Zwei sehr randständige Beobachtungen

Mit „randständig“ sage ich, dass diese Beobachtungen beiläufig sind, sehr klein, ganz unbedeutend. „Daraus brauchst Du überhaupt keine Schlüsse zu ziehen!“ – rede ich mir ein.

Die erste Beobachtung betrifft bisher Beteiligte bei „aufstehen“, die sich jetzt verabschieden. Das sind Leute, erlebte ich jetzt mehrmals, mit intellektuellem Niveau, Sozialkompetenz, fähig, Arbeit und Zusammenarbeit zu organisieren.

Ihnen gefällt es nicht mehr, ist ihnen alles zu mühsam, verlangt ihnen persönlich zu viel ab. (Von den vielen ähnlich tickenden befähigten Leuten, die sich niemals „aufstehen“ gemeldet hatten, von denen ganz zu Schweigen.)

Dementsprechend (und aussichtslos) ist der Stand der „res publica“.

Die zweite Beobachtung betrifft das heute Nacht entdeckte „Manifest von Regensburg“.  Das ist der wirkliche sanfte Faschismus. Er wird nicht wahrgenommen. Er wird uns täglich angeboten und von uns widerstandslos in unser persönliches Leben integriert.

Dass wir soweit gekommen sind (und die Thunberg-Demonstrationen sind nur ein etwas anderer Ausdruck Desselben) lässt mich vermuten, dass die Weltkrise in eine neue akute Phase eingetreten ist.

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Eine Antwort zu Zwei sehr randständige Beobachtungen

  1. Beat Wick schreibt:

    «Sie können die gesamte Geschichte zurückgehen: SOZIALE ERRUNGENSCHAFTEN wurden immer in sozialen Kämpfen den Mächtigen abgetrotzt – und nicht etwa in einem empathischen Dialog errungen“ So Rainer Mausfeld und er ist bei weitem nicht der Erste und der Einzige in der Welt der zu dieser Einsicht gelangt. Der deutsche Dichter Heinrich Heine schrieb in diesem Zusammenhang gar von «Strömen von Blutes».

    Die vielgepriesenen guten Herrscher gibt es also nach diesen Erkenntnissen nicht, gab es nie und wird es auch nie geben. Zu Macht drängen immer die gleichen Charakteren. Und die wollen IMMER herrschen über gehorsame, unterwürfige, autoritätshörige Untertanen. Gestern, heute, morgen. Und Denkmäler setzen sie sich alleweil selber.

    Die Welt, das Leben, die Menschen müssen nicht neu erfunden werden. Ohne Volk kann kein König regieren und Könige sind jederzeit ersetzbar. Was hindert daran, ihnen Macht wegzunehmen (von der Mitte nach oben)? Ist es unsere Erziehung, Konditionierung zu Gehorsam, Autoritätshörigkeit und Unterwürfigkeit? Und Macht (über andere), Einfluss, Privilegien und Ansehen werden ohnehin NIE freiwillig vermindert. Weder von den Einen noch von den Anderen. Was Verräter anbelangt – Die lassen nie auf sich warten.

    Den Menschen so nehmen, akzeptieren und respektieren wie er ist. So Oskar Maria Graf (und selbstverständlich nicht nur er). Ein herausragender deutscher Dichter und integre Persönlichkeit. Das heisst: Respekt, auch vor der Meinung (!) und Entscheidung (!) des andern. Und wenn unsere «Zivilisation» [heute muss man wohl von Barbarei reden] nicht zu mehr Empathie findet, dann war Hitler nur ein Vorspiel der kommenden Barbarei, meinten und meinen Arno Gruen und viele andere mehr (Nur um bei Deutschen „Dichtern und Denkern“ zu bleiben).

    Wer sind die Barbaren?
    Dass die Gesellschaftsschicht, die es in erster Linie angeht, von diesen Binsenwahrheiten nichts wissen will, ist nichts Neues. Sie bleibt weiterhin in ihrem Machtdenken, an ihren Privilegien, in ihrer Überheblichkeit verhaftet. Vielfach beschrieben in der Weltliteratur. Auch von Gleichwertigkeit wollen sie, in Wirklichkeit, nichts wissen. In Wirklichkeit nichts von den «Gilets jaunes». Sind es doch auch «Untere» (wie Emigranten). Und die verachten sie eh!

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