenbilanz in Erwägung, das die „Rettung“ des Klimas mißlingen könnte? Falls aber doch, wo bleiben die Vorbereitungen auf diesen Ernstfall und wie würden diese aussehen? Oder glaubt man, daß man das dann gewissermaßen aus dem Stand stemmen kann?

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  2. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Liebe Ulrike,
    deinen Fragen kann ich nicht viel hinzufügen. Auch ich würde bei dem Thema gerne ganz andere Fragen diskutieren, die aber neben dieser merkwürdigen Grundsatzfrage gar keinen Raum finden. Vorausschickend sollte ich erwähnen, daß ich beobachte, wie relevante gesellschaftliche Veränderungen „Reifezeiten“ benötigen, in denen es zwar immer irgendwo in der Tiefe brodelt, sich aber insgesamt nichts bewegt und auch nicht bewegen kann. Und irgendwann plötzlich geht es, kommen verschiedene Dinge zusammen und alles gerät in Bewegung. Ich halte es durchaus für möglich, daß wir jetzt an der Schwelle zu einer solchen Veränderung stehen. Zwei Fragen kommen zusammen, die zwar etwas miteinander zu tun haben, aber – zumindest bisher – kaum in einen unmittelbaren Zusammenhang gestellt wurden: Die Energiewende und die Verkehrswende. Daß die bisherigen Konzepte beider Fragen komplexe Probleme erzeugt haben, wissen wir schon lang, Alternativkonzepte aber tun und taten sich schwer.

    Wenn wir jetzt hier grundsätzlich diskutieren, ob es einen anthropogenen Klimawandel gibt, so sind diese Debatten doch nichts anderes als Rückzugsgefechte. Die wesentlichen Fragen sind längst entschieden: Es wird die Energiewende genauso geben, wie die Verkehrswende. Interessant, wichtig und – allerdings abnehmend – beeinflußbar ist heute noch, wohin sie sich wenden. Warum wird die Energiewende nur a) von der Ressourcenherkunft und b) von der Energieeffizienz her betrachtet, der „Bedarf“ besser: die selbst erzeugte Energieabhängigkeit dagegen ist sakrosankt, Fakt und unveränderbar. Dabei verändert sie sich ständig, leider immer nur in eine Richtung. Beim Verkehr ist es ganz ähnlich. Es ist den Menschen offenbar nicht zuzumuten, sich verantwortlich mit den Folgen ihres Lebensstils auseinanderzusetzen.

    Sicher sollte man sich auch damit auseinandersetzen, welche Machtinteressen in den Prozessen wirksam werden, aber doch nicht so, daß sie den Prozeß als solchen vergiften. In einem System, das so von Machtinteressen geprägt ist wie unsere Gesellschaft, gibt es keine gesellschaftlichen Prozesse, in die diese Mächte nicht involviert sind.

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    • Ulrike Simon schreibt:

      Bei der ‚merkwürdigen Grundsatzdebatte‘ geht es also Deiner Meinung nach eigentlich darum, ob man bereit ist, seinen Lebensstil zu hinterfragen oder nicht?
      Und – weitergedacht – um eine kulturelle Barriere, weil man alternative Lebensstile mit einer bestimmten Sorte Menschen verbindet (relativ wohlhabend, Bioprodukte kaufend, Fleisch vepönend,, moralisierend …), mit denen man vielleicht so wenig zu tun haben möchte, wie nur möglich?

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      • Detlev Matthias Daniel schreibt:

        All das habe ich nirgendwo gesagt. Das wäre nicht nur eine Verkürzung, sondern eine Entstellung meiner Aussagen. In Kürze zusammengefaßt hatte ich gesagt, daß man in Anbetracht gegenwärtiger Entwicklungsanzeichen überlegen sollte, wie man die anstehende Veränderung beeinflussen und mitgestalten kann, statt eine Grundsatzdebatte zu führen, ob diese Veränderung richtig oder falsch ist. Die Frage des eigenen Lebensstils ist da eher ein Beispiel, was aber insofern auffällig ist, weil ja genau das ein Sektor wäre, wo man – wenn auch verbunden mit Anstrengungen – unmittelbar etwas verändern könnte, ohne vorher Machtkämpfe entscheiden zu müssen.

        In meiner systemischen Auffassung gibt es keinen zentralen Ansatzpunkt, von dem aus man die Welt oder das System aus den Angeln heben kann. Vieles muß sich miteinander verändern: Die linear-machtbasierte Struktur der Gesellschaftsorganisation ebenso wie die der technischen Lösungen, die imperiale Lebensweise ebenso wie die Ungleichwertigkeit in den sozialen Relationen usw. Das alles hat sehr viel miteinander zu tun, ist aber en detail nicht das Gleiche. Angesichts dessen muß man sich entscheiden, wo (aber vor allem daß) man anfangen will.

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  3. Jo Bode schreibt:

    Lebensstil hin, Lebensstil her – längst bestimmen doch die Eliten (Wirtschaft, Politik und Medien), wie wir zu leben haben, und zwar alternativlos. Unser Frieden wird ja bekanntlich ebenso alternativlos durch enorme Aufrüstung und aggressiv-miltante Außenpolitik „gesichert“.
    Um die aus alldem erhofften Vorteile zu erreichen, wird der öffentliche Diskurs monopolisiert oder sogar ganz unterbunden, um den üblichen Verwertungsmechanismen freie Bahn zu schaffen. Die politischen und wirtschaftlichen Reaktionen werden dementsprechend auf künstlich hergestellte Problemfelder (Russe steht vor der Tür, Erderwärmung ist menschengemacht) „alternativlos“ eingestimmt, wobei die Drohung mit Untergang dabei hilft, die angstbesetzten Bürger auf die gewünschte Linie zu bringen.
    Störend sind dabei die Leute, die diese Vorgänge und damit die amtlich und wirtschaftlich verordneten Verhaltensweisen in Frage stellen.
    Aufklärung wird deshalb unterbunden und zum Unwort gemacht.
    Bei der Klimafrage kann es natürlich nicht darum gehen, gegen Verhaltensweisen zu Felde zu ziehen, die tatsächlich mit dem Erhalt unserer Umwelt (im weitesten Sinne) im Zusammenhang stehen.
    Nein, es sind die schon seit Jahren in bestimmte Kanäle geleiteten Steuergelder in Milliardenhöhe, welche von den Eliten unter dem Vorwand „alternativloser“ Erkenntnisse bei der Klimaproblematik und losgelöst vom notwendigen demokratischen Diskurs einschließlich redlicher wissenschaftlicher Begleitung anderen wirksameren Projekten vorenthalten werden und die Umverteilung von unten nach oben befördern. Oder kann jemand erklären, warum die Verantwortlichen trotz der „Bewegung“ unglaublicher Geldmittel es nicht schaffen, auch nur kleine Fortschritte bei der selbstpropagierten Klimarettung zu erreichen?

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    • Ulrike Simon schreibt:

      In beiden Fällen dient die Furcht dient als Vorwand, um losgelöst von demokratischen Entscheidungsprozessen Geldströme profitabel zu kanalisieren.
      In beiden Fällen wird Furcht geschürt und gleichzeitig werden große Gefahren für die Menschheit erzeugt bzw. nicht abgewendet.
      Leider folgt aus der Tatsache, dass der Russe nicht vor der Tür steht, nicht, dass der Klimawandel ebenfalls gefakt ist.
      Es geht jedoch in beiden Fällen um Herrschaftsinteressen versus wirklich wirksame Maßnahmen zur Friedenssicherung bzw. zum Klimaschutz.
      Ob die Milliarden unter den jetzigen Klassenverhältnissen wirksameren Projekten zufließen würden, wenn die Ausrede Klimaschutz entfiele, wage ich zu bezweifeln.

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      • Jo Bode schreibt:

        Als mehrfach wirksameres Projekt kann ich mir den Austritt aus der NATO, Kündigung der mit Terror-Staaten geschlossenen Stationierungsverträge, Stopp der Aufrüstung, Rückzug der im Ausland eingesetzten Bundeswehrkräfte und – zum Abschluß – weitgehende Abrüstung vorstellen.
        Damit würde die Rüstungsproduktion verringert bzw. vermieden, der ungeheure Spritverbrauch der Militärs unterbunden, die Zerstörung von ganzen Landschaften und die Ermordung zahlreicher Menschen beendet.
        Nicht auszudenken, welch Menge an co2 der Umwelt erspart würde!

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  4. ChrizzChrozz schreibt:

    Liebe Ulrike Simon,

    Vorab:
    Ich werde niemals bestreiten, dass es einen Klimawandel gibt – den gab es schon vor meiner Geburt und den wird es so lange geben, wie die Erde existiert. Natürlich gibt es auch eine anthropogene Komponente daran, nur sehe ich (ich bin nur Architekt und IT-Fuzzi, kein Klimatologe, aber noch mit einer ganz guten naturwissenschaftlichen Schulbildung an der EOS…) die nicht gegen 100% laufend, sondern sehr, sehr weit darunter.
    Nach meinem gegenwärtigen Kenntnisstand, der sich mittlerweile täglich verändert, vermute ich den im einstelligen Bereich.
    Ich werde niemals bestreiten, dass wir Menschen verantwortungslos mit diesem Planeten umgehen – und solange Gesellschaftsordnungen, welche die Ausbeutung des Menschen (und ALLER verfügbaren Ressourcen zwecks Profitbildung) durch den Menschen als Grundvoraussetzung ihrer Existenz auf diesem Planeten herrschen, wird das auch so bleiben.
    Wenn jetzt die herrschenden Eliten plötzliche Einsicht heucheln, so bin ich mehr als skeptisch und werde misstrauisch:
    Seit wann handelt Imperialismus menschenfreundlich oder gar altruistisch?

    Ihre Frage, ob der „menschgemachte Klimawandel“ in seiner politischen Dimension 9/11 gleicht, möchte ich mit einem klaren „Njein!“ beantworten.
    Kurt Gossweiler nannte das Ausrufen des ewigen „Krieges gegen den Terror“, diesen Blankoscheck, jederzeit jedes Land weltweit angreifen zu dürfen und dabei stets „die Guten“ zu sein, eine „geniale Erfindung“ der herrschenden Klasse. Auch dieser Krieg begann mit einer Lüge, nämlich 9/11.
    Ähnliches sehe ich auch in der Strategie um das Verankern eines menschgemachten Klimawandel im öffentlichen Bewusstsein.
    Es wird in Zukunft JEDE Maßnahme gegen jede Gruppierung und jeden Staat legitimiert sein.
    Mit „Maßnahme“ meine ich: Krieg! Krieg nicht (nur) so, wie wir ihn aus „Иди́ и смотри́“ kennen, sondern hybrid: „Sanktionen“, also das Abschneiden von der Weltwirtschaft mittels SWIFT- und Lieferblockade, etc.,– kurz: mittelalterliches Aushungern der Burg auf „modern“, wie wir es von Iran, Syrien, Nordkorea usw. kennen. Kriegserklärungen bedarf es dazu keiner, wird dann wohl „Ausgleichsmaßnahme“ heißen.
    Warum sehe ich das so pessimistisch? Könnte doch alles ganz toll und „grün“ werden, oder? Ja, „könnte“ – aber ich habe bislang zu viele Gründe, die mich dies Gegenteil annehmen lassen:

    1.Wann?
    Alles beginnt mit Lügen, Al Gore, die Rockefeller foundation, die Gründung des (neusprech!) „Weltklimarates“ mit 2 politischen Aufgaben, CO2 als klimaschädliches Gas– bis hin zur Fälschung des Kyoto-Protokolls.

    2. Wie?
    Der klerikale, keinerlei Widerrede duldende Fanatismus, mit welchem diese CO2-Lüge wie ein klebriger Brei über uns ergossen wird und inzwischen in den Schulbüchern steht. Wenn man ernsthaft etwas am Zustand unseres Planeten ändern wollen würde, so müßte man tatsächlich wissenschaftlich diskursiv argumentieren, und müsste sich keiner so offensichtlichen Lüge bedienen. Man tut es dennoch. Warum? „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht….!“

    3. Wer?
    Die Indoktrination wurde von oben initiiert, von dort wird sie auch finanziert, geschult und gesteuert. Die Bilder, welche die MSN von Greta, FFF etc. verbreiten, sollen uns das Gegenteil, eine natürlich entstandene Graswurzelbewegung glauben machen. Dabei sind ausnahmslos ALLE Herrschaftsmedien. Von ARD bis ZDF, von „Die Anstalt“ (leider) bis „Die Zeit“ (2011 noch nicht!). Das sind dieselben Medien, die mich über Russland, Ukraine, Syrien, Venezuela, Lybien, etc. manipulieren, von der ersten bis zur letzten Seite / Sendung. Können Sie mir bitte einen plausiblen Grund nennen, weshalb mich diese stets elitäre Interessen vertretenden Medien hier wahrheitsgetreu informieren und nicht manipulieren möchten?

