Fundstück – 15.4.2019 – „Junge Welt“ Wagenknechtkritik

„Politik der Vereinfachung“

Von Knut Mellenthin
 
 
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Leserbrief von Willi Gettel:
„Wer sich die Mühe macht, Wagenknechts sämtliche Bücher und Veröffentlichungen nach marxistisch fundierten Inhalten und entsprechender Dialektik abzusuchen, wird nicht umhin können, Mellenthins Feststellung zu folgen: dass Wagenknecht keine Marxistin und folglich auch kein Verhältnis zur Dialektik hat. Daraus erklärt sich bereits ihre jahrzehntelange  Liaison mit dem staatstragenden ideologischen Medienapparat;  insbesondere ihre pseudolinke Politik, die aufgrund ihrer inneren Hohlheit und  Perspektivlosigkeit im Fegefeuer der Krisendynamik in immer schnellerer Folge erodiert. Pseudolinks ist sui generis zum Scheitern verurteilt. Das Wagenknecht nach rechts wandert, ist typisch für Berufspolitik. Dazu gehört die Vereinfachung, die Wagenknecht virtuos beherrscht. Als schösse sie mit einem Trommelrevolver aus der Hüfte, knallt sie ihre Wasserstandsmeldungen pausenlos in das politische Affentheater der medialen Volksaufklärung. Ihre Anbeter und Anbeterinnen halten das für scharfsinnige Schlagfertigkeit. Mellenthin ist zu danken. „
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5 Antworten zu Fundstück – 15.4.2019 – „Junge Welt“ Wagenknechtkritik

  1. albert albern schreibt:

    Prager Frühling 1968 wurde zerschlagen, weil die Macht keine Abweichung von ihren Linien hinnehmen wollte. Karl Marx war ein Prophet der Macht an den man schrankenlos glauben musste.

    Der schrankenlose Glaube schränkt aber die Entwicklung ein, so wie es in den christlichen Ländern lange andauerte und wie es in den islamischen Ländern bis heute andauert.

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  2. Jo Bode schreibt:

    Wer den Artikel von Mellenthin aufmerksam liest, bemerkt schnell, dass ihm das, was er Wagenknecht vorhält, selber an zu vielen Stellen nicht wichtig ist: Die Fakten. Ein Hohn, diesen Artikel als sogenannten Faktencheck zu verkaufen.

    Dafür verdient er keinen Dank, sondern Kritik. Er reiht sich fast nahtlos ein in die bunte Schar der Wagenknecht-Feinde, die vor Diffamierung und Fälschung nicht zurückschrecken.
    Dazu passend der wortgewaltige und deshalb um so üblere Kommentar eines Willi Gettel…

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  3. ChrizzChrozz schreibt:

    Natürlich ist S.W. längst von der kommunistischen Plattform zur Ludwig-Erhard-Liebhaberin geworden. Doch ist sie (noch?) weit entfernt vom Opportunismus eines Zio-Apartheid-Verherrlichers D. Bartsch, oder der schmierigen Karrieregeilheit eines G. Gysi.
    Man muß sie nicht lieben, aber wer ausser ihr redet denn überhaupt noch mal annähernd Klartext im Bundestag?
    Wer klärt über die Renten-/Demografielüge auf? Wer thematisiert krieg? Das sind fast nur S.W. und Sevim Dagdelen.

    Aber Knut M. selbst nimmt es mit den „Fakten“ nicht genau.

    Beispiel 1
    Gleich zu Beginn schreibt er von „Massenbewegung syrischer Flüchtlinge im Herbst 2015“.
    Ja, so wurde uns die in den MSM verkauft. Die Statistiken des BMI hingegen im nächsten Jahr sprachen eine ganz andere Sprache, das habe ich damals schon an alle Bekannten verschickt:
    Knapp 70% der 2015 der eingereisten Flüchtlinge waren BALKAN-Flüchtlinge diverser Etnien! Viel Nordafrika, wenig Irak, ganz wenig Syrien.
    Im Fernsehen dennoch ständig die Wortmeldungen „syrische Bürgerkriegsflüchtlinge in Booten…“ – gezeigt wurden dabei: Dunkelhäutige Afrikaner. Syrer sehen in der Regel nicht so aus!
    Ich habe 2016 in Berlin einen leerstehenden Plattenbau mit vielen Freiwilligen zum Flüchtlingsheim hergerichtet. Welche Flüchtlinge kamen dort an? Ich möchte sagen: 90% aus Ex-Jugoslawien – der NATO-Krieg zieht seinen langen Schatten….

    Beispiel 2
    Wo Herr M. die Analyse zum Wahlverhalten der Wahlmänner (ja, das ist NICHT die Bevölkerung, dafür hat Madison damals schon gesorgt!) her hat, würde ich gerne mal wissen.

    Dieser „Faktencheck“ hat das Niveau des gleichnamigen von Tagesschau, correctiv und den anderen Elitenmedien – er ist falsch, manipulaitiv und spricht eine entlarvende Sprache:

    Er spielt das Instrument der „Querfront“ – wie bereits bei Leders Ken Jebsen-Aktion, die causa Jebsen (Hausverbot bei der jw) passt zur causa Max Blumenthal und David Sheen.

    Generell kann ich leider die jw schon lange nicht mehr vorbehaltlos empfehlen, die Analyse der NRhZ teile ich hier zu 100%.

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  4. H.Bruehns schreibt:

    Die Antideutschen Apologeten in der Parte „Die Linke“ werden diese Partei zerstören. Wer Wagenknecht/Lafontaine unterstellt, nicht marxistisch zu argumentieren, der sollte das an Texten/Äußerungen nachweisen. Es ist nicht möglich derart souverän zu argumentieren, wenn man keine marxistische Basis hat. Der Verdacht liegt nahe, dass Fr. Wagenknecht und einige ihrer Anhänger auf das Hinterhältigste gemobbt worden.
    Entgegnung zu Mellenthins Schmierschrift.
    https://kenfm.de/tagesdosis-12-4-2019-sahra-bashing-oder-journaille-der-verhetzung/
    Vielleicht erweitert das auch noch den Horizont, wer da in Wikipedia sein Unwesen treibt.
    Aufdeckung Feliks
    https://kenfm.de/kenfm-zeigt-heckenschuetze-aus-wikipedia-enttart-wer-ist-feliks/
    Man sollte mal schauen, wer vor der Britischen Botschaft für Julian Assange sich eingefunden hat. Waren da Pau, Kipping, Lederer, Liebich? Ach doch Domscheid-Berg mit ihren Hütchen und forderte die Auslieferung nach Schweden.

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  5. kranich05 schreibt:

    Den Hinweis von H. Bruehns im vorstehenden Kommentar auf Klaus Hartmanns (Freidenkerverband) sehr ausführliche und gründliche Argumentation gegen Mellenthins Artikel, möchte ich ausdrücklich hervorheben (Hier mal der Link direkt auf die Freidenkerseite: https://www.freidenker.org/?p=6202)
    Aussteht eine prinzipielle aber gründliche (nicht eifernde) linke Kritik von Wagenknechts Positionen und Politik. Danke an ChrizzChrozz für erste kleine Differenzierungen.
    Das Aufstehen-Drama seit Sommer 2018 bis heute (und morgen) harrt der geistigen Bewältigung. Diese wird zu einer gründlichen Entzauberung von Frau Wagenknecht führen, keiner „Vernichtung“.
    Ich meine, dass diejenigen, die wirkliche Linke sein oder werden wollen, dringend über Frau W. hinausgehen müssen (ohne dabei ihre letztlich zaghaften Impulse zu verwerfen).

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