Für welche Friedenspolitik aufstehen?

Das deutsche Volk will Frieden.

Es hat die notwendigen Lehren gezogen aus den Zeiten der faschistischen deutschen Aggressionen. Das bedeutet auch, dass die Deutschen mit allen Völkern friedlich und zum gegenseitigen Nutzen zusammenarbeiten wollen. Das gilt nicht zuletzt für die Völker Russlands bzw. der damaligen Sowjetunion,  die den höchsten Blutzoll zur Zerschlagung des Faschismus aufgebracht haben.

Militär braucht Deutschland nur zur eigenen Verteidigung. Seit Jahrzehnten und auf absehbare Zukunft gilt, dass Deutschland von keiner Macht militärisch bedroht wird. Deshalb fordern wir: „Abrüsten statt Aufrüsten!“ und unterstützen die entsprechende Bewegung.

Wenn die Ministerin von der Leyen erklärt, dass gegenüber Russland eine Position der Stärke erreicht werden müsse, so missachtet sie die historischen Einsichten und bringt den berüchtigten deutschen Machtwahn wieder zum Ausdruck. Das steht im Gegensatz zu den Lebensinteressen des deutschen Volkes und schlägt allem ins Gesicht, was das bessere Deutschland seit der bedingungslosen Kapitulation 1945 gelernt hat.

Weder NATO-Beschlüsse noch „Koalitionen der Willigen“ rechtfertigen den Einsatz der Bundeswehr im Ausland, sei es in Fernost, in Afrika oder im Syrienkrieg. Diese Kriege unter deutscher Beteiligung tragen Tod und Verderben in die angegriffenen Länder. Sie zwingen die Menschen zur Flucht und kosten darüber hinaus die Bürgerinnen und Bürgern der BRD Jahr um Jahr Milliardenbeträge. Sie dienen allein den Weltherrschaftszielen der USA und ihrer Vasallen und einer kleinen Schicht deutscher Profiteure.

Nicht nur die Kriegsbeteiligungen der Bundeswehr im Ausland, auch die Sanktionen gegen souveräne Staaten, wie Russland oder Syrien, sind aggressive Akte, die die Lebensgrundlagen der Menschen dort schädigen. Sie müssen beendet werden.

Die aggressive NATO-Strategie, besonders die Pläne zur NATO-Mitgliedschaft der Ukraine und Georgiens, aber auch die provozierenden Manöver an Russlands Grenzen müssen gestoppt werden. Es darf keine jährliche Steigerung der Rüstungsausgaben um viele Milliarden geben, wie sie die NATO mit deutscher Zustimmung beschlossen hat.

Statt für Waffen soll Deutschland seine Milliarden gegen die Ausbreitung des Flüchtlingselends in der Welt und gegen die Armut im eigenen Land einsetzen.

Statt Waffen braucht Deutschland bessere, chancengleiche Bildung und Gesundheitsfürsorge.

Statt Waffen braucht Deutschland viele neue bezahlbare Wohnungen.

Viele Milliarden braucht Deutschland für die Modernisierung und Neuausrichtung seiner Verkehrs-, Energie- und Kommunikationsinfrastruktur – aber nicht für neue Hochrüstung.

Statt Waffen braucht Deutschland Milliarden für den Schutz  der Natur und für die lebenswerte Gestaltung der Umwelt im Interesse aller hier lebenden Menschen und auch der uns folgenden Generationen.

Der angekündigte Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag ist ein direkter Angriff auf die Sicherheitsinteressen Russlands und steigert damit die Raketenbedrohung Europas mit Deutschland im Zentrum um ein Vielfaches. Die Antwort darauf darf nicht der Einstieg der BRD und Europas in eine neue Runde des Wettrüstens sein. Schluss damit!

Die Kündigung des NATO-Truppenvertrages und damit der Abzug aller US-Truppen und Waffen, einschließlich Kernwaffen, aus Deutschland (30 Jahre nach dem Abzug der sowjetischen Truppen) und die Auflösung aller US-Basen und US-Kommandozentralen auf deutschem Boden durchzusetzen – das ist die größte Friedenstat, die die Bürgerinnen und Bürger der BRD vollbringen können.

Diese Tat würde den Frieden für alle Menschen in der Welt sicherer machen. Sie würde zugleich große Mittel freisetzen, um die soziale Spaltung in Deutschland zu verringern.  Sie würde helfen, den Menschen endlich ein Leben in Freiheit, Sicherheit und Würde zu ermöglichen.

Dafür lohnt es sich aufzustehen.

Dieser Beitrag wurde unter ökologisch, Bewußtheit, bloggen, Demokratie, Faschismus alt neu, Krieg, Krise, Machtmedien, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Für welche Friedenspolitik aufstehen?