    4. Was?
    Ausgeklammert bei allen Forderungen ist alles Militärische. Wenn aber jemand in der Lage ist, „Das Klima“ wirklich nachhaltig zu beeinflussen, dann das Militär, Linksammlung z.B. (!) hier: https://morbusignorantia.wordpress.com/2017/06/21/chemtrails-luege-oder-wahrheit/ Literaturempfehlung: Rosalie Bertell: Kriegswaffe Planet Erde
    Was sollen stattdessen die Maßnahmen sein? Ernsthaft „E-Mobilität“ fals Individualverkehrskonzept ördern?
    Was jeder weiß und was wirklich helfen würde: Verkehr (wieder) auf die Schiene verlagern! Das steht nicht mal mehr in Koalitionsverträgen als Absichtserklärung, der ländliche Raum hier im Lkr VR ist nach bald 30 Jahren realexistierendem Kapitalismus de facto bahnfrei.

    5. Wo?
    Die Gesamtenergie- und Schadstoffbilanz eines Teslas ist verheerend! Ich empfehle diesen Artikel mal zu studieren: https://peds-ansichten.de/2017/12/die-sache-mit-dem-herz-im-smartphone/ und auf den Heilsbringer E-Mobilität „hochzurechnen“. Schwant Ihnen, was der E-Luxus der Nordhalbkugel für den Rest der Welt bedeuten würde?

    6. Wer zahlt?
    Und alle „Greta-„Maßnahmen sind de facto weitere Umverteilung, wir haben es beim EEG gesehen: VW & Co. zahlen nicht – Lieschen Müller zahlt! Die Luftsteuer wird kommen.

    Imperialismus wird immer ein aggressives Projekt der Umverteilung sein, wenn seine Apologeten heute einen „Green Deal“ zum Wohle der Menschheit verkündigen, dann stimmt da was nicht.
    Wenn wir in Panik geraten (sollen), dann fällt uns das nur vielleicht nicht so auf?

    PS: Wenn „Klimaleugner“ ein so ehrenwerter Titel ist, wie „Putinversteher“, dann bin ich gerne einer, obwohl ich weder „das Klima“ leugne (geht das?) noch einen Klimawandel (den gibt es) noch einen menschgemachten Anteil daran (den gibt es auch).

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    • Ulrike Simon schreibt:

      Aha. Also es geht in Ihren Augen tatsächlich um eine Variante von 9/11.

      Materialisten fragen nach dem Stand der Produktivkräfte. Wo stehen wir?
      Einen solchen Text könnte ich auch über die digitalen Monopole Google, Amazon, Microsoft, Facebook und co. schreiben. Will ich deswegen die Digitalisierung rückgängig machen? Nein, kann ich nicht, weil sich die Menschheit in diese Richtung entwickelt hat; und nein, will ich nicht, weil die Chancen der Digitalisierung riesig sind. Ich könnte mir jedoch alle möglichen politischen Forderungen vorstellen, wie z.B., dass Amazon die Angestellten anständig bezahlt, ordentlich Steuern zahlt und die Monopole zerschlagen gehören.

      Ähnliches gilt auch für die green economy.
      Nach 250 Jahren auf Basis fossiler Energien entwickeltem Kapitalismus erfolgt nun der Übergang zu einer anderen Energiegrundlage. Das ist keine willkürliche Entscheidung. Das ist eine Entwicklung wie die der digitalen Industrie. Plötzlich sind Kodakfilme obsolet, weil alle digital fotografieren.
      Es ist auch ein notwendiger Prozess, weil die Menschheit tatsächlich an der Tragfähigkeit des Planeten kratzt (Die Alternative, 4 Mrd. Menschen, einfach zu beseitigen, wird ja auch durchaus ernsthaft diskutiert und probiert?).
      Dieser Übergang verläuft in einem ungeheuer komplexen kollektiven Prozess der Forschung und Entwicklung der Technik, aber sehr widersprüchlich; eben nicht geplant und koordiniert und im Zeichen der drohenden Gefahr in einer Weise, dass die schnellsten Maßnahmen dort greifen, wo es am Effizientesten ist, sondern mit allen Verwerfungen unter kapitalistischen Verwertungsbedingungen. Es geht nicht ohne Staat, aber der handelt nicht unbedingt nur im Sinne der Bürger oder der Sache (obwohl nicht nur imperialistische Großkonzerne von der Energiewende profitieren, sondern auch ein breiter Mittelstand).

      Politisch Engagierte stellen politische Forderungen:
      Ich würde z.B. das Thema Umverteilung zum Gegenstand machen.

      Welches wäre Ihre? Folgen aus dem „Ehrentitel Klimaleugner“ Forderungen wie: Urlaub für alle, keine Besteuerung des Flugbenzins? Abschaffung aller staatlichen Subventionen für sogenannte grüne Projekte? Keine Abschaffung der Kohleindustrie sondern Sicherung des Standorts Deutschland? Wiederanschaltung der Atomkraftwerke, damit die Lichter nicht ausgehen? Ausstieg aus allen internationalen sogenannten Klimaschutzabkommen?

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      • kranich05 schreibt:

        „Materialisten fragen nach dem Stand der Produktivkräfte.“
        Historische Materialisten fragen nach der Produktionsweise. (Darüberhinaus fragen sie auch nach der Dialektik von Basis und Überbau, doch das mal beiseite.) Der Unterschied ist wesentlich.
        Die Produktionsweise ist eine Einheit von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen.
        Die Produktionsverhältnisse sind eine Gesamtheit von Verhältnissen, aus der aber die Eigentumsverhältnisse herausragen.
        Das Verständnis der Eigentumsverhältnisse ist der Schlüssel zum Verständnis aller Machtverhältnisse.
        Dieser Schlüssel wird nicht nur von unserem Freund Detlev Matthias Daniel gerne mal verlegt.
        Mir scheint – und jetzt repetiere ich nicht mehr das M-L-Lehrbuch – dass im Verständnis und Begreifen der Machtfrage (einschließlich des handgreiflichen Umgangs mit ihr) das Menschsein gipfelt.

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          • fidelpoludo schreibt:

            Eine so einfach zu begreifende Wahrheit, die Bontrup hier zum wieviel millionsten Mal hier wiederholt, dass man sich immer wieder neu verwundert die Augen reibt, dass es Jahrhunderte lang gelungen ist, sie als Ideologie ab zu tun…

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          • Jo Bode schreibt:

            Seltsam, dass das Bundesverfassungsgericht die gegenteilige Auffassung vertritt, z.B. in BVerfGE 50, 290.
            Danach läßt das Grundgesetz durchaus alternative Wirtschaftsordnungen zu, welche allerdings – eine Selbstverständlichkeit – die Grundrechte beachten müssen. In dieser Einschränkung dürfte der sogenannte „casus knacksus“ liegen, über den sich Juristen grenzenlos streiten können, während sich die Inhaber von wirtschaftsrelevantem Eigentum längst über die tatsächlichen Machtverhältnisse geeinigt und diese politisch, gesellschaftlich und weitgehend auch juristisch festgezurrt haben.
            Die Haltung der Bundesverfassungsgerichts erscheint vor solchem Hintergrund als nettes Augenzwinkern ohne jede tatsächliche Bedeutung.

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        • Detlev Matthias Daniel schreibt:

          „Dieser Schlüssel wird nicht nur von unserem Freund Detlev Matthias Daniel gerne mal verlegt.“
          ? – Das muß wohl ein Mißverständnis sein. Allerdings gibt es in meiner systemischen Sichtweise nicht wirklich ein solch hierarchisches Schließsystem, wenngleich ich mich hin und wieder dabei ertappe, daß ich dazu neige, unter vorübergehendem Verlust dieser Perspektive alles auf die Machtfrage zurückzuführen. Ob aber darin tatsächlich „das Menschsein gipfelt“?

          In letzter Zeit denke ich mitunter, daß die Ungleichbewertung der Individuen ein noch zentraleres Moment in diesem circulus vitiosus darstellt. Wahrscheinlich triffst du die Dinge mit deinem Bild von den Schlüsseln insofern ganz gut, als es meist einzelne Punkte sind, die uns zu einem umfassenderen Verständnis fehlen. Das aber kann sich dann von Mensch zu Mensch unterscheiden, wenn auch infolge gesellschaftlicher Prägung es wieder viele Gemeinsamkeiten geben wird. In meinem Verständnis nimmt die marxsche Philisophie nicht den gleichen Raum ein, wie bei dir. Aber das macht ja den Austausch interessant.

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      • ChrizzChrozz schreibt:

        Ich war ein paar Tage offline, entschuldigen Sie bitte die verzögerte Antwort.

        Zwei Punkte möchte ich aufgreifen:
        1.) Ich halte den Übergang zu anderen Energieformen oder die, wie sie sagen, Digitalisierung, nicht für einen „kollektiven Prozess“.
        Die Digitalisierung ist zu nahezu 100% ein Bastard-Kind militärischer Entwicklungen, da würde ich jetzt ungern von „Kollektivem Prozess“ sprechen.
        Der Übergang zu anderen Energieformen ist im Kapitalismus eben nicht interessant, weil sich Larry Fink Sorgen um das erdölverseuchte Kongobecken macht, sondern weil die green economy Profit, sehr, sehr großen Profit verspricht. Die Win-Win-Situation, hier den Wertewesten, dessen Export von „Freedom & Democracy“ weltweit nicht (mehr) besonders geschätzt wird, grünzuwaschen, ist für alle entsprechend kooperationsfreudigen Regierungen zu verlockend. Eduard Bernstein hätte vermutlich große Freude, der Kapitalismus erweist sich wieder als reformierbar.
        Der kapitalistische Staat handelt eigentlich nie im Sinne „seiner“ Bürgerschaft, sondern i.d.R. möglichst gegen die Interessen der Mehrheit selbiger. Ausser unter Druck. Das Verschwinden der letzten Reste Ludwigscher sozialer Teilhabemarktwirtschaft in der BRD ist nicht zufällig zeitgleich zum Verschwinden der DDR.

        2.) Ihre vorgeschlagenen Antworten auf ihre Frage „Was wäre Ihre? (Forderung)“ haben sie vermutlich mit etwas zynischem Hintergrund formuliert – bis auf den letzten Satz denke ich über keinen der vorigen auch nur ernsthaft nach. Aber der Ausstieg aus den „Klimaschutzabkommen“ ist zumindest diskussionswürdig – zumindest, wenn man dank der climate-gate Affäre weiß, dass die Unterlagen zu Kyoto gefälscht waren.
        Oder wenn man beobachtet, dass Russlands Präsident Putin von der Ratifizierung des Pariser Abkommens mangels Konkretisierung des Inhaltes (!) bis auf weiteres absieht.
        Was sieht es denn verpflichtend vor?
        1. Ein „2°C Ziel“ soll erreicht werden – aber es wird nicht mal ein Referenzwert genannt, wenn es 1850 sein soll, so haben wir dieses Ziel erreicht, siehe die verlinkten Videos aus den Bundestagsanhörungen zu den anderen Beiträgen)
        2. Es sollen Milliarden $ für „alternative, energetische Projekte in noch nicht entwickelten Ländern“ von den Unterzeichnern gezahlt werden. Wofür, nach welchem Schlüssel, mit wieviel privatem Profit zu wessen Gunsten – nichts ist konkret festgelegt. Gleichzeitig (!) aber werden die afrikanischen Länder gezwungen, sog. „Freihandelsabkommen“ zu unterzeichnen, welche weiterhin ihre Wirtschaft, ihr Finanzwesen, ihren Sozialstaat und, nicht zuletzt: ihre Umwelt (Sic!) ruinieren und den Unternehmen der „1. Welt“ auf Jahrzehnte hinweg Monopole, maximale Ausbeutung von Mensch und Umwelt sichern. Flankiert durch ein vom WWF Davos entwickeltes UN-„Migrationsabkommen“ wird noch genug Druck durch ach so humane Migration erzeugt.

        Also, aus so einem System auszusteigen, wäre in meinen Augen nicht das Schlechteste.

