Aufruf zweier Aufsteher*

  • *Nachfolgend dokumentiere ich nicht bloß einen (weiteren) Aufruf der sich an „Aufstehen “ wendet, einen weiteren Appell, der die ominösen 170.000 „Aufsteher“ im Visier hat. Mit dem basisdemokratischen Ansatz, der hier vertreten wird, stimme ich grundsätzlich überein.
  • Nicht überein stimme ich damit, dass hier keine kritische Auseinandersetzung mit Wagenknecht geführt wird. Wagenknecht hat als politische Führerin nicht weniger versagt als die anderen, hier zu Recht kritisierten, Führer. Dazu habe ich hier bereits kurz Stellung bezogen.
  • Ohne eine gründliche Wagenknechtkritik gibt es keine gründliche Kritik der Parteiendemokratie und ohne diese bleibt der lange Weg zur wirklichen Basisdemokratie=Direkten Demokratie verschlossen. Und – eigentlich eine Selbstverständlichkeit – als Vorfeldorganisation der Linkspartei (in welcher Form auch immer) ist „Aufstehen“ nicht möglich. 
Hier der Aufruf


Eine Initiative der Aufsteher

Tomas Strobel und Michael Bode

********** A U F R U F **********

AN ALLE ORTSGRUPPEN

Vorbemerkung:

Wir sind wütend, wütend auf eine selbsternannte Elite, die die Führung von Aufstehen für sich beansprucht hat!

- Erst beanspruchen sie die Führung von Aufstehen,

- dann versagen sie auf ganzer Linie, wobei wir uns hier jegliche Differenzierung zwischen Arbeitsausschuss nebst seinem Vorstand einerseits und dem Trägerverein andererseits ersparen,

- und dann kommen sie in ihrer unermesslichen Arroganz daher und erklären Aufstehen für gescheitert!

Erst veröffentlichen Reste des Arbeitsausschusses um Bülow, Volmer, Auhagen etc. eine Erklärung des Scheiterns von Aufstehen auf Bundesebene:
Die Ortsgruppen mögen sich doch bitte fortan um sich selbst kümmern (als täten sie das nicht schon längst!) und sich bitteschön maximal bis zur Bundesland-Ebene organisieren.

Darüber hinaus -also für die Bundesebene selbst- beanspruchen sie -die bisher versagt haben- weiterhin die Führung! Wie anmaßend ist DAS denn?

Gleichzeitig kommt ein Florian Kirner mit seiner Erklärung daher, noch nie sowas schreckliches wie Aufstehen erlebt zu haben, und entschuldigt damit seinen eigenen kläglichen Rückzug statt die Chance für echte Basisdemokratie zu ergreifen. Sehr hilfreich...

Und nun -das ist der vorläufige Höhepunkt der Selbstzerlegung der Politprominenz- tritt Ludger Volmer in der TAZ nach und erklärt dort erneut Aufstehen für gescheitert!

GESCHEITERT?

Gescheitert sind hier allein diese in Hinterzimmermanier in ihren Gremien abgeschottet agierenden grauen Eminenzen. Dass viele von ihnen vielleicht wohlmeinend waren und noch sein mögen, vermag ihr Scheitern nicht in ein besseres Licht zu stellen.
Gescheitert sind die, die mit ihrem unsäglich undemokratischen "vorläufigen Statut" aus Aufstehen einen Prominentenwahlverein am Gängelband ihrer Führung machen wollten.

Aber AUFSTEHEN selbst?

NEIN, AUFSTEHEN ist nicht gescheitert.

AUFSTEHEN LEBT!

AUFSTEHEN?
Das sind die vielen Menschen, die voller verzweifelter Hoffnung politisch aktiv geworden sind!

AUFSTEHEN?
Das sind die Mitglieder der Ortsgruppen, die es mit viel Herzblut und Eigeninititative geschafft haben, sich zusammenzufinden, sich kennenzulernen, sich zu vertrauen!

AUFSTEHEN?
Das sind um die 200 Ortsgruppen, die es trotz aller Widrigkeiten auf "Führungsebene" schon geschafft haben, sich mit vielen großen und kleinen Aktionen an die Öffentlichkeit in diesem Land zu wenden, die schon jetzt mit vielen Initiativen aktiv in die Politik eingreifen!