  1. Theresa Bruckmann schreibt:

    Danke für den Friedenspolitik-Artikel.
    Erschütternd ist, dass der Bundestag den Syrien-Einsatz der Bundeswehr um ein weiteres
    Jahr verlängert hat.
    https://www.bundestag.de/parlament/plenum/abstimmung/abstimmung?id=540
    https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/011801.html

    Und beschämend was die Sanktionen in Syrien anrichten.
    Die NDS veröffentlichten den Brief einer amerikanischen Ärztin an Bernd
    Duschner, hier:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=46871

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  2. Beat Wick schreibt:

    AUFFORDERUNG AN DIE SAMMELBEWEGUNG #AUFSTEHEN

    Ludger Volmer, Initiator der Sammelbewegung #Aufstehen, ist vor ein internationales Kriegsgericht zu stellen und von ihm Sühne zu fordern für die Kriege im Kosovo und in Afghanistan

    Rudolf Dreßler und andere Israel-Lobbyisten, in der Sammelbewegung #Aufstehen, sind zur Rechenschaft und Verantwortung zu ziehen für deren Befürwortung und Unterstützung der Verbrechen des rassistischen, kolonialen, Apartheit-, Besatzer-, Unterdrückungs- und Apartheitsregimes Israel

    Aus Achtung und Respekt vor den Opfern des Leids und Elends, welche durch deren Verbrechen verursacht wurden. Aus Achtung und Respekt vor der Würde des Menschen und vor dem Leben. So wie es Menschen einer zivilisierten Gesellschaft ansteht.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Vor ein „internationales Kriegsgericht“ gehörten vor Ludger Volmer noch viele andere Verantwortliche ganz anderen Kalibers. Für Ludger Volmer genügte mir schon eine glaubhafte Distanzierung von diesem seinem Fehler in der Vergangenheit. Ein Mensch, also auch ein Politiker, kann und darf sich ändern. Das gilt auch für seine politischen Überzeugungen und Einstellungen. Darf ich die Romane und politischen Interventionen etwa von Günter Grass nicht mehr lesen, weil er einmal ein braunes Hemd trug? Whistleblower, die uns wertvolle Informationen erwa über die CIA und andere dubiose Institutionen liefern (Snowdon, Robert Steele und viele mehr) sollten nicht mehr darüber reden dürfen, was sie erlebt haben und stattdessen zum Schweigen verurteilt werden?
      Israel-Lobbyisten allerdings, wenn sie als solche überführt werden können – und zwar aktuell und nicht in einer fernen Vergangenheit – sollten tatsächlich mit „Aufstehen“ nichts zu tun haben dürfen.

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    • fidelpoludo schreibt:

      „Danke für den Friedenspolitik-Artikel.“
      Danke für den Friedenspolitik-Artikel.
      „Dafür lohnt es sich aufzustehen.“
      Dafür lohnt es sich aufzustehen.

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  3. Sven Thom schreibt:

    Besser kann man es nicht sagen. Nur mit gut reden bewirken wir gar nichts. Die unausweichliche Aussicht, die uns blüht, wenn wir nicht handeln, ist brutal gegenüber jeglichen Lebensformen. Allein deswegen wäre mir jegliches Mittel recht um diesem Treiben ein Ende zu setzen! Wer nicht hören will soll und muss fühlen, sofern er dazu überhaupt noch in der Lage ist.

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  4. Silvie schreibt:

    Danke 🙂

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  5. Johannes S. schreibt:

    Ich hoffe, dass mir Verständnis entgegengebracht wird, wenn der Fokus des nachstehenden Kommentars die „merk“würdige Psychologie der Kanzlerin Merkel anspricht:
    Die innere, geistige Zerrissenheit, die einem gespaltenen Bewußtsein gleichkommt, hat zu der verheerenden gesellschaftspolitischen Spaltung in Deutschland geführt:

