Fundstück – 24.10.2018 – Nebensächliches

Voltairenet informiert: „Mazedonien wird eine US-artige „Demokratie““.

Mazedonien – weit weg von uns. Was geht den Deutschen Michel der Balkan an. Balkan ist doch da irgendwo in den Bergen, wo es immer mal knallt; seit Ewigkeiten ein einziges Durcheinander…. – – –

Das, lieber Michel, sollte alles Ironie sein. Opa macht jetzt kein Mazedonien-Fass auf. (Er ist vielleicht durch seine Donau-Kreuzfahrt ein wenig für diese Jejend sensibilisiert.) Festhalten möchte Opa nur, dass in dieser stinkenden Suppe auch der Name des Politlumpem Alexis Tsipras auftaucht. Ja, das ist diese ehemalige Syriza-Lichtgestalt!

„Syriza“ ist die Kurzform von „Synaspismos Rizospastikis Aristeras“, und übersetzt heisst das:„Koalition der Radikalen Linken“. Ursprünglich (2004) war das ein Wahlbündnis Vieler. Es war eine Art Sammlungsbewegung.

Merke: Hier heisst der „Arzt am Krankenbett“ nicht mehr SPD, sondern „Radikale Linke“.

„Syriza“ kam und ging so schnell (und war auch so weit weg, in diesem merkwürdigen Griechenland, in dem man so komische Buchstaben verwendet), dass die deutschen Linken und Schnellmerker der Vorzüge des Populismus gar nicht bemerkten, welches Lehrbeispiel für gekaufte Politik ihnen da geboten wurde.

Der allseits beliebte „linke“, „europäische“ Politshowmaster Gysi hält natürlich Syriza und Tsipras die Stange, heute erst recht.


Nachbemerkung:

Wenn ich schon durch Voltairenet auf diese Blüte aus dem Linkssumpf aufmerksam wurde, möchte ich doch gleich informieren, dass es dort einen lesenswerten Artikel gibt, der das allgegenwärtige Kashoggi-Ereignis in große Zusammenhänge einordnet.

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3 Antworten zu Fundstück – 24.10.2018 – Nebensächliches

  1. Wolfgang Oedingen schreibt:

    Politlump? Wie vornehm zurückhaltend formuliert. So einen hatten wir hier auch schon mal. Dessen segensreiches Tun ist bis heute zu besichtigen.Für mich ganz üble Verbrecher, vergleichbar mit Gorbatschow et.al. Ich schrieb vor Jahren: Szipras? Nur ein Sozialdemokrat oder das Trojanische Pferd der Troika? Die Frage hat sich wohl längst erübrigt.

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    • fidelpoludo schreibt:

      Bis zum Beweis des Gegenteils ist Gorbatschow kein Politlump, sondern eher ein leichtgläubiger Idealist, der von der Dialektik der Aufklärung keine Ahnung hatte und in dem Glauben handelte, seinem Volk etwas Gutes zu tun. Ähnlich Yelzin, der sich dann aber in einen Politlumpen verwandelte, der er nicht von Anfang an war. Auch Tsipras war nicht von Anfang an das von der EU oder Merkel absichtsvoll eingeschleuste Trojanische Pferd. Um ihn in diesen Ruch zu befördern, waren wohl ganz andere Mechanismen zugange.
      Wen meinen Sie mit „So einen hatten wir hier auch schon mal“, „dessen segensreiches Tun (…) bis heute zu besichtigen“ sei? „Politlump“, als jemanden, der sich von Anfang an den Schaafspelz unhängt, um desto effektiver als Wolf zu wirken, ist für mich nicht identisch mit „Wendehals“, ob „umgedreht“ oder sich selbst „umdrehend“. Differenzierende Nuancen, die wir nicht übersehen sollten.

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  2. fidelpoludo schreibt:

    Wie „Klar Schiff“ und „Nägel mit Köpfen“ g e m a c h t werden – durchaus nicht nebensächlich!

    http://www.voltairenet.org/article203620.html

    „Wenn das Volk mal wieder keine Anung hat und immer noch glaubt, dass in einer Demokratie das Volk herrscht“
    oder:
    „Wer oder was nicht artig ist, wird artig gemacht!“
    oder:
    „Dann beschlossen Washington und Brüssel, das Parlament zu verwenden, um dem Volk zu widersprechen.“

    Der Kranich hätte diesen kurzen Text durchaus als Ganzen präsentieren können und nicht nur auf den Link verweisen. Handelt es sich doch durchaus nicht um „Nebensächliches“ (forsch des Kranichs Ironie hier bewußt mißachtendend): Wird hier doch deutlich und durchsichtig bis transparent:
    1. Wie die Befehlskette bei den Regime-Change-Aktivitäten unverblümt zusammenhängt: Bei einem „kleinen“ Land sind weniger bis keine vorbereitende NGOs zugange, die den „Change“ in Gang setzten und die „Eigeninitiative“ des unzufriedenen Volkes vorspiegeln sollen.
    2. Wegen der relativen Bedeutungslosigkeit des Landes schaut niemand von meinungsbildendem Interesse so genau hin, so dass „Nägel mit Köpfen machen“ angebracht scheint, die Aufgabe ohne große Umwege und Probleme direkt gelöst werden kann und die dadurch gesparte Zeit für wichtigere Dinge (Syrien, Iran, Russland, China) in Anschlag gebracht werden kann.

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