Fundstück – 12.4.2019 – Gender-Rassismus in Brandenburgs Wahlrecht

„Die sexualisierte Politik“

(Quelle)

Der Autor Herbert Ludwig (Blog: „Fassadenkratzer“) argumentiert stringent gegen den Gender-Rassismus für die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz. Sein Position gründet offenbar in Steiners Athroposophie und postuliert ein geistiges Wesen des Menschen. Ich als Marxist teile seine Argumentation gegen jede Art von Rassismus aber natürlich verstehe ich den Menschen historisch-materialistisch. Wesentlich ist er materiell, wenn auch natürlich nicht biologisch.

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Eine Antwort zu Fundstück – 12.4.2019 – Gender-Rassismus in Brandenburgs Wahlrecht

  1. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Vielem an dieser Darstellung kann ich gleich zustimmen, Einigem nicht. Ganz wesentlich finde ich zu verstehen, daß Gleichheit vor dem Gesetz nicht das Gleiche ist, wie Gleichberechtigung in allen Lebenssituationen. Nicht alles regelt ein Gesetz. Das eigenverantwortliche Handeln und Aushandeln ist eher die Regel als die Ausnahme und das ist gut so. Denn es wird der tatsächlichen situativen Ungleichheit oft viel eher gerecht als das Gesetz. Die ‚Gleichheit vor dem Gesetz‘ ist die notwendige Eingrenzung staatlicher und gesellschaftlicher Gewalt und nicht unbedingt gleichbedeutend mit ‚Gerechtigkeit‘. Diese muß den Einzelfall und die tatsächlichen Unterschiede berücksichtigen und abwägen.

    Wenn ich einen Wunsch an die gute Fee frei hätte, würde ich mir wünschen, daß wir endlich den Begriff ‚Rassismus‘ auf seine eigentliche Bedeutung beschränken und aufhören, ihn für alles Mögliche zu verwenden. Begriffe wie „Geschlechtsrassen“ oder „Genderrassismus“ sind nur noch absurd und verharmlosen zugleich den Begriffsursprung, der in der Vorstellung liegt, Menschen seien – ähnlich domestizierten Tieren – (von Gott?) auf bestimmte Wesenseigenschaften (Rassen) gezüchtet und somit brauchbar oder unbrauchbar z.B. als Herren, Knechte, Sklaven etc.. Sprechen wir stattdessen von ‚Chauvinismus‘ oder – warum nicht – von ‚Ungleichbewertung‘! Dann wird jedenfalls gleich klar, was gemeint ist, und man kann nicht so leicht die eine verdammen und die andere praktizieren.

    Richtig ist der Hinweis auf die Geschlechter-Apartheit. Diskriminierung – der Begriff meint im Wesentlichen das Gleiche – läßt sich nicht überwinden, wenn man keine Gelegenheit ausläßt, Unterschiede zu benennen und zu beachten, die für den gemeinten Zweck, für den Sinn irrelevant sind. Zwar hat sich die Begriffsbedeutung gegenüber dem lateinischen Ursprung (dis-criminare: trennen, auseinanderbringen) etwas verschoben bzw. spezifiziert, die Ursprungsbedeutung bleibt aber Grundvoraussetzung: Keine Diskriminierung ohne Trennung, Aufspaltung dessen, was eigentlich Eins ist. Gendersprache, Gendergesetzgebung ist diskriminierend. Sie schafft oder zementiert die Voraussetzung für (ungerechtfertigte) Ungleichbehandlung.

    Auch wenn der Hinweis auf die Individualität eines Menschen, die sein Wesen als Mensch ausmacht und ihn aus der biologischen Determiniertheit als Mann oder Frau (oder sonstwas) heraushebt, berechtigt sein mag (es gibt vermutlich Menschen, die das anders sehen), so ist die Sache doch viel einfacher: Auch ein Pferd ohne diesen speziellen menschlichen Geist ist in den meisten Belangen einfach ein Pferd und nicht Hengst oder Stute. Wo man für einige Verwendungen besser eine Stute nimmt, ergibt die Unterscheidung einen Sinn. Sonst nicht. Wenn jeder das Recht hat, Abgeordneter zu werden, heißt das nicht, daß er dieses Recht einklagen kann. Es geht dabei nicht um Ihn, sondern um das Recht der anderen, ihn wählen zu dürfen. Und wenn diese – warum auch immer – gerne Frauen wählen wollen, wäre es schon schön, wenn auch genügend Frauen auf den Wahllisten stehen. Mit „Gendergerechtigkeit“ hat das aber nichts zu tun.

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