    Die fragwürdige Persönlichkeitsstruktur und der Werdegang von Angela Merkel hat sicherlich fatal prägend zum Desaster, zu einer tiefen Spaltung in der deutschen Gesellschaft und Politik geführt.
    Die Prägung der Bundeskanzlerin wird bestimmt durch die christliche Erziehung durch den Pastoren-Vater, der gleichzeitig Sozialist und vermutlich Idealist war., Beide eher gegensätzliche Weltanschauungen hat Frau Merkel bereits als Kind in sich aufgenommen.Durch das Studium der Physik ist sie wissenschaftlich im Denken, weniger durch empathisches, menschliches Fühlen geprägt.Der abrupte Ausstieg aus der Atomenergie und die angebliche Tendenz zu „grünem Gedankengut“ beruht auf ihrem wissenschaftlichen Hintergrund als Physikerin. Durch die DDR obrigkeitsstaatlich, nicht demokratisch sozialisiert, jetzt autokratisch regierend und analog zum Niedergang der SED, die CDU zerlegend und die Stabilität Deutschlands zersetzend. Die Tatsache, dass Angela Merkel in der DDR-Propaganda tätig – wozu sie prädestiniert war durch die Predigten ihres Vaters – belegt ihre fehlende Distanz zum diktatorischen, von oben herab bestimmenden Staatssozialismus, der aufgrund der damailigen historischen Situation kein echter Sozialismus, keine Volksherrschaft war und in dem die Menschen totalitär unterdrückt wurden.
    Nach der Wende, ihre Wende zur willfährigen Vertreterin des Großkapitals, der Industrie, des Neoliberalismus und der geschichtsvergessenen Ideologie „Es gäbe keine Alternative“ und einer marktkonformen Demokratie. In der DDR hieß dies in etwa analog dazu Staatssozialismus.
    Als potentielle Kanzlerkandidatin hat sich Angela Merkel anläßlich eines Amerika-Besuches für den Einsatz der Bundeswehr im Irak-Krieg ausgesprochen und dadurch das „Casting“ als zukünfige Kanzlerin bestanden…. Infolge ihrer Prägung in der DDR ist sie „internationalistisch“ orientiert und gegenwärtig frönt A.M: nunmehr ein Nationen-vernichtendes Europa und die Welt gleichmachende Globalisierungs- und Emigrationspolitik. Rationalisiert ihre Willkommeskultur für Flüchtlinge mit einer angeblichen Solidarität und Humanität, distanziert sich gleichzeitig nicht von den Ursachen der Flüchtlingsbewegungen: Den vernichtenden, entsetzlichen Kriegen des Bündnispartners Amerika im Nahen Osten gegen moslemische Menschen. Billigt die bedrohliche Angriffspolitik der Nato gegen Russland, so wie Angela Merkel früher ihre Vasallentreue gegenüber Moskau geleistet hat. Und missachtet die legitimen patriotischen Interessen Deutschlands und der Menschen. Es ist davon auszugehen, dass sie Patriotismus mit Nationalismus gleichsetzt. Eine „internationale Solidarität“ mit den Entrechteten, in Armut und von Kriegen bedrohten Menschen und Völker ist auch mit Patriotismus vereinbar.
    Merkel hat aufgrund ihrer mentalen Spaltung, die sie mit sehr vielen Menschen gemeinsam hat, Deutschland, weiter sozial und infolge der unkontrollierten Flüchtlingswelle tief gesellschaftspolitisch gespalten und ursächlich zum Erstarken rechtsextremer Kräfte und der AFD beigetragen. Ihre herumlavierende, ständig abwartende, manipulative, opportunistische Regierungspolitik und ihr Regierungsstil ist ohne einen überzeugenden Standpunkt in der Sozial-. Europa- Wirtschaftspolitk und Außenpolitik.Auf die vermeintliche für Deutschland „fürsorgliche, belehrende Mutter, Übermutter Merkel“ sind bislang die Wähler reingefallen. Auch weil die Mehrheitsgesellschaft selbst konformistisch am status quo, an ihren materiellen Besitzständen, ihren Ideologien stur festhalten und der AFD die Alternative für Deutschland überlassen hat, statt aufgeklärt die progessiven Kräfte in der Gesellschaft , die Demokratie, Rechts- und Sozialstaatlichkeit zu stärken. Nicht nur Merkel hat diese fatale politische Entwicklung in Deutschland zu verantworten, sondern nahezu eine Mehrheit der Bürger, die erstarrten Parteien, gesellschaftlichen Organisationen und hauptsächlich die Mainstream-Medien.
    Dagegen gilt es „Aufzustehen“, zu „Widerstehen“ ,bevor es wiedereinmal zu spät ist.

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    • fidelpoludo schreibt:

      „Eine „internationale Solidarität“ mit den Entrechteten, in Armut und von Kriegen bedrohten Menschen und Völker ist auch mit Patriotismus vereinbar.“

      Diesen Satz möchte ich besonders hervorheben. Und hinzusetzen, dass viele „einfache“ Menschen – und zwar viel mehr als uns bewußt ist – den Begriff „Nationalismus“ im Munde führen, aber „Patriotismus“ meinen. Nicht zuletzt weil sie weder die Zeit, noch die Bildung haben, diese Begriffe zu unterscheiden. Und doch ist ihr politischer Instinkt dem wortreichen Gerede vieler akademisch Gebildeter vorzuziehen, die ihn verloren haben, weil sie ihre „Bildung“ einer Mischung aus Karrierestreben und Anbindung an entweder zynisch durchschaute, der Verdrängung anheim gefallener oder ideologisch verblendeter „Überzeugungen“, in allen diesen Fällen dem Gemeinwohl und demokratischer Volkssouveränität widersprechenden Interessen unterworfen haben.
      Gemeinwohlorientierung und Volkssouveränität sind zunächst auf nationaler Ebene zu erkämpfen und können erst später im Verbund mit Staaten und Nationen, die einen ähnlichen Weg gegangen sind, die internationale Ebene betreten, was nicht ausschließt, dass sich vorher und in der Zwischenzeit diese verschiedenen nationalen Bewegungen untereinander mit ihren jeweiligen Erfahrungen austauschen, um sich gegenseitig zu stärken, um Fehler zu vermeiden, die vermieden werden könnten, wenn man auch dann und wann über die eigenen nationalen Grenzen hinweg sieht.

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