Schwarzes Loch

Jüngst wurde von der wissenschaftlichen Großtat berichtet, dass man erstmals ein schwarzes Loch fotografiert habe. Abbildungen brauche ich hier nicht einzustellen, denn sie sind überall im Netz zu finden. Es sind etwas undeutliche aber hübsche Bilder. Mich erinnern sie an abstrakte Kunst. Jedoch hat etwa Hermann Glöckner, der DDR-Altmeister abstrakter Kunst, unvergleichlich schönere Kompositionen geschaffen.

Was ein schwarzes Loch ist, verstehe ich nicht; wie so Vieles, was mit Kosmologie, theoretischer Physik und Mathematik zu tun hat. Z. B. ist die Masse im schwarzen Loch sehr dicht. Die Erdmasse hätte unter diesen Bedingungen im Raum eines Kirschkerns Platz. Alles klar? Etwas beruhigend finde ich, dass das fotografierte schwarze Loch weit weg ist – viele Millionen Lichtjahre. Es gibt aber welche, die uns näher liegen, z. B. nur 27.000 Lichtjahre. Das kann man sich schon prima vorstellen. Oder?

Es gibt aber auch schwarze Löcher in nächster Nähe, nur wenige hundert oder tausend Kilometer entfernt. Die interessieren mich. Aber kaum jemand will Genaueres darüber wissen. In der BRD gibt es solch Loch,  in dem Jahr für Jahr ein bis zwei Milliarden Euro verschwinden. Das entsprechende Loch im UK verschluckt etwa zehn Milliarden jährlich. In den USA, Ehrensache, ist die Zahl noch viel größer – mindestens 100 Milliarden. Auch Israel hat schwarze Löcher. Eins heißt „Mossad“ und schluckt eine Menge, die ich überhaupt nicht beziffern kann.

Ist schon einmal berechnet worden, was alle diese Art schwarzen Löcher einsaugen? Es sind zweifellos mehrere hundert Milliarden Dollar. Das Interessanteste an diesen menschgemachten Schwarzlöchern ist aber, dass sie alles, was sie einsaugen auch wieder von sich geben. Die hunderte Milliarden Geheimdienstgeld werden keineswegs zu einem Gebirgeschatz aufgetürmt. Nein, sie fließen zurück, fluten das Leben, und das ganz und gar unsichtbar.

In Diktaturen ist das so. Und in Demokratien muss es offenbar genauso sein. Gleichmütig schieben wir den schwarzen Löchern die gewünschten Milliarden zu, arglos baden wir in den Strahlen der schwarzen Sonnen.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Blödmaschine, bloggen, Demokratie, Faschismus alt neu, Kirche, Krieg, Krise, Kunst, Realkapitalismus abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Schwarzes Loch

  1. Jo Bode schreibt:

    Der Abend ist gerettet!
    Danke, Opa, für dieses Kabinettstück.

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  2. albert albern schreibt:

    Auch die Antimaterie – die Schulden – bilden ein riesiges Loch. Das ist aber nicht schwarz, sondern traditionell rot. Und in diesem Loch versinken wohl alle Länder…
    Wenn Jo Bode über schlimme Dinge erfährt, dann ist sein Abend gleich gerettet. Hoffentlich hilft ihm auch das hier…

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  3. albert albern schreibt:

    Hier wird die Antimaterie zwar nur oberflächlich – aber wenigstens angesprochen:
    https://www.marx-city.de/blog/geldsystem-in-deutschland-statistiken-fakten-und-zahlen-zu-krediten/

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  4. Pingback: Der Vorfall Strache bestätigt | opablog

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