AUFSTEHEN?
Das sind die, die riesige und politisch rege diskutierende Facebook-Gruppen aufgebaut hatten, die eigene Foren auf die Beine gestellt haben, die die Vernetzung der Gruppen vorantreiben, die sich jetzt Gedanken über weitere Instrumente der Bewegung machen, wie internetgestützte Abstimmungstools für alle Aufsteher*innen, wie Vereinsgründungen und vieles mehr!

Und was fällt der arroganten Politprominenz dazu ein? Aufstehen sei gescheitert?!

Die einzige Stimme, die nicht in diesen voreiligen Grabgesang einstimmt, ist bislang die von Sahra Wagenknecht, die ohne wenn und aber erklärt hat, dass nun die

BASIS die FÜHRUNG

übernehmen muss und die sich weiterhin -und ohne eigenen Führungsanspruch- für Aufstehen, für die Basis von Aufstehen, für uns, einsetzen will, die dafür sogar Positionen in der eigenen Partei aufgibt.

JA, jetzt ist die Basis am Zug, die Basis, die in Wirklichkeit immer schon der Zug selbst war!

Denn machen wir uns doch nicht kleiner als wir sind:

Die Initialzündung kam zwar von Einzelpersonen mit politischem Gewicht.
Aber dass sich daraufhin 170.000 Menschen zu Wort meldeten, fällt doch nicht einfach vom Himmel!

Dahinter stecken 170.000 Menschen mit ihren Schicksalen, Wünschen und Träumen, Menschen die die Schnauze voll haben von der menschenunwürdigen rechten Politik in diesem Land, Menschen, die engagiert sind, die mitreden wollen, die aktiv werden wollen, die einen grundlegenden Kurswechsel für alle Menschen in diesem Land wollen!
Das wollen die immer noch!

Genauso, wie diese Menschen schon da waren, bevor die Initialzündung von AUFSTEHEN kam, so sind sie jetzt nicht auf einmal weg, nur weil eine Handvoll selbsternannter Führer*innen versagt hat!

Ja, wir sind weiterhin da und der Kurswechsel ist weiterhin nötig, nötiger denn je, wenn wir nicht zulassen wollen, dass die Menschen in diesem Land und die Menschen weltweit weiterhin dem Profitinteresse weniger Superreicher unterworfen bleiben, einem Profitinteresse, das Mensch und Umwelt -mit Händen greifbar, mit unseren Sinnen fühlbar- global und unwiderruflich zu zerstören droht!

Die Superreichen in ihren abgeschotteten Luxusdomizilen,
- die in den Medien immer nur "die Wirtschaft", "die Börse" oder "die Finanzwelt" genannt werden,
- die sich von ihren eigenen Schreiberlingen gerne "ehrbar" nennen lassen,
- die sich Dinge, die sich Menschen, Medien, Militär, der Menschheit gehörende globale Rohstoffe nach Belieben "kaufen" und für sich arbeiten lassen können, gekauft mit Geld, das sie nicht mit eigener Hände Arbeit verdient haben,

wird das alles wenig scheren, solange es sie nicht direkt und persönlich betrifft, in ihrem Kokon der Eitelkeiten.

Treffen dagegen wird es und tut es schon Milliarden von Menschen, die schon jetzt ihre Arbeit, ihre gesunde Umwelt, ihre Lebensgrundlagen verloren haben und noch weiter verlieren werden, wenn......

ja, wenn was?

.....wenn WIR nicht AUFSTEHEN!

AUFSTEHEN heißt selber tun, heißt sich einzumischen, statt als passives Opfer zu verharren!

AUFSTEHEN heißt selbst Verantwortung zu tragen, einzeln und gemeinsam, statt sie zu delegieren!

AUFSTEHEN heißt selbst führen statt sich -von wem auch immer- führen oder gar vereinnahmen zu lassen!

Bei AUFSTEHEN sitzen nicht die Geführten an der Basis, sondern die Basis IST die Führung und ihre Vertreter sind die Geführten! So funktioniert echte Demokratie! Da wird die Verantwortung nicht an der Garderobe abgegeben.
Das ist unser Anspruch an Politik von und für die Menschen!

WAS IST ALSO ***JETZT*** ZU TUN?