        Nicht, dass wir uns missverstehen: Das alles hält mich nicht davon ab, seit Jahren bei mir selbst anzufangen, ökologisch nachhaltiges Bauen (die ENEV ist das Gegenteil davon!), Kraft-Wärmekopplung sind z.B. Gebiete, auf welchen ich mich beruflich und in der Freizeit einbringe. Jeden Tag 30km mit dem Fahrrad zur Arbeit, das vorhandene Auto wird nur en famille am WE genutzt, keine Flugreisen, keine Plaste-tüten, -Flaschen usw, Ecover statt henkel, Netzfreischalter in der Wohnung, Photovoltaik usw., usw.
        Vielleicht können Sie jetzt etwas besser verstehen, dass ich es mir in meiner Greta-Kritik nicht leicht mache.
        „Oberflächlich & privat“ fände ich das Geschehen super – geopolitisch betrachtet jedoch eine Katastrophe.

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    • Hans Jürgen schreibt:

      Vollste Zustimmung

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    • fidelpoludo schreibt:

      In allen Punkten meine volle Zustimmung.
      Besonders die Literaturempfehlung: Rosalie Bertell: „Kriegswaffe Planet Erde“ sollte manchen als Augenöffner dienen!

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  5. fidelpoludo schreibt:

    Vielleicht darf ich dezent darauf hinweisen, dass ein Großteil der Diskussion nicht darum ging, ob und in welchem Maße der Kilmawandel menschengemacht sei, sondern um die speziellere Frage, ob und in welchem Maße eine Erhöhung des CO2-Anteils erstens schädlich für das Klima ist und zweitens inwieweit und inwiefern seine Erhöhung menschengemacht ist.
    Dazu nur eine weitere Feststellung:
    „CO2 ist das Grundnahrungsmittel aller Pflanzen. Und damit indirekt aller Lebewesen.“

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    • Ulrike Simon schreibt:

      Das ist in der Tat der Kern:
      Bestreite ich die These, dass das zusätzliche Einleiten von CO2 aus fossilen Brennstoffen in die Atmosphäre den wesentlichen Anteil an der jetzigen Erderwärmung hat? Ist die Sache mit dem menschengemachten Klimawandel ein Hoax? Dann folgt daraus logisch die Forderung nach Aufgabe der Politik mit dem Ziel des Erreichens der CO2 Neutralität.
      Darüber freuen sich alle, die mit fossilen Energien wirtschaften, diejenigen, die die Rahmenbedingungen für deren Ausbeutung schaffen, unabhängig von ihrem geopolitischen Standpunkt, und die Kriegstreiber.
      Welchen Vorteil linke Politik daraus ziehen könnte, müsste man mir erklären. Denn der dann freie Geldfluss wird sicherlich nicht automatisch in soziale Maßnahmen oder in Schutzmaßnahmen für diejenigen, die unter den Folgen der unbestrittenen globalen Erwärmung leiden, umgeleitet.

      Ist die Sache mit dem CO2 kein Hoax, bzw. besteht ein realistisches Risiko, dass die These einen realen Kern hat, fordere ich politische Maßnahmen zur Erreichung der CO2 Neutralität. Da freuen sich dann weltweit und national alle diejenigen, die auf die grüne Ökonomie setzen.
      Als Linke kämpfe ich für die demokratische Kontrolle über diesen Prozess; z.B. beschäftige ich mich mit den sozialen Auswirkungen. Anti-Kriegs-Politik muss integraler Bestandteil einer solchen linken Politik sein – grundsätzlich, und weil es inhaltliche Zusammenhänge gibt. Und ich frage ganz grundsätzlich nach dem gesamtgesellschaftlichen Sinn der getroffenen Maßnahmen, z.B. ob die Förderung der Elektromobilität die sinnvolle Lösung für unsere Verkehrssituation ist und welche Alternativen es gäbe.
      Die Machtfrage ist in beiden Fällen zu stellen, denn ‚grüne‘ Politik ist ganz sicher nicht automatisch antiimperialistisch und antikapitalistisch, wie wir alle leider nur allzu gut wissen.

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  6. fidelpoludo schreibt:

    „Mir scheint, dass im Verständnis und Begreifen der Machtfrage (einschließlich des handgreiflichen Umgangs mit ihr) das Menschsein gipfelt.“ (Kranich s.o.: 21. April 2019 um 20:51)

    Der Kranich mag mir verzeihen, wenn ich mit diesem sehr zutreffenden Zitat darauf hinweise, dass er damit indirekt die unausgesprochenen Ambiguität wie Aktualität der 11. Feuerbachthese wieder auf den Teppich bringt. Es scheint mir heute – wie dem Kranich – zunächst darauf anzukommen, dass verstanden und begriffen wird, wer, wo, über welche (globalen) Bereiche die Macht hat und wie und mit welchen Mitteln er-sie-es-(sie) diese Macht ausübt (ausüben). Damit leitet er – ob er will oder nicht – eine neue Runde des scheinbar verachteten „Interpretierens“ ein, das wir jetzt allerdings nicht mehr den „Philosophen“ überlassen dürfen. Das Interpretieren muß, jedenfalls in Demokratien – will diese Gesellschaftsform ihrem Begriff gerecht werden -, ihrem Souverän, dem Volk übertragen werden. Und Verändern im Interpretieren kann nur durch Transparenz des Wissens um die Machtverhältnisse im weitesten Sinne beim Volk in Gang gesetzt werden. Die Fragen lauten:
    1. Wie ist der Stand der Kräfte der Macht wie der der kraftlosen Ohnmacht?
    2. Wie werden Macht und Ohnmacht produziert und reproduziert? (Produktionsweise der Macht)
    3. Die Produktionsweise der Macht ist eine Einheit von mächtigen Produktivkräften und herrschenden Produktionsverhältnissen. Ist aber die Produktionsweise der Macht nicht ebenfalls eine Einheit von mächtigen Destruktionskräften unter eben diesen herrschenden Produktionsverhältnissen? Die Drohung mit diesen Destruktivkräften scheint mir ein wesentliches Merkmal der herrschenden Produktionsweise der Macht zu sein.
    4. Begründet sich die Produktionsweise der Macht also nicht in zunehmendem Maße gerade in der herausragenden Rolle, die die Eigentumsverhältnisse, d.h. das Privateigentum an Produktionsmitteln (nicht zu vergessen das militärische Staatseigentum an Destruktionsmitteln, das aber aufgrund der Besitzverhältnisse nur privaten Interessen zur Verfügung steht und zur Verfügung gestellt wird) in dem Macht-Ohnmachts-Zusammenhang spielen?
    5. Die Technologie im weitesten Sinne (von IT, AI bis DAARPA & HARP & Geo-Ingeneering) ist das dominierende Produktionsmittel unserer Zeit, wird aber – bis auf wenige noch zu schließende Lücken – im wesentlichen zur Machterhaltung und Machterweiterung einer immer kleiner werdenden Elite von Besitzenden eingesetzt, verbunden mit ihrem sich beständig erweiternden Potential zur Kontrolle, Lenkung und Manipulation der Nicht-oder-wenig-Besitzenden verwendet.

    Selbstverständlich sind diese Fragen und Feststellungen offen für Ergänzungen wie für kritische Einwände.
    Was das Ausgeführte mit dem Klimawandelszenario zu tun haben könnte, möchte ich in einem folgenden Beitrag detaillierter auszuführen versuchen.

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  7. fidelpoludo schreibt:

    UN-Agenda 2030: „No one will left behind!“ – Versprechen oder Drohung?
    Der Klimawandel-Schwindel ist eine der zahlreichen Variationen, mit denen interessierte reduzierte Kreise ihre „No-Problem–Reaction–Solution“-Strategie erfolgreich und auf ein Neues in Szene zu setzen versuchen.
    Durch die offiziellen Main-Stream-Medien werden Lügen bzw. Halbwahrheiten verbreitet, propagandistisch aufgebläht, widersprechende Erkenntnisse nicht nur verschwiegen und unterdrückt, sondern – bei Androhung von Strafe und Bedrohung der Grundlage beruflicher Existenz – wenn es sein muß, auch verfolgt.
    Das bis zur Panik – unter vorgeblicher Berufung auf „civil disobedience“ – hochstilisierte „Problem“ („Menschliches Handeln verursacht eine unverantwortliche Erderwärmung und wir alle werden sterben müssen!“) wird überdimensioniert zugespitzt, um dann die Lösung anzubieten.
    Die Lösung ist wieder einmal: Eine autoritäre globale Machtzentralisation (New World Order), um Lebensstile und Verhaltensänderungen zu diktieren, den Bevölkerungen weltweit aufzuerlegen; um vorgeblich den Planeten zu retten. Dämonisiert wird in erster Linie CO-2 (Ironischerweise läßt sich festhalten, dass wir ohne CO-2 mit Sicherheit schon alle tot wären); um die menschliche Gesellschaft in eine gewünschte Richtung zu lenken. Transformation: Ideologisch und um Kontrolle zu gewährleisten, Kontrollstrukturen leichter und ohne großen Widerstand einführen zu können. Mit diesem Programm werden die Kinder vom Kindergarten über die Schule bis zur Uni nun schon seit einigen Jahrzehnten indoktriniert. Der „Political“ wurde die „Ecological Correctness“ höchst erfolgreich an die Seite gestellt. („Social & Economical & Financial Correctness“ sind in Arbeit.)

    Das Ergebnis ist in weiten Teilen der westlichen Gesellschaften ersichtlich:
    — Wir sollen und müssen glauben, dass die Welt gerettet werden muß;
    — Wissenschaftliche Forschungen, die dem widersprechen könnten, werden entweder verschwiegen, unterdrückt, staatlich-akademisch oder privat gar nicht erst gefördert, geschweige denn in Angriff genommen;
    — So wird systematisch unterschlagen, dass der weit überwiegende Teil von CO-2 natürlich produziert wird;
    — Die Behauptung, dass der vom Menschen erzeugte Anteil der CO-2-Produktion das die Menschheit bedrohende Problem sei, ist lächerlich;
    — Aber wir wissen, wie Propaganda funktioniert: Eine Lüge muß nur oft genug wiederholt werden, um als „Wahrheit“ akzeptiert zu werden. Sie wird zum offiziellen, unhinterfragbaren Narrativ.
    — So sind wir in eine Situation geraten, in der die jungen Leute total indoktriniert und einige sogar dermaßen in Panik geraten sind, dass sie ernst davon überzeugt sind, dass sie, wenn die erwünschte Transformation der menschlichen Gesellschaft nicht stattfindet, keine Zukunft mehr haben werden;
    — Wir kennen alle Leute, die allen Ernstes so von diesem Sermon beeindruckt sind, dass sie beschließen und lauthals verkünden: „Wir wollen keine Kinder! Wir mögen Kinder sehr wohl, wollen aber keine Kinder in eine Welt setzen, die klimatisch verwüstet ist.“ Entsprechend ihre Verachtung der Menschen der Dritten Welt, die „unverantwortlich“ viele Kinder das Dunkel der Welt erblicken lassen.
    — Und diese Art von Panik greift auf fast alle Lebensbereiche über:
    — Nicht selten finden wir diese Art von Demonstranten und Protestler auch unter denen, die völlig zurecht gegen die drastische Austeritätspolitik ihrer Regierungen oder gegen die EU aufstehen. Sie sind sich im Unklaren darüber, dass genau diese Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels in engem Zusammenhang mit der Austeritätspolitik zu sehen sind. Die Energiekosten für die Privathaushalte werden genauso steigen wie die Steuerabgeaben. Und beides läßt sich leichter eintreiben, wenn es unter dem verbereiteten Glauben geschieht, dass es zur Rettung des Planeten notwendig sei. https://www.youtube.com/watch?v=_ucgWB0-9_Q
    — Der „Green New Deal“ entspricht dieser die Zusammenhänge verdunkelnden Perspektive vollkommen. Es geht um Zentralisierung der Macht und letztenendes um Tyrannei.
    — Greta Thunberg wird in diesem Sinne benutzt und weltweit propagiert, obwohl sie vom Manuskript der herrschenden Eliten abliest (höchstwahrscheinlich ohne zu wissen, wer es in wessen Auftrag verfaßt hat). Wäre sie sonst nach Davos vorgelassen worden? Keineswegs stahl sie den Großen dieser Welt die Show, wie behauptet wurde, sondern sie wurde in ihrem Auftrag inszeniert und perfekt vorgeführt. Sie entsprach voll und ganz den Ingredienzien der UN-Agenda 2030 und deren Versprechen, für deren Einlösung ganz andere Bedingungen geschaffen und (Produktions-, Destruktions-, Verwaltungs- und Eigentums-)Verhältnisse umgeworfen werden müßten.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Als Beigabe hier noch einmal die Aussage in nicht einmal drei Minuten über den Zustand und das Schicksal der Wissenschaften: Sie wird korrumpiert und politisch instrumentalisiert. Ich füge hinzu – um an die oben gestellte Machtfrage anzuknüpfen:
      Die Inhaber der Macht machen, was sie wollen. Und um die Ergebnisse zu erzielen, die den Machteliten passen, verbreiten Regierungen gern Falschinformationen und Propaganda.

