Unser Grundofen – eine neue Methode des Anfeuerns

Über unseren Stolz, den selbstgebauten Grundofen, der ausschließlich mit Stückholz befeuert wird, habe ich schon mehrfach berichtet. Die ersten Erfahrungen und Berichte sind nun schon mehr als 10 Jahre alt. Alles, was ich damals Positives feststellte (und ich hatte nur Positives festzustellen) hat sich all die Jahre bestätigt.

Trotzdem lernt man nie aus. jetzt habe ich von einer neuen Methode des Anfeuerns erfahren – Anfeuern von oben – mit der die Feinstaubemission deutlich gesenkt werden soll.

Im Video wird die Methode erläutert. Ich werd‘ es ausprobieren.

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8 Antworten zu Unser Grundofen – eine neue Methode des Anfeuerns

  1. Jo Bode schreibt:

    In England hat sich – golfstrombedingt – eine ziemlich ausgeklügelte Kaminofen-„Kultur“ enwickelt, die ebenfalls die von Opa beschriebene Anzündmethode beinhaltet.
    Wenn jemand bautechnisch nicht so begabt ist wie unser Forenbetreiber, und eher an Kaminöfen interessiert ist, kann er über die fortgeschrittene Brenntechnik einiger Öfen aus GB ins Staunen geraten. Das kann man in zahlreichen Videos vom Anzündvorgang bis zum Abbrand trefflich bewundern. Auf deutschen Seiten habe ich Derartiges nicht gefunden. Allerdings habe ich schon seit 3-4 Jahren nicht mehr danach gesucht….

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  2. Joachim Bode schreibt:

    Nach kurzem Blick auf englische Seiten bin ich auf folgendes Video gestoßen:

    Wer u.a. wissen will, was aus den traditionellen offenen Kaminen Englands geworden ist und sich gleichzeitig an hervorragendem Englisch erfreuen will, wird hier fündig….

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  3. Detlev Matthias Daniel schreibt:

    Hab das gerade einmal ausprobiert. Auf Anhieb hat es nicht funktioniert. Was Qualm aus dem Schornstein reduzieren sollte, hat ihn erst einmal mächtig vermehrt. Zwar ist erst ein Feuer angegangen und anders als sonst hat sich kein Ruß an den Wänden niedergeschlagen, aber nachdem das dünne Anfeuerholz verbrannt war, ist die Flamme ausgegangen und die Ofenladung Holz glimmt und schwelt vor sich hin. Ich nehme an, das hängt damit zusammen, daß
    1. ich meinen Ofen nur mit Schnittholz vom eigenen Grundstück befeuere – hauptsächlich ungespaltenes Astholz bis 10 cm Durchmesser. Das brennt auf der Glut wunderbar, braucht aber zum Angehen wohl mehr Hitze;
    2. mein kleiner 4 KW Kaminofen einen zu kleinen Feuerraum hat, um auf einer Lage Brennholz zusätzlich einen ausreichenden Feuerstoß für das Anbrennen aufzusetzen und
    3. ich zum Anzünden wie üblich ein Blatt Zeitungspapier verwendet habe. Das bildet nach dem Verbrennen eine ziemlich geschlossene Schicht auf dem darunterliegenden Holz, die ich dann erst einmal zerstoßen mußte.

    Ich will also nicht ausschließen, daß es nicht doch noch funktionieren wird, braucht aber wohl noch einige Experimente zur Anpassung an die speziellen Gegebenheiten.

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    • Joachim Bode schreibt:

      Dem Tatendrang sind keine Grenzen gesetzt.
      Meine beiden schon älteren Kaminöfen der italienischen Firma La Nordica (einer davon mit über 200 kg Gußeisen…) sind zwar sehr robust gebaut, weisen aber bei weitem nicht das ausgeklügelte Luftzufuhr- und Scheibenbelüftungssystem der englischen Artgenossen auf. In Italien gibt’s ja auch weniger Wärme- und entsprechenden Brennstoff-Sparbedarf als im unwirtlicheren England.
      So kämpfe ich nach wie vor mit schnell verrußenden Glasscheiben und schlecht stabilisierbaren Brandbildern. Warm wird es aber immer, wenn auch mit Verbesserungspotential beim Betrieb.

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  4. kranich05 schreibt:

    Für ’nen Grundöfner sind natürlich Kaminöfen sowas von „Bäh!“…
    Das hab‘ ich aber nur bei Anderen gelesen, möchte mich nicht in diese Art Glaubenskriegerfronten einreihen.
    Habe jetzt zweimal „von oben“ geheizt, mit zweimal demselben, absolut befriedigendem Ergebnis.
    Beim zweiten Mal habe ich das Brennmaterial gewogen, Es waren 16 kg Buchenscheite. („Buchenscheite“ klingt gewaltig, meine haben meist aber nur eine Länge von 30 cm. Ihr Stückgewicht schwankt zwischen ca 700 bis 1600 Gr.) Der Brennraum hat ungefähr die Maße 50x60x40 (BxHxT). Mein draußen unter Schutzdach getrocknetes Holz, lagert noch einmal mindestens drei Tage in der Wohnung, direkt am Ofen. Seine Feuchtigkeit kann ich mit meinem Gerät nicht mehr ermitteln, liegt also unter 7%.
    Das Anbrennen oben mit etwas Papier und dünnem Holz/Kiefernzapfen/Holzsplittern (Gesammelt in alten Brötchentüten.) aller Art ist natürlich kein Problem aber dass sich das Feuer nach unten durchfrisst, ist ebenfalls keins. Der ganze Brennvorgang dauert etwa 50 Minuten. Das sind etwa 10 Minuten mehr als beim Anfeuern von unten.
    Absolut überzeugend ist die Rauchentwicklung. Sie ist während des gesamten Brennvorgangs so gut, wie nicht vorhanden. Bei der anderen Methode entwickelt sich etwa 10 bis 15 Minuten lang kräftiger Rauch, bevor die Abgase dann „klar“ werden.
    Genau beobachten werde ich noch, ob die gewisse Verlangsamung des Brennvorgangs zu einer geringeren Hitzeentwicklung (Temperaturmaximum) führt, was weniger Strahlungswärme bedeuten könnte. Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass es da eine spürbare Auswirkung gibt.

    Wenn das Feuer nicht gut nach unten durchdringt, würde ich vermuten, dass das Holz nicht trocken genug ist.

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    • Joachim Bode schreibt:

      Die von kranich05 beschriebenen Erfahrungen zum Anfeuern und zur Raucharmut möchte ich bestätigen.
      Ein nicht ganz veralteter Kaminofen ist mit zweifacher getrennt regelbarer Luftzufuhr ausgestattet, noch moderner wird’s sogar mit Tertiärluft.
      Die sogenannte Sekundärluft, die für den Holzabbrand nach dem erfolgreichen Anzünden und Aufheizen zuständig ist und von oben aus die Sichtscheibe sauber halten soll, scheint ein Knackpunkt für Qualität des jeweiligen Ofens zu sein.
      Bei meinen Öfen bleibt die Scheibe bei voller(!) Öffnung des Sekundärluftschiebers sauber, solange das Feuer flackert. Die anschließende Glut sorgt dann für Beschlag. Nach 2 oder 3 Bränden ist die Scheibe zu. Ich denke, daß es da bessere Öfen gibt…..

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  5. Lutz Lippke schreibt:

    „Im Wald da liecht nen Ofenrohr, stell Da mal de Hitze vor!“ zwitschert nur etwas neidisch die Berliner Stadtpfeife.

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