Bevor erneut irgendwelche "Führungsansprüche" erhoben werden, die der Bewegung schon so viel Schaden zugefügt haben, müssen wir, müssen nun die Ortgruppen als der arbeits- und organisationsfähige Kern der Bewegung ihre Stimme erheben!

Dazu bedarf es keines langwierig und kostspielig zu organisierenden Bundeskongresses, keiner Vorab-Überlegungen, wie genau die demokratische Organisation von Aufstehen funktionieren soll, ob da z.B. ein E-Voting, ob Landeskonferenzen Sinn machen, keine Klärung von Details, wie Vereinsgründung, Auswahl des besten Foren-Konzeptes für Aufstehen etc.
Dies alles kann entweder den selbständig agierenden Gruppen überlassen bleiben oder es sollte ohnehin erst durch die gesamte Bewegung entschieden werden, ohne dem hier vorgreifen zu wollen.
Ein Schritt nach dem anderen!

Was wir JETZT brauchen, ist die klare Ansage:

WIR SIND AUFSTEHEN UND
WIR VERTRETEN UNS SELBST!

Das geht so einfach, nämlich so:

Bitte verteilt diesen Aufruf und seine Begründung in allen euch verfügbaren Kanälen,
- sei es auf Facebook,
- sei es in den vielen Foren, die es inzwischen gibt,
- sei es in all euren Mailverteilern, die euch zur Verfügung stehen!

1. Wählt eine(n) beauftragten Vertreter*in eures Vertrauens und protokolliert, wie viele Gruppenmitglieder ungeachtet ihres Stimmverhaltens an der Wahl mitgewirkt haben, also egal ob für, gegen oder Enthaltung.
Diese Zahl bildet vorläufig das Stimmgewicht eures beauftragten Vertreters.
Euer Vertreter soll sich umgehend hier im Board unter "GruppenTag" anmelden und die Protokollnotiz mit einstellen:

https://forum.aufstehen-mv.org/posting.php?mode=post&f=49

(Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Gastgebern, den Betreibern des Forums Mecklenburg-Vorpommern, für ihren Einsatz für Aufstehen!)

2. Sobald sich dort mind. 15 Gruppen gemeldet haben, die für mindestens 300 Gruppenmitglieder stehen, wird dieser Kreis öffentlich proklamieren:

**********WIR SIND AUFSTEHEN!**********
Warum sind wir Aufstehen? Weil wir zum jetzigen Zeitpunkt das am besten demokratisch legitimierte Gremium der Bewegung sind.
Wir rufen euch alle auf: Meldet euch hier an

https://forum.aufstehen-mv.org/posting.php?mode=post&f=49

zur Veranstaltung unseres ersten "GruppenTag" und verbreitet diese Nachricht so breit wie möglich.

Der erste GruppenTag von Aufstehen wird nach Ablauf der heute beginnenden, angemessenen Ladungsfrist am Mittwoch, dem 24.4.2019 ab 18.00 Uhr im Forum forum.aufstehen-mv.org stattfinden.

Als Tagesordnung werden wir vorschlagen:

TOP 1: Beschlussfähigkeit
Beschlussvorlage:
"Nach umfassend verbreiteter Ladung und auf der Grundlage der Anzahl der hier vertretenen Ortsgruppen stellen wir fest:
Wir sind Aufstehen, wir sind dem Gründungsaufruf verpflichtet und wir sind beschlussfähig."

TOP 2: Selbstermächtigung
Beschlussvorlage:
"Wir erklären uns hiermit bis zum endgültigen Beschluss eines Statuts der Bewegung zum höchsten politischen Gremium von Aufstehen auf Bundesebene, das den Namen "GruppenTag" führt. Die Autonomie von Orts-, Regional- und Landesverbänden bleibt unberührt."

TOP 3: Statut
Beschlussvorlage:
"Wir rufen alle Ortsgruppen von Aufstehen auf, in einer breit angelegten Diskussion Positionen insbesondere zu folgenden zentralen Fragen zu entwickeln:
- Entwicklung und Beschluss eines basisdemokratischen organisatorischen Statuts der Bewegung.
- Inhalt von Kooperationsgesprächen mit dem Trägerverein im Interesse einer konstruktiven Konsolidierung aller Kräfte und Ressourcen von Aufstehen.