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  8. Jo Bode schreibt:

    Jetzt frage ich mich zunehmend, woher die nicht wenigen Wissenschaftler kommen, die sich außerhalb der sogenannten „Einigkeit der Wissenschaft “ tummeln. Offensichtlich scheint die Propaganda viel stärker und nachhaltiger zu wirken, als ich es mir jemals habe vorstellen können.
    Ich gebe allerdings zu, dass ich noch im letzten Jahr eine ganze Weile gebraucht habe, um mich vom herkömmlichen Panikbild des Weltuntergangs durch co2 weitgehend zu verabschieden.
    Viele Bekannte und Freunde verstehen das nicht. Sie lehnen sogar eine nähere Beschäftigung mit dem Thema ab, weil ja „alles klar“ sei, so wie es Politik und Medien seit langem verkaufen….

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    • fidelpoludo schreibt:

      Lieber Bodo,
      das ging mir genau wie Dir. Auch ich mußte mich eines Besseren belehren lassen.
      Habe noch vor nicht allzu langer Zeit sogar Streit mit meinen Söhnen gehabt, die
      allerdings auch keine überzeugenden Argumente aufzuweisen hatten, damals.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Was Ulrike Simon und ihr Engagement betrifft, so möchte ich klarstellen, dass ich das voll und ganz befürworte. Jetzt aber nicht mehr unter dem Aspekt der grundsätzlichen Notwendigkeit alternativer Stromversorgung, sondern unter dem Aspekt der regional-lokalen Organisation, die ich für wichtig halte. Und wenn man die in Angriff nimmt, dann doch bitte gleich mit den umweltunschädlichsten Technologien, wenn sie denn nicht erheblich die Strompreise erhöhen und den Geldbeutel der kleinen Leute unnötig belasten.

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  9. Theresa Bruckmann schreibt:

    186. In der Rio-Erklärung von 1992 heißt es: „Drohen schwerwiegende oder bleibende Schäden, so darf ein Mangel an vollständiger wissenschaftlicher Gewissheit kein Grund dafür sein, kostenwirksame Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschlechterungen aufzuschieben.“[132] Dieses Prinzip der Vorbeugung gestattet den Schutz der Schwächsten, die kaum über Mittel verfügen, sich zu verteidigen und unumstößliche Nachweise zu erbringen. Wenn die objektive Information einen schweren und irreversiblen Schaden voraussehen lässt, müsste jedes Projekt, auch wenn es keine unbestreitbare Bestätigung gibt, gestoppt oder modifiziert werden. So wird die Beweislast umgekehrt, da in diesen Fällen ein objektiver und schlagender Nachweis dafür erbracht werden muss, dass das Vorhaben keine schweren Schäden für die Umwelt und ihre Bewohner verursachen wird.

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    • Jo Bode schreibt:

      Erstaunlich, dass dieses Prinzip der Vorbeugung zum Schutze der Schwächsten nur im Zusammenhang mit der Klimaentwicklung hoch gehalten wird, wobei dazu noch fraglich ist, ob es denn in den nächsten 20 bis 50 Jahren überhaupt zum Tragen kommt.
      Dem gegenüber kümmern sich unsere Eliten einen Dreck um den Schutz der Schwächsten bei fast allen anderen Themen, wo dieser Schutz höchst notwendig wäre, aber das Gegenteil zum Beispiel bei Rüstung und Kriegen mit riesigem Einsatz von Kapital, Material un Propaganda geradezu zelebriert wird.

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  10. Theresa Bruckmann schreibt:

    Bevor ein Produkt in den Handel kommt, mussten die Hersteller in der Bundesrepublik nachweisen, dass ihr Produkt zu keinen Schäden beim Konsumenten führt. Das war unser lange selbstverständliches Vorsorgeprinzip. Ganz anders in den USA, wo ein Produkt zugelassen und ein Geschädigter nachweisen muss, dass er durch genau dieses Produkt einen Schaden erlitten hat. Er kann dann Schadensersatzansprüche einklagen und es werden u.U. Studien veranlasst, welche die Zusammenhänge darstellen, die für potentielle Konsumenten Warnung sein könnten.
    Mein Zitat stammt aus Laudato Si, Abschnitt 186 und stellt eine Kritik dar… Umweltverschlechterungen meint auch mehr als Klimawandel. Das hat Julia Adeney Thomas
    hier deutlich gemacht:
    https://linkezeitung.de/2019/03/02/weshalb-das-anthropozaen-nicht-klimawandel-ist/
    Ich habe mich insgesamt 10 Tage mit ‚Laudato Si‘ beschäftigt, 4 Tage zum eingehenden Studium der 246 Abschnitte und 6 Tage für die Erstellung eines vollständigen Nachschlags-
    verzeichnis. Wenn jetzt ein Begriff aus dem Themenbereich Ökologie fällt, habe ich sofort
    ein paar Anhaltspunkte zur Hand, die ich nicht teilen muss, die aber Anlass zur weiteren
    Recherche sein können.
    Was mir jetzt auffiel im Zusammenhang mit Papst Franziskus und ‚Laudato Si‘ aus Mai
    2015, ist, dass meiner Meinung nach nicht einer, der vielen Zitierenden in den Alternativen Medien, das Original gelesen hat, von den MSM ganz zu schweigen (man zitiert Zitate anderer, gibt Meinungen anderer wieder).
    Das ist einerseits verständlich, weil es sehr zeitaufwändig ist, alles zu lesen; andererseits, verlangt es die intellektuelle Redlichkeit, so wie ich sie verstehe, dass ich dann nicht urteilen kann.
    Ich zitiere nachfolgend einige passende Stellen (in denen von den Auswirkungen auf die Schwächsten die Rede ist). Die Nummern sind also Teil der 246 Abschnitte, die eckigen
    Nummern bezeichnen die Quellenangaben im Original (zu finden im Voltaire Netzwerk).
    Hier also ausschließlich Zitate aus dem Original:
    Nr. 56 Indessen fahren die Wirtschaftsmächte fort, das aktuelle weltweite System zu recht
    fertigen, in dem eine Spekulation und ein Streben nach finanziellem Ertrag vorherr-
    schen, die dazu neigen, den gesamten Kontext wie auch die Wirkungen auf die
    Menschenwürde und die Umwelt zu ignorieren. So wird deutlich, dass die Ver
    schlechterung der Umweltbedingungen und die Verschlechterung im menschli
    chen und ethischen Bereich eng miteinander verbunden sind. Viele werden sagen,
    dass sie sich nicht bewusst sind, unmoralisch zu handeln. Daher bleibt heute „alles
    Schwache wie die Umwelt wehrlos gegenüber den Interessen des vergötterten Mark-
    tes, die zur absoluten Regel werden“.[33]

    Nr. 57 Es ist vorhersehbar, dass angesichts der Erschöpfung einiger Ressourcen eine Situa
    tion entsteht, die neue Kriege begünstigt, die als eine Geltendmachung edler Ansprü-
    che getarnt werden. Der Krieg verursacht immer schwere Schäden für die
    Umwelt wie für den kulturellen Reichtum der Bevölkerungen, und die
    Risiken wachsen ins Ungeheure, wenn man an die nuklearen und die
    biologischen Waffen denkt. Denn „obwohl internationale Vereinbarun
    gen den chemischen, bakteriologischen und biologischen Krieg verbieten, ist es eine
    Tatsache, dass in den Laboratorien die Forschung für die Entwicklung
    neuer Angriffswaffen fortgesetzt wird, die imstande sind, die natürlichen
    Gleichgewichte zu verändern“.[34] Von Seiten der Politik ist eine größere Auf-
    merksamkeit nötig, um den Situationen, die neue Konflikte verursachen können, zu
    vorzukommen und sie zu lösen. Doch die mit dem Finanzwesen verbundene
    Macht ist das, was sich am meisten gegen solche Bemühungen sträubt, und die po-
    litischen Pläne sind gewöhnlich nicht weitblickend. Warum möchte man heute
    eine Macht bewahren, die in die Erinnerung eingehen wird wegen ihrer
    Unfähigkeit einzugreifen, als es dringend und notwendig war?

    Nr. 94 „… welche die Bischöfe von Paraguay darlegten: „Jeder Campesino hat ein na-
    türliches Recht darauf, ein angemessenes Stück Land zu besitzen, wo er seine
    Wohnstätte errichten, für den Lebensunterhalt seiner Familie arbeiten und existen
    tielle Sicherheit haben kann. Dieses Recht muss garantiert werden, damit es keine
    Illusion bleibt, sondern konkret angewendet wird. Das bedeutet, dass der Campesino
    außer dem Eigentumszertifikat sich auf Mittel technischer Schulung, Kredite, Versi-
    cherungen und Vermarktung verlassen muss.“[77]

    Nr. 95 Die Umwelt ist ein kollektives Gut, ein Erbe der gesamten Menschheit und eine Ver
    antwortung für alle. Deshalb haben die Bischöfe von Neuseeland sich gefragt, was
    das Gebot „du sollst nicht töten“ bedeutet, wenn „zwanzig Pro
    zent der Weltbevölkerung Ressourcen in solchem Maß verbrauchen,
    dass sie den armen Nationen und den kommenden Generationen das rauben,
    was diese zum Überleben brauchen“.[78]
    109. Das technokratische Paradigma tendiert auch dazu, die Wirtschaft und die Politik zu beherrschen. Die Wirtschaft nimmt jede technologische Entwicklung im Hinblick auf den Ertrag an, ohne auf mögliche negative Auswirkungen für den Menschen zu achten. Die Finanzen ersticken die Realwirtschaft. Man hat die Lektionen der weltweiten Finanzkrise nicht gelernt, und nur sehr langsam lernt man die Lektionen der Umwelt-schädigung.
    … Der Markt von sich aus gewährleistet aber nicht die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und die soziale Inklusion.[89] Unter-dessen verzeichnen wir „eine Art verschwenderische und konsumorientierte Überent-wicklung, die in unannehmbarem Kontrast zu anhaltenden Situationen ent-menschlichenden Elends steht“[90], und es werden nicht schnell genug wirt-schaftliche Einrichtungen und soziale Programme erarbeitet, die den Ärmsten einen regu-lären Zugang zu den Grundressourcen ermöglichen. Man wird nie genug darauf hinweisen können, welches die tiefsten Wurzeln des gegenwärtigen Ungleichge-wichts sind, die mit der Ausrichtung, den Zielen, dem Sinn und dem sozialen Kontext des technologischen und wirtschaftlichen Wachstums zu tun haben.
    175. Die gleiche Logik, die es erschwert, drastische Entscheidungen zur Umkehrung der Tendenz zur Erderwärmung zu treffen, unterbindet auch die Verwirklichung des Ziels, die Armut auszurotten. Wir brauchen eine verantwortlichere weltweite Reaktion, die darin besteht, gleichzeitig sowohl die Reduzierung der Umweltverschmutzung als auch die Ent-wicklung der armen Länder und Regionen in Angriff zu nehmen. Während das 21. Jahrhun-dert ein Regierungssystem vergangener Zeiten beibehält, ist es Schauplatz eines Machtschwunds der Nationalstaaten, vor allem weil die Dimension von Wirtschaft und Finanzen, die transnationalen Charakter besitzt, tendenziell die Vorherrschaft über die Politik gewinnt.
    178. Das Drama der auf unmittelbare Ergebnisse ausgerichteten politischen Planung, die auch von Konsumgesellschaften vertreten wird, führt zu der Notwendigkeit, kurz-fristig Wachstum zu erzeugen. Mit Rücksicht auf die Wahlen setzen die Regierungen sich nicht leicht der Gefahr aus, die Bevölkerung mit Maßnahmen zu verärgern, die dem Konsumniveau schaden oder Auslandsinvestitionen gefährden können. Die Kurzsich-tigkeit beim Aufbau der Macht bremst die Aufnahme eines Umweltprogramms mit weiter Perspektive in die öffentliche Tagesordnung der Regierungen. So vergisst man, dass „die Zeit mehr wert ist als der Raum“[130]; dass wir immer dann fruchtbarer sind, wenn wir uns mehr darum kümmern, Prozesse auszulösen, als Räume der Macht zu beherrschen.
    aus 179:
    Wenn die Bürger die nationale, regionale und kommunale politische Macht nicht kontrollieren, ist auch keine Kontrolle der Umweltschäden möglich. Andererseits können die Gesetze der Gemeinden wirksamer sein, wenn Vereinbarungen zwischen benachbarten Ortschaften bestehen, um die gleiche Umweltpolitik zu unter-stützen.
    aus 183
    . Einen privilegierten Platz in der Diskussion müssen jedoch die Einwohner vor Ort haben, die sich fragen, was sie für sich und für ihre Kinder wollen, und die auch Ziele in Betracht ziehen können, die das unmittelbare wirtschaftliche Interesse übersteigen.
    184. Wenn eventuelle Risiken für die Umwelt erscheinen, die das gegenwärtige oder zukünf-tige Gemeinwohl betreffen, verlangt die Situation, „dass alle Entscheidungen auf der Grund-lage einer Gegenüberstellung der Risiken und der Vorteile jeder in Frage kommenden Alternative getroffen werden“.[131] Das gilt vor allem, wenn ein Projekt einen erhöhten Verbrauch natürlicher Ressourcen, eine Zunahme von Emissionen oder Abfallprodukten, die Erzeugung von Rückständen oder eine bedeutende Veränderung der Landschaft, des Lebensraums geschützter Arten oder eines öffentlichen Raums verursachen kann…

    185. Um zu erkennen, ob ein Unternehmen zu einer wahren ganzheitlichen Ent-wicklung beiträgt, müssten in der gesamten Diskussion die folgenden Fragestellungen bedacht werden: Wozu? Weshalb? Wo? Wann? In welcher Weise? Für wen? Welches sind die Risiken? Zu welchem Preis? Wer kommt für die Kosten auf, und wie wird er das tun? In dieser Prüfung gibt es Fragen, die den Vorrang haben müssen. Wir wissen zum Beispiel, dass das Wasser eine beschränkte und unerlässliche Ressource ist, und zudem ist es ein Grundrecht, das die Ausübung anderer Menschenrechte bedingt. Das steht au-ßer Zweifel und stellt jede Analyse der Umweltschädigung einer Region in den Schatten.

