Woher kommt die Lebenskraft?

Und was zehrt sie auf?

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Eine Antwort zu Woher kommt die Lebenskraft?

  1. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Eine sehr komplexe und doch ganz einfache Frage. Keine direkte Antwort, aber ein paar Betrachtungen aus meinem „Skizzenbuch“, die damit im Zusammenhang stehen:

    Geben und Nehmen

    So existenznotwendig das Nehmen, die Nahrung für meinen physischen Körper,
    so existenznotwendig ist das Geben, die Liebe für meine Seele.

    Beides bedingt einander
    und gäbe ohne das jeweils andere keinen Sinn.

    Entwicklung

    Verantwortung wächst auf Bewußtsein,
    Bewußtsein wächst aus Wahrnehmung,
    Wahrnehmung aus Begegnung,
    Begegnung aus Bewegung,
    Bewegung aus dem Willen und der Lust zum Leben

    Aber all diese Pflänzchen werden nicht gedeihen und erstarken
    ohne Wasser und ohne Licht –
    das Wasser der alles bewegenden Liebe,
    das Licht des Glaubens, daß alles einem größeren,
    über unseren Horizont hinausreichenden Sinn folgt.

    Individualität

    Individualität ist die Würze des Lebens,
    aber sie ist nicht seine Substanz.
    Sie ist nicht die Blüte, die Frucht,
    sondern nur ihr Duft, ihre Süße, ihre Farbe und Gestalt.

    Dieser, ihrem Ausdruck, gehört unsere Liebe,
    jener, ihrem Wesen, die Ehrfurcht, die Achtung vor ihrer Würde.
    DAS ist die Flamme, die in uns brennt,
    die Fackel, die wir weitertragen.

    Es ist nicht unsere Version, unsere Erzählung,
    es ist nicht das Verständnis der Menschen –
    es ist die Wirklichkeit selbst.

    Individualität vergeht –
    der Hauch eines Momentes.
    Das Leben selbst IST
    im steten Strom der Zeit.

    Oder von Hazrat Inayat Khan:

    Es sind nicht wir, die durch das Leben gehen,
    das Leben geht durch uns.

    Und auf der Basis dieser Betrachtungen kann ich vielleicht wagen, eine erste Antwort zu versuchen:
    Es ist die Offenheit und Verbundenheit mit dem Lebendigen, dem Ganzen in all seinen Dimensionen, dem Materiellen, Emotionalen und dem Ideellen, die uns in den Strom der Lebenskraft stellt. Und es sind die Trennung, die Vereinzelung, der Zweifel, der Widerspruch, die Negation, die diese Kraft drosseln und, wenn sie überhand nehmen, uns von dieser Quelle abschneiden und die Kraft versiegen lassen.

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