TOP 4: Aufruf zum 1. Mai, Tag der Arbeit
Beschlussvorlage:
"Unser erster politischer Akt soll bekräftigen, dass wir Aufstehen als eine Kraft sehen, die das Bündnis mit allen fortschrittlichen Menschen sucht. Er gilt den arbeitenden und den von Arbeit ausgeschlossenen Menschen in diesem Land:
Wir rufen alle Aufsteher*innen auf, die Kundgebungen und Aktionen zum 1. Mai nach Kräften zu unterstützen!

TOP 5: Presseerklärung
Beschlussvorlage:
"Wir beschließen die folgende Presseerklärung:
[Textvorschlag: 'Aufstehen - Sammlungsbewegung hat sich mit dem heutigen Tage neu aufgestellt. Sein höchstes politisches Organ ist der heute zum ersten Mal tagende GruppenTag, dem Vertretungsorgan der Ortsgruppen von Aufstehen. Durch dieses Organ wird die Gesamtheit aller Ortsgruppen künftig über alle Belange von Aufstehen auf Bundesebene entscheiden.']"

TOP 6: Nächster GruppenTag
"Die nächste Tagung des GruppenTags wird für [Vorschlag: Mittwoch, den 08.05.2019, 18.00 Uhr] anberaumt. Vorschläge zur Tagesordnung, Vorstellung von Entwürfen zum Statut und zum Verhältnis zum Trägerverein sollen hier im Forum eingereicht werden.
Mit der rein organisatorischen Koordination nebst Entwurfs einer Tagesordnung aus den eingereichten Vorschlägen werden X, Y und Z beauftragt, die zu diesem Zweck öffentlich in diesem Forum tagen.

Das ist das Ende der Versammlung und der Neuanfang für AUFSTEHEN auf Bundesebene!

***********************************
In eigener Sache:
Wir haben diesen Aufruf als zwei einfache Aufsteher verfasst, ohne jegliche darüber hinausgehende Legitimation, nur getragen von der Hoffnung, damit ein wenig zum Erstarken von Aufstehen beizutragen.

Umso mehr würden wir uns freuen, wenn dieser Aufruf möglichst viele Unterstützer*innen findet!

Bitte teilt uns eure Unterstützung direkt in dem für diese Aktion und den dort für die Unterstützer reservierten Bereich im Forum "forum.aufstehen-mv.org" oder mithilfe eines Kommentars zu diesem Beitrag in der Gruppe "Aufstehen - Selbstbestimmte Bewegung" mit.

Bitte nennt euren Namen und euren Wohnort oder den Namen der Gruppe, der ihr angehört, -gerne auch in Verbindung mit einem kurzen Kommentar. Alle Unterstützer*innen werden in der nachfolgenden Liste nachgetragen:
**********************************

WIR UNTERSTÜTZEN DIESEN AUFRUF:
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6 Antworten zu Aufruf zweier Aufsteher*

  1. albert albern schreibt:

    „kritische Auseinandersetzung“ bedeutet natürlich auch STREIT, und zwar um so mehr, je mehr man zu der Auseinandersetzung persönliche Elemente einführt. Sich über die Anderen zu empören, um sie dann ausgiebig zu kritisieren, hilft nicht der Basisdemokratie und schafft nur eine kleine, verengte „Basis“, in der scheinbar alle übereinstimmen müssen. Dann fühlt man sich auch Stark, genauso wie in einer religiösen Sekte.
    Eine Gruppe Bergsteiger, die das Himalaja-Berg besteigen will, setzt während der Tour nicht auf eine kritische Auseinandersetzung, sondern auf die basisdemokratische gegenseitige Zusammenarbeit und Hilfe… Wobei man sich nicht frei auswählen kann, wem man hilft und wem nicht…
    Die „Direkte Demokratie“ bedeutet zwar auch „Herrschaft“, sie lässt sich aber nicht so einfach durch Dominanz bestimmter Meinungen und Meinungs-Disziplin umsetzen. Sowas dient eher der undemokratischen Ideologien wie z.B. dem Faschismus…

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  2. H.Bruehns schreibt:

    Besteht die Möglichkeit den Aufruf einzel zu verlinken, da er so nicht lesbar ist. Oder geben Sie bitte einen Hinweis, wo ich den Aufruf finde.

    Vielen Dank
    H.Brühns

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  3. H.Bruehns schreibt:

    Sorry, hat sich erledigt. Ich habe es mir heraus kopiert..