    189. Die Politik darf sich nicht der Wirtschaft unterwerfen, und diese darf sich nicht dem Diktat und dem effizienzorientierten Paradigma der Technokratie unterwerfen. Im Hinblick auf das Gemeinwohl besteht für uns heute die dringende Not-wendigkeit, dass Politik und Wirtschaft sich im Dialog entschieden in den Dienst des Lebens stellen, besonders in den des menschlichen Lebens. Die Rettung der Banken um jeden Preis, indem man die Kosten dafür der Bevölkerung aufbürdet, ohne den festen Entschluss, das gesamte System zu überprüfen und zu reformieren, unterstützt eine absolute Herrschaft der Finanzen, die keine Zukunft besitzt und nach einer langwieri-gen, kostspieligen und scheinbaren Heilung nur neue Krisen hervorrufen kann. Die Finanz-krise von 2007-2008 war eine Gelegenheit für die Entwicklung einer neuen, gegenüber den ethischen Grundsätzen aufmerksameren Wirtschaft und für eine Regelung der spekulativen Finanzaktivität und des fiktiven Reichtums. Doch es gab keine Reaktion, die dazu führte, die veralteten Kriterien zu überdenken, die weiterhin die Welt regieren… Die Finanzblase pflegt auch eine Produktionsblase zu sein. Letztlich ist das, was nicht energisch in Angriff genommen wird, das Prob-lem der Realökonomie, die es möglich macht, dass die Produktion vielseitig gestaltet und verbessert wird, dass die Unternehmen angemessen funktionieren, dass die kleinen und mittleren Betriebe sich entwickeln und Arbeitsplätze schaffen.
    190. In diesem Zusammenhang muss immer daran erinnert werden , dass „der Umwelt-schutz […] nicht nur auf der Grundlage einer finanziellen Kostennutzenrechnung ge-währleistet werden [kann]. Die Umwelt ist eines jener Güter, die die Mechanis-men des Markts nicht in der angemessenen Form schützen oder fördern kön-nen.“[134]
    191. Wenn diese Fragen aufgeworfen werden, reagieren einige mit der Anschuldigung, man wolle gegen alle Vernunft den Fortschritt und die menschliche Entwicklung auf-halten. Wir müssen uns jedoch davon überzeugen, dass die Verlangsamung eines ge-wissen Rhythmus von Produktion und Konsum Anlass zu einer anderen Art von Fortschritt und Entwicklung geben kann… Wenn wir nicht engstir-nig sind, können wir entdecken, dass die vielseitige Gestaltung einer mehr innova-tiven und weniger umweltschädlichen Produktion rentabler sein kann. Es geht darum, den Weg für andere Möglichkeiten zu öffnen, die nicht etwa bedeuten, die Krea-tivität des Menschen und seinen Sinn für Fortschritt zu bremsen, sondern diese Energie auf neue Anliegen hin auszurichten.
    194. Damit neue Leitbilder für den Fortschritt aufkommen, müssen wir „das Modell globaler Entwicklung in eine [andere] Richtung … lenken“[136], was ein-schließt, „über den Sinn der Wirtschaft und über ihre Ziele nachzudenken, um Missstände und Verzerrungen zu korrigieren“.[137].
    195. Das Prinzip der Gewinnmaximierung, das dazu neigt, sich von jeder an-deren Betrachtungsweise abzukapseln, ist eine Verzerrung des Wirt-schaftsbegriffs… Als ethisch könnte nur ein Verhalten be-trachtet werden, in dem „die wirtschaftlichen und sozialen Kosten für die Be-nutzung der allgemeinen Umweltressourcen offen dargelegt sowie von den Nutznießern voll getragen werden und nicht von anderen Völkern oder zu-künftigen Generationen“.[138] Die zweckgebundene Rationalität, die nur eine stati-sche Analyse der Wirklichkeit im Hinblick auf die aktuellen Bedürfnisse liefert, ist so-wohl im Spiel, wenn es der Markt ist, der die Mittel zuteilt, als auch wenn dies ein planwirtschaftlich geführter Staat tut.
    196. Was geschieht mit der Politik? Wir erinnern an das Prinzip der Subsidiarität, das auf allen Ebenen Freiheit für die Entwicklung der vorhandenen Fähigkeiten gewährt, zugleich aber von dem, der mehr Macht besitzt, mehr Verantwortlichkeit für das Gemeinwohl fordert. Es ist wahr, dass heute einige Wirtschaftszweige mehr Macht aus-üben, als die Staaten selbst. Man kann aber nicht eine Wirtschaft ohne Politik rechtfertigen – sie wäre unfähig, eine andere Logik zu begünstigen, die die verschiedenen Aspekte der gegenwärtigen Krise lenken könnte. Die Logik, von der man keine aufrichtige Sorge um die Umwelt erwarten kann, lässt auch nicht erwarten, dass sie besorgt ist, die Schwächsten einzubeziehen, denn „in dem geltenden »privat-rechtlichen« Erfolgsmodell scheint es wenig sinnvoll, zu investieren, damit diejenigen, die auf der Strecke geblieben sind, die Schwachen oder die weniger Begabten es im Leben zu etwas bringen können“.[139]

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  11. kranich05 schreibt:

    Zur Klimadebatte und zur Energiewendedebatte weise ich auf diese beiden Broschüren https://aufruhrgebiet.de/neue-broschuere-kippt-das-klima-eine-marxistische-analyse-der-klimapolitik/ der Webseite „Aufruhrgebiet“ hin https://aufruhrgebiet.de/

    Ich kenne diese Quelle erst seit gestern, kenne sie also bei Weiten unvollständig, doch es reicht, um sie hochzuschätzen.

    Ulrike hat ja wohl auch Besorgnisse hinsichtlich des Wertes ihres eigenen Projekts ausgesprochen. Ich schließe mich fidelp an: Insofern dieses Projekt diverse Ressourcen spart, insofern es dezentral bis fast zur Autarkie ist, insofern es basisdemokratisch ist, ist es über jeden Zweifel erhaben.

    Mich interessieren „die Begleitumstände“ der Klimadebatte (die „9/11-Umstände“, um Ulrikes Formulierung zu benutzen) mehr als die Klimadebatte selbst. Ich meine „Begleitumstände“, die eigentlich eine „Wesenheit“ ausdrücken.
    Diese Wesenheit sehe ich in einer neuen Stufe (einer wirklich fundamentalen Veränderung) in der Lenkung der Massen durch die Machthaber. Propaganda, MSM, also die übliche Manipulation, Lügnerei, habe ihre herkömmliche Funktion weitgehend verloren.
    Die Bewusstseins- und Handlungsformierung (früher Gehirnwäsche und Abrichtung) verläuft jetzt in materiellen Prozessen, deren Energie die zu Manipulierenden SELBST aufbringen. (Das „Revolutionsstreben“ wird zur reinsten Konterrevolution.)
    Die uns steuern ernten jetzt etwas, worauf sie lange hingearbeitet haben (Bildungssystem) und wir sind demgegenüber völlig hilflos.
    Einer dieser materiellen Prozesse ist „Thunberg“ – jung gegen alt, ein anderer ist „Christchurch/Sri Lanka“ – Christen gegen Moslems, ein weiterer ist „Migration“ – weiß gegen schwarz. Der nächste wird „Abtreibung“ – Individuum gegen Familie. Da, wo er hinpasst (also da, wo die Herrenvölker leben), heißt einer „Exzeptionalismus“ oder „gotterwählte Rasse“.
    Alle diese Prozesse sind nicht nur ideologisch. Es wird erreicht (hergestellt), dass die Ideologie die Massen ergreift. Damit wird erreicht Hysterisierung, Blut, Chaotisierung. Die Zentren behalten aber die Fäden in der Hand – perfekte Machtausübung. Sie haben ihren Faschismus studiert und gelernt und übertürmen ihn heute.
    Und wir?
    Wir, solange wir Menschen sind (diese Einschränkung hat schon heute bitteren Hintergrund), bleiben (zumindest keimhaft) zur Freiheit fähig.
    Du und ich, wir können uns zusammentun. Auf diesem Weg kann Macht entstehen. Sie wäre die größte.
    Meine Interessen und Bemühungen, soweit die Kräfte reichen, gelten diesem basis-, nein, direktdemokratischen Ansatz. Und welche Erfahrungen sammle ich dabei??? —
    Nein, Dantes Satz über dem Eingangstor seiner Wanderung hat für mein Tun noch nicht die absolute Geltung.
    Diese letztgenannten Überlegungen gehören zu meiner Meinung, dass in der Machtfrage das Menschsein gipfle.

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  12. Theresa Bruckmann schreibt:

    Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
    Wenn ich eine Aussage ohne Vorurteil beurteilen soll, gelingt dies doch gerade am besten, wenn ich nicht weiß, wer sie ausgesprochen hat. Erst wenn mich das Gesagte verwirrt und ich meine, da stimmt etwas nicht oder das darf doch nicht sein, weil es eine Diffamierung darstellt, beginne ich zu fragen „Woher kommt die Aussage? Was könnte damit bezweckt werden?“ u.ä.
    Alles andere wäre ein „Krieg der Meinungen“, aber kein Dialog mehr. .