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    • fidelpoludo schreibt:

      Danke Steve,
      wirklich lesenswert. Herausheben möchte ich die folgende Passage:

      „Die Bewegung litt aber vor allem unter Unklarheit über ihre politische Ausrichtung. Immer häufiger wird in Deutschland davon gesprochen, dass eine populäre Linke fehlt, eine Linke, die sich als soziale und nicht als eine kulturalistische versteht, für die der Klassenwiderspruch und nicht die bloße Bündelung der Interessen von Minderheiten im Mittelpunkt steht. Aufstehen hätte dieses Neue sein können. Dafür hätten aber die entscheidenden Fragen, die die kulturalistische von einer sozialen Linken trennen, klar benannt werden müssen. Dazu gehört vor allem die Herausstellung der Bedeutung des Staates als Schutz für die Rechte der sozial Benachteiligten, die Ablehnung der undemokratischen und unsozialen EU und eine eindeutige Haltung in der Migrationsfrage, die „offene Grenzen für alle“ ausschließt. Mit einem Wort: Am Anfang der Bewegung hätte die klare Absage an die unter Linken so verbreitete Position „No Border – No Nation“ stehen müssen.[2] Doch bereits im Gründungsaufruf mangelte es hier an der notwendigen Klarheit.“

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  4. Steve Neumann schreibt:

    KPD/ML-Organ „Roter Morgen“ vom 26.3.19:

    Oskar Lafontaine sagte laut SR, die linke Sammlungsbewegung „Aufstehen habe erwogen, bei der Europawahl anzutreten, „um uns Steuermittel und Abgeordnetenmandate zu sichern, denn es gab ja gute Umfragen“.
    Bei ca. 170 000 Unterstützern wäre es leicht gewesen, die dafür notwendigen Stimmen zu sammeln und einen Wahlkampf zu führen, wenn es sogar kleinere Parteien wie DIE PARTEI, Freie Wähler, Piraten, Tierschutzpartei, NPD, Familienpartei und ÖDP geschafft haben.

    Man hätte im Europaparlament links von der Partei Die Linke das asoziale, undemokratische und militaristische Europa des Großkapitals entlarven und seine Steigbügelhalter einschließlich der Europäischen Linken (EL) angreifen können. Man hätte für den DEXIT ( den Ausstieg Deutschlands) als LEXIT (linken Ausstieg) kämpfen können.

    Was machte aber Oskar Lafontaine? Er wandte sich ausgerechnet an die altliberale SPD, die schon seit 105 Jahren das Geschäft der Reichen betreibt. Für die Bewegung sei es auch aus finanziellen Gründen wichtig gewesen, daß sich die Parteien des ‚linken Lagers‘ öffneten. Deswegen habe er auch Gespräche mit der SPD geführt, sagte er einer Mitteilung des Saarländischen Rundfunks (SR) von Montag, den 18.März zufolge vor Journalisten in Saarbrücken. Die SPD habe aber die Chancen nicht erkannt, die in einer Öffnung zu „Aufstehen“ lägen: „Die Parteien blocken. Und so ist das Ziel, die Parteien zu einer Öffnung und zu einer Zusammenarbeit zu führen, geblockt.“

    Man habe sich aber dann gesagt, daß man als Sammlungsbewegung das linke Lager nicht spalten wolle.

    In welchem Wolkenkuckucksheim lebt denn Oskar Lafontaine? Die Leute sind in erster Linie zu „Aufstehen“ gekommen, weil sie genug von den Grünen, SPD und der Führung der Die Linke hatten, was auf der Straße und von unten machen wollten. Oskar Lafontaine dagegen will sie wieder an Rot-Rot-Grün ketten und als Basiserweiterung für die pseudolinken Alt-Parteien mißbrauchen.

    „Einheit der Linken“, das ist das, was wir am wenigsten brauchen. Klarheit vor Einheit! Eine Sammlungsbewegung der unteren Schichten ist erst dann möglich, wenn sich die echte Linke, die die Diktatur der Lohnklaverei bekämpft, sich von der Schickeria-Linken, die sich im Globalismus wohlfühlt und sich individuell verwirklichen will, radikal trennt.

    Trotz der Trennung von der Schröder-Clique ist anscheinend Lafontaine dem Typ des sozialdemokratischen Arbeiterverräters treu geblieben.

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