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    • kranich05 schreibt:

      Liebe Therese,
      ich bin mir nicht sicher, ob sich Dein Unverständnis auf meinen vorstehenden Kommentar bezieht. Ob es klärend wirkt, wenn ich noch einmal betone, dass NICHT der Klimawandel mein Hauptthema ist?
      Klimawandel ist für mich ein Gegenstand der Beobachtung des an anderen Stellen geführten Disputs und der eigenen Reflexion neben vielen anderen Themen. Darunter auch etlichen Themen, die mir wichtiger sind.
      Dass ich Klimawandel hier im Blog zum Thema gemacht habe (exakter wäre aber zu sagen, nicht den Klimawandel, sondern das Anthropozän, beginnend hier:https://opablog.net/2019/03/03/fundstueck-3-3-2019-nicht-nur-thunberg/), ist eindeutig NICHT durch Klimaereignisse, sondern durch sozusagen Machtausübungsereignisse ausgelöst. Genau genommen durch ein einziges Ereignis ausgeübter Macht, nämlich „Thunberg in Davos“ („Thunberg in Kattowice“ (oder war es Warschau?) hatte für mich noch nicht diese Signalwirkung, obwohl es ja ein Ereignis derselben Art war).
      Die seitdem im Blog hier geführte Diskussion hat zwar dazu geführt, dass ich mich intensiver mit „Fachfragen“ der Klimadebatte beschäftigt habe (anderen geht es vielleicht ähnlich), auch dazu, dass ich nunmehr mehr oder weniger überzeugter „Skeptiker“ bin, doch keineswegs dazu, dass ich mich auf „ent“ oder „weder“ festlegen kann oder will.
      Bestärkt bin ich aber in meiner Einschätzung, dass es um Machtfragen geht. Diesbezüglich hat die Diskussion mir viele zusätzliche Informationen und Anregungen gebracht.
      Dass der „Thunberg-Zirkus“ von Anfang bis Ende eine Machtinszenierung war/ist, war ja von der ersten Minute an klar. Es hatte und hat für mich aber Erkenntniswert, wie viele Menschen sich darauf mit fliegender Fahne einließen.
      Subtiler sind die Machtansprüche wie sie in quasi atemlos geführter „naturwissenschaftlicher Argumentation“ erhoben werden. PIK-Vertreter liefern dafür immer wieder Beispiele und hier im Blog ist es Albrecht Schmiedel.
      Klimafragen und Machtfragen sind verschiedene Dinge/Ebenen. Wenn wir uns auf diese Unterscheidung nicht einlassen, werden wir konsequent aneinander vorbeireden.
      Am Ende übrigens werden Machtfragen nicht durch Argumente, sondern – wie mein früherer Chef, ein alter Prolet, immer zu sagen pflegte – „Kraft Wassersuppe“ entschieden.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Liebe Theresa,
      auch ich begreife nicht ganz, auf welchen Beitrag sich Ihr Einwand, den ich allgemein für richtig halte, nun beziehen soll. Auch ich lehne es grundsätzlich ab, wenn nicht auf ein Argument reagiert wird, sondern mit dem Blick auf den Argumentierenden bzw. das „Milieu“, in dem man in fest verankert einsortiert glaubt. „Aus der Ecke kann ja kein vernünftiges Argument kommen!“ nimmt einem die Arbeit ab, auf das Argument einzugehen. Und doch: der Fehler unterläuft uns doch immer wieder. „Ach Sloterdijk! Oder Zizek! Wenn ich nur die Visagen sehe oder die Namen höre. Dafür ist mir meine Zeit zu schade!“ In umgekehrter Richtung, nämlich positiv gewendet, ist es genauso: „Den habe ich immer toll gefunden. Und wenn der nun etwas Fragwürdiges äußert, sind wir versucht, es so lange zu drehen und zu wenden, bis wir etwas Positives aus ihm rausgequetscht haben.“ Das werden wir kaum wesentlich ändern können, vielleicht mit Problembewußtsein auf ein Minimum reduzieren.

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      • kranich05 schreibt:

        Kennt etwa noch jemand den zu früh verstorbenen DDR-Philosophen Georg Klaus? (Er hat – obwohl doch DDR-Philosophie, von der alle wissen, dass sie null und nichtig war – einen halbwegs ordentlichen Wikipedia-Artikel.)
        Ich hatte das Glück, zwei Semester Logik bei ihm zu studieren (von denen er aber nur wenige Stunden selbst bestritt). (Diese wenigen Stunden waren eindrucksvoll.)
        Klaus hat auch ein Buch über Semiotik und Erkrenntnistheorie geschrieben. Darin steht auch Elementares, z. B., dass jede Aussage oder Aussageverbindung (also auch eine wissenschaftliche Theorie) einen semantischen, einen pragmatischen und eine syntaktischen Aspekt hat. Diese Aspekte, ihre jeweiligen Inhalte, ihre Beziehungen zueinander, braucht man nicht zu verrätseln.

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        • fidelpoludo schreibt:

          Diese Theorie stimmt in ihrer Allgemeinheit wahrscheinlich. Mach aber einmal eine Probe aufs Exempel und lege zwei Vertretern dieser Theorie eine ein wenig kompliziertere Aussage vor um sie zu analysieren und Du wirst einige Differenzen feststellen, die dann kaum miteinander mehr vereinbar sein werden. Nimm ein Gedicht und Du wirst Dich wundern!

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  13. Albrecht Schmiedel schreibt:

    Der gesamte Diskurs hier ist aufgebaut auf der Annahme, dass man auf die rasche Dekarbonisierung der Weltwirtschaft verzichten kann, ohne dass dies ernsthafte Konsequenzen für die Menschheit hätte. Fidelpoludo, ChrizzChrozz, Jo Bode und Kranich05 wissen, dass Idai und Kenneth nichts mit der globalen Erwärmung zu tun haben. (Sie haben das nicht ausdrücklich gesagt, aber Ihre ganze Herangehensweise legt nahe, dass Ihnen das nicht einmal als Möglichkeit ins Blickfeld kommt.) Sie wissen auch, dass es kein CO2-Budget in der Größenordnung von 500 bis 1000 Gigatonnen gibt, dessen Überschreitung den Planeten in eine recht ungemütliche Zone für die Menschheit bringen würde. (Auch das hat keiner von Ihnen explizit so gesagt, aber wenn es zuträfe, wäre wohl doch eine rasche Dekarbonisierung angesagt.)

    Ihr Wissen beruht auf einer ganzen Reihe von Youtube-Videos, in der entweder Nicht-Klimawissenschaftler ihre Meinung kundtun (z.B. Malberg, Lüdecke) oder extrem randständige Klimawissenschaftler wie z.B. Richard Lindzen. Und wenn Sie, Kranich05, einen Text hochschätzen, in dem Sätze wie „Heute macht CO2 nur 0,04% (!) der Luft aus. In knapp 200 Jahren ist auf 10.000 Luftmoleküle ein nur einziges (!) CO2-Molekül hinzu gekommen. Kann dieses Wundermolekül zu einer Katastrophe führen?!“ als Argument vorgebracht werden, da kann man nur den Kopf schütteln. Hat denn keiner von Ihnen in seiner Umgebung jemanden, der eine minimale naturwissenschaftliche Schulbildung genossen hat?

    Zu Recht hüten Sie sich, einen Ihrer Kronzeugen wirklich ernst zu nehmen und sich eines seiner Argumente zu eigen zu machen. Täten Sie das, müssten Sie ja die übrigen Kronzeugen abschreiben, da die ja zusammen gar keine gemeinsame wissenschaftliche Position haben. Im Gegenteil, sie widersprechen sich gegenseitig. Jeder hat andere Gründe für die Ablehnung des wissenschaftlichen Konsens. Im übrigen sind diese Skeptikerargumente alle schon längst widerlegt, z.B. hier in der verdienstvollen Sammlung von Coby Beck aus den Jahren 2006 und 2007. Nennen Sie nur ein neues Argument, was bei Beck nicht schon aufgeführt ist!

    Sie scheinen gar nicht zu verstehen, dass die Naturwissenschaften auch unter kapitalistischen Vorzeichen relative Wahrheiten produzieren, die man nicht einfach ignorieren kann. Täten sie es nicht, flöge kein Flugzeug, produzierte ein AKW kein Strom und wären Wettervorhersagen allesamt falsch. Die Computersimulation („Computermodell“) eines noch nicht gebauten Flugzeugs ist so gut, dass ein Testpilot ohne Bange den Jungfernflug mit einem auf dieser Basis gebauten Prototypen antritt. All das gewiss nicht basierend auf Meinungen von Youtube-Videos oder genialischen Erkenntnissen Einzelner, sondern basierend auf dem in der Praxis bewährten Konsens der Fachwissenschaftler.

    Wem vertrauen Sie eigentlich, wenn bei Ihnen ein Tumor diagnostiziert wird? Angenommen der diagnostizierende Facharzt ist alarmiert und empfiehlt eine rasche, recht radikale Therapie? Dann lieber doch den Mistelzweig vom Heilpraktiker nebenan? [Ich gebe zu, dass hier die letzte Variante einiges für sich hat. Aber eben nicht die Wahrheit. Obwohl bei der Krebstherapie wahrscheinlich Profitinteressen eine viel größere Rolle spielen als bei der Esoterik.]

    Wie wollen Sie Herrschaftsverhältnisse analysieren, wenn Sie schon in Ihrer Naturerkenntnis so völlig daneben liegen? Wie wollen Sie den Kapitalismus bekämpfen an der Seite von AfD (und großen Teilen der CDU!), Wohlstandschauvinisten, Vielfliegern, Autowahnsinnigen und der weltweiten Kohle-, Öl- und Erdgaslobby, mit denen Sie alle das Herunterspielen der Gefährlichkeit der globalen Erwärmung teilen?

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    • Jo Bode schreibt:

      Idai und Kenneth sind zunächst mal – naturwissenschaftlich gesehen – reine Wettererscheinungen. Jede Klimaveränderung in der gesamten Erdgeschichte hatte bis heute verändertes Wetter zur Folge. Und richtig: Die Temperaturen steigen seit 1 bis 2 Jahrhunderten, wobei man über die genauen Werte streiten kann. Wir bewegen uns dabei im Bereich der unteren einstelligen Zahlen, was vor dem Hintergrund des Auf und Ab der erdgeschichtlichen Temperaturentwicklung als ziemlich gering einzuordnen ist. In der Warmzeit des Mittelalters gab es in Norddeutschland und in England wärmeliebende Pflanzen, über die sich die Anwohner heutzutage freuen würden – siehe z.B. die nicht wenigen Exemplare „Wine Street“ im Brexit-Land, über die ungefähr 174.000.000 Google-Ergebnisse Auskunft geben.
      Richtig ist auch, dass alle Gebiete der Erde unterschiedliche Klima- und Wetterdaten aufweisen, wobei auch die Tatsache eines Temperaturrückgangs oder -stillstands während der letzten 15 bis 20 Jahre trotz gleichzeitig ansteigendem co2-Anteil in der Atmosphäre im Raume steht. Unbestritten von seriösen Wissenschaftlern ist die mit zunehmender Konzentration immer weiter abnehmende Wärme-Aufnahmefähigkeit von co2. Unterschiedlich werden die daran zu knüpfenden Folgen eingeschätzt, wobei sich inzwischen die nach wie vor umstrittene Möglichkeit einer Temperaturerhöhung von „nur“ 2 bis 3 Grad innerhalb der nächsten 100 Jahre heraus kristallisiert, was gerade mal weniger als die Hälfte der bisher oft mit bis zu 6 Grad behaupteten Wärmezunahme bedeutet. Praktisch nachgewiesen außerhalb theoretischer „Übungen“ ist bis jetzt nichts – kein Wunder bei der Komplexität von Wetter und Klima -, deshalb nennt man diese Voraussagen auch Modellstudien.
      Betrachtet man den überschaubaren Bereich der Menschheitsgeschichte, hatte eine nicht nur kurze Temperaturerhöhung von zum Teil nicht wenig über 2 Grad regelmäßig erhebliche Entwicklungen z.B. in Wirtschaft, Kultur und Ernährung zur Folge, oft einhergehend mit damals sich eher positiv auswirkendem Geburtenzuwachs. Heute locken höhere Temperaturen – urlaubsbedingt vorübergehend – ganze Völkerscharen in den warmen Süden. Nicht wenige Rentner haben ihren Wohnsitz in wärmere Gefilde verlegt, ich selbst habe es bisher aber nur zu 2 bis 3 Grad „Verbesserung“ im heimischen Deutschland geschafft – Geburtenzuwachs als Folge sucht man hierbei allerdings vergeblich. Dass wir jetzt Millionen Migranten aus dem Süden bei uns haben, hat Gründe, die ganz anders liegen und viel stärker sind als die vorstehend genannten.
      Natürlich ist zu verstehen, dass im Zeitalter der Nachrichtenflut und der Angst vor dem Weltuntergang jedes groß beschriebene Wetterereignis als Beleg für katastrophale Folgen der Klimaveränderung herhalten muss. Die Grundlagen hierfür sind aber – zurückhaltend ausgedrückt – ziemlich zweifelhaft.

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  14. Lutz Lippke schreibt:

    Aus verschiedenen Gründen bin ich derzeit selten hier. Ich habe wohl Spannendes (im doppelten Sinne) verpasst. Einerseits ist die Kontroverse zu begrüßen, denn was sollte Konformität in einer Blog-Diskussion bringen? Andererseits irritiert mich, wie wohl Andere auch, wie sich fachwissenschaftliche Expertise aus einem politischen Klassenstandpunkt und dem Groll gegen einen medialen Hype speist.
    Vielleicht eine Analogie:
    Ich bin (wieder) Raucher, mir sind gehypte Anti-Raucher-Kampagnen also unangenehm. Sie lenken doch auch von Wichtigerem ab und werden zudem von fettleibigen GGesundheitsesoterikern oder aber muskel- und spaßbefreiten Zeitgenossen mit veganen Superalibi hofiert. Aber sind deshalb die Argumente gegen das Rauchen falsch? Ich hab’s nicht überprüft. Denn mir ist Beides klar: 1. Rauchen ist höchstwahrscheinlich bis sicher ungesund und stellt ein Lebensrisiko dar (obwohl wohl noch kein Mensch durch eine Zigarette getötet wurde). 2. Die belehrenden Nervensägen sind für mich lästig, ganz unabhängig von 1. Ich muss für diese (vor allem meine) Ambivalenenz keine allgemeingültige Wahrheitsstruktur entwickeln. Es ist wie es ist: widersprüchlich, unperfekt, subjektiv.

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    • kranich05 schreibt:

      Lieber (zu selten hier) Lutz,
      Du stellst fest: „wie sich fachwissenschaftliche Expertise aus einem politischen Klassenstandpunkt und dem Groll gegen einen medialen Hype speist“
      Ich glaube, dass diese Behauptung falsch ist. Ich bestreite, dass es hier bei unserer Diskussion so läuft bzw. gelaufen ist.

      Ich entnehme aus er Verfestigung der Streitfronten und auch der erwähnten Irritierung, dass es wohl nötig wäre, etwas gründlicher über „Anthropozän“ nachzudenken. Und auch mehr vom den Erkenntnissen der Rosalie Bertell zu erfahren, deren Buch fidelp erwähnt hat. http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17547

      Übers Rauchen kann ich kaum mitreden. Mein Vater war sehr starker Raucher und hat gegen seine Abhängigkeit vergeblich gekämpft. Ich probierte als Jugendlicher das Rauchen aus, hatte nicht viel davon, bemerkte aber bald, dass es sehr zu Lasten meines Taschengelds ging. Danach entschloss ich mich zum konsequenten Nichtrauchen, weil das „ein Vermögen spart“. Bin seitdem immer Nichtraucher geblieben, ohne vermögend geworden zu sein. Raucher-Schizophrenie finde ich nicht attraktiv 😉

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  15. fidelpoludo schreibt:

    Produktionsweisen der Macht: „Klimawandel auch menschengemacht!“
    (aber von wievielen, wie demokratisch legitimiert und von welcher Sorte Menschen mit welcher Absicht und welchen Folgen? Und vielleicht ist es auch nicht unangebracht – sowohl aus Diagnose- wie aus Therapiegründen -, die Klassenfrage zu stellen.)

    Die US-Air-Force ließ 1996 verlautbaren, wie sie das „Wetter als Machtmultiplikator“ einzusetzen gedenkt. Neben einer Unmenge anderer strategischer Überlegungen, auf die Ploppa (siehe weiter unten) eingeht, findet sich dort auch der folgende Satz, der nicht nur auf den herrschenden Klimaschwindel hinweist, sondern auch erklären könnte, warum „Fidelpoludo, ChrizzChrozz, Jo Bode und Kranich05“ sich haben schwer tun können mit der bloßen Erwähnung bzw. der eindeutigen Feststellung, „dass Idai und Kenneth“ „mit der globalen Erwärmung zu tun haben“ müssen (Albrecht Schmiedel; s.o.):

    „Wettermanipulationen werden allerdings augenblicklich nicht von der Bevölkerung akzeptiert. Das wird sich aber ändern, wenn der Leidensdruck durch immer weiter zunehmende Umwelt- und Klimakatastrophen ein Gefühl für Dringlichkeit im Handeln erzeugt. Überbevölkerung, Dürren, Hunger, Überschwemmungen, Stürme: alle Menschen werden irgendwann Wettermanipulationen herbeisehnen: Die zunehmende Dringlichkeit, die Vorzüge dieser Fähigkeiten [der Wettermanipulationen] zu begreifen, bringt Gesetze und Verträge sowie einseitige Maßnahmen auf den Weg. Das macht die Risiken, diese Fähigkeiten in Kraft zu setzen und zu verfeinern, akzeptabel.“

    „Die extremen Wetterkapriolen der letzten Jahrzehnte veranlassen immer mehr Menschen zu der Frage, wer letztlich diese Wetterkatastrophen verursacht haben könnte. In diesem Zusammenhang kommt auch das Militär mit seinen gigantischen Materialbewegungen und Umweltzerstörungen ins Visier.“ ( Hermann Ploppa: „Wetter als Waffe: Gedankenspiele des US-Militärs“ – S.1 von 3 – http://blauerhimmel.info/wp-content/uploads/2017/03/02-Ploppa-Wetter-TH2-1.pdf )

    Diese Denkschrift der US-Streitkräfte aus dem Jahre 1996 verkündet uns die frohe Botschaft gleich in ihrem Titel „Das Wetter als ein Mittel, Macht zu erweitern – wir kontrollieren im Jahre 2025 das Wetter “.
    Hermann Ploppa: „Das klingt zunächst wie Science Fiction. Doch wer sich intensiver mit dem Thema künstliche Beeinflussung des Wetters befasst hat, bemerkt schnell, wie weit tatsächlich private Unternehmen und das Militär bereits auf dem Gebiet der Wettermanipulation gediehen sind. Clevere Unternehmer in den USA verfügen über Flugzeugflotten, mit denen sie in die Wolken fliegen und mit chemischen Zusätzen Wolken zum Abregnen bringen oder Regen unterdrücken können. Bezahlt werden sie von großen Farmbetrieben, die sich für ihre Äcker den Niederschlag konfektionieren lassen.“
    Poppas Durchgang durch das Papier endet mit der wohl angebrachten Relativierung seines Inhalts:
    „Der Text „Owning the weather“ ist wahrscheinlich deswegen öffentlich zugänglich, weil er eher retrospektiven Charakter besitzt, und das wahre Ausmaß US-amerikanischer Zukunftsoptionen kleinredet.“

    Claudia von Werlhof zieht die notwendigen Konsequenzen aus dieser wohl angebrachten Relativierung und stellt in ihrem „Nachruf auf Rosalie Bertell“ (Autorin von „Kriegswaffe Planet Erde“) in Übereinstimmung mit ihr schlicht fest:

    „Nicht das CO2 kann für den Klimawandel bzw. die Erwärmung bestimmter Gebiete wie der Arktis verantwortlich gemacht werden, wie wir es seit der Präsidentschaftskanditatur von Al Gore und überall auf der Welt von Politik und Wissenschaft, ja sogar von den sogenannten Alternativ- und Ökologiebewegungen hören. Das CO2 sammelt sich nämlich in den Luftschichten der Troposshäre, während die Erwärmung in der viel höher gelegenen Ionossphäre stattfindet. Und dort arbeiten die militärischen Anlagen, die mit elektromagnetischen Wellen die Ionossphäre untersuchen, mit ihr durch Aufheizung experimentieren und dabei Naturkatastrophen auslösen können – wie wir es seit Jahrzehnten wissen (siehe der Versuch der UNO, mit der ENMOD-Konvention von bereits 1977 die militärische Anwendung solcher Technologien zu verbieten).“

    Auch die weiterführende Schlußfolgerung ist durchaus naheliegend und nach Lage der Dinge und der Geheimhaltungspraxis (nicht nur militärischer Details, sondern gerade auch wissenschaftlicher Erkenntnisse) nachzuvollziehen:
    „Heute kann niemand mehr davon ausgehen, dass die vermehrt stattfindenden und zunehmend großen Naturkatastrophen einfach alle natürlichen Ursprungs sind…“
    Ich spüre die Versuchung – und gebe ihr nach – hinzuzufügen:
    Heute kann niemand mehr davon ausgehen, dass die vermehrt stattfindenden und zunehmend großen „Terroranschläge“ religiös-fundamentalistischen Ursprungs sind, sondern einer durchaus terroristischen Agenda entsprechen, die global und massenhaft Unsicherheit und Angst vor einem produzierten oder übertrieben geförderten und aufgebauschten Problem erzeugen soll, das man auf die Spitze treibt, um dann gleich die Lösung bereit zu haben. Das Problem wird sozusagen gleichzeitig mit der passenden Perspektive und Wahrnehmung geliefert, die dann auch gleich für die entsprechende Annahme des jovial gewährten Angebots der „einzig richtigen Lösung“ genutzt wird.
    Zu derartigen „verschwörungstheoretischen“ Abgründen reicht tatsächlich – da muß ich Albrecht Schmiedel Rechtgeben -, der „Genuß“ „einer minimale(n) naturwissenschaftliche(n) Schulbildung“ nicht hin.
    Zum Argument der „extremen Randständigkeit“ eines Wissenschaftlers: Die Wissenschaftsgeschichtsschreibung kennt viele berühmte Außenseiter oder besser: bedeutende Wissenschafter, die häufig aus verschiedensten Gründen als Außenseiter klassifiziert werden. An dieser Stelle seien beispielhaft etwa die Namen Faraday, Einstein, Joule, Chladni, Mayer oder Wallace genannt. Tesla nicht zu vergessen.Oder wie erging es einem Kopernikus in seiner mehr als randständigen Existenz. Giordano Bruno landete auf dem Scheiterhaufen und wie erging es Galileo Galilei? Und bitte nicht das billige Argument, das christliche Weltbild sei heute doch gerade durch das wissenschaftliche moderne Weltbild ersetzt und abgeschafft und solche „Fehltritte“ ganz unmöglich geworden. Revolutionäre Neuentdeckungen werden heute von den Konzernen ab- und aufgekauft und solange in die Schublade gelegt, wie die gängigen Methoden und Techniken noch genügend Gewinn abzuwerfen versprechen.

    Der Sonderfall, der im Zusammenhang mit der oben bloß angedeuteten Problematik von „Geo-Engeneering“ von besonders aktueller Bedeutung ist, ist tatsächlich Nikola Tesla. Auf den Versuchen des verfemten, verleugneten und als Spinner verhöhnten Serbokroaten mit Elekrizität, Elektromagnetismus und künstlich hervorgerufenen magnetischen Wellen beruht die gesamte neue Technologie des Militärs sowohl in Russland wie in den USA. Tesla, der zur Generation der Erfinder einer „neuen Physik“ von der Relativitäts- bis zur Quantenphysik gehört, hat anders zu arbeiten begonnen als die Normalwissenschaft, die nach wie vor auf dem mechanistischen Weltbild des 17. Jahrhunderts fußt. Er hat die Welt so gesehen, wie sie wirklich ist, und nicht so, wie sie als Modell vorgestellt wurde: nämlich in Bewegung, in lebendiger Bewegung. Und er hat neben der dadurch möglichen Erfindung des Wechselstroms, auf dem unsere ganze moderne Lebensweise beruht, auch begonnen, in diese Bewegungen mit ihren eigenen Mitteln einzugreifen und sie durch ein rhythmisches Aufschaukeln ins Immense zu vergrößern.
    Das Militär der Sowjetunion hat ihn zuerst ernst genommen und die Möglichkeiten erkannt, die darin für eine neue Waffentechnologie liegen – etwas, das Tesla selbst ablehnte, weil er die dadurch möglichen Waffen für so furchtbar hielt, dass sie den ganzen Planeten zerstören könnten. Deshalb hoffte er, dass sie nie angewendet würden, selbst wenn man sie entwickelte.
    ✱ Bisher habe ich in diesem Tesla-Abschnitt die Ausführungen von Claudia Werlhof in ihrer Einführung zu Rosalie Bertell „Kriegswaffe Planet Erde“ (S. 42 – 52) mehr oder weniger frei zitiert, möchte aber die folgende sich anschließende, meiner Ansicht nach zentrale Passage ganz wörtlich zitieren:

    „Nun aber werden sie [die tödlichen Waffentechnologien] angewandt, wenngleich wir nicht wissen, wie weit das bereits geht und ob die von Tesla beschriebenen SKalar-Waffen eine Weiterentwicklung elektromagnetischer Waffen, in bestimmten Formen auch schon im Einsatz sind. Bertell hält das für wahrscheinlich, es ist aber im Moment nicht unmittelbar nachweisbar.
    Aber wir als Nicht-Naturwissenschaftler können hier nur sagen: Dann muß ab diesem Punkt eben von berufener Seite geforscht und veröffentlicht werden, und es muß eine allgemeine Diskussion darüber beginnen, nach der Devise von Bertell: ❝Wenn das Militär etwas mit der Luft, dem Wasser und dem Boden macht, dann müssen wir das erfahren, denn es handelt sich um unsere Lebensgrundlagen!❝
    So steht nichts Geringeres auf dem Spiel als eine Militarisierung, ‘Privatisierung’ und Beinträchtigung oder gar der Verlust der Gemeingüter der Menschheit und der Erde! Nichts anderes jedenfalls tut die nach Tesla gebaute Anlage ‘HAARP’ (High Active Auroral Research Program) in Alaska, die nach dem sog. ‘Woodpicker’ in der Sowjetunion gebaut wurde, und denen ihrerseits weitere in aller Welt, auch in Europa (z. B. Eiskat in Tromsö, betreut von der deutschen Max-Planck-Gesellschaft) nachfolgten. Heute rechnet man mit ein bis zwei Dutzend solcher Anlagen in aller Welt. Es reicht, sich die die Patente – etwa die offiziellen US-‘HAARP’-Patente des Physikers Eastlund – anzusehen, um einen Eindruck davon zu bekommen, was da alles gemacht werden kann und soll, ja bereits dauernd gemacht wird. Denn solche Experimente kann man nicht mehr im Labor durchführen. Sie sind per se Freilandversuche und wir und die Erde ihre Versuchskaninchen.

    Ich hoffe, ich habe so wenige wie möglich gelangweilt.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Eine Nachbemerkung zu meinem noch nicht freigeschalteten Beitrag. Mir fällt auf:
      Ironischer dürfte der Beitrag nicht gerade zur Beruhigung der gesellschaftlichen Stimmung beigetragen haben. Eher im Gegenteil.

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    • kranich05 schreibt:

      Jetzt wünsche ich mir noch den Link auf Claudia v. Werlhof.
      Und: Hat jemand ’ne freie Version (pdf) von Rosalie Bertells Buch?
      Man mag bei alldem auch diesen Beitrag im Hinterkopf halten:
      https://opablog.net/2019/04/17/schwarzes-loch/

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      • fidelpoludo schreibt:

        Lieber Kranich,
        einige Texte von Claudia von Werlhof finden sich auf der Dir gut bekannten Website nrhz.de, wobei mir die Form der Besprechung des Buches von Rosalie Bertell in permanenter Frageform nicht besonders gelungen zu sein scheint. Du hast gestern darauf verwiesen. Übrigens scheinen die Besprecher nicht zu wissen, dass sie bereits verstorben ist. Eine freie Version des Buches habe ich bisher nicht gefunden. Ich kann eine freie Version einer Biografie in Englisch anbieten, die ich selbst noch nicht gelesen habe:
        http://en.bookfi.net/book/1289709
        Ansonsten empfehle ich, was Claudia von Werlhof betrifft, die Website https://fipaz.at/,
        wo sich jede Menge ihrer Beiträge finden. Sie geben auch eine Zeitschrift heraus.
        R. Bertells Buch habe ich vor einigen Monaten noch sehr günstig erstanden. Im Moment sehe ich das günstigste Angebot für 22,95 etwa hier: https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Neuware/isbn=9783941956360.
        Dir wird nicht entgangen sein, dass von Claudia Werlhof und Umgebung auch eine bestimmte Art feministischer Patriarchatskritik gepflegt wird, die ich noch nicht genügend geprüft habe, um mir ein endgültiges Urteil zu bilden. Ich gehe aber nach der Lektüre etwa von Maria Mies‘ lesenswertem Buch „Krieg ohne Grenzen“ – Die neue Kolonialisierung der Welt (auf das ich übrigens durch eine Empfehlung von Elias Davidsson gestoßen bin), dass das Konzept so arg nicht daneben liegen kann.
        Auch auf Youtube finden sich nicht uninteressante Interviews mit Claudia von Werlhof. Wenn ich mich nicht irre, bei Querdenken.TV oder bei Dagmar Neubrunner. Einfach ihren Namen bei YT eingeben und Du findest Material ohne Ende. Auch ziemlich aktuelles.
        Dann man tau!

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      • fidelpoludo schreibt:

        Übrigens scheint mir die Klage von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann über den Verlag daneben. Im Vorwort des Verlages schreibt Jan Karl Fischer unter dem Motto von Goethe, das mir auch noch nicht bekannt war „Was bringt zu Ehren? – Sich wehren“ einen einzigen kritischen Satz, den ich unterschreiben würde:

        „Dennoch möchten wir uns in einem Punkt von ihr (Rosalie Bertell) distanzieren, nämlich von ihrem Wunsch einer kompletten Machtübernahme durch die UNO. Wenn eine Vielzahl unterschiedlicher Regierungen sich gegenseitig kontrolliert und reguliert, ist das für die einzelnen Völker mit Sicherheit besser als die starren Ansichten einer obenstehenden, allmächtigen Instanz, wie sie sich Frau Bertell für die UNO wünscht.“

        Möglicherweise hatten sie eine andere ältere Ausgabe vor sich liegen.

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      • fidelpoludo schreibt:

        Sehr zu empfehlen dieses Interview mit Claudia von Werlhof:

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  16. ChrizzChrozz schreibt:

    Nach fidelpoludos Beitrag, kann ich meinen gestern bereits offline geschriebenen langen Beitrag erfreut „in die Tonne“ tun – das wäre fast wortgleich gewesen. Zwei Aspekte der Debatte davor möchte ich jedoch erneut hervorheben:
    1.
    9/11 (nein, nicht 1973 obwohl sich diese Ereignisse gerade in Venezuela wiederholen) bzw. MACHT:

    Nach der Sprengung von WTC I, II und VII (!) gab es nur zweierlei:
    Man war entweder GEGEN „den Terrorismus“ und somit „uneingeschränkt solidarisch“ – oder, wenn man Zweifel äußerte, ein Feind, da offensichtlich FÜR Terrorismus.

    Das wiederholt sich nun mit Greta & Co. in einer viel perfideren Inszenierung.
    Bei wikipedia heissen diejenigen, die eine sachliche Diskussion zu 9/11 herbeiführen möchten, abwertend „truther“ – bei CO2: „Klimaleugner“. Beide Gruppen werden von den MSM entweder totgeschwiegen oder delegitimiert. Soweit die Gemeinsamkeit.
    Der Unterschied: In der breiten Gesellschaft hierzulande ist 9/11 eher hinterfragbar. Ich schätze mal, mit ca. 80% meines Bekanntenkreises kann ich wenigstens darüber reden, ca. 1/3 bis die Hälfte glaubt der offiziellen Darstellung nicht. Das sieht bei „CO2“ ganz anders aus – zu 90% finden alle Panik-Greta toll, sogar die „Große Transformation“ und Schellenhubers feuchte NWO-Träume haben eine unglaublich große Akzeptanz dadurch, denn: „Man muß ja schließlich was tun!“

    Was für mich eine Kriegseröffnung der Eliten ist, wird vom Großteil der Bevölkerung emotional verarbeitet und als Notwendigkeit für die Einführung einer Diktatur inkl. Selbstunterwerfung unter selbige herbeigewünscht.

    2. Entwertung ökologischen Handelns
    Liebe Frau Simon, ich denke, es ist sehr unrichtig, einem sog. „Klimaleugner“, der die CO2-Story als solche äußerst skeptisch analysieren möchte, gleichzeitig zu unterstellen, er sei grundsätzlich gegen Dekarbonisierung, würde nicht die katastrophale anthropogene Umweltzerstörung sehen oder z.B. deshalb gegen nachhaltige, dezentrale Energiegewinnungsprojekte, wie Ihres, u.ä.. Bitte stärken Sie nicht die Strategie von „divide et impera“, ich denke, wir sind Verbündete, trotz unterschiedlicher Beurteilung von Zügen der Eliten auf dem „grand chessboard“ der Geopolitik.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Lieber ChrizzChrozz,
      tut mir leid, wenn ich Dir/Ihnen vorgegriffen habe. In die Tonne tun würde ich den Beitrag nicht. Sondern ihn vielleicht doch noch uns zum Vergleich anbieten. Einige unterschiedliche Akzentsetzungen und Nuancen werden sich bestimmmt unterscheiden lassen. An Wortgleichheit kann ich nicht glauben. Nicht einmal daran, dass wir auf dieselben Theorien und Personen uns beziehen.
      Sehr einleuchtend die Analogie des Hoax (von Hocuspocus) von 9/11 und Folgen mit dem von CO2-Hysterie und Folgen. Meine Andeutung einer gleichen Agenda hinter sogenannten Naturkatastroohen und sogenannten Terrorattentaten wagte sich ja, wenn auch schüchterner und allgemeiner, in die gleiche Richtung. Übrigens könnte es sich früher oder später erweisen, daß bei 9/11 die Skalar-Waffen (Dr. Judy Wood legt das nahe) eine herausragende Rolle gespielt haben. Man achte auch auf die Andeutungen, die Claudia von Werlhof in dem Interview (vgl. meinen 3. Versuch, es zu posten) „Geoengeneering – Große Transformation des Planeten“ dazu macht.
      Den Apell an Frau Simon möchte ich ausdrücklich noch einmal bekräftigen und unterstützen.

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  17. Albrecht Schmiedel schreibt:

    Frau von Werlhof: das Abschmelzen der Arktis, die ja nicht von alleine schmilzt, und schon gar nicht durch CO2, sondern weil sie mit ELF-Wellen beschossen wird, schon seit 1974.

    IPCC: Die Ausdehnung des arktischen Meereises nimmt aufgrund der CO2-bedingten globalen Erwärmung immer mehr ab.

    Beobachtung: Die Meereisausdehnung in der Arktis ist heute im Oktober im Mittel in der Größenordnung von 3 Millionen km2 geringer als 1980. Die Meereisdicke beträgt im Mittel 2 meter.

    Oberschüler mit minimaler naturwissenschaftlicher Bildung (OMNB) stellt sich die Frage, wieviel Energie nötig ist, um 1 Millionen km2 Eis abzuschmelzen. Er nimmt an, dass das Eis 1 Meter dick ist.

    Er macht eine Überschlagsrechnung wie folgt:

    1. Um 1 g Eis zu schmelzen, braucht es 334 Joule, das sind ca. 0,1 Wattstunden (wh).

    Das weitere ist Dreisatzrechnung und Multiplizieren mit großen Zahlen.

    2. Wieviel Masse in g haben 1 Millionen km2 1 Meter dickes Eis?
    Antwort: 1,0e18 g (eine 1 mit 18 Nullen)

    3. Wenn für 1 g Eis 0,1 wh zum Schmelzen benötigt werden, wieviel wh werden für 1,0e18 g gebraucht?
    Antwort: 1,0e17 wh.

    4. Wieviele Terawattstunden sind (twh) 1,0e17 wh?
    Antwort: 1,0e5 twh

    Für das Abschmelzen von 1 Millionen km2 1 Meter dickes Eis sind also ca. hunderttausend Terawattstunden Energie nötig.

    Die weltweite Stromerzeugung betrug 2017 ca. 25551,3 Terawattstunden (davon Deutschland ca. 650 twh).

    Wie plausibel ist es dann, dass einzelne Akteure (US-Militär, russisches Militär) Energie in dieser Größenordnung aufbringen, um die Arktis zu schmelzen?

    🙂

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  18. Albrecht Schmiedel schreibt:

    Sollte sein:
    Die weltweite Stromerzeugung betrug 2017 ca. 25551,3 Terawattstunden (davon Deutschland ca. 650 twh).

    Wie plausibel ist es dann, dass einzelne Akteure (US-Militär, russisches Militär) Energie in dieser Größenordnung aufbringen, um die Arktis zu schmelzen?

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  19. Lutz Lippke schreibt:

    Was ich zur kritischen Reaktion u.a. auf den Greta-Hype noch nicht verstanden habe, ist das Ziel. Würde eine vollständige Offenlegung der Manipulationen und Ablenkungen vom „Wesentlichen“ diese Manipulationen unmöglich machen und „das Wesentliche“ ins Zentrum unser aller Bewusstsein und Handeln rücken?
    Dass der (Turbo-) Kapitalismus Scheiße ist, ist mittlerweile auch im allgemeinen Bewusstsein und in den Medien. Ist das auch nur Täuschungsmanöver der sogenannten Eliten?
    Warum sollte ich gerade Greta und dem Klimarettungsthema kritische Aufmerksamkeit schenken? Zeigen sich darin die erreichbaren, durchsetzbaren Lösungen?
    Einen wesentlichen Punkte sehe ich bei Clara Simon, wenn sie vom „Richtigen im Falschen“ schreibt. Diesen Fakt zu kennen oder zu erahnen, ist das Eine, ihn aber permanent zu reflektieren, lähmt aber und frustriert. Ich stelle mir Basisarbeit vor allem als Arbeit an den lokal und hierarchisch erreichbaren Feldern vor. Dazu gehört gewiss auch Aufklärung zu geopolitischen Themen, aber realistischerweise kaum deren Fokussierung. Woher sollte dafür die Deutungsmacht und Reichweite kommen? Hätte man diese Macht, gäbe es analog zu Greta u.a. Hypes gute Gründe für Misstrauen.
    Eine andere Strategie als Gegenwehr ist die korrigierende Vereinnahmung. Was gibt es Bemerkenswertes und Taugliches am Hype, wo kann man effektiv die Entwicklung in die richtige Richtung befördern? Da kann auch Mal Taktik eingesetzt und auf die reine Lehre verzichtet werden.

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